(Minghui.org) Im Frühjahr 1996 lebte ich in der Provinzhauptstadt. Ich war Soldat und arbeitete nebenbei für einen Qigong-Verein. Mein Zuhause lag in einem landwirtschaftlich geprägten Vorort mit über 300.000 Einwohnern. In meiner Gegend wurden verschiedene Qigong-Arten praktiziert, Falun Dafa jedoch nicht.
Die Geschichte eines Buches
Zwei alte Freunde aus der Qigong-Gemeinschaft besuchten mich kurz nach dem chinesischen Neujahr 1996. Sie erzählten, dass ihnen ein Student aus einer anderen Stadt das Buch „Zhuan Falun“ geschenkt und ihnen einige Übungen gezeigt habe. Sie hatten das Buch durchgelesen und fanden es sehr gut. Deshalb baten sie mich, es mir auch anzusehen, damit wir darüber sprechen konnten.
Als ich das Buch aufschlug, sah ich das Foto von Meister Li (dem Begründer von Falun Dafa). Er wirkte jung, freundlich und sympathisch. Ich las das „Lunyu“ und war sofort von den Worten „Buddha Fa“ fasziniert. Ich las das Buch die ganze Nacht und empfand es als einen wahren Schatz. Die Sprache war direkt und leicht verständlich, doch die Prinzipien waren tiefgründig und jeder Satz berührte mein Herz. Ich spürte, dass die Bedeutung unendlich war.
Ich war überglücklich, denn ich hatte aus dem Buch gelernt, dass der Sinn des Lebens darin besteht, zu seinem Ursprung zurückzukehren. Die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht seien universelle Werte, hieße es darin, und nach innen zu schauen, würde mich zu einem besseren Menschen machen. Ich fand auch Antworten auf viele Fragen, die mich in der Vergangenheit beschäftigt hatten, zum Beispiel, wie man gute und schlechte Menschen unterscheidet. Was sind die Ursachen für Verlust und Gewinn? Warum werden Menschen krank oder erleben Not? Alles war auf einmal so klar.
Als ich mit dem Lesen fertig war, hatte ich Tränen in den Augen. Ich betrachtete das Porträt des Meisters und sagte: „Meister, ich habe lange nach Ihnen gesucht. Bitte nehmen Sie mich als Praktizierenden an. Ich werde fleißig üben und anderen von Dafa erzählen.“
Am nächsten Tag tat ich zwei Dinge. Zuerst trat ich aus dem Qigong-Verein aus. Dann ging ich zu zwei Freunden, und wir drei besprachen unser Verständnis bezüglich Falun Dafa. Wir waren begeistert und wollten auch noch anderen von Dafa erzählen, damit auch sie davon profitieren konnten.
Also begannen wir, unserer Familie, unseren Freunden und Bekannten, die sich für Qigong interessierten, davon zu erzählen. Wir erklärten ihnen, dass Falun Dafa außergewöhnlich sei und die Prinzipien der Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht großartig. Die meisten freuten sich über unsere Worte und wollten Dafa ebenfalls praktizieren. Doch wir hatten nur ein Buch, sonst nichts. Wie konnten wir so den vielen Menschen helfen, Dafa zu lernen?
Der Anfang
Während wir noch überlegten, was wir tun sollten, geschah etwas Unerwartetes. Auf dem Heimweg nach meinem Dienst erzählte mir ein Arzt namens Su von einem Qigong-System namens Falun Dafa. Er sagte, die Praxis sei sehr wirksam, ein Nachbar praktiziere sie. Ich war begeistert und ging sofort mit ihm zu dem Nachbarn.
Es war ein älteres Ehepaar, das in einem anderen Stadtteil wohnte. Der Mann war Lehrer, die Frau Krankenschwester im Provinzkrankenhaus. Als sie hörten, dass wir weitere Exemplare des Zhuan Falun benötigten, sagten sie sofort ihre Hilfe zu. Praktizierende aus ihrer Übungsgruppe bestellten Dafa-Bücher und -Materialien für uns. Freiwillige Helfer ihres Übungszentrums kamen und unterstützten uns beim Aufbau einer Übungsgruppe.
Danach waren in meiner Gegend viele Dafa-Bücher erhältlich, so auch das Zhuan Falun, Video- und Audio-Vorträge des Meisters, ein Einführungsvideo zu den Übungen sowie Übungsmusik. Neben Musikkassetten von Pudu und Jishi hatten wir auch Materialien, die Dafa vorstellten. Auf diese Weise wurde Falun Dafa in meiner Region schnell bekannt und verbreitete sich immer weiter – von den Städten bis aufs Land.
Es war genauso, wie der Meister es gesagt hatte:
„Dafa weit verbreitet. Solche, die davon gehört, suchen nach ihm; solche, die das Fa erhalten, freuen sich. Die Kultivierenden mehren sich – unzählbar.“ (Den Meister verehren, 8.12.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte)
„Die mit vorherbestimmten Verbindungen und Erkenntnisvermögen kommen einer nach dem anderen auf den Weg, erhalten das Fa.“ (Erkennen, 14,06.1995, in: Essentielles für weitere Fortschritte)
Viele Menschen kamen, um Falun Dafa zu lernen – manchmal ganze Familien, manchmal Ehepaare, manchmal Mütter mit ihren Kindern oder Großväter mit ihren Enkeln … Zahlreiche Übungsstätten wurden in zwölf Gemeinden und auf zwei Bauernhöfen unseres Bezirks eingerichtet.
Einige einheimische Praktizierende bezahlten aus eigener Tasche die Herstellung von über 20 Transparenten für uns. Wir veranstalteten auch zahlreiche Neun-Tage-Seminare zu Falun Dafa, damit sich die Teilnehmer die Videovorträge des Meisters ansehen konnten. Innerhalb weniger Monate wurden über 4.000 Exemplare des Zhuan Falun über die Übungsstätten in meinem Bezirk verkauft. Transparente zu Falun-Dafa waren überall zu sehen und überall erklang Dafa-Musik.
Ich war schon immer ein starker Raucher gewesen. Als ich die oben erwähnte Krankenschwester zum ersten Mal traf, nahm ich eine Zigarette und rauchte sie. Sie fragte: „Haben Sie das Buch gelesen? Wie können Sie immer noch rauchen?!“ Ich war etwas verärgert über ihre direkte Bemerkung, aber mir wurde auch klar, dass sie sich Sorgen um mich machte.
Ich drückte die Zigarette aus und antwortete: „Danke für die Erinnerung. Von Ihnen habe ich erkannt, was Wahrhaftigkeit heißt, und werde Dafa ganz sicher gut praktizieren.“
Daraufhin verschwanden viele meiner gesundheitlichen Probleme und ich wurde positiver und sorgenfreier. Der Meister schenkte mir ein neues Leben.
Die erste Konferenz zum Erfahrungsaustausch
Im Mai 1997 fand in meinem Bezirk die erste Konferenz zum Erfahrungsaustausch statt. Unter den fast 1000 Teilnehmern waren über 100 Mitarbeiter eines nahegelegenen Rüstungsbetriebs. Auch Vertreter des Nationalen Volkskongresses und der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes waren anwesend. Die Beiträge kamen aus den Dörfern und enthielten die unterschiedlichsten Geschichten. Manche waren von Krankheiten genesen, andere erzählten, wie sie bessere Menschen und Bürger geworden waren. Acht Praktizierende lasen während der Konferenz ihre Kultivierungsgeschichten vor.
Ein Leiter eines Getreidelagers war Alkoholiker und wurde von allen nur als Trunkenbold bezeichnet. Einmal war er so betrunken, dass er mit seinem Motorrad stürzte und bewusstlos wurde. Gleich nach dem Aufwachen am nächsten Tag trank er weiter. Seine Frau konnte es nicht mehr ertragen und verlangte die Scheidung, doch er änderte sich nicht. Gerade als seine Familie zu zerbrechen drohte, begann er, Dafa zu praktizieren. Er hörte mit dem Trinken auf und die Familie war gerettet. Alle um ihn herum waren überrascht, von Kollegen bis zu Verwandten. „Falun Dafa ist wirklich ein Wunder. Selbst ein Trunkenbold wie er konnte sich ändern“, bemerkte einer von ihnen.
Bei einer Frau wurde ein Gebärmuttermyom von der Größe einer Kinderfaust diagnostiziert. Der Arzt empfahl eine Operation, die jedoch 20.000 Yuan kosten würde. Ihr Sohn war gerade an der Universität zugelassen worden, und sie hatten kein Geld für die Studiengebühren. Die Mutter beschloss, auf die Operation zu verzichten, da sie wollte, dass ihr Sohn einen Abschluss macht. Kurz nachdem sie mit Dafa begonnen hatte, träumte sie, dass sich ihr Körper veränderte. Am nächsten Morgen fühlte sie sich entspannt und voller Energie. Eine Untersuchung ergab, dass das Gebärmuttermyom verschwunden war. Die Ärzte waren verblüfft.
Eine andere Frau erzählte, dass sie und ihre Schwiegermutter früher verfeindet gewesen seien und sich ständig gestritten hätten. Nachdem sie mit Falun Dafa begonnen hatte, veränderten sich beide Frauen grundlegend und wurden einander wie Mutter und Tochter. Beeindruckt von dieser Veränderung erfuhren Nachbarn und Verwandte, wie großartig Falun Dafa ist.
Obwohl wir Dafa erst seit etwa einem Jahr praktizierten, gab es unzählige Geschichten. Ehemänner übernahmen Verantwortung für ihre Familien, Ehefrauen kümmerten sich liebevoll um ihre Männer, Ältere wurden großzügig und Junge lernten, gut zu sein…
Ein lebhafter Traum
Nach der Konferenz veröffentlichten die Übungsgruppen in meinem Bezirk einen Newsletter. Ich hob fünf Exemplare auf und wollte sie dem Unterstützungszentrum in der Stadt zukommen lassen. In dieser Nacht hatte ich einen lebhaften Traum.
Im Traum saß der Meister lächelnd auf einem Stuhl, und ich war überglücklich. „Meister, meine ganze Familie ist glücklich, Falun Dafa zu praktizieren. Als freiwilliger Helfer möchte ich Ihnen im Namen der 300.000 Einwohner des Bezirks danken“, sagte ich. „Ich habe gehört, dass der Meister früher auch beim Militär war. Da ich Soldat bin, möchte ich dem Meister einen militärischen Gruß erweisen.“ So grüßte ich den Meister respektvoll. Damals empfand ich das als die respektvollste Art, dem Meister zu begegnen.
Der Meister stand auf und begrüßte mich lächelnd. Dann kam jemand, der nach ihm suchte. Ich folgte ihm und sagte: „Meister, wir hatten gerade eine Erfahrungsaustauschkonferenz und haben einen Newsletter herausgegeben. Ich habe fünf Exemplare für das Hilfszentrum in der Stadt zurückgelegt.“
„Das klingt gut. Bitte erledige das“, antwortete der Meister. „Okay, ich mache es morgen“, erklärte ich.
Ich bedauerte es ein wenig, dass ich die Vortragsreihe des Meisters verpasst hatte. Mein Traum vom Meister erfüllte mich mit Freude. Wir brachten den Newsletter umgehend zum Hilfszentrum in der Stadt, von wo aus er an die Falun-Dafa-Forschungsgesellschaft in Peking weitergeleitet wurde. Die Geschichte der Schwiegertochter und ihrer Schwiegermutter, die ich oben erwähnt habe, wurde auch in den Minghui-Publikationen festgehalten.
Es gibt ein altes Sprichwort, das besagt, dass man großes Glück haben muss, als Mensch geboren zu werden und einem aufrichtigen Weg zu begegnen, der anderen den Weg weisen kann. Der Meister kam zwar nicht in meine Stadt, um uns ein Seminar zu geben. aber wir blieben nicht hinter anderen zurück. Viele Menschen in meinem Bezirk lernten durch ein einziges Buch Falun Dafa kennen und profitierten von der Praxis. Der Meister kümmerte sich über viele Leben hinweg mit viel Hingabe um uns und begleitete uns während unserer Kultivierung. Wir sind ihm für alles unendlich dankbar.
Ein Praktizierender aus einer anderen Stadt erzählte mir eine Geschichte. Eine Frau in ihren Achtzigern praktizierte Falun Dafa nicht, hörte aber gern die Dafa-Musik Pudu und Jishi, die ihr Nachbar spielte. Sie erkrankte schwer, überlebte aber wie durch ein Wunder. Sie sagte: „Ich kam in die Unterwelt, aber der König der Hölle nahm mich nicht auf, weil ich angeblich göttliche Melodien gehört hatte.“ Die Frau lebte noch zehn Jahre und starb friedlich.
Viele Praktizierende wurden verfolgt, nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 begann, Falun Dafa zu unterdrücken. Zwei von ihnen, die mir nahestanden, kamen dabei ums Leben. Einer von ihnen war ein Lehrer, der ein Hilfszentrum leitete. Die andere war eine Lehrerin. Beide starben mit Anfang 40.
Doch die Unterdrückung wird uns nicht aufhalten. Wir wissen, dass Falun Dafa großartig ist, und wir haben persönlich davon profitiert. Es ist wichtig für uns, uns weiterhin an den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu orientieren, anderen die wahren Umstände zu vermitteln und zu unserem wahren Zuhause beim Meister zurückzukehren.
Danke, Meister.
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