(Minghui.org) Chen Yantong, 43, begann bereits als Teenager in den 1990er Jahren, Falun Dafa zu praktizieren. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Jahr 1999 die landesweite Verfolgung dieser alten spirituellen und meditativen Disziplin angeordnet hatte, wurde er wiederholt schikaniert, weil er seinem Glauben nicht abschwören wollte.

Eines Tages wurde Chen, geboren im April 1983 in der Stadt Shantou, Provinz Guangdong, sein Personalausweis beschlagnahmt. Die Polizei untersagte ihm, Shantou zu verlassen, und überwachte ihn streng. Dadurch ist es ihm unmöglich, ein normales Leben zu führen oder zu heiraten. Auch seine Eltern leben unter enormem Druck.

Zuletzt wurde Chen am 9. Mai 2026 telefonisch schikaniert. Ein Beamter der Polizeidienststelle des Bezirks Jinping verlangte, ihn zu Hause „besuchen“ zu dürfen. Nachdem Chen dies abgelehnt hatte, wies der Beamte ihn an, persönlich bei der Dienststelle zu erscheinen. Chen weigerte sich, dieser Anweisung Folge zu leisten.

Frühere Verfolgung

Chen wurde erstmals am 11. April 2001 verhaftet, als er 18 Jahre alt war. Während seiner Inhaftierung im Gefängnis des Bezirks Jinyuan wurde er geschlagen und zwangsweise mit Kochsalzlösung ernährt. Xie Kexiong, ein Beamter der Polizeidienststelle des Bezirks Jinyuan, drohte damit, ihn und andere lokale Praktizierende so lange festzuhalten, wie es ihm beliebte, und sie auf jede erdenkliche Weise zu foltern. Denn er habe Rückendeckung von Jiang Zemin, dem ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, der die Verfolgung im Jahr 1999 angeordnet hatte.

Im Jahr 2015 erstattete Chen Strafanzeige gegen Jiang, nachdem der Oberste Volksgerichtshof und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft Chinas angekündigt hatten, jeden eingereichten Fall anzunehmen. Im November 2015 schikanierten Mitarbeiter der örtlichen Gemeindeverwaltung Chen und seinen Vater tagelang.

Am 7. Juni 2017 erschienen gegen 21 Uhr etwa sechs Polizeibeamte und Gemeindemitarbeiter vor Chens Wohnung. Einer von ihnen trug eine Körperkamera. Sie verlangten zu erfahren, wo Chen arbeite. Er weigerte sich, ihnen dies mitzuteilen.

Am 26. Mai 2021 drang der Polizeibeamte Lin Sile von der Polizeistation Tuopu gegen 20:30 Uhr gewaltsam in Chens Wohnung ein. Er verlangte erneut zu erfahren, wo Chen tätig sei. Chen stellte die Rechtmäßigkeit dieser Informationsanfrage infrage. Daraufhin stieß Lin ihn gegen die Brust und drohte ihm mit Verhaftung.

Chen wurde tatsächlich später verhaftet. Die Polizei schlug ihm mit einem Holzstock auf die Knöchel und Knie. Zudem legten sie seine Hände in Handschellen auf den Rücken und zogen diese nach oben. Infolgedessen litt er unter langanhaltenden Schmerzen.