(Minghui.org) Ich bin 71 Jahre alt und praktiziere seit 20 Jahren Falun Dafa. In all diesen Jahren war ich stets davon überzeugt, dass ich der Lehre des Meisters streng gefolgt bin. Jeden Tag bin ich konsequent hinausgegangen, um die wahren Umstände zu erklären und mitzuhelfen, Lebewesen zu erretten.
Ich nehme mir keine freien Tage. Ob unter sengender Sonne, bei heftigem Wind, starkem Regen, Schnee oder sogar während der COVID-19-Pandemie – ich gehe weiterhin wie gewohnt hinaus, um mit den Menschen über Falun Dafa und die Verfolgung zu sprechen.
Ich habe einen Zeitplan für diese Arbeit aufgestellt: An Wochentagen besuche ich verschiedene Supermärkte, um mit den Menschen dort zu sprechen, und an Wochenenden gehe ich auf große Plätze, um gezielt mit Studenten und Schülern zu sprechen. Ich spreche mit ihnen, egal ob sie in der Grundschule oder an der Universität sind.
In den ersten zehn Jahren war die Zahl der Menschen, denen ich half, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und ihren Unterorganisationen auszutreten, nicht besonders hoch. Aber im folgenden Jahrzehnt gab es einen deutlichen Durchbruch mit durchschnittlich etwa zehn Menschen pro Tag. Damit hielt ich mich für recht erfolgreich – nicht die Beste, aber sicherlich auch nicht die Schlechteste. Diese Denkweise hat mich lange Zeit geprägt. Doch in letzter Zeit hatte ich das Gefühl, überhaupt keine Fortschritte zu machen; ich konnte auch nicht genau sagen, was ich korrigieren sollte.
Kürzlich nahm ich das Buch des Meisters Essentielles für weitere Fortschritte I noch einmal zur Hand. Als ich beiläufig durch die Seiten blätterte, stieß ich auf die Schriftstelle mit dem Titel ‚Ein Dialog mit der Zeit‘, die eine Passage enthält, in der ein Gespräch zwischen dem Meister und einer Gottheit beschrieben wird:
Dort las ich:
„… Gottheit: Manche von ihnen sind auch gekommen, um die Seite des Fa zu finden, die sie gut finden. Aber sie können die Seite nicht loslassen, die dazu führt, dass sie das Fa nicht ganz verstehen können.
Meister: Solche Leute gibt es auch unter den langjährigen Jüngern. Und das auffälligste Anzeichen ist, dass sie sich immer mit den Menschen und mit ihrer eigenen Vergangenheit vergleichen, aber nicht in der Lage sind, sich mit den Anforderungen des Fa auf verschiedenen Ebenen zu beurteilen.
Gottheit: Diese Probleme sind schon sehr ernst geworden. Es wäre gut, wenn sie es schaffen würden, in sich selbst nach den Dingen zu suchen, die sie bei den anderen gefunden haben.
Meister: Es ist an der Zeit, dass sie einen klaren Kopf bekommen, damit ihr Umfeld zu einer wahren Kultivierungsumgebung wird und sie so zu echten Gottheiten werden können.“ (Ein Dialog mit der Zeit, 03.07.1997, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)
Das Gespräch über die Dafa-Praktizierenden hat mich fassungslos gemacht und auch mit Reue erfüllt. War das nicht eine ernste Warnung und ein Weckruf für mich? Ich spürte wirklich, dass der Meister direkt an meiner Seite war und mich in jedem Augenblick beschützte.
Seit ich mit meiner Kultivierung begonnen habe, ist mir aufgefallen, dass ich mich mit anderen vergleiche. Ich habe beobachtet, dass viele Dafa-Schüler noch nicht den Schritt gewagt haben, den Menschen die wahren Begebenheiten über Falun Dafa mitzuteilen. Einige entscheiden sich dafür, an den für das gemeinsame Fa-Lernen vorgesehenen Tagen nicht hinauszugehen, um über Falun Dafa zu sprechen. Andere verzichten darauf, an Feiertagen, Festen oder bei plötzlichen Wetterumschwüngen hinauszugehen, um mit den Menschen zu sprechen; wieder andere neigen dazu, sich in kleinen Gruppen zu versammeln, um über alltägliche Belanglosigkeiten zu plaudern.
Infolgedessen hatte ich die Anschauung entwickelt, ich sei „nicht so gut wie manche, aber besser als andere“, und glaubte, ich hätte mich recht gut geschlagen. Wie schmutzig war es doch, die vermeintlichen Unzulänglichkeiten meiner Mitpraktizierenden zu nutzen, um meine eigene Heuchelei zu verschleiern. Arrogant redete ich mir selbst ein, ich hätte den Menschen bereits geholfen, die wahren Fakten zu erkennen, und hätte mitgeholfen, zehntausende Menschen zu retten. Meine Anhaftung an Prahlerei war unglaublich stark.
Durch das Lernen des Fa erkannte ich die Lücken in meiner Kultivierung. Die Denkweise, mich mit anderen Praktizierenden zu vergleichen, stammt aus der Kultur der Kommunistischen Partei und wurde zu einem Stolperstein für meinen Durchbruch auf eine höhere Ebene.
Indem ich mich an Dafa maß, erkannte ich, dass dies keine Gedanken meines wahren Selbst waren. Ich erkannte, dass Dafa und der Meister einen mächtigen Hammer einsetzten, um mir einen durchdringenden Weckruf zu geben, der mir diesen Umstand bewusst machte.
Der Meister errettet Lebewesen – ich erledige lediglich die Aufgaben und spreche mit den Menschen. Wie könnte ich die Verdienste des Meisters für mich beanspruchen? Der Meister hat mir diese Weisheit geschenkt.
In den vergangenen 20 Jahren hat er mich auf jedem Schritt meines Weges geführt. Jede Herausforderung, jedes große Hindernis und jeder Durchbruch, den ich erreicht habe, ist unter dem Schutz und der Anleitung des Meisters zustande gekommen.
Ich bin vom Smartphone auf ein einfaches Handy umgestiegen, mit dem man nur telefonieren kann. Von nun an werde ich das Fa mehr lernen, beharrlich die drei Dinge tun und mithelfen, mehr Menschen zu erretten. Ich werde alle menschlichen Anhaftungen beseitigen, einschließlich des Konkurrenzdenkens, der Prahlerei, des Grolls, der Herablassung gegenüber anderen, der Selbstzufriedenheit und des Wunsches, mein Gesicht zu wahren. Ich werde mich fleißig und ernsthaft kultivieren.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.
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