(Minghui.org) Ich begann im Mai 2014, Falun Dafa zu praktizieren. Meine Schwiegermutter und meine Schwägerin hatten bereits vor dem 20. Juli 1999 angefangen zu praktizieren. Kurz darauf erzählten sie mir davon und ermutigten mich, es ebenfalls auszuprobieren. Aber ich schnitt ihnen das Wort ab, machte sarkastische Bemerkungen und ließ sie nicht weitersprechen. Meine atheistische Weltanschauung hinderte mich daran, ihnen zuzuhören, da ich all dies für reinen Aberglauben hielt.
Aus meiner damaligen Sicht ließen sich Qigong-Praktizierende in zwei Kategorien einteilen: Entweder litten sie unter schweren, unheilbaren Krankheiten und suchten spirituelle Zuflucht; oder sie waren Rentner, die nichts Besseres zu tun hatten und nach körperlicher Betätigung strebten, um die Zeit totzuschlagen. Außerdem war ich damals beruflich sehr eingespannt und hatte keine Zeit, irgendein Qigong zu praktizieren. Was mich jedoch sehr verwunderte, war meine Schwägerin: Sie war jung und gebildet – wie konnte sie nur so unwissend und abergläubisch sein? Das war mir völlig unverständlich.
Damals führte ich ein äußerst profitables Geschäft, aber ich musste jeden Tag von früh bis spät arbeiten und fand kaum Zeit zum Ausruhen. Infolgedessen entwickelte ich ernsthafte Probleme im oberen und unteren Wirbelsäulenbereich. Eine Zervikalspondylose verursachte Nervenkompressionen, die häufig Kopfschmerzen und Schwindel auslösten. Bei akuten Schüben musste ich mich im Krankenhaus einer Traktionstherapie unterziehen. Ein Bandscheibenvorfall im Lendenbereich machte mich schließlich komplett arbeitsunfähig. Einmal war ich drei Tage ans Bett gefesselt, bevor ich wieder aufstehen und laufen konnte. Die konventionelle Behandlung im Krankenhaus meiner Beschwerden brachte nur vorübergehende Linderung, aber keine Heilung.
Als ich eines Tages gedankenverloren meinen Hals berührte, ertastete ich einen Knoten. Von Panik ergriffen eilte ich ins Krankenhaus. Nach der Untersuchung konstatierte der Arzt, dass der Knoten zu klein sei, um festzustellen, ob es sich um einen Schilddrüsentumor oder eine Zyste handelte. Da er sich jedoch weich anfühlte, riet er von einer sofortigen Behandlung ab und schlug vor, erst einmal abzuwarten. Ich sollte erst dann wieder ins Krankenhaus kommen, wenn sich der Knoten innerhalb kurzer Zeit vergrößert hätte. Von da an sorgte ich mich wegen dieses Knotens Tag und Nacht und ertappte mich immer wieder dabei, wie ich ihn ertastete, um sicherzustellen, dass er nicht gewachsen war. Mehrere Jahre vergingen, ohne dass er größer geworden war.
Zu dieser Zeit erlitt meine Mutter einen Herzinfarkt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Ich befand mich wie in Trance und jonglierte mit meinen Verpflichtungen, während ich abwechselnd mit meinen Geschwistern an ihrem Bett wachte und mich um sie kümmerte. Meine Gedanken wanderten zu meiner Schwiegermutter und meiner Schwägerin. In all den Jahren, in denen ich sie kannte, hatte ich sie noch nie krank erlebt. Die gute Gesundheit meiner Schwägerin konnte vielleicht ihrem jungen Alter zugeschrieben werden, aber meine Schwiegermutter hatte früher hohen Blutdruck und ein schwaches Herz. Einmal war sie sogar beim Einkaufen ohnmächtig geworden und musste notfallmäßig ins Krankenhaus gebracht werden. Und nun lag meine Mutter in diesem Bett, auf ihrem Nachttisch standen unzählige Medikamentenfläschchen, während zu Hause bei meiner Schwiegermutter kein einziges Medikament zu finden war. Ich fragte mich, ob ihr Praktizieren wirklich einen positiven Einfluss auf ihre Gesundheit ausübte und beschloss, bei meinem nächsten Besuch nach dem Zhuan Falun und anderen Dafa-Büchern zu fragen. Schließlich hatte meine Schwiegermutter mehrmals betont, dass das Lesen der Dafa-Bücher der erste Schritt zur Kultivierung sei.
Aber als ich mich im Haus meiner Schwiegermutter befand, konnte ich mich nicht dazu überwinden, sie nach den Dafa-Büchern zu fragen. Das lag daran, dass ich früher, wenn die beiden dort saßen, die Augen geschlossen und die rechte Hand aufgerichtet (wie ich später erfuhr, sandten sie aufrichtige Gedanken aus), ihnen einen verächtlichen Blick zugeworfen und auf dem Absatz kehrtgemacht hatte, oder sie tadelte, weil sie mich ignorierten. Manchmal entfuhr mir sogar: „Ihr seid wohl verrückt geworden!“
Das ging all die Tage so weiter, in denen ich mich zu sehr schämte, die Sache anzusprechen. Aber allmählich änderte sich meine Einstellung ihnen gegenüber. Wenn ich nach Hause kam und sah, dass sie aufrichtige Gedanken aussandten, schloss ich leise die Tür, zog mich für eine Weile in ein anderes Zimmer zurück oder erledigte die Arbeit in der Küche.
Während des chinesischen Neujahrs 2014 ergab eine ärztliche Untersuchung bei meinem Sohn einen bösartigen Tumor. Meine Welt brach zusammen. Aufgrund der Ein-Kind-Politik in China war er unser einziges Kind. Mein Mann und ich baten sofort Verwandte, ein Krankenhaus in Peking zu kontaktieren, und machten uns nach Abschluss der Neujahrsfeierlichkeiten sogleich auf den Weg. Als wir aufbrachen, riet uns meine Schwiegermutter: „Rezitiert so oft wie möglich ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘. Unter der Fürsorge des Dafa und Meister Li wird alles gut werden. Wenn ihr zurückkommt, werde ich euch die Übungen beibringen.“ Ihre Worte brachten mein von Panik erfülltes Herz zur Ruhe. Ich hatte das Gefühl, endlich eine solide Basis zu haben, auf die ich mich verlassen konnte.
Während unseres Aufenthalts im Krankenhaus in Peking führte die Mischung aus starker Angst, körperlicher Erschöpfung und konstantem Schlafmangel dazu, dass der Knoten an meinem Hals merklich größer wurde. Aber zu jenem Zeitpunkt schob ich meinen eigenen Zustand beiseite. Mein einziger Wunsch war, dass mein Sohn so schnell wie möglich wieder gesund werden würde.
Nach meiner Rückkehr aus Peking konnte man den Knoten mit bloßem Auge sehen. Wenn ich saß oder stand, aber im Liegen war die Schwellung deutlich spürbar. Ich ging zur Untersuchung ins Krankenhaus. Der Arzt riet zu einer stationären Behandlung sowie zu einer Operation und betonte: „Es spielt keine Rolle, ob der Knoten gut- oder bösartig ist, er muss entfernt und pathologisch untersucht werden.“ Ich verließ das Gebäude und zerriss die vom Arzt ausgestellte Bescheinigung für eine Einweisung ins Krankenhaus. Als ich im Krankenhaus in Peking meinen Sohn während seiner Behandlung begleitet hatte, wurde mir, umgeben von Krankheiten, Leid und der Zerbrechlichkeit des Lebens, bewusst, wie beschwerlich das Menschsein war. Ich beschloss, zu meiner Schwiegermutter zu fahren und Falun Dafa zu lernen. Ich wollte ebenfalls aus diesem Meer des Leidens herausspringen.
Meine Schwiegermutter gab mir CDs mit Videos von Vorträgen des Meisters in Guangzhou und Dalian, die sie sorgsam aufbewahrt hatte. Nachdem ich mir den ersten Vortrag des Seminars des Meisters in Guangzhou angesehen hatte, ging ich ins Bett. Auf einmal spürte ich, wie zwei Hände dreimal sanft auf meinen unteren Rücken drückten. Der Meister richtete meinen Körper! Danach kreisten meine Gedanken nur noch um den Knoten an meinem Hals. Nach jedem Vortrag tastete ich ihn ab, um seine Größe zu überprüfen. Nachdem ich alle neun Vorträge gesehen hatte, war der Knoten deutlich geschrumpft. Ich verspürte eine immense Erleichterung und Freude und war überglücklich. Ich dachte, dass nach dem Anschauen der Vorträge des Meisters in Dalian der Knoten bestimmt verschwunden sein würde und ich diese Beschwerden endlich los wäre.
Aber ganz gleich, wie viele Vorträge ich mir ansah, der Knoten schrumpfte nicht weiter. Obwohl ich mehrmals täglich die Übungen praktizierte, blieb er unverändert. Meine Schwiegermutter und meine Schwägerin meinten, dass ich zu sehr an dem Ergebnis haftete und erklärten, dass Falun Dafa eine kraftvolle Kultivierungsmethode der buddhistischen Schule sei und keinesfalls nur eine Methode zur Heilung von Krankheiten in der menschlichen Welt. Sie legten mir nahe, den Knoten nicht mehr zu berühren und keinen Gedanken mehr an ihn zu verschwenden. Stattdessen sollte ich mich ernsthaft bemühen, meine Xinxing gemäß den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Geduld zu kultivieren – ohne Streben käme alles von selbst. Mit der Erhöhung der Kultivierungsebene ginge auch eine Veränderung meines Körpers einher.
Durch das Lernen des Fa erkannte ich, warum ich stagnierte. Ich bemühte mich, nicht mehr an den Knoten zu denken. Aber manchmal konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, ihn zu berühren. Dieser Kampf dauerte über ein Jahr, in dem der Knoten kein bisschen schrumpfte. Eines Tages fiel mir auf, dass meine Halswirbelsäulenarthrose und der Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule, die mich so lange gequält hatten, kein einziges Mal aufgetreten waren. Zu sehr auf den Knoten fixiert, hatte ich gar nicht mehr daran gedacht und die Beschwerden waren unmerklich verschwunden. Im Kontext der Xinxing-Kultivierung stellt die Unfähigkeit loszulassen ein Hindernis dar. Diese starke Anhaftung verhinderte, dass der Knoten verschwand. Der Gedanke, eine Krankheit zu haben, entsprach der menschlichen Denkweise. Es handelte sich um eine menschliche Anhaftung, die ein Kultivierender durchbrechen musste. Sobald dieser menschliche Gedanke beseitigt ist, löst sich die körperliche Manifestation von selbst auf.
Als ich dieses Fa-Prinzip verstanden hatte, ließ ich die Sache sofort los. Ich fühlte mich unglaublich leicht und war voller Freude. Ob dieser Knoten da war oder nicht – was hatte dies mit mir, einer Kultivierenden, zu tun? Er diente lediglich als Trittbrett zur Erhöhung meiner Xinxing. Als ich später unter der Dusche meinen Hals wusch, stellte ich fest, dass der Knoten verschwunden war, ohne dass ich es bemerkt hatte.
2016 wurde bei meiner 86-jährigen Mutter Brustkrebs diagnostiziert. Aufgrund ihres hohen Alters und ihrer Vorerkrankungen – Herzkrankheit und hoher Blutzucker – empfahlen die Ärzte eine konservative Behandlung. Mit einfachen Worten gesagt: nach Hause zu gehen, zu essen und zu trinken, worauf man auch immer Lust hat und auf den Tod zu warten. Obwohl wir uns bemühten, ihren tatsächlichen Zustand vor ihr zu verbergen, bemerkte sie einen harten Knoten in der Brust und musste sich in der Onkologie-Klinik häufig verschiedenen Untersuchungen unterziehen. Im tiefsten Innern wusste sie genau, was vor sich ging.
Nachdem ich angefangen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, wollte ich, dass meine Mutter es ebenfalls praktizierte. Sie zeigte jedoch kein Interesse. Als ich sie bat, „Falun Dafa ist gut“ und „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren, lehnte sie ab. Angesichts ihres Zustandes bat ich sie eindringlich: „Mama, wann immer du einen Moment Zeit hast, rezitiere ‚Falun Dafa ist gut‘ und ‚Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘. Wenn du das von ganzem Herzen tust, wird deine Krankheit gewiss geheilt werden.“
Zu meiner Überraschung bat sie mich nach kurzem Schweigen: „Zeig mir, wie man die Übungen macht.“ Das übertraf meine Erwartungen bei Weitem. Da sie Analphabetin ist, richtete ich ihr sofort einen DVD-Player ein und kaufte einen MP3-Player speziell für Senioren, damit sie die Vorträge des Meisters hören und sehen konnte. Beim Erlernen der Übungen war sie sehr ernsthaft. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters und ihrer steifen, unbeweglichen Gelenke bemühte sie sich, jede Bewegung präzise auszuführen.
Während meine Mutter die Übungen praktizierte, drängte es mich, sie zu fragen, ob der Knoten kleiner geworden sei. Da ich aber aus meinem früheren Fehler gelernt hatte, wagte ich nicht, das Thema anzusprechen. Selbst als ich ihr beim Baden half, zwang ich mich, die Stelle nicht zu berühren. Ich wollte unter keinen Umständen bei ihr eine Anhaftung auslösen, die letztendlich ein Hindernis in ihrer Kultivierung darstellte.
So beschränkte ich mich darauf, sie anhand der Fa-Prinzipien anzuleiten und ermutigte sie, das Fa fleißiger zu lernen und sich auf die Kultivierung ihrer Xinxing zu konzentrieren. Im Laufe des Jahres zeigte sie keine äußeren Anzeichen von Krankheit und schien sich bester Gesundheit zu erfreuen. Wir wussten nicht, ob der Knoten in ihrer Brust sich verkleinert oder vergrößert hatte. Da wir ihr die Angelegenheit verschwiegen hatten, wagten weder ich noch meine Geschwister, sie darauf anzusprechen oder Fragen zu stellen.
Ende 2017 rutschte meine Mutter auf der Außentreppe aus und brach sich den Oberschenkelknochen. Der Arzt teilte uns mit, dass sie eine Oberschenkelkopfprothese benötige; andernfalls wäre sie für den Rest ihres Lebens an den Rollstuhl gefesselt. Aufgrund ihres hohen Alters war jedoch eine umfassende medizinische Untersuchung notwendig, um sicherzustellen, dass ihre physische Konstitution für den Eingriff geeignet war.
Während des Brustultraschalls war ich unglaublich nervös und unsicher, wie es um den Brustkrebs stand. Doch als der Arzt den Schallkopf hin und her bewegte, zeigte der Bildschirm nur gesundes Gewebe. Die Untersuchung ergab nicht nur, dass ihr Brustkrebs verschwunden war, sondern auch, dass sich ihre Herzfunktion und ihr Blutzuckerspiegel normalisiert hatten. Folglich konnte die Oberschenkelprothesenoperation ohne Komplikationen durchgeführt werden.
Ihre Genesung nach der Operation verlief bemerkenswert gut. Bereits nach sechs Monaten konnte meine Mutter den Rollator beiseitelegen und ohne Hilfe gehen. Sie ist jetzt 95 Jahre alt. Wenn ich meinen eigenen Kultivierungsweg reflektiere, wird mir bewusst, dass er mit unzähligen Schwierigkeiten und Hindernissen gepflastert war und ich diese einmalige Chance beinahe verpasst hätte. Ich denke oft darüber nach, dass das Praktizieren von Falun Dafa die wichtigste Entscheidung ist, die ich in meinem Leben getroffen habe.
Das Große Fa, das allen Lebewesen Erlösung anbietet, ist in der Menschenwelt weit verbreitet. Dennoch erkennen viele Menschen seine Aufrichtigkeit nicht, da sie von den bösartigen Lügen und atheistischen Vorstellungen verblendet sind. Manche gehen sogar so weit, Falun Dafa zu dämonisieren und zu verfolgen und laden sich dadurch unwissentlich immense karmische Schulden auf. Ich habe meinen persönlichen Weg niedergeschrieben – vom anfänglichen Widerstand und Missverständnis des Großen Fa bis hin zum Einschlagen des Kultivierungsweges und dem Profitieren von seinen Vorteilen – in der Hoffnung, dass diejenigen mit einer Schicksalsverbindung aufwachen werden. Das Tor des Himmels ist weit geöffnet. Ich bitte euch inständig, diese Gelegenheit zur Errettung und Rückkehr in den Himmel nicht zu verpassen!
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