(Minghui.org) Das gemeinsame Fa-Lernen mit anderen Praktizierenden ist eine Form der Kultivierung, die vom Meister gefördert wird. Eine Zeit lang schlief ich während des gemeinsamen Fa-Lernens immer ein. Obwohl ich wusste, dass dies eine Störung der alten Mächte war, gelang es mir nicht, diese Hürde zu überwinden. Um dem entgegenzuwirken, begann ich, die Lehre abzuschreiben und auswendig zu lernen, da ich so sicherstellen konnte, dass ich keinen Teil des Fa übersprang. Das funktionierte gut für mich und ich kam zu der Überzeugung, dass es besser sei, alleine zu lernen, und dass ich nur einmal pro Woche am gemeinsamen Fa-Lernen teilnehmen sollte.

Als ich meine Ansicht einer Praktizierenden mitteilte, sagte sie mir, dass das gemeinsame Fa-Lernen eine Form der Kultivierung sei, die der Meister uns hinterlassen habe. Es erfordere eine bessere Konzentration und einen erhabeneren Geisteszustand während des Fa-Lernens. Es ermögliche zudem den Austausch und die Ermahnungen von anderen, von denen ich wusste, dass sie mir enorm geholfen hatten, mich zu erhöhen. Ich war daher entschlossen, diese Prüfung zu bestehen und während des gemeinsamen Fa-Lernens sehr konzentriert zu bleiben.

Wenn ich mich während des gemeinsamen Fa-Lernens schläfrig fühlte, stand ich auf, wusch mir das Gesicht oder kniff mich. Manchmal schlief ich jedoch trotz all meiner Bemühungen ein. Eines Tages erinnerte mich eine Praktizierende: „Das warst nicht du, die sich schläfrig fühlte. Du solltest wissen und anerkennen, dass es nicht du warst, sondern das Böse, das dich störte. Das Böse wagt es, dich beim Fa-Lernen zu stören, was von äußerster Wichtigkeit ist. Daher solltest du es ohne Zögern beseitigen.“ Das rüttelte mich wach und ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um die bösen Faktoren zu beseitigen. Das Ergebnis war jedoch nicht ideal.

Eines Tages las ich auf Minghui.org einen Artikel mit dem Titel ‚Die dämonische Natur beseitigen - Mit Kommentar des Meisters‘. Dort schrieb der Praktizierende: „Es ist mir im Herzen klar geworden. Es reicht nicht aus, Böses als Böses und Rechtschaffendes als Rechtschaffendes zu betrachten. Es reicht nicht aus, zu erkennen, dass wir rechtschaffen sind und uns selbst vom Bösen trennen. Wir müssen erkennen, dass das Böse nicht existieren sollte, und wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um das Böse zu vernichten. Wenn jetzt das Gedankenkarma wieder auftaucht, anstatt es einfach zu ertragen, in dem Wissen, dass es nicht ich ist und so wie früher zu warten bis der Meister es beseitigt, nehme ich jetzt all meine Entschlossenheit zusammen und vernichte es von ganzem Herzen. Ich weiß, dass es nicht länger existieren sollte und dass es die Verkörperung meiner eigenen Dämon-Natur ist, wenn ich ihm passiv erlaube zu existieren ... Indem diese Entschlossenheit wächst, wird mein Wille so fest wie ein Diamant, und ich fühle, daß ein einziger Gedanke von mir Berge entzweibrechen könnte.“

Der Autor ermöglichte mir ein klareres Verständnis meines schläfrigen Zustands – ich ließ ihn zu, indem ich dachte: „Ich fühle mich oft schläfrig während des gemeinsamen Fa-Lernens. Mein Vater schlief früher mit einem Buch in der Hand ein, ich auch – das liegt in meinen Genen.“ Diese Gedanken waren nicht meine eigenen und wurden mir aufgezwungen. Ich wusste nun, dass ich sie negieren und beseitigen musste.

Bei einem kürzlichen Fa-Lernen in der Gruppe wurde mir bewusst, dass sich das schläfrige Gefühl um meinen Kopf herum zu sammeln begann. Ich hielt das Zhuan Falun hoch und sprach es in Gedanken an: „Die Praktizierenden lernen hier das Fa und tun das Heiligste. Die Kultivierung der Praktizierenden zu stören, ist ein enormes Verbrechen. Geh weg oder ich werde dich vernichten!“ Das passierte dreimal, dann wurde mein Kopf ganz klar. Beim folgenden Gruppen-Fa-Lernen erlebte ich zum ersten Mal das Gefühl, mich ganz dem Lernen hinzugeben. Je mehr ich las, desto mehr wollte ich weitermachen. Ich saß länger als sonst im vollen Lotussitz und meine Beine taten kaum weh. Das Gefühl war wunderbar, am Ende der Sitzung wollte ich meine Beine gar nicht mehr ausstrecken.

Ein Praktizierender, der sich kürzlich unserer Fa-Lerngruppe angeschlossen hatte, konnte mit seinem Himmelsauge sehen. Er sagte, dass der Meister eine große Menge schwarzer Substanz von den Praktizierenden entfernt, wenn diese während des Erfahrungsaustauschs nach innen schauen. Wenn die Atmosphäre feierlich und harmonisch ist und alle in sich gehen, konnte er den Meister lächelnd neben uns stehen sehen. 

Seine Worte haben uns sehr ermutigt. Ich freute mich immer, wenn er bei der Fa-Lerngruppe auftauchte, und hörte seinen Erfahrungsberichten aufmerksam zu.

Mit der Zeit wurde ich misstrauisch, da ich wusste, dass ich wahrscheinlich die Anhaftung des Fanatismus entwickelt und den Praktizierenden vergöttert hatte, weil ich schon immer einen Praktizierenden mit geöffnetem Himmelsauge treffen wollte. Der Meister hat uns gesagt, dass niemand den Kultivierungszustand anderer sehen kann. Diejenigen mit geöffnetem Himmelsauge sehen nur das, was auf ihrer Ebene liegt und nicht die letztendliche Wahrheit.

Der Meister sagt:

„Kultivierung hängt von einem selbst ab und Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.“ (Zhuan Falun, S. 41)

Warum war ich begeistert, als ich die Worte des Praktizierenden hörte, blieb aber gleichgültig, als ich diesen Teil des Fa gelernt hatte? War das nicht ein Spiegelbild meiner Vorstellung, dass „Sehen Glauben ist“, und meiner Anhaftung an das Neue? Als mir dies bewusst wurde, spürte ich, dass diese Anhaftungen stark abnahm. Dies war das Arrangement des Meisters, damit wir uns als Gruppe gemeinsam erhöhen konnten.

In der Fa-Lerngruppe gibt es eine weitere Praktizierende, die im Gegensatz zu mir seit Beginn der Verfolgung nie ins Wanken geraten ist. Obwohl wir uns schon seit Jahren kennen, waren wir unterschiedlicher Ansichten. Ich hielt sie für herablassend und selbstgerecht, während sie glaubte, ich hätte zu viele Anhaftungen. Eines Tages kam mir der Gedanke, dass ich gütig zu Mitpraktizierenden sein und ihre positiven Eigenschaften sehen sollte. Ich sollte sie nicht verurteilen, nur weil ihre Ansichten sich von meinen unterschieden. Die Spaltung zwischen uns war genau das, was die alten Mächte wollten, was zu Verlusten unter den Praktizierenden führen konnte. Die unterschiedlichen Anschauungen der Praktizierenden und die Konflikte zwischen uns dienen uns als Spiegel, um uns daran zu erinnern, nach innen zu schauen und uns zu erhöhen.