(Minghui.org) Lu Shoulu war wegen seines Glaubens an Falun Dafa zu vier Jahren Haft verurteilt und inhaftiert worden. Diese Haft endete am 7. Mai 2021, doch wurde er ständigen Schikanen ausgesetzt. Der in der Stadt Jinan, Provinz Shandong ansässige Mann litt in seinen letzten Lebensjahren unter einer zunehmenden Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Einmal stürzte er, als er auf der Straße unterwegs war, und benötigte Hilfe, um wieder auf die Beine zu kommen. Er verstarb im Juli 2024.
Lu hatte im August 1996 begonnen, Falun Dafa zu praktizieren, und dadurch eine völlig neue Lebenseinstellung gewonnen. Früher empfand er es als ungerecht, dass er sich keine prunkvollen Häuser leisten konnte wie wohlhabende Menschen. Doch Falun Dafa half ihm zu erkennen, dass das Leben mehr bereithält als materiellen Reichtum. Nachdem er mit der Praxis begonnen hatte, wurde sein Herz leicht und sein Leben mit Freude erfüllt.
Nachdem das kommunistische Regime im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begonnen hatte, hielt Lu unbeirrt an seinem Glauben fest und geriet wiederholt ins Visier der Behörden. Am 30. Dezember 1999 wurde er in Peking verhaftet und nach Jinan zurückgebracht. Am 2. Januar 2000 wurde er in die Haftanstalt des Bezirks Zhangqiu eingeliefert und dort über einen Monat lang festgehalten. Einmal, während seiner Haftzeit, wurden er und andere inhaftierte Falun-Dafa-Praktizierende einen ganzen Vormittag lang mit großen Schildern um den Hals durch die Straßen geführt.
Nach einer erneuten Verhaftung im Juli 2000 wurde Lu wiederum in die Haftanstalt des Bezirks Zhangqiu gebracht. Die Wärter fesselten seine Hände mit Handschellen und hängten ihn an einem Türrahmen auf, wobei seine Füße den Boden kaum berührten. Sie ließen ihn erst am nächsten Tag wieder herunter. Ein anderes Mal schlugen vier Mitgefangene mit Schuhen auf seinen Kopf ein, bis er am ganzen Kopf blutete und sein Gesicht furchtbar anschwoll.
Im August 2000 wurde Lu zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Arbeitslager Liuchangshan verlegt. Die Wärter zwangen ihn, sich nackt auszuziehen, und drückten ihn in eine am Boden befindliche Wasserlache. Anschließend füllten sie Sand in einen Gummischlauch mit einem Durchmesser von etwa 2,5 Zentimetern und schlugen mit diesem auf ihn ein. Zudem verabreichten sie ihm gleichzeitig mit vier Stäben Elektroschocks. Später wurde er gezwungen, über einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten hinweg täglich mehr als zehn Stunden lang auf einem kleinen Hocker zu sitzen.
Am 11. Mai 2005 nahmen Beamte der Polizeistation Xiuhui Lu erneut fest. Sie beschlagnahmten seinen CD-Brenner (im Wert von über 3.000 Yuan, etwa 360 Euro), mehr als 1.000 leere CDs sowie drei Hefter. Er wurde einige Wochen lang in der Haftanstalt des Bezirks Zhangqiu festgehalten. Dann wurde er im Juni 2005 zu einem Jahr Haft verurteilt und in das Arbeitslager Wangcun verlegt. Dort wurde er zur Herstellung von Zementsäcken gezwungen.
Lu wurde am 28. Dezember 2015 verhaftet, weil er eine Strafanzeige gegen den ehemaligen chinesischen Parteiführer Jiang Zemin erstattet hatte – wegen dessen Anordnung der Verfolgung von Falun Dafa. 15 Tage später wurde er wieder freigelassen.
Am 10. Mai 2017 drangen etwa fünf Beamte in Lus Wohnung ein und beschlagnahmten 15 Satellitenkabel, über 30 Falun-Dafa-Bücher, zwei funktionstüchtige sowie vier defekte Drucker, ein Laminiergerät, einen Laptop und weitere Wertgegenstände. Nachdem er sieben Stunden lang auf der Polizeiwache Chengguan festgehalten worden war, wurde er noch in derselben Nacht in die Haftanstalt des Bezirks Zhangqiu gebracht.
Am 19. Mai 2017 wurde gegen ihn ein formeller Haftbefehl erlassen. Sein Anwalt suchte am 13. Juni desselben Jahres den örtlichen Polizeichef auf und drängte auf seine Freilassung. Dieselbe Forderung richtete der Anwalt auch an die örtliche Staatsanwaltschaft. Die dortigen Mitarbeiter erklärten jedoch, sie müssten den Anweisungen zur strafrechtlichen Verfolgung von Lu Folge leisten. Anfang Januar 2018 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt und in das Gefängnis der Provinz Shandong eingeliefert.
Die Gefängniswärter zwangen Lu zu schwerer Zwangsarbeit. Über einen gewissen Zeitraum hinweg musste er täglich bis 1:30 Uhr nachts arbeiten. Er war völlig erschöpft und litt unter so starkem Schwindel, dass er keine Treppen mehr steigen konnte.
Im Jahr 2019 zeigten sich bei Lu Symptome einer zerebrovaskulären Erkrankung, woraufhin er eilig in ein Polizeikrankenhaus eingeliefert wurde. Während seines Krankenhausaufenthalts erhielt er zu jeder Mahlzeit lediglich ein gedämpftes Brötchen und etwas Gemüsesuppe.
Die örtlichen Agenten des Büro 610 setzten ihre Schikanen gegen Lu auch nach seiner Freilassung am 7. Mai 2021 fort. Sein Gesundheitszustand, der bereits schwer angegriffen war, verschlechterte sich weiter – er verstarb im Juli 2024.
Frühere Berichte:
Die Verbrechen des Handelsministers Wang Wentao bei der Verfolgung von Falun Gong
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