(Minghui.org) Deng Tianyu, eine 76-jährige Einwohnerin der Stadt Jingzhou, Provinz Hubei, wurden während ihrer Inhaftierung wegen ihres Glaubens an Falun Dafa toxische Medikamente gespritzt.

Im Untersuchungsgefängnis wurden ihr zwei große Röhrchen Blut abgenommen und unbekannte Medikamente gespritzt. Nach der Injektion bekam sie Krämpfe und wälzte sich unter qualvollen Schmerzen auf dem Boden. Sie litt mehr als zwei Monate lang unter heftigen Schmerzen.

Kurz darauf wurde Deng in das Gefängnis von Hankou verlegt, um eine fünfjährige Haftstrafe abzuleisten. Dort wurde sie gefoltert und die Zwangsmedikation wurde fortgesetzt.

Nach ihrer Freilassung am 18. Oktober 2025 wurde sie von den Behörden regelmäßig schikaniert. Auch ihre Rente wurde ausgesetzt. Infolge der Misshandlungen im Gefängnis leidet Deng weiterhin unter schwachen Gliedmaßen und hat Schwierigkeiten, für sich selbst zu sorgen.

Im Folgenden werden Einzelheiten zu den ihr zugefügten Qualen enthüllt.

Verhaftet und verurteilt

Deng war am 18. Oktober 2020 vom Leiter des Büro 610 des Bezirks Shashi sowie mehreren Polizeibeamten verhaftet worden. Sie wurde 48 Stunden lang verhört, wodurch sie hohen Blutdruck bekam. Dennoch nahm die Haftanstalt Shishou sie auf. Am 3. November 2020 wurde Deng in die Haftanstalt der Stadt Jingzhou verlegt.

Li Li, die stellvertretende Leiterin der Haftanstalt der Stadt Jingzhou, teilte Deng im Mai 2021 mit, dass sie zu fünf Jahren Haft verurteilt worden sei. Es ist unklar, ob vor ihrer Verurteilung überhaupt ein Gerichtsverfahren stattgefunden hat. Li betonte, dass für das Einlegen einer Berufung nur noch ein Tag Zeit bliebe, ihr dies jedoch nicht erlaubt sei.

Zwangsmedikation

Am 7. Juli 2021 nahmen die Wärter der Haftanstalt Deng eine Menge Blut ab (2 große Röhrchen) und spritzten ihr anschließend unbekannte Medikamente. Danach bekam sie heftige Krämpfe, und ihr wuchsen Geschwulste im Mund und auf dem Kopf. Die Beulen auf dem Kopf sind bis heute vorhanden. Die Schmerzen waren so heftig, dass sie sich auf dem Boden wälzte. Diese Qualen hielten über zwei Monate lang an. Am 2. September nahmen ihr die Wärter erneut zwei Röhrchen Blut ab.

Einem Insider zufolge diente Deng als „Versuchskaninchenfür ein experimentelles Medikament zur Behandlung von AIDS.

Im Gefängnis mehrfach gefoltert

Aufnahmeteam

Deng wurde am 14. September 2021 dem Aufnahmeteam des Gefängnisses Hankou zugewiesen. Am 14. September, am 2. Oktober und im November 2021 wurden ihr jeweils zwei große Röhrchen Blut abgenommen.

Als sie sich beim Appell weigerte, sich als Kriminelle zu melden, musste sie ab 17. September 2021 fortan in einer Ecke des Flurs stehen und durfte nicht schlafen. Außerdem wurde ihr befohlen, eine Garantieerklärung zu schreiben, in der sie ihrem Glauben abschwor, was sie jedoch ablehnte. Während der Stehfolter schlugen die Insassinnen Xu Jingjing und Zhou Fengling die Praktizierende und traten ihr auf die Füße.

Deng bemerkte kleine, bräunlich-grüne Partikel in ihrem Essen, und der Reis färbte sich hellgrün, während sie aß. Später erfuhr sie, dass es sich bei den Partikeln um Medikamente handelte, die das Nervensystem schädigen. Als sie sich daraufhin weigerte zu essen, wurde sie von den Insassinnen zwangsernährt.

Die Insassinnen schrieben zudem den Namen des Begründers von Falun Dafa auf Dengs Stuhl und befahlen ihr, sich darauf zu setzen. Außerdem versuchten sie, die Praktizierende dazu zu bringen, ihren Fingerabdruck auf die von ihnen in ihrem Namen verfassten Garantieerklärungen zu setzen. Deng weigerte sich. Sie erklärte, dass sie die von ihnen in ihrem Namen geschriebenen Garantieerklärungen keinesfalls akzeptieren werde.

Infolge der Folter waren Dengs Hände und Beine stark geschwollen, und ihre Schuhgröße stieg von 38 auf Größe 42. Außerdem war sie stark abgemagert.

Strenge Überwachung

Am 28. Dezember 2021 wurde Deng in die dritte Abteilung verlegt, auch als strenge Überwachungsabteilung bekannt. Da sie standhaft an Falun Dafa festhielt, zwangen die Insassinnen sie, über eine lange Zeit zu stehen, schlugen sie und gaben ihr kein Wasser zu trinken. Die Gefängnisleitung versuchte zudem, ihren Sohn und ihre Schwiegertochter dazu zu bringen, sie zur Abkehr ihres Glaubens zu überreden.

Deng wurde oft gedemütigt, beschimpft, stundenlang geschlagen und in der strengen Überwachungszelle aufgehängt, wobei ihre Zehen kaum den Boden berührten. Sie bekam auch nur kleine Essensportionen. Im Winter gossen die Wärter Wasser über sie und öffneten das Fenster, sodass sie entsetzlich fror. Im Sommer traktierten sie ihre Brust mit Elektrostäben. Die Wärter und Insassinnen schrieben auch den Namen des Begründers von Falun Dafa auf ihr Bett und befahlen ihr, darauf zu schlafen.

Im September 2022 stifteten die Wärter die Insassinnen an, Deng gewaltsam Fäkalien einzuflößen. Deng konnte es nicht mehr länger ertragen und unterschrieb gegen ihren Willen die Garantieerklärung. Kurz darauf wurde sie in die fünfte Abteilung für behinderte und gebrechliche Personen verlegt.

Die fünfte Abteilung

Die Gefängnisleitung lud am 22. September 2023 Beamte des Büros 610 ins Gefängnis ein. Sie installierten eine Kamera und forderten Deng auf, ihre Haltung zu erklären. Sie weigerte sich jedoch, Falun Dafa zu diffamieren, und verurteilte stattdessen die KP Chinas für deren Verfolgung.

Als Vergeltungsmaßnahme zwangen die Wärter Deng, Propagandamaterialien, die Falun Dafa verunglimpften, von Hand abzuschreiben. Außerdem musste sie stehen, durfte nicht schlafen und keine Dinge des täglichen Bedarfs kaufen.

Infolge der unerbittlichen Misshandlungen wurde Deng sehr schwach. Am 3. Juli 2024 brach sie beim Reinigen der Zelle zusammen. Ihre Mitgefangenen sahen, dass ihr Mund auf einer Seite herabhing. Sie wurde ins Krankenhaus Hanyang gebracht, wo man bei ihr einen Schlaganfall diagnostizierte. Sie bekam unbekannte Medikamente gespritzt und war zehn Tage später gelähmt. Die Insassin, die sie im Krankenhaus überwachte, rief die Krankenschwester erst nachdem der Infusionsbeutel bereits leer war. Daraufhin färbte sich Dengs Schulter violett, wurde hart und geschwollen.

Am 18. Oktober 2025 wurde Deng freigelassen. Das Sozialversicherungsamt behielt ihre Rente ein und forderte sie zudem auf, die während ihrer Haftzeit geleisteten Beiträge zurückzuerstatten. Sie behaupteten, dass sie keinen Anspruch auf eine Altersrente habe, da sie verurteilt worden sei, obwohl im chinesischen Arbeitsgesetz keine solche Bestimmung formuliert ist.

Im Januar 2026 wurde Deng von zwei Sozialarbeitern schikaniert. Sie drohten ihr, auf keinen Fall irgendjemandem von der Folter zu erzählen, die sie erleiden musste.

Frau Deng hat immer noch mehrere Beulen am Kopf, ist sehr schwach und hat Schmerzen im linken Arm. Sie kann nicht mehr laufen und hat Schwierigkeiten, für sich selbst zu sorgen.

Frühere Verfolgung

Es war bereits das dritte Mal, dass Deng, geboren im Jahr 1950, wegen ihres Glaubens verurteilt worden war. Ihre erste Festnahme erfolgte am 6. März 2001. Damals hatte sie Informationsmaterialien verteilt, um den Schwindel der Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens aufzudecken. Die Wärter in der Ersten Haftanstalt der Stadt Sha schlugen sie so heftig, dass sich ihre linke Netzhaut ablöste und sie auf diesem Auge die Sehkraft verlor. Auch das Sehvermögen ihres rechten Auges verschlechterte sich.

Deng wurde am 14. Dezember 2001 zunächst zu drei Jahren Haft im Frauengefängnis der Provinz Hubei verurteilt. Einmal befahlen ihr die Wärter 15 Tage lang zu stehen, in denen sie weder trinken, schlafen noch auf die Toilette gehen durfte. Ein anderes Mal hängten sie sie an den Handgelenken am Fensterrahmen auf und ließen sie in der sengenden Sonne dort hängen. Außerdem wurde sie sieben Tage lang an einem Balken in der Gefängniszelle aufgehängt, wobei ihre Zehen den Boden kaum berührten.

Nach einer weiteren Festnahme am 5. Juli 2008 wurde Deng zu vier Jahren Haft verurteilt und am 12. Mai 2009 erneut in das Frauengefängnis der Provinz Hubei eingeliefert. Die Wärter verabreichten ihr gewaltsam toxische Medikamente, die sie zeitweise in ein Delirium versetzten.

Früherer Bericht:

71-jährige Frau zum dritten Mal wegen ihres Glaubens verurteilt