(Minghui.org) Im März 2026 wurden insgesamt 43 Fälle gemeldet, bei denen Falun-Dafa-Praktizierende aufgrund ihres Glaubens zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.
Die verurteilten Falun-Dafa-Praktizierenden stammen aus 14 Provinzen oder zentral kontrollierten Städten. Shandong meldete die meisten Fälle (14), gefolgt von Liaoning (acht), Heilongjiang (fünf) und Jilin (vier). Hebei und Henan verzeichneten jeweils zwei Fälle. Die übrigen acht Regionen – Sichuan, Tianjin, Jiangsu, Jiangxi, Hubei, Gansu, Fujian und Shanxi – meldeten jeweils einen Fall.
35 der Praktizierenden wurden zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt, vier erhielten Haftstrafen zwischen sechs und zehn Jahren. Die Haftstrafen von zwei Praktizierenden sind unklar.
Zum Zeitpunkt der Verurteilung liegen für 30 Praktizierende Informationen zu ihrem Alter vor. Darunter sind ein 21 Jahre alter Mann, eine Frau um die 40, sieben um die 50, acht um die 60, elf um die 70 sowie zwei Praktizierende im Alter von 85 beziehungsweise 90 Jahren.
Nachfolgend sind ausgewählte Fälle aufgeführt.
Verurteilung von älteren Praktizierenden
90-Jähriger zu zwei Jahren Haft verurteilt
Wang Chuanwen, 90, ist aus Jinan in der Provinz Shandong. Er wurde kürzlich zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 3.000 Yuan (ca. 360 Euro) verurteilt. Weil er hohen Blutdruck hatte nahm das Gefängnis ihn nicht auf; daraufhin wurde er freigelassen.
Wang war am 20. August 2025 festgenommen wordem. Die Polizei hatte einen Hinweis erhalten, dass er einige Tage zuvor in einem Bus mit Fahrgästen über Falun Dafa gesprochen hatte. Bei der Vernehmung auf der Polizeiwache wurde ihm das Überwachungsvideo aus dem Bus gezeigt. Er gab zu, die Person auf dem Video zu sein, verweigerte aber die Aussage.
Anschließend wurde Wang zu einer ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Dabei wurde ein systolischer Blutdruck von 230 mmHg festgestellt (normalerweise liegt er bei 120 mmHg oder darunter). Die Polizei ließ ihn gegen Kaution frei, nachdem die örtliche Haftanstalt seine Einweisung abgelehnt hatte.
Zwei Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft des Bezirks Licheng suchten Wang am 17. September 2025 zu Hause auf. Die Anzeige gegen ihn hätten sie von der Polizei erhalten, teilten sie ihm mit und forderten ihn auf, Dokumente zu unterschreiben, was er jedoch verweigerte. Stattdessen schrieb er auf das Dokument: „Ich bin unschuldig! Falun Dafa wird in über 100 Ländern und Regionen praktiziert. Die Polizei hat gegen das Gesetz verstoßen.“
Der Staatsanwalt übergab Wangs Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Zhangqiu. Diese erhob zu einem unbekannten Zeitpunkt Anklage gegen ihn.
Wang stand am 22. Dezember 2025 im Bezirk Zhangqiu vor Gericht. Das Urteil wurde am 3. März 2026 verkündet. Weil er hohen Blutdruck hatte, nahm keine Haftanstalt ihn auf.
75-jährige behindert aufgrund von Folter, jetzt erneut wegen ihres Glaubens inhaftiert
Liu Fanqin, 75, wurde am 5. März 2026 in das Frauengefängnis von Chongqing eingeliefert. Dies war einen Tag nachdem ihre Berufung gegen eine zweieinhalbjährige Haftstrafe wegen Falun Dafa abgewiesen worden war.
Liu ist eine ehemalige Managerin der Optischen Instrumentenfabrik im Bezirk Beibei. Sie begann 1994, Falun Dafa zu praktizieren und erholte sich bald von vielen Krankheiten. Nach Beginn der Verfolgung hielt sie an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt ins Visier genommen. Unter anderem wurde sie am 21. Juni 2003 verhaftet. Danach waren ihre Arme durch Folter gelähmt, da Polizisten die Praktizierende an den Armen aufhängten. Sie wurde zu neun Jahren Haft verurteilt, jedoch am 20. Dezember 2011 vorzeitig entlassen.
Anfang 2025 wurde ein neuer stellvertretender Leiter der örtlichen Polizeistation Chaoyang ernannt. Liu übergab ihm Informationsmaterialien über Falun Dafa und bat ihn eindringlich, sich nicht an der Verfolgung zu beteiligen. Er zeigte sich aufgeschlossen und bat um weitere Materialien. Am 27. April 2025 suchte sie ihn erneut auf und wurde daraufhin festgenommen. Er ließ mit seinen Untergebenen ihre Wohnung durchsuchen und beschlagnahmte ihr Handy, ihren Laptop und ihre Falun-Dafa-Bücher.
Liu wurde in die Haftanstalt des Bezirks Beibei gebracht. Am 22. Juni 2025 übergab die Staatsanwaltschaft des Bezirks Beibei den Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jiangbei. Diese ist seit 2010 für Falun-Dafa-Fälle in Chongqing zuständig.
Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jiangbei erhob am 11. September 2025 Anklage gegen Liu. Das Komitee für Politik und Recht und die Justizbehörde von Chongqing drohten ihrem Anwalt mit dem Entzug seiner Zulassung, sollte er es wagen, für sie auf nicht schuldig zu plädieren.
Liu wurde am 12. November 2025 vor Gericht des Bezirks Jiangbei angeklagt. Sie sagte zu ihrer Verteidigung selbst aus. Falun Dafa stehe in China nicht unter Strafe und sie dürfe nicht für die Ausübung ihres verfassungsmäßigen Rechts auf Glaubensfreiheit verfolgt werden, argumentierte sie.
Die Gerichtsbehörde verurteilte Liu am 29. November 2025 zu zweieinhalb Jahren Haft. Ihre Berufung wurde am 4. März 2026 abgewiesen. Sie wurde am darauffolgenden Tag inhaftiert, obwohl sie aufgrund ihrer Armbehinderung und ihrer Pflegebedürftigkeit als haftuntauglich galt.
Jüngere Praktizierende verurteilt
21-jähriger Student zu vier Jahren Haft verurteilt
Ein 21-jähriger Student aus Suining in der Provinz Sichuan verbüßt eine vierjährige Haftstrafe im Gefängnis von Jiazhou, wie Minghui.org im März 2026 erfuhr.
Es ist unklar, wann Gong Yongcheng verhaftet, angeklagt oder verurteilt wurde. Im Februar 2024 wurde er inhaftiert und dem Team für neue Häftlinge in der vierten Abteilung zugeteilt.
Die Gefängniswärter, der Haupthäftling Li Shikuan und andere forderten Gong auf, verschiedene Erklärungen zu verfassen, in denen er Falun Dafa abschwören sollte. Er antwortete jedes Mal mit „Nein“, da Falun Dafa in China nicht unter Strafe steht. Er weigerte sich auch, die Gefängnisordnung aufzusagen.
Die Wärter verlegten Gong später in die Abteilung für strenge Betreuung, wo er täglich stundenlang stehen musste. Er erhielt nur die Hälfte der Essensmenge, die die anderen Gefangenen bekamen. Gong war bereits dünn und magerte bald weiter ab.
Etwa vier Monate später wurde Gong zurück in die vierte Abteilung verlegt und einer Abteilung für Kranke und Ältere zugeteilt. Da sich in dieser Abteilung keine anderen Falun-Dafa-Praktizierenden befanden, fühlten sich die Wärter „sicher“, dass sein unerschütterlicher Glaube an Falun Dafa keine anderen inhaftierten Praktizierenden beeinflussen konnte.
Die Haftzeit von Gong endet voraussichtlich 2027
Wegen „Verbreitung von Falun-Dafa-Materialien“ verurteilt
Jiang Lianhua, 46, ist aus dem Kreis Nanchang in der Provinz Jiangxi. Sie wurde am 3. September 2025 vor der Militärparade der Kommunistischen Partei Chinas festgenommen. Jemand hatte sie wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien zur Aufklärung über die Verfolgung von Falun Dafa angezeigt.
Die Polizei forderte Jiang auf, „ihre Schuld“ einzugestehen, und drohte ihr mit einer Haftstrafe, sollte sie sich weigern. Sie beharrte darauf, nichts Falsches getan zu haben, indem sie von ihrem verfassungsmäßigen Recht auf Glaubensfreiheit Gebrauch gemacht habe.
Im März 2026 bestätigte Jiangs Familie, dass sie zu vier Jahren Haft verurteilt worden sei. Einzelheiten zu Anklage, Prozess und Urteilsverkündung sind jedoch nicht bekannt. Die Familie darf sie nicht besuchen.
Willkürliche Verurteilung
78-Jährige aus Liaoning zu einem Jahr Gefängnis verurteilt
Wang Jinfeng, 78, wohnt in Dalian, Provinz Liaoning. Nach ihrer Festnahme durch vier Polizisten in der Woche vom 23. März 2026 kehrte sie nicht nach Hause zurück. Das genaue Datum ist unbekannt. Ihrer Familie wurde später mitgeteilt, dass sie in die Haftanstalt von Dalian gebracht und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden sei.
Die schnelle Verurteilung von Wang innerhalb einer Woche nach ihrer Festnahme war jedoch selbst für die Verhältnisse des kommunistischen Regimes ungewöhnlich. Das für seine überstürzte Strafverfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden bekannt ist, obwohl das Praktizieren von Falun Dafa in China nicht illegal ist.
Wangs Familie vermutet, dass die jüngste Verurteilung mit einer früheren Haftstrafe zusammenhängen könnte. Sie war bereits am 17. März 2022 zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, nachdem sie 2020 ebenfalls wegen Falun Dafa festgenommen worden war. Aus gesundheitlichen Gründen durfte sie die Strafe außerhalb des Gefängnisses verbüßen. Vor ihrer Verurteilung im Jahr 2022 wurde sie von Polizisten viermal zu einer körperlichen Untersuchung gebracht. Dafür musste sie jeweils 4.000 Yuan (ca. 480 Euro) Gebühren zahlen. Jedes Mal wurde sie als haftuntauglich eingestuft und nach Hause gebracht.
Da die Behörden Wangs Familie über die Details des jüngsten Verfahrens im Unklaren gelassen haben, wissen sie nicht, wie die einjährige Haftstrafe zustande kam.
Kein Einzelfall in China: Drei Frauen trotz gravierender Verfahrensmängel verurteilt
Drei Einwohnerinnen der Stadt Longkou in der Provinz Shandong wurden am 13. März 2026 zu Haftstrafen verurteilt. Cui Xiuju, um die 70, und Luan Yanping, um die 50, erhielten jeweils eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten sowie eine Geldstrafe von 20.000 Yuan (ca. 2400 Euro). Li Yufang, um die 70, wurde zu zweieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (ca. 1200 Euro) verurteilt. Alle drei legten gegen die Urteile Berufung ein.
Die drei Praktizierenden wurden am 17. Juli 2025 festgenommen, als sie auf einem Gemeindefest mit Besuchern über Falun Dafa sprachen. Keiner der Beamten, die an der Festnahme beteiligt waren, trug Uniform. Sie legten den Praktizierenden Handschellen an und zerrten sie in ihren Streifenwagen.
Die Polizisten nahmen den Praktizierenden die Schlüssel ab und durchsuchte ihre Wohnungen. Sie beschlagnahmten Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien und verwendeten diese später als „Beweismittel“ gegen die Praktizierenden. Die Frauen wurden um 23 Uhr an diesem Abend in die Haftanstalt der Stadt Yantai gebracht. (Die Stadt Yantai ist für die Stadt Longkou zuständig.)
Die Polizei der Stadt Longkou reichte ihre Fälle am 18. August bei der Staatsanwaltschaft von Longkou ein. Staatsanwältin Lyu Shasha erhob vier Tage später Anklage gegen alle drei. Als die Familienverteidiger der Praktizierenden Staatsanwältin Lyu fragten, warum sie so schnell gehandelt habe, noch bevor sie ihre Unterlagen und Rechtsgutachten eingereicht hatten, antwortete sie: „Was spricht dagegen, die Fälle schnell zu bearbeiten? Wir sind mit manchen Fällen in nur ein oder zwei Tagen fertig.“
Laut Gesetz hat die Staatsanwaltschaft einen Monat Zeit, einen Fall zu untersuchen und eine fundierte Entscheidung über die Anklageerhebung zu treffen. Staatsanwältin Lyu erhob die Anklage gegen die Praktizierenden in nur vier Tagen, ohne die Verteidigungsschriften der Familienverteidiger zu prüfen.
Am 30. September 2025 stellte Luans Familie einen Antrag beim Polizeipräsidium der Provinz Shandong, um die Rechtsgrundlage der Anklage zu erfahren. Die Polizei von Longkou antwortete am 31. Oktober 2025, dass diese Informationen „vertraulich“ seien und man nicht befugt sei, sie öffentlich zugänglich zu machen.
Die Praktizierenden standen am 23. Januar 2026 in Longkou vor Gericht. Nur zwei Familienmitglieder pro Praktizierender durften der Verhandlung beiwohnen. Die Familienverteidiger der Praktizierenden beantragten, dass die Handschellen abgenommen werden. Doch die Vorsitzende Richterin Zhao Yu lehnte den Antrag mit der Begründung ab, die Wärter der Haftanstalt hätten die Handschellen angelegt und das Gericht besitze keine Schlüssel.
Die Familienverteidiger beantragten, Staatsanwältin Lyu und Richterin Zhao wegen Befangenheit vom Verfahren auszuschließen. Denn die Angeklagten hatten zuvor Beschwerden gegen sie eingereicht, was einen Interessenskonflikt begründete. Richterin Zhao wies den Antrag mit der Begründung zurück, er falle „nicht unter die gesetzlich festgelegten Voraussetzungen“. Auf die Frage der Familienverteidiger, wie dies möglich sei, verweigerte Zhao die Antwort und fragte lediglich, ob sie sie verstanden hätten.
Richterin Zhao unterbrach die Familienverteidiger wiederholt während ihrer Verteidigungsreden. Später hinderte sie sie sogar daran, den Angeklagten Fragen zu stellen. Als die Familienverteidiger den Gerichtsschreiber um eine Korrektur des Verfahrens baten, antwortete dieser: „Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Angelegenheiten und mischen Sie sich nicht in die Angelegenheiten anderer ein. Die Arbeit anderer Leute geht Sie nichts an.“
Während der Kreuzvernehmung legte Staatsanwältin Lyu keine Beweismittel vor und rief keinen der fünf Zeugen der Anklage in den Zeugenstand.
Die Richterin verurteilte alle drei Praktizierenden am 13. März 2026.
Zweite rechtswidrige Haftstrafe für eine 77-Jährige, nur weil sie Falun Dafa praktiziert
Cheng Yurong, 77, ist aus Dalian, Provinz Liaoning. Sie wurde am 2. September 2025 festgenommen, nachdem ein Mann sie angezeigt hatte, weil sie Informationsmaterialien zu Falun Dafa an seinem Auto angebracht hatte.
Nachdem Chengs Fall am 4. Januar 2026 beim Bezirksgericht Ganjingzi registriert worden war, bestellte Richter Li Su ihr einen Pflichtverteidiger, obwohl sie bereits einen eigenen Anwalt hatte.
Der Pflichtverteidiger besuchte Cheng am 30. Januar 2026 in der Haftanstalt und teilte ihr mit, dass ihre Gerichtsverhandlung am 4. Februar virtuell stattfinden solle.
Chengs Anwalt begab sich am Morgen des 4. Februar in die Haftanstalt, doch es fand keine Verhandlung statt. Er rief beim Gericht an und erfuhr, dass der Fall „in Bearbeitung“ sei.
Um 13:00 Uhr desselben Nachmittags hielt Richter Li eine virtuelle Anhörung im Fall von Cheng ab. Es ist unklar, ob ihr Anwalt die Haftanstalt zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen hatte und die Verhandlung verpasste.
Cheng sagte zu ihrer Verteidigung aus und schilderte, wie Falun Dafa ihr bei der Genesung von zwei Operationen und verschiedenen anderen Krankheiten geholfen hatte. Sie betonte, dass Falun Dafa in China nicht unter Strafe stehe und dass das Anbringen von Falun-Dafa-Materialien an dem Auto weder dem Fahrzeug noch dessen Besitzer geschadet habe.
Richter Li ordnete an, Chengs Mikrofon in der Haftanstalt abzuschalten, um sie daran zu hindern, über Falun Dafa zu sprechen.
Der vom Gericht bestellte Anwalt verteidigte Cheng nicht. Er bat lediglich angesichts ihres hohen Alters um ein milderes Urteil. Die virtuelle Anhörung endete nach einer Stunde.
Am 31. März 2026 erhielt Chengs Familie eine Kopie des Urteils. Darin hieß es, sie sei zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt und mit einer Geldstrafe von 20.000 Yuan belegt worden.
Trotz fehlender Rechtsgrundlage und konkreter Beweise: 74-Jährige zu 2,5 Jahren Haft verurteilt
Song Ruixiang, 74, ist Einwohnerin von Daqing in der Provinz Heilongjiang. Sie wurde am 8. September 2025 auf einem Bauernmarkt im Kreis Zhaoyuan festgenommen. Jemand hatte sie angezeigt, weil sie mit Käufern über die Verfolgung von Falun Dafa gesprochen hatte.
Als Songs Anwalt sie am 14. Oktober 2025 besuchte, war sie in sehr schlechtem Zustand. Ihr systolischer Blutdruck lag über 200 mmHg. Sie litt zudem an einem Lungenemphysem (einer Schädigung der Lungenbläschen) und hatte Schwierigkeiten beim Atmen und Gehen. Trotz ihres Zustandes genehmigte die Staatsanwaltschaft des Bezirks Ranghulu ihre Festnahme.
In der ersten Anhörung vor dem Bezirksgericht Ranghulu am 10. Dezember 2025 wiesen Songs Anwalt und der Familienverteidiger darauf hin, dass Staatsanwalt Feng Guang den Fall vor der Anklageerhebung nicht gründlich genug untersucht hatte. Feng empfahl dennoch eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren.
Die zweite Anhörung fand am 11. März 2026 statt. Feng passte seine Empfehlung für eine Haftstrafe auf zweieinhalb Jahre an.
Songs Anwalt sagte gegen die Polizei aus. Die Akte enthielt entgegen den gesetzlichen Bestimmungen nicht die Ausweise der Beamten, die Song festgenommen hatten. Auch die Unterschriften der Vernehmer, der Protokollanten und Songs Unterschrift fehlten in den Vernehmungsprotokollen.
Der Anwalt bekräftigte, dass Staatsanwalt Feng die Verfahrensverstöße der Polizeibeamten ignoriert und die von der Polizei vorgelegten Beweismittel als unzulässig eingestuft habe.
Der Familienverteidiger argumentierte, dass Falun Dafa in China nicht unter Strafe stehe und die „Authentifizierung“ der Beweismittel der Anklage nicht den rechtlichen Anforderungen entspräche.
Trotz fehlender Rechtsgrundlage und konkreter Beweise verurteilte Richter Zhang Xinle Song kurz nach der zweiten Anhörung dennoch zu zweieinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 16.000 Yuan (ca. 1.920 Euro).
Nach über drei Jahren Haft: Frau aus Jilin wegen ihres Glaubens an Falun Dafa erneut verurteilt
Yu Yingjie ist aus Changchun, Provinz Jilin. Sie kümmerte sich am 15. September 2025 gegen 18:00 Uhr um ihre bettlägerige Mutter, als drei Beamte mit einer Vorladung und einem Durchsuchungsbefehl eintrafen. Sie forderten sie auf, ihren jüngeren Bruder anzu rufen; er solle sofort kommen und die Pflege der kranken Mutter übernehmen.
Nachdem Yus Bruder und ihr Mann eingetroffen waren, wurde sie von der Polizei hinausbegleitet. Ihr Handy, ihr iPad und ihre Falun-Dafa-Bücher wurden beschlagnahmt.
Yu geriet ins Visier der Polizei, weil sie beim Aufhängen von Falun-Dafa-Plakaten gefilmt worden war.
Yus Mann beauftragte einen Anwalt, sie zu vertreten. Dieser kontaktierte das Amt für Öffentliche Sicherheit der Provinz Jilin, welches ihn an die Polizei von Changchun verwies. Dort wurde ihm schließlich mitgeteilt, dass es sich um einen Sonderfall handele, der direkt von der Polizei bearbeitet werde, und dass er Yu nicht vertreten dürfe. Die drei Beamten der Polizeistation der Chongqing Straße wurden sogar für ihre „hervorragende Arbeit“ [ihrer Festnahme] gelobt.
Das Bezirksgericht Chaoyang verurteilte Yu am 16. März 2026 zu zweieinhalb Jahren Haft.
Wiederholte Verfolgung
Insgesamt über 11 Jahre interniert – 73-jährige Witwe nun zum vierten Mal hinter Gittern
Xia Yilin, 73, ist aus Taiyuan in der Provinz Shanxi. Sie wurde im März 2026 zu einer vierten Haftstrafe verurteilt, weil sie Falun Dafa praktiziert. Dies berichtete Minghui.org.
Xia wurde am 19. März 2025 verhaftet, weil sie öffentlich die Aussagen widerrief, zu denen sie während ihrer vorherigen Haft gezwungen worden war, Falun Dafa abzuschwören. Ihr Fall wurde im Juni desselben Jahres der Staatsanwaltschaft des Bezirks Yingze vorgelegt. Ihre Familie bestätigte später, dass das Bezirksgericht Yingze sie zu einem unbekannten Zeitpunkt zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt hatte. Sie befindet sich derzeit im Frauengefängnis der Provinz Shanxi.
Xia hatte zuvor bereits drei Haftstrafen mit einer Gesamtdauer von 11,5 Jahren (Oktober 2000 – Oktober 2003; September 2015 – September 2019; und Juni 2020 – Dezember 2024) verbüßt. Ihre jüngste Verhaftung erfolgte nur wenige Monate, nachdem sie am 22. Dezember 2024 nach ihrer dritten Haftstrafe freigelassen worden war.
Seit dem Jahr 2000 fünfmal zu mehr als 20 Jahren Haft verurteilt
Zuo Xiuyun, 65, ist aus Fuzhou in der Provinz Fujian. Sie wurde am 21. Mai 2024 verhaftet. Im Oktober 2025 wurde sie zu drei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt. Sie legte beim Mittleren Gericht der Stadt Fuzhou Berufung ein. Diese wurde jedoch Ende Dezember 2025 abgewiesen. Noch vor dem chinesischen Neujahr (17. Februar 2026) musste sie ihre fünfte Haftstrafe im Frauengefängnis der Provinz Fujian antreten.
Es war bereits das fünfte Mal, dass die ehemalige Kindergärtnerin Zuo wegen Falun Dafa verurteilt wurde. Zuvor hatte sie vier Haftstrafen mit einer Gesamtdauer von 17,5 Jahren (Oktober 2000 – Oktober 2003; Juni 2004 – Juni 2010; Dezember 2011 – Juni 2015; und Dezember 2015 – Dezember 2020) hinter sich gebracht. Ihr Mann ließ sich während ihrer ersten Haftstrafe von ihr scheiden. Ihr Bruder, ein Kriegsveteran, wurde ebenfalls wegen Falun Dafa inhaftiert und gefoltert.
Frühere Berichte:
Bilanz Februar 2026: 31 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt
Bilanz Januar 2026: Insgesamt 41 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verurteilt
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.