(Minghui.org) Das Gefängnis Jinzhong in Qi, Provinz Shanxi, ist die größte Einrichtung der Provinz, in der männliche Falun-Dafa-Praktizierende inhaftiert sind.

Sämtliche Anweisungen zur Verfolgung werden von der „Bildungsabteilung“ des Gefängnisses erlassen. Falun-Dafa-Praktizierenden, die sich weigerten, ihre „Schuld“ einzugestehen oder ihrem Glauben abzuschwören, wurden Besuche ihrer Familien verweigert; sie durften zudem weder anrufen noch schreiben. Ihren Familien ist es untersagt, Bargeld auf ihre Gefängniskonten einzuzahlen, was die Praktizierenden daran hindert, Dinge des täglichen Bedarfs oder zusätzliche Lebensmittel zu kaufen. Sie erhalten lediglich Toilettenpapier und Seife. Einige Praktizierende beschwerten sich deswegen bei dem für das Gefängnis zuständigen Staatsanwalt, erhielten aber nie eine Antwort.

Bei ihrer Einweisung werden Falun-Dafa-Praktizierende zunächst im Neuankömmlingsbereich im dritten Stock der vierten Abteilung untergebracht. Dieser befindet sich in einem neuen, vierstöckigen Hochsicherheitsgebäude. Das Erdgeschoss steht leer. Im zweiten Stock sind reguläre Gefangene untergebracht, im vierten Stock befinden sich zahlreiche Einzelhaftzellen.

Wärter der „Bildungsabteilung“ sprechen kurz nach der Aufnahme mit den Praktizierenden. Weigern sich diese, Falun Dafa abzuschwören, erhalten sie eine verlängerte „Ausbildung“. Scheitert die anfängliche „Umerziehungskampagne“, werden die Praktizierenden in die Einzelhaftzellen verlegt.

Zhou Dongyan, der Ausbilder der vierten Abteilung, beteiligte sich aktiv an der Verfolgung. Er zwang die Praktizierenden oft, über Tage hinweg stundenlang zu stehen, oder stachelte die Mithäftlinge an, sie zu schlagen.

Kurz nachdem Hou Lijun zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden war, entzog ihm der Ausbilder Zhou vier Tage lang den Schlaf, während acht Mithäftlinge ihn abwechselnd bewachten. Zhou schlug Hou selbst und sagte ihm, er habe alle möglichen Foltermethoden an Falun-Dafa-Praktizierenden angewendet.

Um den 20. April 2025 reiste ein Wärter namens Wu Tianyu vom Pekinger Gefängnisamt ins Gefängnis Jinzhong, um die dortigen Wärter darin zu schulen, die Praktizierenden noch besser „umzuerziehen“. Ende April kamen acht weitere Wärter aus Peking, die an dieser „Schulung“ teilnahmen.

Ebenfalls Ende April 2025 wurden in den Besprechungsräumen des Gefängnisses Spruchbänder mit der Aufschrift „Falun Gong entlarven und kritisieren“ aufgehängt. Im Mai 2025 begann die offizielle Kampagne, bei der inhaftierte Praktizierende gezwungen wurden, ihren Glauben aufzugeben. Alle neu aufgenommenen Praktizierenden wurden in die Einzelhaftzone im vierten Stock gebracht und mussten dort rund um die Uhr stehen, während die anderen Häftlinge sie herumschubsten, schlugen und mit Pfefferspray besprühten. Selbst Praktizierende, die bereits in regulären Abteilungen untergebracht waren, wurden zur „Umerziehung“ in den vierten Stock gebracht. Anfang Juli besuchten Mitarbeiter der Gefängnisbehörde der Provinz Shanxi das Gefängnis Jinzhong, um sich über den Stand der „Umerziehungskampagne“ zu informieren.

Die „Bildungsabteilung“ des Gefängnisses weitete ihre Gehirnwäschekampagne später auf weitere Praktizierende aus. Wer sich weigerte, seine „Hausaufgaben“ zu erledigen oder Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu verfassen, wurde für ein einmonatiges „Umerziehungs-Camp“ in den Einzelhaftbereich gebracht. Auch diejenigen, die zum Verzicht gezwungen worden waren, mussten weiterhin monatlich Berichte über ihre Gedanken verfassen.

Der oben erwähnte Hou war in der 15. Abteilung inhaftiert. Im Mai 2025 befahlen die Wärter den Mithäftlingen, ihn zu schlagen, zu beschimpfen und mit Urin zu übergießen, weil er die Falun-Dafa-Übungen praktizierte. Als er daraufhin in den Hungerstreik trat, wurde er zwangsernährt. Die Magensonde wurde zunächst nur alle 15 Tage gewechselt. Später wurde ihm die Sonde täglich eingeführt, um sein Leiden zu verlängern.

 Frühere Berichte:

Folterkampagne zur „Umerziehung“ der Falun-Dafa-Praktizierenden im Gefängnis Jinzhong (Provinz Shanxi)

Mindestens neun Falun-Dafa-Praktizierende im Gefängnis Jinzhong zu Tode gefoltert

Die „Null-Fälle-Kampagne“ im Gefängnis Jinzhong, Provinz Shanxi