(Minghui.org) Seit 2004 veranstaltet Minghui.org die „Schriftliche Fa-Konferenz für Falun-Dafa-Praktizierende in Festlandchina“. Ich unterstützte andere Praktizierende bei der Organisation und dem Verfassen ihrer Erfahrungsberichte. In den vergangenen Jahren reichten viele Falun-Dafa-Praktizierende Beiträge ein, doch die Zahl nahm allmählich ab. Als ich das ansprach, sagten mir einige: „Ich habe mich nicht so gut kultiviert, deshalb habe ich nichts zum Austauschen“, oder: „Ich weiß nicht, wie man einen Artikel schreibt“, oder: „Ich bin sehr beschäftigt und habe keine Zeit zum Schreiben“, usw.

Tatsächlich hat jeder Praktizierende seine eigenen Stärken und wir alle haben bei unserer Kultivierung viele Erfahrungen gemacht. Es gibt lediglich Unterschiede in unserem Verständnis des Fa. Manche Praktizierende sind sich vielleicht nicht bewusst, dass das Schreiben eines Erfahrungsberichts auch die vom Meister vorgegebene Kultivierungsform bestätigt. Dazu gehören das gemeinsame Fa-Lernen und der Erfahrungsaustausch. Es ist eine weitere Möglichkeit, unsere Kultivierung auf der Grundlage des Fa zu verbessern. Ich möchte euch von meinen Erfahrungen berichten, die ich bei der Zusammenarbeit mit anderen Praktizierenden beim Schreiben von Kultivierungsberichten gemacht habe.

Diejenigen, die nichts zu schreiben haben

Manche Praktizierenden haben der Online-Konferenz von Minghui.org nicht genügend Bedeutung beigemessen und betrachten diese heilige Konferenz zum Erfahrungsaustausch als etwas Gewöhnliches. Wenn also jemand das Schreiben eines Berichtes erwähnt, lehnt er es sofort ab. Einige sagen, sie hätten sich nicht ausreichend kultiviert und daher nichts zu schreiben. Im Gespräch mit diesen Praktizierenden sage ich: „Die Fa-Konferenz der Falun-Dafa-Praktizierenden ist mehr als nur eine gewöhnliche Sache. Es ist eine Fa-Konferenz, auf der die Praktizierenden ihre Kultivierungserfahrungen teilen. Es ist eine Zusammenfassung, was man in der Kultivierung und in der Ausführung der drei Dinge gut oder weniger gut gemacht hat. Zudem bietet sie uns die Möglichkeit, uns selbst zu prüfen und zu sehen, ob wir unsere Xinxing erhöht haben. Sie hat auch eine tiefgreifende Wirkung auf andere Dimensionen. Der Meister hat so viel für uns geopfert und dies ist eine Gelegenheit, dem Meister von unserer Kultivierung zu berichten.“

Anqi ist dieses Jahr 79 Jahre alt und praktiziert seit April 1999 Falun Dafa. Als die Konferenz im letzten Jahr angekündigt wurde, hoffte ich, sie würde über ihre Erfahrungen schreiben, doch sie meinte, sie habe nichts zu erzählen. Auch dieses Jahr sagte sie: „Alles ist normal, nichts Besonderes ist geschehen, daher habe ich nichts mitzuteilen.“

Ich antwortete: „Auch wenn es derzeit gut zu sein scheint, auch das ist eine lehrreiche Erfahrung. Die letzten 26 Jahre so standhaft durchzustehen, ist schon eine beachtliche Leistung. Ich beispielsweise wurde wiederholt verfolgt und eingesperrt. Obwohl ich in meinem Verhalten sehr standhaft wirke, bereue ich es zutiefst, den von Meister Li für mich vorgesehenen Weg der Kultivierung nicht erfolgreich beschritten zu haben. Ich hatte zu viele Anhaftungen und gab den alten Mächten damit einen Vorwand, mich zu verfolgen. Über zehn Jahre lang habe ich das Fa nicht ausreichend gelernt. Ich hatte in der Zeit mit der Polizei und vielen schlechten Menschen zu tun, die auch alle gerettet werden mussten. Durch meine Inhaftierung konnte ich nicht hinausgehen, um meine Mission zu erfüllen und Menschen zu erretten. Das ist ein großer Verlust für meine Kultivierung und auch für die Hilfe für Meister Li bei der Errettung der Menschen. Im Gegensatz zu mir konntest du all das tun und wurdest nicht verfolgt. Das ist wirklich großartig und bedeutet, dass du den wahren Weg gehst, den der Meister für dich vorgesehen hat. Umso mehr Grund für dich, deine Kultivierungserfahrungen mit den Mitpraktizierenden zu teilen.“

Nach unserem Gespräch kontaktierte Anqi eine andere Praktizierende, um gemeinsam mit ihr einen Erfahrungsbericht zu schreiben. Darin schilderte sie, wie sie beharrlich am Fa-Lernen in der Gruppe teilnahm, mit den Menschen über Falun Dafa und die Verfolgung sprach und in den vergangenen 26 Jahren gemeinsam mit fünf anderen Praktizierenden Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Im Jahr 2015 beteiligte sie sich außerdem an der Strafanzeige gegen das ehemalige Staatsoberhaupt Jiang Zemin und erfüllt die drei Dinge, die ein Dafa-Jünger tun sollte, seit 26 Jahren unermüdlich und gut.

Qing ist dieses Jahr 86 Jahre alt. Als ich mit ihr über die Bedeutung des Schreibens eines Erfahrungsberichtes gesprochen hatte, verbrachte sie eine Woche damit, ihre Erlebnisse niederzuschreiben. Sie erzählte von einem Vorfall, bei dem sie fälschlicherweise von bösartigen Menschen beschuldigt wurde, als sie ihnen die wahren Umstände erklärte, was zu ihrer Verschleppung und zu einer Hausdurchsuchung führte. Während ihrer Haft besuchten mehrere Nachbarn sie auf der Polizeiwache und brachten ihr warme Kleidung und Essen mit. Die Nachbarn erzählten den Polizeibeamten, dass sie ein überaus guter und sehr freundlicher Mensch sei. Die Polizisten waren davon sehr berührt. Auch ihre Tochter, die sich früher vehement gegen ihre Kultivierung ausgesprochen hatte, war von ihrem Handeln beeindruckt. Sie brachte jedem Nachbarn, der ihre Mutter besucht hatte, ein Huhn. Die Einstellung dieser Nachbarn zu Falun Dafa änderte sich und ihre Tochter wurde später gesegnet. Als sie in den Ruhestand ging, konnte sie ein scheinbar unlösbares Problem bezüglich ihrer Dienstaltersreihenfolge problemlos klären.

Während ich den Praktizierenden beim Bearbeiten ihrer Berichte half, spürte ich deutlich die stille Hingabe der Praktizierenden auf dem Weg zur Unterstützung des Meisters bei der Fa-Berichtigung. Diese Praktizierenden sind am bewundernswertesten. Im Vergleich dazu erkannte ich meine eigene Ungeduld und meinen Hang zur Prahlerei.

Praktizierenden helfen, die nicht schreiben können

Viele Praktizierende sagen, sie wüssten nicht, worüber oder wie sie schreiben sollen. Ich sage ihnen dann: „Solange man mit ganzem Herzen dabei ist, gibt es nichts, was wir Praktizierenden nicht schaffen können.“ Natürlich bespreche ich mit anderen Praktizierenden auch die konkreten Aspekte des Schreibens.

Als Dan zu mir kam und ich ihr von dem Gedanken erzählte, einen Erfahrungsbericht einzureichen, meinte sie, sie wisse nicht, wie man schreibe. Ich riet ihr: „Schreib einfach über deinen Kultivierungsprozess oder das einschneidendste Ereignis, das deine Xinxing bewegt hat.“ Sie schrieb den Text in einem Zug. Sie beschrieb, wie sich ihr Herz bewegt und ihre Xinxing schwer beeinträchtigt wurde, als ihr Mann eine Affäre hatte. Wie sie sich an den Maßstab einer Kultivierenden gehalten und die familiäre Krise überwunden und was sie persönlich daraus gelernt hatte. Ich half ihr bei einigen kleineren Änderungen und reichte ihren Erfahrungsbericht als Beitrag zur China-Fahui ein. Der Artikel wurde angenommen und veröffentlicht, was sie sehr ermutigte.

Als es dieses Jahr um die Einreichung eines Erfahrungsberichtes für die chinesische Fa-Konferenz auf Minghui.org ging, meinte die Praktizierende Bing: „Ich kultiviere mich seit Jahrzehnten und wollte schon lange über meine Kultivierungserfahrungen schreiben. Ich habe mehrmals angefangen, doch ich habe den Entwurf immer wieder zerrissen und neu angefangen. Ich schreibe und schreibe und bin immer noch nicht fertig.“

Sie bat mich um Hilfe. Ich lud Bing zu mir nach Hause ein, um mit ihr über ihre Situation zu sprechen. Dabei erwähnte sie den Einfluss ihres Kultivierungszustandes auf ihren Sohn. Nachdem sie 1998 begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, praktizierten viele ihrer Familienangehörigen ebenfalls. Auch ihr fünfjähriger Sohn übte mit, ein wohlerzogener Junge. Doch nach Beginn der Verfolgung wurde sie inhaftiert und kam zu falschen Einsichten über das Fa.

Später nahm sie mit Hilfe von Mitpraktizierenden die Kultivierung im Falun Dafa wieder auf. Danach wurde sie erneut verhaftet. Obwohl sie in ihrer Kultivierung standhaft blieb, veränderte sie sich im Gefängnis und wurde „umerzogen“. Durch diesen schlechten Kultivierungszustand wandelte sich auch das Verhalten ihres Sohnes. Er wandelte sich vom jungen Dafa-Praktizierenden zu jemandem, der die Kultivierung aufgab. Einst ein guter Schüler wurde er zu einem Gangster. Als sie in ihrer Kultivierung schließlich wieder stabiler und reifer wurde, begann auch ihr Sohn, sich wieder wirklich der Kultivierung zu widmen. Er war der Erste in seiner Familie, der an einer Universität zugelassen wurde. Dadurch veränderte er die Sichtweise der anderen Familienangehörigen bezüglich Falun Dafa.

Nachdem ich Bings Erzählung gehört hatte, schlug ich ihr vor, den Titel zu wählen, wie ihre eigene Kultivierung ihren Sohn verändert hatte. Ich erstellte einen ersten Entwurf, den sie selbst überarbeitete. Durch diese Erfahrung spürte ich erneut die Kraft von Dafa. Solange wir uns an Dafa halten und mit ihm verschmelzen, ist nichts unmöglich. Gleichzeitig erkenne ich, dass unser Kultivierungszustand auch die Errettung unserer Familienangehörigen beeinflusst, ob unsere Familie gerettet werden kann, wie wir die wahren Begebenheiten besser erkennen und erklären und Menschen erretten können.

Praktizierende, die keine Zeit zum Schreiben haben

Es gibt auch Praktizierende, die angaben, keine Zeit zum Schreiben zu haben. Diesen sage ich: „Ihr könnt schreiben, wie ihr eure Xinxing erhöht und eure Probleme überwunden haben. Oder schreibt darüber, wie ihr mit den Menschen über Falun Dafa gesprochen habt, über berührende Erlebnisse oder eure Erkenntnisse. Ich helfe euch auch gerne dabei, eure Gedanken und Erlebnisse zu strukturieren.“ Bei manchen verwende ich ein Aufnahmegerät, um ihre Erzählungen erst einmal aufzuzeichnen. Sie können dann frei erzählen. Später unterstütze ich sie beim Aufsetzen ihres Erfahrungsberichtes.

Letztes Jahr schlug ich Jing vor, darüber zu schreiben, wie sie mit den Menschen über Falun Dafa und die Verfolgung sprach. Jing meinte, sie sei sehr damit beschäftigt und habe keine Zeit. Daraufhin lud ich sie zu mir ein, um die berührenden Geschichten zu notieren, die sie bereits im Austausch mit anderen berichtet hatte. Ich notierte sie, ordnete den Inhalt und reichte den Bericht für die Fa-Konferenz im letzten Jahr ein. Minghui.org veröffentlichte ihn. Jing war ermutigt und kam fortan regelmäßig zu mir, um sich mit mir über ihre Erlebnisse bei der Erklärung der wahren Umstände auszutauschen. Ich schreibe diese Geschichten ebenfalls auf und werde sie in Artikeln veröffentlichen.

Als dieses Jahr wieder zum Einreichen von Erfahrungsberichten zur China-Fahui aufgefordert wurde, war Jing sehr motiviert und ergriff sofort die Initiative. Sie brachte sogar die Praktizierende Wen mit, mit der sie oft zusammenarbeitet. Wen ist 70 Jahre alt, sieht aber aus wie Anfang 40 oder 50. Ich ermutigte sie ebenfalls, einen Beitrag einzureichen. Zuerst meinte sie, sie habe nichts zu berichten. Ich schlug ihr vor: „Erzähl doch einfach von deinem Kultivierungsprozess.“

Wen erzählte, wie sie mit Falun Dafa begonnen und wie der Meister ihren Körper gereinigt habe und dass ihre über 20 Krankheiten innerhalb kurzer Zeit geheilt worden seien. Sie wurde mehrfach inhaftiert, verurteilt und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gesperrt. Das führte dazu, dass ihre Familie sie nach ihrer Freilassung immer wieder missverstand, schlug und beschimpfte. Doch sie schaute in all den Konflikten nach innen. Ihr Mann war von ihrer Barmherzigkeit so berührt, dass auch er mit der Kultivierung begann.

Sie überwand körperliche Behinderungen und sprach mit Barmherzigkeit und einem Lächeln mit den Menschen. Besonders nachdem sie dreimal festgenommen worden war, blieb sie der Polizei gegenüber ruhig. Vor Gericht sagte sie: „Ich weiß nur, dass Falun Dafa gut ist!“ Wen wurde viele Male verfolgt, doch Minghui.org berichtete nie darüber. Nachdem ich den Artikel überarbeitet und ihr vorgelesen hatte, war sie tief bewegt und begeistert und sagte immer wieder: „Ich möchte die mir verbleibende Zeit nutzen, um mich weiterzuentwickeln, die wahren Zusammenhänge noch besser zu verstehen und noch mehr Lebewesen zu erretten.“

Während ich anderen Praktizierenden beim Überarbeiten ihrer Berichte zum Erfahrungsaustausch über ihre Kultivierung half, erkannte ich ihr reines Inneres und ihren Glauben an den Meister und das Fa. Ich sah ihre aufrichtigen Gedanken und Taten, die allen Lebewesen dienten. Das taten sie ganz ohne jegliche Erwartung auf Belohnung, nur um den Menschen zu helfen. Ihr Herz ist rein und selbstlos. Ich erkannte auch meinen eigenen Abstand in meiner eigenen Kultivierung. Dies motivierte mich, mein Bestes zu geben, die drei Dinge gut zu machen, auf diesem letzten Abschnitt unseres Kultivierungsweges erfolgreich zu sein und mein uraltes Gelübde zu erfüllen!

Das sind meine persönlichen Erkenntnisse bei der Unterstützung von Mitpraktizierenden beim Verfassen ihrer Erfahrungsberichte zum Thema Kultivierung. Korrigiert mich bitte, falls es Verbesserungspotenzial gibt!