(Minghui.org) Als mir bewusst wurde, wie wertvoll das Fa ist und wie wichtig es ist, es auswendig zu können, beschloss ich, nicht aufzuhören, es zu lernen. Ich brauchte zwei Monate, bis ich das Zhuan Falun auswendig konnte. Ich hatte es zuvor schon einmal versucht, aber aufgegeben. Nachdem ich das Fa einmal auswendig gelernt hatte, dauerte es beim nächsten Mal nur einen Monat. Später schaffte ich es in zwei Wochen. Ein Jahr lang lernte ich es immer wieder auswendig.

Als ich es kürzlich wieder auswendig lernte, bemerkte ich jedoch, dass ich es nicht mehr verinnerlichte. Gleichzeitig wurden meine Anhaftungen stärker – insbesondere meine Anhaftung daran, Kleidung zu kaufen. Immer wenn ich etwas sah, das mir gefiel, wollte ich es haben. Ich entwickelte auch eine Anhaftung daran, Snacks zu essen, und konnte mich dann nicht mehr beherrschen.

Als ich sah, dass manche Praktizierende das Zhuan Falun einmal pro Woche auswendig lernen konnten, erkannte ich den Unterschied zwischen mir und ihnen. Ich wusste, ich musste meine Anstrengungen verdoppeln und durfte nicht selbstzufrieden sein oder nachlassen, sondern musste  fleißig voranschreiten. Deshalb versuchte ich, das Auswendiglernen zu beschleunigen. Doch nach ein paar Tagen stellte ich fest, dass die Ergebnisse nicht gut waren. Je schneller ich lernte, desto weniger drang der Inhalt der Lehre in meinen Kopf ein. Außerdem fühlte ich mich müde und konnte bei den Übungen nicht zur Ruhe kommen.

Mir wurde klar, dass hinter meinem Wunsch, das Fa schnell auswendig zu lernen, eine Anhaftung steckte. „Warum will ich denn alles so schnell machen?“, fragte ich mich und erkannte, dass ich beweisen wollte, dass ich auch etwas konnte und genauso gut wie die anderen Praktizierenden war. Das zeigte mein Konkurrenzdenken, Neid und die Unfähigkeit zu verlieren. Mich durch Auswendiglernen zu beweisen, zeugte von einer großen Respektlosigkeit gegenüber dem Meister und dem Fa. Daher sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um diese Anhaftungen zu lösen.

Es machte mich traurig, dass ich so respektlos gegenüber dem Meister und dem Fa war. Mir wurde klar, dass ich, egal ob ich das Fa las oder auswendig lernte, ein aufrichtiges und dankbares Herz haben, jedes Wort in mir aufnehmen und mich selbst korrigieren sollte. Nur so kann ich das Fa wirklich lernen und verinnerlichen. Ich sollte mich nicht an die Geschwindigkeit, mit der ich lernte, klammern.

Die drei Dinge gut machen

Anfangs konnte ich gut mit anderen Praktizierenden zusammenarbeiten. Wir arbeiteten gemeinsam daran, das Fa zu bestätigen und die Verfolgung aufzudecken. Ich hatte wenig Angst und alles lief reibungslos. In den letzten Jahren jedoch geriet unser gesamtes Umfeld aus den Fugen und ich steckte lange Zeit in Schwierigkeiten. Ich entwickelte ein starkes Angstgefühl und konnte meine negativen Emotionen wie Mutlosigkeit, Selbstvorwürfe, geringes Selbstwertgefühl und Selbstzweifel nicht loswerden.

Erst vor Kurzem erkannte ich, dass meine Einstellung zur Verfolgung falsch war: Ich betrachtete sie aus der Perspektive meiner persönlichen Entwicklung und dachte, sie passiere, weil ich mich nicht gut genug kultiviert hätte. Deshalb bemühte ich mich sehr, das Fa auswendig zu lernen und die Übungen zu machen, in der Hoffnung, mich dabei zu erhöhen. Aber egal, was ich tat, es schien nicht zu funktionieren und ich wurde verfolgt. Mir wurde klar, dass die Angst vor Verfolgung mein Antrieb war, gute Leistungen zu erbringen. Das bedeutete, dass ich die Strukturen der alten Mächte anerkannte und versuchte, innerhalb dieser Strukturen erfolgreich zu sein, was nicht dem Willen des Meisters entspricht.

Ich hatte vergessen, wer ich war, und meine Verantwortung und Mission aus den Augen verloren. Wir sind Falun-Dafa-Praktizierende in der Phase der Fa-Berichtigung. Das heißt, wir sind hier, um den Meister bei der Berichtigung des Fa zu unterstützen und die Verfolgung aufzudecken. Das Böse darf nicht existieren und es ist unsere Verantwortung, es mit aufrichtigen Gedanken zu beseitigen. Es zuzulassen, spiegelt unsere dämonische Natur wider. Sich zu Hause zu verstecken, um das Fa zu lernen, während die Verfolgung ungehindert weitergeht, zeugt von starkem Egoismus.

Ich erkannte auch, dass ich mich immer dann entmutigt und minderwertig fühlte, wenn ich die drei Dinge nicht gut machte, und dass ich mich dann selbst beschuldigte und an mir zweifelte. Dahinter standen meine Anhaftung an den Erfolg in der Kultivierung und das Bedürfnis nach Bestätigung. Meine Gefühle wie Angst und Groll und ein Kampfgeist entsprangen diesen Anhaftungen wie dem Wunsch nach Bequemlichkeit und nach Erfolg in meiner Kultivierung.

Wir gehen auf einem göttlichen Pfad. Wollen wir diese menschlichen Anhaftungen und Emotionen wirklich? Wann immer diese negativen Gedanken auftauchen, sollten wir sofort aufrichtige Gedanken aussenden, um sie zu vertreiben. Wenn wir sie nicht erkennen und sie für einen Teil von uns halten, schwächen sie unseren Willen. In den schwierigsten Momenten werden wir nicht in der Lage sein, aufrichtige Gedanken zu bewahren. Dann wird das Böse siegen. Diese Art von Einmischung ist am schwersten zu erkennen und ist Teil der Machenschaften der alten Mächte.

Was wir bestätigen, ist das Fa, nicht uns selbst. Wenn wir Verfolgung erfahren, sollten wir sie nicht einfach ertragen. Wir müssen entschlossen voranschreiten und uns ihr entgegenstellen. Wir sollten dem vom Meister arrangierten Weg folgen und das Fa bestätigen.

Dies ist mein persönliches Verständnis. Sollte etwas an meinen Worten unangemessen sein, bitte ich darum, mich gütig darauf hinzuweisen.


Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.