(Minghui.org) „Es gibt Momente in der Geschichte, in denen Menschen beschließen, standhaft zu bleiben – nicht aus Macht, sondern aus Gewissen; nicht aus Wut, sondern aus innerer Ruhe. Der 25. April 1999 war ein solcher Moment“, erklärte Eric Aharon, ein israelischer Falun-Dafa-Praktizierender. Er eröffnete die erste von zwei Veranstaltungen, die einheimische Praktizierende in Tel Aviv anlässlich des 27. Jahrestages des Appells vom 25. April in Peking abhielten.
Eric Aharon spricht am 23. April 2026 auf einer Veranstaltung zum Gedenken an den Appell vom 25. April
Die erste Aktion fand am Donnerstag, dem 23. April 2026, vor der chinesischen Botschaft in Tel Aviv statt. Die zweite wurde am Samstag, dem 25. April 2026, in Neve Sha’anan – dem sogenannten „Chinatown“ von Tel Aviv – abgehalten. Die Veranstaltungen erinnerten an den friedlichen Appell von 10.000 Falun-Dafa-Praktizierenden am 25. April 1999 vor dem Staatlichen Beschwerdeamt in Peking – genau 27 Jahre zuvor. Damals forderten die Praktizierenden die Freilassung von 45 in Tianjin rechtswidrig festgenommenen Praktizierenden, ein gerechtes Umfeld für das Praktizieren von Falun Dafa sowie die Richtigstellung eines verleumderischen Artikels über Falun Dafa.
Erinnerung an den Appell vom 25. April
Redner bei der Veranstaltung in der Nähe der chinesischen Botschaft erläuterten die Hintergründe des Appells vom 25. April. Im April 1999 erschien in Tianjin ein Artikel, der Falun Dafa verfälscht darstellte. Praktizierende begaben sich daraufhin zu den zuständigen Behörden, um die Sachlage aufzuklären. Jedoch wurde Bereitschaftspolizei entsandt, um die Versammlung aufzulösen; dabei wurden Praktizierende geschlagen, und 45 von ihnen wurden verhaftet.
Mehr als 10.000 Praktizierende reisten am 25. April nach Peking, um für deren Freilassung zu appellieren und die Regierung zu bitten, ihr gesetzliches Recht auf die Ausübung ihres Glaubens anzuerkennen.
Aharon fuhr fort: „Sie trugen keine Waffen. Sie riefen keine Parolen. Sie strebten nicht nach Macht. Sie baten nur um eines: die Wahrheit ans Licht zu bringen.“
Die Angelegenheit wurde an jenem Tag friedlich beigelegt. Trotzdem leitete Jiang Zemin – der damalige Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) – drei Monate später, am 20. Juli 1999, eine landesweite Verfolgung von Falun Dafa ein. Diese Verfolgung dauert nun schon seit fast 27 Jahren an.
Praktizierende machen vor der chinesischen Botschaft auf die Situation aufmerksam
Vor der chinesischen Botschaft hielten Praktizierende Transparente und Schilder hoch, mit denen sie die KPCh dazu aufriefen, die Verfolgung von Falun Dafa einzustellen. Einige der Schilder machten auf den staatlich geförderten Organraub aufmerksam, den die KPCh an Gewissensgefangenen – insbesondere an Falun-Dafa-Praktizierenden – verübt.


Israelische Praktizierende begehen am 23. April 2026 vor der chinesischen Botschaft in Tel Aviv den 27. Jahrestag des Appells vom 25. April
Yaacob Ostrovsky, ein israelischer Praktizierender, begann bereits vor 1999 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Er berichtete, dass er sich noch gut daran erinnere, wie das chinesische Staatsfernsehen behauptete, Falun-Dafa-Praktizierende hätten sich auf dem Platz des Himmlischen Friedens selbst angezündet. Für ihn sei sofort klar gewesen, dass diese Darstellung nicht stimmen könne, da Falun-Dafa-Praktizierende dazu angehalten würden, das Leben zu achten und zu schützen. In einer Ansprache vor der Botschaft sagte er: „In dem Moment, als ich das hörte, wusste ich, dass es nicht wahr war. Ich hatte gerade in dem Buch gelesen, dass Praktizierende Leben schützen müssen und weder sich selbst noch andere verletzen oder gefährden dürfen. Deshalb wurde mir sofort klar, dass diese Behauptung keinen Sinn ergab und nicht der Wahrheit entsprach.“
Aharon sagte die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht seien nicht nur spirituelle Werte, sondern grundlegende Voraussetzungen für eine gesunde menschliche Gesellschaft.
„Wenn diese Werte Schaden nehmen, ist dies kein Problem für eine einzelne Gruppe allein. Es ist ein Problem für uns alle. Es ist ein Problem für die gesamte Menschheit.“
Da die chinesische Botschaft vor Kurzem in ein belebteres Viertel umgezogen war, verlangsamten viele Autofahrer ihre Fahrt, um die Schilder zu lesen. Auch zahlreiche Passanten aus den umliegenden Büros und Instituten wurden auf die Veranstaltung aufmerksam. Sie blieben stehen, lasen die Informationstafeln, beobachteten die Übungen der Praktizierenden und informierten sich über die Verfolgung in China. Viele zeigten sich tief betroffen, als sie von der Verfolgung und der erzwungenen Organentnahme erfuhren. Sie dankten den Praktizierenden für ihre Aufklärungsarbeit vor der chinesischen Botschaft. Einige nahmen Informationsmaterialien und handgefertigte Lotusblumen entgegen, andere unterzeichneten eine Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert.
Passanten bekunden ihre Unterstützung
Mehrere Passanten reagierten mit großer Unterstützung auf die Aktion. Gleich zu Beginn hielt eine Frau an, die in einem Medienunternehmen in einem nahegelegenen Bürogebäude arbeitete, um die Veranstaltung zu fotografieren. Nachdem ein Praktizierender sie eingeladen hatte, mehr über Falun Dafa zu erfahren, nahm sie einen Informationsflyer entgegen. Sie sagte, sie könne sich mit der Aktion identifizieren und empfinde das, was in China geschehe, als zutiefst falsch.
Eine weitere Frau blieb lange vor dem Informationstisch stehen und las aufmerksam die ausgelegten Materialien. Sie brachte ihre Unterstützung zum Ausdruck und unterzeichnete die Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert. Gegen Ende der Veranstaltung fuhr eine weitere Frau vor, parkte ihr Auto und ging direkt auf die Praktizierenden zu. Sie erklärte, dass sie ihre Solidarität zeigen wolle, und unterschrieb ebenfalls die Petition.
Auch in den umliegenden Straßen verteilten die Praktizierenden Flugblätter. Eine Frau trat mit ernstem Gesichtsausdruck aus einem nahegelegenen Gebäude. Nachdem sie ein Informationsblatt über Falun Dafa erhalten hatte, wirkte sie sichtlich bewegt und sagte: „Woher wussten Sie, dass ich genau das in diesem Augenblick so dringend brauchte?“
In Tel Avivs Chinatown über die Fakten informieren
Nach der offiziellen Veranstaltung vor der chinesischen Botschaft setzten die Praktizierenden ihre Aktivitäten am 25. April in Tel Avivs Chinatown fort. Diesmal richteten sich ihre Bemühungen als Botschaft von Herz zu Herz an die in Israel lebenden und arbeitenden Chinesen – überbracht von israelischen Praktizierenden einer alten chinesischen Meditationspraxis.
An den Wochenenden verwandelt sich dieses Viertel in einen lebhaften Treffpunkt für ausländische Arbeitskräfte, vor allem aus China. Viele kommen hierher, um in den örtlichen Geschäften einzukaufen, Lebensmittel zu besorgen und Zeit mit Freunden und Bekannten zu verbringen. Die Praktizierenden führten die Falun-Dafa-Übungen vor, zeigten Transparente sowie Informationsvideos auf einem Bildschirm und verteilten Aufklärungsmaterialien in verschiedenen Sprachen.
Ein Praktizierender sprach die chinesischen Besucher auf Chinesisch an, erklärte ihnen den Anlass der Veranstaltung und erinnerte sie daran, die Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – zu schätzen. Er wies darauf hin, dass Falun Dafa in Israel frei praktiziert werden könne und dass die regelmäßig patrouillierenden Polizisten sowie städtischen Aufsichtsbeamten den Praktizierenden freundlich und unterstützend begegneten.
Viele Chinesen fotografierten die Praktizierenden bei den Übungen oder zeigten ihren Familien während eines Videoanrufs die friedliche Szene. Andere, die den Praktizierenden an den Samstagen regelmäßig begegneten, hatten sich inzwischen an ihre ruhige Präsenz und ihre aufrichtige Art gewöhnt. An diesem Tag erklärten neunzehn Chinesen ihren Austritt aus den Organisationen der KPCh.
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