(Minghui.org) Schon immer war ich ein introvertierter Mensch. Ich wurde leicht nervös und zog es vor, allein zu sein. Nachdem ich begonnen hatte, mich zu kultivieren, änderte ich allmählich meine menschlichen Anschauungen und gewann neue Erkenntnisse über die Welt und den Kosmos. Ich erkannte, dass der Meister meine Zukunft arrangiert hatte, daher musste ich mir keine Sorgen mehr um irgendwelche Dinge machen.
Früher hörte ich ständig Popmusik, Volkslieder und Rockmusik. Jetzt erkenne ich, dass all diese Musikrichtungen mit „Qing“ (menschlichen Gefühlen) behaftet sind und dass ich als Praktizierender aufhören sollte, an diesen sentimentalen Gefühlen festzuhalten. Wenn mir also Liedtexte oder Melodien in den Sinn kamen, unterdrückte ich sie und begann, mein Umfeld zu reinigen, indem ich rezitierte: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ sowie die Mantras für das Aussenden aufrichtiger Gedanken. Ich hoffte, auf diese Weise jene Dinge zu beseitigen, die nicht zu meinem wahren Selbst gehörten.
Auch las ich gerne moderne Kurzgeschichten, Gedichte aus der Tang-Dynastie und Liedtexte aus der Musik der Song-Dynastie. Allmählich wurde mir klar, dass diese literarischen Werke viele Faktoren enthielten, die mit den Anhaftungen und dem „Qing“ ihrer Autoren verknüpft waren. Das Lesen dieser Werke verstärkte diese Anhaftungen in mir oft noch zusätzlich. Heute denke ich, dass ich solchen Dingen – sofern es nicht beruflich notwendig ist – weniger Beachtung schenken und mich stattdessen stärker auf meine Kultivierung konzentrieren sollte.
Das Ablegen von Groll
Nach und nach erkannte ich, dass ich immer noch stark an Groll festhielt. Ich ärgerte mich zum Beispiel darüber, dass meine Frau mich nicht verstand oder meine Kultivierung nicht unterstützte; dass mein Kind nicht auf mich hörte oder sich nicht genügend anstrengte; und dass ein Verwandter, der ebenfalls praktiziert, nicht fleißig war. Dieser Verwandte tut die drei Dinge nicht, sondern praktiziert Falun Dafa lediglich, um Krankheiten zu beseitigen und gesund zu werden.
Aus menschlicher Sicht bereiteten mir diese Menschen Schwierigkeiten und sorgten dafür, dass ich mich unwohl fühlte. Doch aus der Perspektive der Kultivierung sollten wir nach innen schauen, sobald Probleme auftreten. Durch diese Schwierigkeiten wurden eben genau meine menschlichen Anhaftungen offengelegt.
Würde ein Buddha oder ein göttliches Wesen Groll empfinden oder sich von einem gewöhnlichen Menschen aus der Ruhe bringen lassen? Ich glaube nicht. Folglich muss mein Groll aus jenen Anhaftungen herrühren, die ich noch nicht abgelegt habe. Ich muss nach innen schauen. Ich muss jene Faktoren, an denen ich festhalte, aufspüren und beseitigen. Praktizierende sollten wohlwollend sein und dem Meister helfen, Menschen zu erretten. Wir sollten gütig sein, anstatt Groll, der durch unsere menschlichen Anhaftungen verursacht wird, gegen Menschen zu hegen.
Meine Anhaftung an internationale Angelegenheiten loslassen
Die internationale und nationale Lage verändert sich ständig. Ein Großereignis jagt das nächste, und es ist schwer, da noch mitzukommen. Ich verfolgte intensiv alle möglichen Nachrichten, indem ich Chinas Internetzensur umging, und verschwendete dabei viel Zeit. Eine Verwandte, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert, fragte mich: „Warum verbringst du so viel Zeit damit? Nachrichten sind kein Bestandteil der Kultivierung.“ Allmählich wurde mir klar, dass der Meister meine Verwandte benutzte, um mir einen Hinweis zu geben. Doch meine Anhaftungen waren sehr stark, und es gelang mir nicht, mein Interesse am aktuellen Zeitgeschehen zu überwinden.
Mittlerweile verstehe ich, dass es einen Grund dafür geben muss, warum Länder gegeneinander Krieg führen. Als Kultivierender kann man nicht einfach nach menschlichen Maßstäben von Richtig und Falsch urteilen. Der Meister sagte:
„Die Dafa-Jünger machen heutzutage einfach die drei Sachen gut.“ (Erklärung, 14.04.2008, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)
Das bedeutet: Die Situation mag sich ändern, doch Streitigkeiten, Handelsabkommen oder Zollkriege haben nichts mit Kultivierenden zu tun. Als Praktizierender muss man sich gewissenhaft darum bemühen, sich selbst gut zu kultivieren und dem Meister zu helfen, Menschen zu erretten.
Was mein Interesse an internationalen und innenpolitischen Angelegenheiten betrifft, so blickte ich nach innen und stellte fest, dass sich dahinter in Wirklichkeit mein Wunsch, mich hervorzutun sowie meine mangelnde Achtsamkeit bei der Mund-Kultivierung verbargen.
Um mich hervorzutun, diskutierte ich oft über aktuelle, vielbeachtete Themen und geriet dabei mit anderen in Streit. Nun erkenne ich, dass dies nichts anderes war als sich hervorzutun. Ich hatte das Gefühl, dass ich über einen größeren Informationsvorsprung verfügte, wenn ich Kommentare aus ausländischen Medien las. Heute ist mir klar, dass solche Dinge keinerlei Bezug zur Kultivierung haben. Ich muss diese Anhaftung ablegen und fortan auf die Mund-Kultivierung achten.
Vertrauen in den Meister und in Dafa – Drangsal überwunden
Ich erlebte oft Drangsal, wenn ich mit Menschen über Falun Dafa sprach. Mit Hilfe des Meisters kämpfte ich mich jedoch hindurch. Im Folgenden führe ich ein paar Beispiele auf:
Ich sprach in einem Dorf mit einem älteren Mann über Falun Dafa. Er saß auf einer Stufe, und ich hockte mich vor ihn hin. Als ich ihm eine Broschüre zeigte, drückte mir plötzlich ein Mann von hinten auf die Schultern und drehte mir anschließend die Arme auf den Rücken. Er schrie: „Was machst du hier? Bist du schon wieder hier, um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen?“ Der alte Mann erklärte ihm, dass ich kein Geld verlangt hätte und die Broschüre kostenlos sei.
Das traf mich völlig unerwartet, und ich wusste zunächst gar nicht, was vor sich ging. Später wurde mir klar, dass der Mann wohl ein Verwandter des alten Mannes sein musste, der lediglich auf ihn aufpassen wollte. Er war kräftig gebaut, etwa Mitte dreißig, trug kurzes Haar und wirkte ein wenig bedrohlich.
Er nahm die Broschüre an sich und als er sah, dass es darin um Falun Dafa ging, schrie er mich an, er werde mich zur Polizeiwache bringen. Daraufhin riss er den Schlüssel aus dem Zündschloss meines Elektrofahrrads. Der alte Mann drängte ihn, davon abzulassen; er sagte, ich sei ein freundlicher Mensch und hätte kein Geld gefordert. Der Andere hörte jedoch nicht darauf, sondern forderte einen Nachbarn auf, die Polizei zu rufen. Der Nachbar tat jedoch so, als hätte er nichts gehört, und arbeitete einfach weiter. Vielleicht kannte er bereits die Wahrheit über Falun Dafa?
Mein erster Gedanke war: Ich darf nicht zulassen, dass dieser Mann mich daran hindert, den Menschen von Dafa zu erzählen. Ich durfte nicht zulassen, dass er mir die Materialien zur Aufklärung über die wahren Begebenheiten abnahm; deshalb hielt ich die Tasche, in der sich die Broschüren befanden, fest umklammert. Dann dachte ich mir, dass es das Aufrichtigste sei, was ich tun könne: den Menschen von Falun Dafa zu berichten. Ich musste aufrichtige Gedanken bewahren und durfte keine Angst haben.
Nachdem ich begonnen hatte, stillschweigend aufrichtige Gedanken auszusenden, verhielt sich der Mann nicht mehr ganz so dreist. Ich sandte einen weiteren Gedanken aus, um jene Faktoren der Kommunistischen Partei zu eliminieren, die bei ihm störend wirkten, daraufhin wurde er still. Ich forderte ihn auf, mir meinen Schlüssel zurückzugeben. Er nahm ihn von seinem Gürtel ab und reichte ihn mir hin. Ich stieg auf mein Fahrrad und fuhr davon.
Nachdem ich eine Weile gefahren war, suchte ich mir einen geeigneten Ort und sandte aufrichtige Gedanken aus, um die Störungen zu beseitigen. Ich schaute nach innen und stellte fest, dass ich viele Anhaftungen hatte, wie etwa Begierde, eine übermäßige Konzentration auf geschäftliche Angelegenheiten und den Wunsch, rasch Erfolg zu haben. Ich war zutiefst dankbar, dass der Meister mich beschützte und es mir im entscheidenden Moment ermöglichte, aufrichtige Gedanken zu entwickeln; so konnte ich der Einmischung der alten Mächte entgehen und diese Drangsal überwinden.
Lehren aus einem Unfall
Ich hatte mit Menschen über Falun Dafa gesprochen, und war gerade auf dem Heimweg. Da nur wenige Fußgänger oder Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs waren, fuhr ich zu schnell. Weil es bereits dämmrig wurde und ich mit meinen Gedanken woanders war, bemerkte ich ein Auto nicht, das direkt vor mir wendete. Ich zog rasch die Bremsen an, stürzte vom Fahrrad und rollte noch einige Meter weiter. Erst als mein Helm gegen das Heck des Autos prallte, kam ich zum Liegen.
Der Autofahrer war sichtlich geschockt. Er kam zu mir und machte mir Vorwürfe: „Warum passen Sie denn nicht auf?“ Da ich mich für unverletzt hielt, stand ich einfach auf. Mein rechter Arm schmerzte heftig, mein rechtes Schlüsselbein fühlte sich wund an, und auch ein Bein tat mir weh. Aber ich versicherte dem Fahrer, dass es mir gut gehe, und sagte ihm, er könne weiterfahren. Obwohl er mir zunächst die Schuld gegeben hatte, plagte ihn nun das schlechte Gewissen, und er schlug vor, ich solle ins Krankenhaus gehen. Während er das sagte, half er mir dabei, mein Fahrrad aufzuheben. Ich wiederholte, dass ich in Ordnung sei und er ruhig gehen könne. Daraufhin fuhr er rasch davon.
Ich schob das Fahrrad an den Straßenrand. Das Vorderrad war verdreht. Ich richtete es wieder aus und stellte fest, dass das Fahrrad noch fahrtüchtig war. Dann untersuchte ich mich selbst und entdeckte ein großes Loch in meiner Hose sowie ein weiteres in meinem Hemd. Als ich nach innen schaute fiel mir ein, dass ich an jenem Tag einen Konflikt mit meinen Arbeitskollegen gehabt hatte und immer noch Groll in mir trug. Ich hatte während der Fahrt mit dem Fahrrad noch immer darüber nachgegrübelt und deshalb das Auto nicht bemerkt. Danke, Meister, dass Sie mich beschützt haben! Ich empfand es als großes Glück, dass ich mein Fahrrad noch selbst nach Hause fahren konnte.
Zuhause angekommen, konnte ich meinen rechten Arm nicht mehr heben. Ich beschloss, die Einmischung der alten Mächte nicht anzuerkennen, und bat den Meister, mir zu helfen, diese Drangsal zu überwinden. Ich beschloss, ich müsse mein Fa-Lernen intensivieren und die Übungen machen. An jenem Abend praktizierte ich alle fünf Übungen. Mein rechter Arm schmerzte, als ich ihn bei der zweiten Übung hob, doch schon bald fühlte er sich besser an.
Während der dritten Übung nahmen die Schmerzen in meinem rechten Arm jedoch wieder zu. Ich hielt durch und schwitzte dabei stark. Als ich ins Bett ging, konnte ich nur auf der linken Seite liegen. Am nächsten Tag ging es mir schon besser; ich konnte Dinge festhalten, Fahrrad fahren und meinen Computer bedienen, solange ich meinen rechten Arm nicht hob. Niemand bei der Arbeit bemerkte etwas Ungewöhnliches.
Ich schaute nach innen und entdeckte Anhaftungen: Konkurrenzdenken, Groll, auf andere Herabblicken sowie Faulheit. Mein Verständnis des Fa war noch nicht tiefgründig genug. Ich brauchte lange, bis ich den Konflikt am Arbeitsplatz lösen konnte, und es dauerte einige Monate, bis die Schmerzen und Beschwerden abklangen. Ich danke dem Meister für seinen Schutz.
Die Entdeckung meiner grundlegenden Anhaftung
Ich hatte meine grundlegende Anhaftung noch nicht erkannt. Allmählich wurde mir klar: Zu Beginn der Kultivierung praktizierte ich Falun Dafa vor allem, um einen gesunden Körper zu bekommen und ein bequemes Leben zu führen. Ich hatte viele Anhaftungen, fühlte mich gestresst, litt unter Schlaflosigkeit und hoffte, all dies durch die Kultivierung lösen zu können. Kurz gesagt: Ich strebte nach dem bequemen Leben eines gewöhnlichen Menschen. Das führte zu einer starken Anhaftung an Bequemlichkeit und einer Angst vor Entbehrungen. Oft schaffte ich es morgens nicht, früh genug aufzustehen, um die Übungen zu machen.
Ich werde an diesen Punkten arbeiten, meine grundlegenden Anhaftungen ablegen, meinen Wunsch nach einem bequemen Leben überwinden und die drei Dinge wirklich gut machen. Ich möchte zu meinem wahren Selbst zurückfinden und gemeinsam mit dem Meister nach Hause zurückkehren.
Dies sind meine Erfahrungen. Bitte korrigiert mich, falls ihr etwas bemerkt, das nicht im Einklang mit dem Fa steht.
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