(Minghui.org) Im April 2026 erfuhr Minghui.org von 46 Fällen, wo Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.
Die verurteilten Falun-Dafa-Praktizierenden stammen aus 13 Provinzen oder regierungsunmittelbaren Städten. Hunan meldete die meisten Fälle (12), gefolgt von Shandong (10), Heilongjiang (6), Sichuan (5) und Liaoning (3). Jilin und Hubei verzeichneten jeweils zwei Fälle. Die übrigen sechs Regionen – Chongqing, Guizhou, Peking, Innere Mongolei, Hebei und Henan – meldeten jeweils einen Fall.
38 der Praktizierenden wurden zu Haftstrafen von weniger als fünf Jahren verurteilt, fünf erhielten Haftstrafen von fünf Jahren oder mehr (die höchste Strafe betrug acht Jahre). Die Haftstrafen von drei Praktizierenden waren unklar.
Informationen über das Alter zum Zeitpunkt der Verurteilung liegen für 36 Praktizierende vor. Drei waren zwischen 40 und 49 Jahre alt, sieben zwischen 50 und 59, 18 zwischen 60 und 69 und acht über 70.
Außer den neu bestätigten Verurteilungen wurde bekannt, dass ein 94-jähriger, geschäftsunfähiger Mann zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt wurde (Verhängung im Jahr 2021). Auch eine 79-jährige ehemalige Mathematiklehrerin wurde inhaftiert und tritt eine vierjährige Haftstrafe an (Verhängung im August 2025). Ihr ebenfalls 79-jähriger Mann verbüßt derzeit eine vierjährige Haftstrafe wegen Praktizierens von Falun Dafa.
Es folgen ausgewählte Fälle.
Zu 7,5 Jahren Haft verurteilt, nur weil er Informationen über Falun Dafa auf WeChat veröffentlichte
Leng Zhenhui aus dem Kreis Qianguo in der Provinz Jilin wurde am 10. Oktober 2025 verhaftet, nachdem die Polizei auf ihn aufmerksam geworden war, weil er während eines Chats auf WeChat (einer Social-Media-Plattform) Falun Dafa erwähnt hatte. Die Beamten orteten ihn über sein Mobiltelefon und nahmen ihn im Dorf Changtuozi fest. Mehrere Dorfbewohner versuchten, die Polizei aufzuhalten, waren jedoch erfolglos. Zudem wurde seine Wohnung durchsucht.
Im Januar 2026 erhob die Staatsanwaltschaft des Kreises Qianguo Anklage gegen Leng. Am 5. Februar 2026 fand vor dem Kreisgericht Qianguo die Gerichtsverhandlung statt. Der Richter verhängte eine Haftstrafe von 7,5 Jahren. Gegen das Urteil legte er Berufung ein.
Insidern zufolge führt WeChat eine umfassende automatisierte Zensur sowie eine Inhaltsanalyse öffentlicher und privater Nachrichten durch. Jede Nachricht, jedes Bild und jedes Video, das „sensible“ oder „zensierte“ Informationen enthält, wird erfasst. Da jedes WeChat-Konto mit der Mobilfunknummer oder der Ausweisnummer des Nutzers verknüpft ist, kann die Polizei den Nutzer präzise lokalisieren und dessen Kontoinformationen abrufen. Zudem haben die Behörden die Anbieter von Internetdiensten angewiesen, die Online-Aktivitäten ihrer Kunden für mindestens sechs Monate zu speichern.
Beinamputierte Praktizierende unrechtmäßig zu Gefängnisstrafe verurteilt
Zhang Aimin, deren Beine in den 1990er Jahren amputiert wurden, sitzt derzeit in der 10. Abteilung des Frauengefängnisses der Provinz Jilin ein. Diese Information stammt von einer Falun-Dafa-Praktizierenden, die unrechtmäßig wegen ihres Glaubens inhaftiert war und vor Kurzem freigelassen wurde.
Zhang, eine 64-jährige pensionierte Bahnangestellte der Stadt Jilin in derselben Provinz, wurde am 14. April 2025 festgenommen. Beamte der Polizeibehörde des Bezirks Changyi und der Polizeistation Minzhu brachen das Schloss an ihrer Sicherheitstür mit einer Bohrmaschine auf und drangen in ihre Wohnung ein. Zhang wurde vermutlich noch in derselben Nacht gegen Kaution freigelassen. Einzelheiten zu ihrer Haftstrafe, einschließlich deren Dauer, sind weiterhin unklar.
Zwei Frauen aus Pingdu in der Provinz Shandong wurden am 2. April 2026 wegen Praktizierens von Falun Dafa zu Haftstrafen verurteilt. Zhang Yuemei erhielt eine Haftstrafe von 20 Monaten und eine Geldstrafe von 8.000 Yuan (etwa 720 Euro). Yu Hongzhi wurde zu 16 Monaten Haft und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro verurteilt. Zhang legte Berufung gegen das Urteil ein.
Zhang und Yu, beide über 70 Jahre alt, wurden am 3. Juni 2025 festgenommen, nachdem die Polizei sie beim Aufhängen von Falun Dafa-Plakaten beobachtet hatte. Sie wurden am folgenden Tag in die Haftanstalt Pudong gebracht.
Die Polizeistation Zhugou übergab die Fälle beider Frauen am 26. August 2025 der Staatsanwaltschaft Pingdu. Am 26. September 2025 wurden sie angeklagt und standen am 12. November 2025 vor dem Gericht in Pingdu. Beide wurden am 2. April 2026 verurteilt.
Elf Bürger zu Haft zwischen zwei und acht Jahren verurteilt (Hengyang, Provinz Hunan)
Elf Falun-Dafa-Praktizierende aus Hengyang in der Provinz Hunan wurden am 31. Dezember 2025 zu Haftstrafen von bis zu acht Jahren verurteilt.
Die Praktizierenden wurden etwa im April 2024 festgenommen und am 30. September 2024 angeklagt. Sie standen am 15. April 2025 vor dem Bezirksgericht Zhengxiang und wurden am 31. Dezember desselben Jahres verurteilt.
In der Anklage gegen die Männer Zhou Zixian (70), Deng Kunhe (52), Cao Chenhui (42) und die Frauen Yin Chaoqun (59) und Jiang Zhen (40) hieß es, dass sie gemeinsam Audio- und Videodateien für die Website Zhengjian.org (eine von Falun-Dafa-Praktizierenden außerhalb Chinas betriebene Website) erstellt hätten. Zhou leitete die Produktion, Yin und Deng erstellten die Dateien, Cao leistete technische Unterstützung und Jiang stellte einen Raum für den Erfahrungsaustausch zur Verfügung.
Die anderen sechs verurteilten Praktizierenden wurden angeklagt, weil sie Kontakt zu den obengenannten fünf Praktizierenden pflegten. Gegen die Frauen Hu Xiaoyun (60) und Wang Yuanxiu (71) legte die Staatsanwaltschaft folgende „Beweise“ vor:1) Sie hätten gemeinsam das Zhuan Falun gelesen.2) Sie hätten am 17. und 18. März 2024 in der Nähe einer örtlichen Mittelschule 33 Exemplare der Zeitschrift Zhengjian.org verteilt.3) Beide Praktizierenden besaßen zu Hause Informationsmaterialien über Falun Dafa.4) Hu war vorher wegen ihres Glaubens zu einem Jahr Haft verurteilt worden und galt daher als „Wiederholungstäterin“.
In Tangs Urteil wurde zudem als Beweis aufgeführt, dass sie etwa im Jahr 2018 Materialien zu Falun Dafa zusammengestellt hätte, das laut den Behörden „eine Bedrohung für Polizei und Justiz“ darstellte.
Die Anwälte der Praktizierenden forderten während des Prozesses deren Freispruch, da kein Gesetz in China Falun Dafa kriminalisiert und es legal ist, Dateien zu Falun Dafa auf Zhengjian.org hochzuladen oder Informationsmaterialien über Falun Dafa zu verbreiten. Dennoch forderte die Staatsanwaltschaft hohe Strafen und die Richter verurteilten alle Praktizierenden.
Ein Ehepaar aus Jinan in der Provinz Shandong wurde am 15. April 2026 wegen seines Glaubens an Falun Dafa zu Haftstrafen verurteilt. Der 65-jährige Liu Ruping erhielt eine Haftstrafe von 3,5 Jahren; seine 62-jährige Frau Zhang Chenglan eine Haftstrafe von drei Jahren.
Das Ehepaar wurde am 29. September 2025 im Zuge einer Polizeirazzia gegen über 40 Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen. Liu, von Beruf Anwalt, und Zhang standen am 13. März 2026 vor dem Bezirksgericht Changqing und wurden am 15. April 2026 verurteilt.
Neben dem Ehepaar müssen sich vier weitere Praktizierende, die im September 2025 bei der Razzia festgenommen wurden, zwischen dem 30. April und dem 22. Mai 2026 vor Gericht verantworten.
Gegen 13 von den bei der Polizeirazzia festgenommenen Praktizierenden wurde nach Ausstellung eines formellen Haftbefehls Anklage erhoben.
Das Gericht der Stadt Meihekou in der Provinz Jilin verurteilte Mitte März 2026 eine 51-jährige Einwohnerin des Kreises Qingyuan in der Provinz Liaoning zu acht Monaten Haft.
Xin Kui war am 22. November 2025 in die nahegelegene Stadt Shancheng in Meihekou gefahren, um Informationsmaterialien über die anhaltende Verfolgung ihres Glaubens durch die Kommunistische Partei Chinas zu verteilen. Beamte der Polizeistation Shancheng nahmen sie fest und brachten sie in die Haftanstalt von Meihekou.
Xins zwei Anwälte suchten am 27. und 28. November 2025 die Polizeistation auf, durften sie jedoch nicht besuchen. Anschließend wandten sie sich an die Haftanstalt, die Staatsanwaltschaft von Meihekou und die Beschwerdestelle, doch auch dort wurden ihre Besuchsanträge abgelehnt.
Die Anwälte und Xins Familie kehrten am 22. Dezember 2025 zur Staatsanwaltschaft zurück. Der Empfang weigerte sich jedoch, ihren Antrag auf Übernahme ihrer Verteidigung anzunehmen. Anschließend gingen sie zum Untersuchungsgefängnis und übergaben einem Wärter ein Schreiben für Xin. Wenige Tage später wurde sie angeklagt.
Am 6. Februar 2026 erfuhr Xins Familie von den Anwälten, dass ihr Fall nun beim Stadtgericht Meihekou verhandelt wird. Ihre Tochter rief am 6. März 2026 Richter Wang Xue an und teilte mit, dass sie ihre Mutter als Familienverteidigerin vertreten wolle. Sie reichte ihren Antrag auf Pflichtverteidigung ein und beantragte eine Akteneinsicht. Später ging sie zum Gerichtsgebäude, doch dort erhielt sie die Mitteilung, dass Wang nicht anwesend sei.
Am 28. Februar 2026 hielt Wang eine geheime Anhörung im Fall von Xin ab, ohne deren Anwälte oder Familie zu benachrichtigen. Ihre Tochter rief Wang am 6. März 2026 an und erkundigte sich nach dem Fall ihrer Mutter. Wang legte eilig auf.
Xins Familie erhielt Mitte März 2026 eine Kopie des Urteils.
Ein Mann aus dem Kreis Jidong, Provinz Heilongjiang, wurde kürzlich in Nantong in der Provinz Jiangsu wegen seines Glaubens an Falun Dafa zu 15 Monaten Haft verurteilt.
Han Wei war am 28. März 2024 festgenommen worden, weil er das Handy seines Bruders, Han Chao, benutzt hatte, um dessen Guthabenkarte über WeChat, eine Social-Media-Plattform mit Zahlungsfunktion, aufzuladen. Mit dieser Guthabenkarte wurden dann Multimedia-Nachrichten (Texte, Videos und Audiodateien) über Falun Dafa versendet.
Die Polizei von Nantong, die mithilfe von Big-Data Online-Aktivitäten überwacht, entdeckte die Handynutzung der Brüder. Sie reisten 2.575 Kilometer in den Kreis Jidong und nahmen Han Chao, der nicht Falun Dafa praktiziert, am 13. März 2024 fest. Er wurde nach Nantong gebracht und am nächsten Tag in ein örtliches Gefängnis eingeliefert. Seine Frau war durch seine Verhaftung so traumatisiert, dass sie einen Rückfall ihrer Herzerkrankung erlitt und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Die Polizei von Nantong observierte Han Wei mehrere Tage lang vor seinem Haus, bevor sie ihn am 28. März 2024 verhaftete. Am 30. März 2024 wurde er nach Nantong gebracht.
Die Männer Han Chao und Han Wei wurden am 10. bzw. 30. April 2024 gegen Kaution freigelassen. Die Polizei von Nantong hob Mitte April 2025 die Kautionsauflagen für Han Chao auf, übergab den Fall von Han Wei jedoch der Staatsanwaltschaft des Bezirks Chongchuan in Nantong.
Das Bezirksgericht Chongchuan forderte Han Wei am 12. Juli 2025 auf, seine von Staatsanwalt Zhang Yong ausgestellte Anklageschrift abzuholen. Er begab sich dorthin, um die Anklageschrift und die Vorladung entgegenzunehmen. Ihm wurde gestattet, nach Heilongjiang zurückzukehren und bis zu seinem für den 6. August 2025 angesetzten Prozess auf Kaution frei zu bleiben.
Ende Juli 2025 rief Han Staatsanwalt Zhang an und bat um eine Verschiebung seines Prozesses, da bei seinem fast 90-jährigen Vater eine unheilbare Krankheit diagnostiziert worden war. Er wurde angewiesen, die Krankenakten seines Vaters zuzusenden, was er auch tat. Am Morgen des 1. August 2025 wurde er jedoch festgenommen, als er sich wie angeordnet auf der Polizeiwache Dongfeng im Kreis Jidong meldete. Der Polizeibeamte Ye Yang vom Polizeirevier Tongzhou in Nantong erklärte, Richter Sun Taiyong habe am 25. Juli angeordnet, Han wieder in die Haftanstalt Nantong zu bringen.
Han sollte ursprünglich am 6. August vor dem Bezirksgericht Chongchuan in Nantong erscheinen. Richter Sun teilte seinem Anwalt jedoch am 3. August mit, dass dieser ihn nicht vertreten dürfe.
Han beauftragte einen neuen Anwalt, der am 5. August nach Nantong reiste und dort erfuhr, dass die für den nächsten Tag angesetzte Anhörung abgesagt worden war.
Richter Sun teilte dem Anwalt am 4. September mit, dass eine neue Anhörung für den 25. September um 14:00 Uhr im Gerichtssaal der Haftanstalt Nantong angesetzt sei. Am 8. September rief er den Anwalt erneut an und teilte ihm mit, dass er die Anhörung am 25. September möglicherweise in eine Vorverhandlung umwandeln werde. Diese wurde jedoch später erneut abgesagt.
Am 1. Dezember 2025 fand schließlich eine Anhörung in der Haftanstalt statt. Als Han zu seiner Verteidigung aussagte, unterbrach Richter Sun die Anhörung plötzlich. Er setzte die Verhandlung am 16. Dezember fort. Han beteuerte, bei der Ausübung seines Glaubens kein Gesetz verletzt zu haben.
Richter Sun verkündete am 26. März 2026, dass Han zu 15 Monaten Haft verurteilt wurde. Er hat gegen das Urteil beim Mittleren Gericht der Stadt Nantong Berufung eingelegt.
67-Jährige im Geheimen zu 3,5 Jahren Haft verurteilt (Provinz Hubei)
Eine 67-jährige Frau wurde 2025 im Geheimen zu 3,5 Jahren Haft verurteilt, nur weil sie Falun Dafa praktiziert.
Chen Jinxiu aus dem Kreis Jiayu, Provinz Hubei, wurde am 2. April 2025 von Beamten der Kreispolizei Jiayu, der Polizeistation Xinjie und Mitarbeitern des Nachbarschaftskomitees festgenommen. Man brachte sie zunächst in die Kreisstrafanstalt Jiayu und anschließend in das Jitang-Krankenhaus für Rheumatologie in Xianning.
Das Kreisgericht Jiayu hielt am 28. Mai 2025 eine Anhörung in Chens Fall ab, ohne jedoch ein Urteil zu verkünden. Kurz darauf wurde sie in die psychiatrische Klinik Wuzhong eingeliefert, obwohl sie nicht psychisch krank war. Danach brach der Kontakt zu ihrer Familie ab. Die Angehörigen suchten wiederholt die örtlichen Polizeistationen auf, um sich nach Chens Aufenthaltsort oder dem Stand ihres Falles zu erkundigen, aber die Polizei weigerte sich, ihnen Auskunft zu geben.
Ende 2025 kontaktierten zwei Gefängniswärter Chens jüngere Schwester, um Fragen über Chen zu stellen. Sie teilten ihr mit, dass die Praktizierende zu 3,5 Jahren Haft verurteilt worden sei, weigerten sich jedoch, der Familie ihren aktuellen Aufenthaltsort mitzuteilen.
Vor ihrer jüngsten Verfolgung war Chen wiederholt wegen Falun Dafa ins Visier genommen worden. Ihr Mann ließ sich von ihr scheiden. Ihr Sohn ertrank am 29. Juli 2001, während sie eine 18-monatige Haftstrafe in einem Arbeitslager verbüßte. Chen wurde wiederholt verhaftet und in verschiedenen Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten. Nach einer Verhaftung im Jahr 2015 verurteilte man sie zu drei Jahren Haft.
Nach 14 Jahren unrechtmäßiger Haft zum dritten Mal verurteilt
An Jingtao, eine etwa 60-jährige Einwohnerin der Stadt Qiqihar in der Provinz Heilongjiang, wurde im April 2026 zu einer Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten verurteilt.
Die unrechtmäßige Verurteilung der etwa 60-jährigen An Jingtao geht auf ihre Festnahme durch Beamte der Polizeistation Beijuzhai am 10. Mai 2025 im Zuge einer Razzia gegen mehr als 20 Falun-Dafa-Praktizierende zurück. Alle Praktizierenden wurden zur Blutentnahme und weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus Qiqihar 39 gebracht. Bis auf wenige, die als haftuntauglich eingestuft wurden, wurde die Mehrheit, darunter auch An Jingtao, in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Qiqihar überstellt.
An wurde im Juni 2025 gegen eine Kaution von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) für ein Jahr auf freien Fuß gesetzt. Am 15. Dezember 2025 wurde sie von derselben Polizeistation erneut festgenommen und in dieselbe Haftanstalt gebracht. Am 20. März 2026 fand ihr Prozess statt, bei dem ihr jegliche Aussage verweigert wurde.
Es ist unklar, ob An inhaftiert wurde. Vor dieser jüngsten Verfolgungswelle war sie bereits zweimal wegen Praktizierens von Falun Dafa inhaftiert. Sie verbüßte eine fünfjährige Haftstrafe von Juni 2000 bis Juni 2005. Nach einer weiteren Festnahme am 30. März 2006 wurde An zu neun Jahren Haft verurteilt. Sie erlitt sowohl im ersten Untersuchungsgefängnis der Stadt Qiqihar als auch im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang brutale Folter.
Frühere Berichte:
Bilanz März 2026: Insgesamt 43 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt
Bilanz Februar 2026: 31 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt
Bilanz Januar 2026: Insgesamt 41 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt