(Minghui.org) Das Gericht der Stadt Meihekou in der Provinz Jilin verurteilte Mitte März 2026 eine 51-jährige Einwohnerin des Kreises Qingyuan in der Provinz Liaoning zu acht Monaten Haft.

Xin Kui war am 22. November 2025 in die nahegelegene Stadt Shancheng in Meihekou gefahren, um Informationsmaterialien über die anhaltende Verfolgung ihres Glaubens durch die Kommunistische Partei Chinas zu verteilen. Beamte der Polizeistation Shancheng nahmen sie fest und brachten sie in die Haftanstalt von Meihekou.

Xins zwei Anwälte suchten am 27. und 28. November 2025 die Polizeistation auf, durften sie jedoch nicht besuchen. Anschließend wandten sie sich an die Haftanstalt, die Staatsanwaltschaft von Meihekou und die Beschwerdestelle, doch auch dort wurden ihre Besuchsanträge abgelehnt.

Die Anwälte und Xins Familie kehrten am 22. Dezember 2025 zur Staatsanwaltschaft zurück. Der Empfang weigerte sich jedoch, ihren Antrag auf Übernahme ihrer Verteidigung anzunehmen. Anschließend gingen sie zum Untersuchungsgefängnis und übergaben einem Wärter ein Schreiben für Xin. Wenige Tage später wurde sie angeklagt.

Am 6. Februar 2026 erfuhr Xins Familie von den Anwälten, dass ihr Fall nun beim Stadtgericht Meihekou verhandelt wird. Ihre Tochter rief am 6. März 2026 Richter Wang Xue an und teilte mit, dass sie ihre Mutter als Familienverteidigerin vertreten wolle. Sie reichte ihren Antrag auf Pflichtverteidigung ein und beantragte eine Akteneinsicht. Später ging sie zum Gerichtsgebäude, doch dort erhielt sie die Mitteilung, dass Wang nicht anwesend sei.

Am 28. Februar 2026 hielt Wang eine geheime Anhörung im Fall von Xin ab, ohne deren Anwälte oder Familie zu benachrichtigen. Ihre Tochter rief Wang am 6. März 2026 an und erkundigte sich nach dem Fall ihrer Mutter. Wang legte eilig auf.

Xins Familie erhielt Mitte März 2026 eine Kopie des Urteils.

Frühere Verfolgung

Xin begann 1996 Falun Gong zu praktizieren, als sie nach der Geburt ihres Kindes unter starken Gelenkschmerzen litt. Sie erholte sich schnell und ist seither bei guter Gesundheit.

Am 15. Dezember 1999, fünf Monate nach Beginn der Verfolgung, reiste Xin nach Peking, um sich für ihr Recht einzusetzen, ihren Glauben frei auszuüben. Auf dem Weg dorthin wurde sie am Bahnhof von Shenyang in der Provinz Liaoning festgenommen. Die Beamten Wang Jixian und Wang Weixian von der Polizeistation Caoshi im Kreis Qingyuan brachten sie zum Polizeipräsidium des Kreises Qingyuan. Dort wurde sie 15 Tage lang festgehalten und wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ angeklagt. Das Büro 610 des Kreises Qingyuan und die Polizeistation Caoshi erpressten mehr als 7.000 Yuan (etwa 840 Euro) von ihr. Nach ihrer Freilassung wurde sie von der Polizei wiederholt schikaniert und aufgefordert, Falun Dafa abzuschwören.

Im Januar 2002 sprach Xin mit einem Dorfbewohner über die wohltuende Wirkung von Falun Dafa, wurde jedoch vom Dorfsekretär Pan Honglu angezeigt. Der Polizist Li Xianghui brachte sie daraufhin zur Polizeistation Caoshi. Dort erpressten die Beamten 500 Yuan (etwa 60 Euro) von ihr und ließen sie anschließend frei.

Früherer Bericht

Liaoning: 50-jährige Frau in der Provinz Jilin wegen Falun Dafa angeklagt