(Minghui.org) Ein Mann aus dem Kreis Jidong, Provinz Heilongjiang, wurde kürzlich in Nantong in der Provinz Jiangsu wegen seines Glaubens an Falun Dafa zu 15 Monaten Haft verurteilt.

Han Wei wurde am 28. März 2024 festgenommen, weil er das Handy seines Bruders, Han Chao, benutzt hatte, um dessen Guthabenkarte über WeChat, eine Social-Media-Plattform mit Zahlungsfunktion, aufzuladen. Mit dieser Guthabenkarte wurden dann Multimedia-Nachrichten (Texte, Videos und Audiodateien) über Falun Dafa versendet.

Die Polizei von Nantong, die mithilfe von Big-Data-Online-Aktivitäten überwacht, entdeckte die Handynutzung der Brüder. Sie reisten 2.575 Kilometer in den Kreis Jidong und nahmen Han Chao, der nicht Falun Dafa praktiziert, am 13. März 2024 fest. Er wurde nach Nantong gebracht und am nächsten Tag in ein örtliches Gefängnis eingeliefert. Seine Frau war durch seine Verhaftung so traumatisiert, dass sie einen Rückfall ihrer Herzerkrankung erlitt und ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Weitere Polizeibeamte aus Nantong, darunter Hauptmann Xu vom Polizeirevier Tongzhou und Beamter Zhou von der Polizeistation Zhangzhishan, warteten tagelang vor Han Weis Haus, bevor sie ihn am 28. März 2024 festnahmen. Sie brachten ihn am 30. März 2024 nach Nantong.

Han Chao und Han Wei wurden am 10. bzw. 30. April 2024 gegen Kaution freigelassen. Die Polizei von Nantong hob die Kautionsauflagen für Han Chao Mitte April 2025 auf. Sie übergab den Fall von Han Wei jedoch der Staatsanwaltschaft des Bezirks Chongchuan in Nantong.

Das Bezirksgericht Chongchuan forderte Han Wei am 12. Juli 2025 auf, seine von Staatsanwalt Zhang Yong ausgestellte Anklageschrift abzuholen. Er begab sich dorthin, um seine Anklageschrift und die Vorladung entgegenzunehmen. Ihm wurde die Rückkehr nach Heilongjiang gestattet, und er blieb bis zu seinem für den 6. August 2025 angesetzten Prozess gegen Kaution auf freiem Fuß.

Ende Juli 2025 rief Han Staatsanwalt Zhang an und bat um eine Verschiebung seines Prozesses, da bei seinem fast 90-jährigen Vater eine unheilbare Krankheit diagnostiziert worden war. Er wurde angewiesen, die Krankenakten seines Vaters zuzusenden, was er auch tat. Am Morgen des 1. August 2025 wurde er jedoch festgenommen, als er sich wie angeordnet auf der Polizeiwache Dongfeng im Kreis Jidong meldete. Der Polizeibeamte Ye Yang vom Polizeirevier Tongzhou in Nantong erklärte, Richter Sun Taiyong habe am 25. Juli angeordnet, Han wieder in die Haftanstalt Nantong zu bringen.

Mehrfache Absage der Anhörung durch den Richter

Han sollte ursprünglich am 6. August vor dem Bezirksgericht Chongchuan in Nantong erscheinen. Richter Sun teilte seinem Anwalt jedoch am 3. August mit, dass dieser ihn nicht vertreten dürfe.

Han beauftragte einen neuen Anwalt, der am 5. August nach Nantong reiste und dort erfuhr, dass die für den nächsten Tag angesetzte Anhörung abgesagt worden war.

Richter Sun teilte dem Anwalt am 4. September mit, dass eine neue Anhörung für den 25. September um 14:00 Uhr im Gerichtssaal der Haftanstalt Nantong angesetzt sei. Am 8. September rief er den Anwalt erneut an und teilte ihm mit, dass er die Anhörung am 25. September möglicherweise in eine Vorverhandlung umwandeln werde. Diese wurde jedoch später erneut abgesagt.

Am 1. Dezember 2025 fand schließlich eine Anhörung in der Haftanstalt statt. Als Han zu seiner Verteidigung aussagte, unterbrach Richter Sun die Anhörung plötzlich. Er setzte die Anhörung am 16. Dezember fort. Han beteuerte, dass er beim Praktizieren seines Glaubens kein Gesetz verletzt habe.

Richter Sun verkündete am 26. März 2026, dass Han zu 15 Monaten Haft verurteilt wurde. Er hat gegen das Urteil beim Mittleren Gericht der Stadt Nantong Berufung eingelegt.

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