(Minghui.org) Die Stadträtin von Adelaide, Jane Bange, war am Wochenende mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs, als sie auf Aktivitäten von Falun-Dafa-Praktizierenden aufmerksam wurde, die an den Appell vom 25. April erinnerten.

Der vertraute Anblick der Praktizierenden, die ihre Übungen vorführten und die Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht“ vorstellten, gewann die Wertschätzung und Bewunderung von den Australiern. Ähnliche Aktivitäten sind auf der ganzen Welt zu beobachten – und doch wird Falun Dafa in China seit 27 Jahren verfolgt.

Anlässlich dieses Jahrestages veranstalteten Praktizierende in Südaustralien am 5. und 19. April 2026 Aktivitäten auf der North Terrace im Zentrum von Adelaide. Sie hoffen, dass Praktizierende in China schon bald ihr Recht auf Glaubensfreiheit ausüben können.

„Ich habe Sie sofort wiedererkannt“, sagte Stadträtin Bange. „Bei meinen bislang fünf Besuchen in Taiwan konnte ich großangelegte ,Falun-Gong-Aktivitäten‘ am Nationalen Palastmuseum sowie an anderen Orten beobachten. Sie waren sehr auffällig – einfach großartig. Viele Praktizierende saßen still da und meditierten.“

Ich war froh zu sehen, dass sich die Regierung in Taiwan nicht eingemischt hat und ihnen das Praktizieren gestattet, denn es ist ein demokratisches Land. Ich halte es für wichtig, dass Führungspersönlichkeiten die Demokratie und die Meinungsfreiheit hochhalten. Den Menschen sollte es gestattet sein, friedlich das zu tun, was sie möchten, solange sie anderen keinen Schaden zufügen. Zudem haben die Menschen, indem sie sich keiner fremden Regierung unterwerfen, die Gewissheit, dass sie ihren Glauben ausüben und frei leben können.“

Jane Bange die Stadträtin von Adelaide und Mitglied von Amnesty International, freut sich sehr über die zufällige Begegnung mit der Veranstaltung der Praktizierenden

„Mir ist bekannt, dass Sie an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht glauben. Ich kann die Unterdrückung einer solchen Gruppe von Menschen durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) nicht nachvollziehen“, betonte Bange. „Es ist großartig, dass Sie dies heute tun. Es hilft den Menschen, mit eigenen Augen zu sehen, was Falun Gong ist – anstatt sich lediglich auf das zu verlassen, was ihnen andere erzählen. Das ist wunderbar.“

Erfreut nahm sie eine Origami-Lotusblume entgegen, die ihr eine Praktizierende überreichte, und bedankte sich bei ihr. Sie sagte, es sei wichtig, den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu folgen.

Auch Passanten sprachen die Praktizierenden an und äußerten ihre Bewunderung für den Mut und den Geist der Praktizierenden bei ihrem friedlichen Appell für die Wahrung ihres Glaubens.

Während der Aktivitäten traten mehrere Chinesen aus der KPCh und ihren angeschlossenen Organisationen aus.

Praktizierende in Südaustralien versammeln sich am 5. und 19. April 2026 in Adelaide, um die Falun-Dafa-Übungen vorzuführen und des 27. Jahrestages des Appells vom 25. April zu gedenken

Der Appell des 25. April: Ein Zeugnis großer Güte und Ausdauer

Am 25. April 1999 begaben sich mehr als 10.000 Falun-Dafa-Praktizierende zum Nationalen Beschwerdebüro in Peking. Dort baten sie die Behörden um die Freilassung von über 40 Praktizierenden, die in Tianjin verhaftet worden waren. Die Praktizierende Frau Zhang berichtete, dass ihr Vater in Tianjin Augenzeuge der Verhaftungen gewesen sei. Er habe beobachtet, wie die Polizei von Tianjin unschuldige Menschen brutal verprügelte, und sei von der Ruhe, der Güte und der Standhaftigkeit, die die Falun-Dafa-Praktizierenden an den Tag legten, tief berührt gewesen.

Sie erinnerte sich: „Ich studierte damals in einer anderen Stadt. Meine Eltern erzählten mir, sie hätten einen Bericht gesehen, der Falun Gong verunglimpfte und in einer Jugendzeitschrift veröffentlicht worden war, die vom Bildungsinstitut Tianjin herausgegeben wurde. Als die Praktizierenden davon erfuhren, begaben sie sich in die Redaktionsräume der Publikation, um den dortigen Mitarbeitern zu berichten, wie sehr sie persönlich von Falun Dafa profitiert hatten. Die Mitarbeiter der Redaktion waren sichtlich bewegt. Obwohl sehr viele Praktizierende erschienen waren, verhielten sich alle friedlich und diszipliniert.

Später traf die Bereitschaftspolizei ein und setzte Gewalt ein, um die Versammelten aufzulösen. Letztendlich wurden mehr als 40 Praktizierende festgenommen. Als andere Praktizierende zum Rathaus von Tianjin gingen, um die Freilassung der Festgenommenen zu fordern, wurde ihnen gesagt, sie sollten nach Peking reisen, um die Angelegenheit dort zu klären. Daraufhin machten sich viele von ihnen auf den Weg nach Peking“, erklärte Zhang.

Frau Wang berichtete, dass sie sich am 25. April 1999 in Australien aufhielt. „Als wir hörten, dass in Tianjin Menschen verhaftet worden waren, setzten wir sofort ein Schreiben auf und fuhren noch in derselben Nacht zu den Wohnungen anderer Praktizierender, um Unterschriften dafür zu sammeln. Anschließend schickten wir das Schreiben per Fax an die chinesische Botschaft in Australien und baten um Aufklärung über die Fakten.

Die Selbstdisziplin, welche die 10.000 Praktizierenden, die sich daraufhin versammelten, an den Tag legten, wurde als der größte und friedlichste Appell in der Geschichte Chinas bezeichnet. Die KPCh stellte diesen Appell jedoch fälschlicherweise als ‚Belagerung des Regierungssitzes der KPCh‘ dar und nutzte dies drei Monate später als Vorwand, um die Verfolgung von Falun Gong zu beginnen.

Seitdem organisieren Praktizierende außerhalb Chinas friedliche Proteste gegen die Unterdrückung.“

Passanten befürworten den Widerstand der Praktizierenden gegen die Verfolgung und bringen ihre Unterstützung zum Ausdruck

Ein friedlicher Appell ist eine Form der Furchtlosigkeit

Kitie Ciui und Joe Musarewla fühlten sich von der friedlichen Szene angezogen, in der Praktizierende gemeinsam ihre Übungen ausführten. Das Bild auf der Ausstellung – das Praktizierende zeigte, die von der Polizei der KPCh geschlagen wurden – entsetzte sie zutiefst. Besorgt erkundigten sie sich nach den Hintergründen. Dabei erfuhren sie von dem Appell vom 25. April und davon, dass die Praktizierenden ein Ende der Verfolgung forderten.

Ciui sagte: „Jeder muss das Recht haben, an seinem Glauben festzuhalten und die Fakten aufzuklären. Sie dürfen nicht dafür verfolgt werden, dass sie es wagen, ihre Stimme zu erheben. Der friedliche Appell war eine Form der Furchtlosigkeit, der Mut, sich zu äußern und zu handeln.“

Joe Musarewla (links) und Kitie Ciui sind schockiert, von der Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden in China zu erfahren

Als Kitie Ciui von der staatlich geförderten Zwangsorganentnahme durch die KPCh erfuhr, sagte sie mit Tränen in den Augen: „Das ist so traurig. Diese böse Tat muss aufhören.“ Sie unterzeichnete eine internationale Petition, um dieser Grausamkeit ein Ende zu setzen.

Auch Musarewla unterzeichnete die Petition. Er erzählte, dass er bereits vor zwei Jahren an diesem Ort Praktizierende gesehen und das Gefühl gehabt habe, heute anhalten zu müssen, um den Protest zu unterstützen. „Ich achte stets darauf, was in der Welt geschieht. Es ereignen sich einige ungerechte und schreckliche Dinge. Doch hoffe ich, dass sich alles zum Guten wendet und dass mehr Menschen so friedlich sein können wie diese Gruppe hier vor uns, die harmonisch miteinander umgeht.

Es ist großartig, dass ihr hierher kommen könnt. Bitte macht weiter damit.“

Rhonda, eine Touristin, sagt, sie habe ein Gefühl von Ruhe und Frieden verspürt

Rhonda, die sich im Ruhestand befindet, war auf einer Reise durch Australien, als sie von den leuchtenden Farben und der friedlichen Szene der praktizierenden Gruppe angezogen wurde. Sie wirkten ruhig und harmonisch, während sie Übungen vorführten. „Man kann eine tiefe Ruhe spüren – ihre Übungen sind so sanft“, sagte sie.

Die Prinzipien von Falun Dafa Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht seien „absolut notwendig.

Ich denke, wenn man den aktuellen Zustand der Welt betrachtet, fehlt es uns häufig an gegenseitiger Toleranz. Wir sind alle verschieden, das müssen wir akzeptieren. Wir sollten einander respektieren – ich denke, das ist etwas, das jeder von uns tun kann“, sagte sie.

Es fiel ihr schwer, die Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh zu akzeptieren, die derzeit in China stattfindet. „Das ist absolut falsch. Wir sind alle gleich; wir sollten mit Güte behandelt werden.“

Es ist rechtmäßig, Einspruch einzulegen und für seine Rechte zu kämpfen

Die Aktivitäten an jenem Tag erregten auch die Aufmerksamkeit mehrerer vorbeigehender Chinesen. Ein Ehepaar aus der Provinz Sichuan nahm Informationsmaterialien entgegen. Als sie mehr über die Verfolgung und Falun Dafa erfahren hatten, beschlossen sie, aus der KPCh auszutreten.

Herr Zhang, ein Tourist aus Japan, sprach lange mit den Praktizierenden. Er erklärte: „Es ist rechtmäßig, Einspruch zu erheben und für seine Rechte zu kämpfen. Die KPCh hindert die Menschen daran, einen Glauben zu haben, um sie so einer Gehirnwäsche zu unterziehen und zu kontrollieren. Mittlerweile akzeptieren viele Chinesen die Gehirnwäsche des Regimes; sie suchen nicht nach der Wahrheit. Doch es gibt einige Internetnutzer, die es wagen, Kommentare zu hinterlassen, in denen sie Social-Media-Beiträge verspotten, die die KPCh verherrlichen.“

Zhang erzählte, dass auch er in China von der Polizei unterdrückt worden sei und keine Möglichkeit gehabt habe, Rechtsschutz zu erlangen. Deshalb habe er beschlossen, das Land zu verlassen. Nach seiner Ausreise erfuhr er vieles über die wahren Hintergründe und äußerte die Hoffnung, dass der Himmel die KPCh beseitigen und die Gerechtigkeit bald Einzug halten werde.

„Ich liebe die Fotografie. Ich möchte Schönheit sichtbar machen und zugleich Wahrheit und Güte entdecken“, sagte er.

Er freute sich sehr, an jenem Tag Falun-Dafa-Praktizierende zu treffen, und erklärte sich bereit, aus der KPCh auszutreten.