(Minghui.org) Als ich im vergangenen September in einer Gruppe das Fa lernte, erfuhr ich, dass Frau Ling (Name geändert), die 86 Jahre alt war, seit Beginn der Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Jahr 1999 viermal nach Peking gereist war, um für Meister Li und Dafa Gerechtigkeit einzufordern. Sie reichte zudem eine Strafanzeige gegen den ehemaligen KPCh-Führer Jiang Zemin ein, wofür sie verfolgt und ins Gefängnis gesperrt wurde.
Nach ihrer Freilassung wurde Frau Ling wiederholt von der Polizei schikaniert. Im vergangenen Jahr verkaufte sie ihre Immobilie und zog in eine Wohnung. Sie besuchte häufig ihre Tochter, bei der sich Praktizierende trafen, um gemeinsam das Fa zu lernen und Erfahrungen in der Kultivierung auszutauschen. Zusammen bemühten sie sich, den Meister bei der Errettung der Lebewesen zu unterstützen.
Vor Kurzem mussten wichtige Gegenstände aus der Wohnung ihrer Tochter an einen anderen Ort gebracht werden, wo Praktizierende zudem Informationsmaterialien hinterlassen hatten, die nun ebenfalls weggeräumt werden mussten. Allerdings war keiner der regelmäßig teilnehmenden Praktizierenden verfügbar. Frau Ling war deshalb sehr besorgt.
Als ich davon erfuhr, sprach ich mit Frau Hong (Name geändert) und fragte, ob wir helfen könnten. Sie zögerte zunächst, da sie noch unter dem Tod ihres Mannes litt, der sechs Monate zuvor verstorben war. Dennoch erklärte sie sich bereit, am nächsten Tag mitzukommen.
Als wir bei der Tochter ankamen, lernten wir zunächst gemeinsam das Fa und sandten aufrichtige Gedanken aus. Anschließend packten wir die Gegenstände für den Transport. Auch während des Transports sandten wir weiter aufrichtige Gedanken aus. Der Bus, mit dem wir zurückfahren wollten, hatte unterwegs eine Panne, sodass alle Fahrgäste aussteigen mussten. In diesem Moment kam zufällig ein Taxi vorbei, mit dem wir schließlich sicher nach Hause kamen.
Frau Ling sagte zu uns: „Meine Tochter hat ihr Haus verkauft, deshalb mussten alle Dinge, die mit Falun Dafa zu tun haben, an einen anderen Ort gebracht werden. Ich konnte niemanden finden, der mir hilft, und war sehr besorgt. Heute seid ihr gekommen und habt das Problem gelöst. Jetzt fühle ich mich viel besser.“
Auf dem Rückweg war sie sehr erschöpft und schlief im Bus ein. Später halfen wir ihr, die Gegenstände aus der Wohnung ihrer Tochter zu ordnen. Außerdem nahmen wir uns Zeit, gemeinsam das Fa zu lernen und die Übungen von Falun Dafa zu praktizieren.
Respektlosigkeit gegenüber dem Meister
Als ich einige Dinge in einen kleinen Raum bringen wollte, sah ich das Porträt des Meisters auf einem Tisch stehen. Ich stellte mich davor, legte die Handflächen vor der Brust zusammen, um meinen Respekt zu zeigen (Heshi). Dabei fiel mir ein kleiner Gegenstand neben dem Porträt auf. Da ich nicht wusste, was es war, bat ich eine Mitpraktizierende, ihn sich anzusehen. Sie sagte, es handle sich um eine Bronzestatue eines Terrakotta-Kriegers, und meinte, dass eine solche Statue nicht neben dem Porträt des Meisters stehen sollte. Eine weitere Praktizierende äußerte ebenfalls, dass dies respektlos gegenüber dem Meister und dem Fa sei. Dennoch räumte an diesem Tag niemand die Statue weg.
Am nächsten Tag hörte ich in meinem Kopf eine Stimme: „Warum hast du den Terrakotta-Krieger neben dem Porträt des Meisters nicht weggeräumt?“ Da wurde mir die Ernsthaftigkeit dieser Angelegenheit bewusst. Innerlich sagte ich zum Meister: „Es tut mir leid, Meister. Es ist meine Schuld, weil ich das Fa nicht gut gelernt habe.“ Als wir erneut zu Frau Ling gingen, um ihr zu helfen, räumten wir die Statue weg.
Frau Ling hatte ihre Dafa-Bücher zusammen mit anderen Büchern aufbewahrt. Wir trennten sie daher und legten die Dafa-Bücher in eine Schublade unter dem Tisch, auf dem das Porträt des Meisters stand. Vor dem Bild sollte nichts liegen, und Dafa-Bücher sollten nicht mit anderen Büchern vermischt werden. Praktizierende sollten dem Meister und dem Fa gegenüber stets respektvoll sein – die Kultivierung ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit.
Neben dem Aufräumen und Reinigen des Zimmers vereinbarten wir, Frau Ling einmal pro Woche zu besuchen, um mit ihr gemeinsam das Fa zu lernen und die Übungen zu praktizieren. Das tun wir nun seit etwas mehr als sechs Monaten. In dieser Zeit ist sie fleißiger in ihrer Kultivierung geworden. Einmal sah ich, wie sie allein einen schweren Gegenstand die Treppe hinauftrug. Das berührte mich sehr. Eine andere Praktizierende, die Frau Ling nahestand und nach Beginn der Verfolgung aufgehört hatte zu praktizieren, schloss sich uns an und begann erneut mit dem Praktizieren.
Ich sagte zu Frau Ling, dass wir dank der Barmherzigkeit des Meisters gemeinsam das Fa lernen können. Er wache stets über uns und möchte keinen von uns zurücklassen. Als sie das hörte, war sie zu Tränen gerührt und sagte: „Danke, Meister, für Ihre Arrangements! Danke, Mitpraktizierende!“ Auch ich sagte in meinem Herzen zum Meister: „Danke, dass Sie Dafa verbreitet haben, um uns zu erretten. Danke, Meister, dass Sie uns gezeigt haben, wie wir uns gegenseitig unterstützen können.“
Einige Tage vor dem Schreiben dieses Artikels erfuhr ich, dass eine ältere Praktizierende kürzlich verstorben war. Zwei Tage später verstarb eine weitere Praktizierende, ebenfalls in ihren Siebzigern. Das machte mich sehr traurig. In dieser entscheidenden Phase der Fa-Berichtigung müssen wir dem Meister helfen, alle Lebewesen zu erretten. Wir sollten uns gut kultivieren und uns umeinander kümmern – besonders um die älteren Praktizierenden. Wenn wir auf Schwierigkeiten stoßen, sollten wir fleißig das Fa lernen und gut zusammenarbeiten, sodass wir als ein Körper handeln und die großartige Kraft von Dafa zeigen können.
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