(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende aus dem Großraum New York veranstalteten am 25. April 2026 eine große Parade und Kundgebung im Zentrum von Flushing – der größten chinesischen Enklave New Yorks. Die Veranstaltung erinnerte an den 27. Jahrestag des Appells, den 10.000 Menschen am 25. April 1999 in Peking abhielten, und forderte zudem ein Ende der Verfolgung von Falun Dafa.
Eine Praktizierende, die am Appell vom 25. April teilnahm, erinnert sich an die Geschehnisse
Zhang, eine Falun-Dafa-Praktizierende, die vor 27 Jahren – im Jahr 1999 – an der Fuyou-Straße in Peking stand, um sich dem Appell anzuschließen, nahm in diesem Jahr an der Veranstaltung in Flushing teil.
Sie wurde 1999 Zeugin des gesamten Geschehens. Zu jener Zeit war sie um die 20 und arbeitete in der Finanzabteilung der Tochtergesellschaft des Verlags „Posts & Telecom Press“.
Sie berichtete: „Damals praktizierte ich bereits seit mehr als fünf Jahren Falun Dafa. Ich war nicht nur von meiner erblich bedingten Atemwegserkrankung genesen, sondern spürte auch, dass sich mein moralischer Charakter erheblich verbessert hatte. Ich empfand es als großes Glück, mich im Falun Dafa kultivieren zu können.“
Den vorliegenden Daten zufolge hatte die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) bereits seit 1996 damit begonnen, Falun Dafa gezielt anzugreifen. Sie untersagte nicht nur die Veröffentlichung von Falun-Dafa-Büchern, sondern griff auch zu zahlreichen weiteren Mitteln – wie etwa dem Missbrauch der Medien –, um Falun Dafa zu verleumden.
Am 11. April 1999 veröffentlichte He Zuoxiu – ein Akademiker der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Schwager von Luo Gan, dem Sekretär der Zentralen Kommission für Politik und Recht der KPCh – erneut einen Artikel in einer in Tianjin ansässigen Zeitschrift, der sachliche Ungenauigkeiten enthielt und Falun Dafa verleumdete.
Einige Tage später begaben sich Falun-Dafa-Praktizierende aus Tianjin zum Herausgeber der Zeitschrift, um die wahre Sachlage darzulegen und klarzustellen, dass die Kultivierungsmethode von Falun Dafa die Menschen lehrt, sich an die Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ zu halten und gute Menschen zu sein. Sie baten darum, den Inhalt des Artikels zu korrigieren. Doch am 23. April mobilisierte Tianjin etwa 300 Bereitschaftspolizisten, die 45 Falun-Dafa-Praktizierende schlugen und verhafteten.
Am 24. April erfuhr Zhang von den Verhaftungen in Tianjin. „Als wir die Freilassung der Praktizierenden forderten, erklärte die Polizei von Tianjin, sie könne die Angelegenheit nicht lösen. Sie bat uns, nach Peking zu gehen, um das Problem mit den Zentralbehörden zu klären. Daher beschlossen wir alle, am nächsten Tag zum Staatlichen Beschwerdeamt zu gehen, um eine Petition einzureichen und der Regierung zu erklären, worum es bei Falun Dafa geht“, so Zhang.
Zhang berichtete, dass sie, als sie sich auf den Weg machten zu appellieren, schlichtweg das Gefühl hatten, dass sie alle von Dafa profitiert hatten. Da Mitpraktizierende verhaftet worden waren, sahen sie sich alle verpflichtet, der Regierung die wahre Sachlage darzulegen.
So begaben sich Zhang und andere Praktizierende ihres Übungsplatzes am frühen Morgen des 25. April zur Fuyou-Straße, wo sich das Staatliche Beschwerdeamt befindet.
„Als wir dort ankamen, dachte ich, es sei noch nicht einmal 6 Uhr morgens – doch es waren bereits ziemlich viele Menschen vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt mieden wir alle die Hauptstraße und hielten uns auch von den Gehwegen fern. Wir stellten uns lediglich an den Straßenrand. Später, etwa zwischen 9 und 10 Uhr, wurden die Straßen abgesperrt. Da nun weder Fußgänger noch Autos unterwegs waren, stellten wir uns auf den Zebrastreifen“, erzählte sie.
Zhang erzählte, dass die Atmosphäre vor Ort sehr friedlich – ja sogar still – gewesen sei, es habe weder Parolen noch Transparente gegeben. Alle standen lediglich am Straßenrand oder hielten sich im hinteren Bereich auf, um zu meditieren oder Bücher zu lesen.
Falls ein Gespräch notwendig war, achteten die Praktizierenden stets darauf, ihre Stimmlautstärke auf ein Minimum zu beschränken, so ihre Aussage. In der Mitte der Straße befanden sich etwa drei Polizeibeamte sowie Zivilfahnder, da „die Praktizierenden allesamt sehr diszipliniert waren und die Polizei daher keinerlei Ordnung aufrechterhalten musste.
Die Forderungen der Praktizierenden waren sehr einfach. Sie wollten lediglich, dass die Regierung die verhafteten Praktizierenden freilässt, die legale Veröffentlichung von Falun-Dafa-Werken gestattet und den Falun-Dafa-Praktizierenden ein rechtliches Umfeld für ihre Kultivierung ermöglicht“, sagte sie.
Zhang erinnerte sich, dass sie später erfuhren, die Angelegenheit sei beigelegt worden; daraufhin verließen alle Praktizierenden den Ort still und leise. „Es war gegen 21 Uhr, als wir hörten, dass die Angelegenheit erfolgreich gelöst worden war – dass unseren drei einfachen Bitten entsprochen und die Polizei von Tianjin die Praktizierenden bereits freigelassen hatte. So verließ jeder nach und nach und voller Freude den Ort. Beim Gehen sammelten wir zudem den Müll vom Boden auf, einschließlich der Zigarettenstummel, die die Polizeibeamten zurückgelassen hatten.“
Nach dem 25. April spürte Zhang jedoch, dass die Atmosphäre zunehmend angespannt wurde. Auch ihr Vorgesetzter begann, sie zu Gesprächen einzubestellen. Später verfälschte die KPCh diese friedliche Petition der Falun-Dafa-Praktizierenden zu einer „Umlagerung von Zhongnanhai“ und leitete eine grausame Unterdrückung ein, die bis heute andauert.
Nach dem Beginn der totalen Unterdrückung durch die KPCh wurde Zhang schwer verfolgt. Im Jahr 2015 floh sie in die Vereinigten Staaten, um einer Verhaftung durch die KPCh zu entgehen.
Dr. Lin Xiaoxu: „Die Petition vom 25. April zeigte die Friedfertigkeit von Falun Dafa auf“
Der Falun-Dafa-Praktizierende Dr. Lin Xiaoxu nimmt am 25. April 2026 an der Parade in Flushing teil
Als Falun-Dafa-Praktizierender im Ausland sind ihm die Erinnerungen an den Appell vor 27 Jahren noch immer lebhaft im Gedächtnis. Dr. Lin Xiaoxu ist ein Experte für Virologie, der in den Vereinigten Staaten von den Ereignissen des 25. April 1999 erfuhr. Er berichtete, dass er in jener Zeit einen Prozess des allmählichen Verstehens durchlief. Er erklärte: „Für viele Menschen außerhalb Chinas schienen Dinge wie Paraden, Kundgebungen und das Treffen mit Regierungsvertretern etwas völlig Selbstverständliches zu sein. Doch in China – einer Gesellschaft, die unter solch hohem Druck steht – ist dies tatsächlich ein äußerst schwieriges Unterfangen. Die Falun-Dafa-Praktizierenden gingen ein sehr hohes Risiko ein, als sie an die Öffentlichkeit traten.“
Dr. Lin erklärte, dass die internationale Gemeinschaft seinerzeit allgemein der Ansicht war, das Appellieren der Falun-Dafa-Praktizierenden sei vollkommen normal und vernünftig gewesen.
„Jene Praktizierenden begaben sich erst nach Peking, um friedlich zu appellieren, nachdem die Polizei von Tianjin Praktizierende verhaftet hatte; zudem waren ihre Forderungen an die Regierung äußerst vernünftig. In Bezug auf die verzerrten Medienberichte baten die Praktizierenden lediglich um die Darstellung objektiver Fakten. Tatsächlich handelt es sich hierbei um durchweg grundlegende Forderungen“, sagte er.
Dr. Lin ging zudem auf die besondere Bedeutung des Appells vom 25. April ein, der ein Ausdruck der Friedfertigkeit von Falun Dafa darstellt. Er verkörperte nicht nur eine Form des gewaltlosen Protests, sondern gab auch vielen Menschen Inspiration und Hoffnung.
„Es sieht einfach so aus, als würden viele Menschen gemeinsam Übungen praktizieren. Sie sind vereint und bringen dabei eine Form des freien Willens zum Ausdruck. All dies bildet zudem eine unzerstörbare Kraft, die von politischen Mächten nicht unterdrückt werden kann. Der Appell vom 25. April hat die Kraft einer solchen Friedfertigkeit eindrucksvoll gezeigt“, erklärte er.
Dr. Lin äußerte die Hoffnung, dass die internationale Gemeinschaft mehr über Falun Dafa und die positiven Auswirkungen erfahren würde, die es der Gesellschaft gebracht hat.
Westliche Falun-Dafa-Praktizierende: „Ich hoffe, dass die Falun-Dafa-Praktizierenden in China standhaft bleiben“
Die Falun-Dafa-Praktizierende Rocio Penuelas schloss sich am 25. April 2026 dem Marsch an
Rocio Penuelas, eine Modedesignerin, erklärte, dass das Gedenken an die Ereignisse vom 25. April von großer Bedeutung sei. „Denn dies sendet eine Botschaft des Friedens an die Welt. Die Praktizierenden üben keine Vergeltung. Stattdessen nutzen sie einen äußerst friedlichen und umfassenden Weg, um die Wahrheit aufzuklären, und übermitteln diese Botschaft aus einer inneren Seelenruhe heraus.“
Sie brachte ihre Bewunderung für den Mut und die Hingabe der Falun-Dafa-Praktizierenden in China zum Ausdruck.
Penuelas merkte an, dass die Menschen in der westlichen Gesellschaft das Recht auf freie Meinungsäußerung genießen. Sie können ihre Gedanken auf vielfältige Weise frei äußern – etwa durch das Abhalten von Paraden und Kundgebungen. Auch die Regierung begrüßt es häufig, wenn die Bürger von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen. Wenn daher die Rede auf die Falun-Dafa-Praktizierenden in China kommt, ist Penuelas voller Bewunderung.
„Was sie all die Jahre hindurch geleistet haben, ist wahrlich bewundernswert. Sie halten selbst unter solch brutaler Verfolgung stand. Ich empfinde tiefen Respekt vor ihrem Geist der Hingabe und ihrem Mut, diese Unterdrückung und bösartige Verfolgung zu überwinden. Von ganzem Herzen ermutige ich sie, standhaft zu bleiben und weiterhin die Wahrheit aufzuklären“, sagte sie.
Penuelas begann im Jahr 2008 mit der Kultivierung im Falun Dafa, nachdem sie von einem Praktizierenden in Argentinien in die Praxis eingeführt worden war.
„Ich möchte Meister Li Hongzhi für seine Führung danken. Er lehrt uns, wie wir in unserem täglichen Leben den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen können“, erklärte sie.
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