(Minghui.org) 1999 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren und dachte: „Einen Monat lang kann ich es ausprobieren. Dann kann ich beurteilen, ob ich es mag oder nicht und ob ich mich damit wirklich erhöhen kann.“ Auch nach 26 Jahren stelle ich noch fest, dass ich mich auf die eine oder andere Weise weiterhin erhöhe. Das zeigt die Kraft des Dafa und wie aufrichtig die Lehre des Meisters ist.

Meine Kultivierung hat sich im Laufe der Zeit sehr verändert. In den ersten 15 Jahren spürte ich während der Übungen nichts und meine Prüfungen und Schwierigkeiten nahm ich nur vage wahr. Die verschiedenen Schwierigkeiten zogen sich oft über eine lange Zeit hin. 

In den letzten zehn Jahren veränderte sich die Situation. Besonders im vergangenen Jahr hatte ich Xinxing-Prüfungen, die so aussahen wie die Beispiele aus dem Zhuan Falun. Während der Übungen kann ich auch große Energieströme spüren. Alle paar Tage werden diese Erfahrungen intensiver und zeigen sich vielfältiger. Mein Himmelsauge ist nicht offen, aber das Nach-innen-Bohren an der Nasenwurzel ist ziemlich stark und breitet sich über mein Gesicht und den ganzen Kopf aus. Oft meine ich, ich würde mich vom Boden abheben, aber meine Füße sind verschlossen und ich bleibe auf dem Boden. Das liegt bestimmt daran, dass mich die Geltungssucht in Schwierigkeiten bringen würde. Ich habe das Gefühl, als würde ich emporgehoben, wenn ich die Übungen mache, das Fa lerne oder wenn ich am Computer Dinge tue, die mit Dafa zu tun haben.

Im Folgenden möchte ich von meinen Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr berichten. 

Jede Trübsal ist eine Freude

Normalerweise meditiere ich in einem nahegelegenen Park. Die Mücken- und Schnakenstiche in den Beinen ertrage ich mit zusammengebissenen Zähnen und finde mich damit ab. Es gab auch Zeiten, in denen es einfach unerträglich war. Dann ging ich woanders hin, wo es weniger Störungen gab. Die Mücken waren ziemlich lästig: Sie bissen zu und saugten sich dann einfach fest, manchmal sogar mehr als zehn Minuten lang. Letzten Sommer war ich einmal etwas schläfrig und als eine Mücke kam und sich festzusaugen begann, rüttelte mich das wirklich wach. Das unangenehme, schläfrige Gefühl verschwand und die zweite Hälfte der Meditation war schön. Ich erkannte, dass ich dieser Stechmücke aufrichtig danken sollte. Sie hatte mir wirklich einen großen Gefallen getan!

Das nächste Mal landete wieder eine Mücke auf mir. Ich blieb gelassen, als sie ihren Stachel in mich hinein bohrte. Ich merkte, wie der Schmerz in meinem Bein auf mein Falun übertragen und dort in eine Art „Treibstoff“ umgewandelt wurde. Über alle meine Energiekanäle wurde es dann verteilt. Das war ein ganz schönes Gefühl. Das geschah allerdings nur, wenn ich ungerührt blieb und dachte: „Das ist eine gute Sache.“

Ein anderes Mal, als ich gerade anfing zu meditieren, stachen mich ein oder zwei Mücken ins Bein. Dann, etwa 20 Minuten später, landete noch eine auf meinem anderen Bein, weitere flogen auf meine Arme und stachen dort zu. Meine Gedanken blieben ruhig, ich wehrte mich nicht gegen die Schmerzen. Daraufhin konnten die guten Dinge meinen Körper füllen. Ab der 30. Minute verstärkte sich die Energie und alle Poren in meinen Armen und Beinen schienen vor Energie aufzuplatzen. Das war eine eigenartige, erstaunliche Erfahrung.

Nach der einstündigen Meditation stellte ich schockiert fest, dass tatsächlich jeweils ein Dutzend Mücken auf jedes Bein und jeden Arm eingestochen hatten! Das Blut tropfte aus meinen Armen und auch meine Beine waren blutig. Glücklicherweise waren an diesem Tag nur sehr wenige Menschen im Park. Die Leute, die vorbeigingen, hätten dies wohl als ziemlich extrem angesehen. Da ich dort seit Jahren die Übungen mache, kennen mich viele.

Die „goldene Schrottkiste“

Letzten Sommer beschloss ich, einen Gebrauchtwagen in Kalifornien für meine Tochter, die dort aufs College geht, zu kaufen. Das gestaltete sich als nicht einfach, da ich an der Ostküste lebe. Ich hatte nur zwei Tage Zeit, um einen Kauf abzuwickeln.

Online fand ich ein paar vernünftige Angebote. Bei drei Händlern wollte ich vorbeigehen. Beim ersten machte ich eine Probefahrt, das Auto schien in Frage zu kommen. Die Verkaufsfläche war etwas heruntergekommen, aber seine Bewertungen waren gut. Da ich früher ab und zu kleinere Autoreparaturen selbst erledigt hatte, meinte ich, schon erkennen zu können, ob das Fahrzeug in Ordnung wäre. Sogar mögliche Motorfehlercodes las ich mit meinem mitgebrachten Diagnosegerät aus. Alles schien gut zu sein.

Der Händler war sehr nett; es war, als ob ich ihn aus einem früheren Leben kannte. Ich hatte noch sehr viel zu tun an diesem Tag und beschloss deshalb, am nächsten Tag für eine weitere Probefahrt und einen letzten Check noch einmal vorbeizuschauen. Es schien ein Arrangement zu sein und deshalb kaufte ich das Auto.

Ich musste zurück an die Ostküste fliegen und dachte, meine Tochter würde mit meiner Wahl sehr zufrieden sein, wenn sie in der folgenden Woche in Kalifornien ankommen würde. Als sie das Auto endlich hatte, rief sie mich an und sagte, es würde nicht anspringen. Sie war sehr frustriert, denn sie musste noch vieles erledigen und vorbereiten, da das Semester anfing, und dazu brauchte sie das Auto. Irgendwann konnte es jemand starten, so dass sie sich auf den Weg machen konnte.

Ein paar Stunden später bekam ich einen weiteren Anruf von ihr. Sie sagte, sie habe Rauch aus der Motorhaube kommen sehen. Ich riet ihr, das Auto zu einem Mechaniker in ihrer Nähe zu bringen. Sie hörte nicht zu und fuhr stattdessen zu meinem Bruder, der 25 Minuten Autobahnfahrt entfernt wohnt. Kurz darauf rief mich eine unbekannte Nummer an. Meine Tochter war dran. Ihr Telefon war ausgegangen. Sie hatte einen Fremden um Hilfe bitten müssen, weil das Auto so sehr qualmte, dass sie nicht mehr weiterfahren konnte.

Nun ärgerte sie sich wirklich über mich. Sie fragte, warum ich so ein miserables Auto gekauft hätte. Ich musste mich beeilen und, ohne irgendwelche Details von meiner Tochter mitgeteilt bekommen zu haben, herausfinden, wie ich an diesem abgelegenen Ort einen Abschleppwagen organisieren konnte.

Schließlich wurde das Auto zu meinem Händler abgeschleppt. Er wollte alles überprüfen. Am nächsten Tag meinte er, das Auto sei in Ordnung, aber ein alter Kühlerschlauch sei geplatzt. Meine Tochter holte das reparierte Auto ab und fuhr eilig los, weil es noch viel zu erledigen gab. Nach etwa einer Stunde blieb das Auto auf einer Wohnstraße liegen, es sprang wieder nicht an. Ein wütender Anruf erreichte mich. Sie sagte, sie müsse nun das Auto an den Straßenrand schieben.

Ich wollte lediglich zu Hause meine Dafa-Arbeit erledigen, aber nun waren meine guten Absichten zu einem großen Ärgernis geworden! Ich dachte, es wäre das Beste, zu einem richtigen Mechaniker zu gehen. Er könnte eine gründliche Inspektion durchführen. Schließlich schafften wir das Auto dorthin.

Ich schätzte, es könnte sich um ca. 800 $ (ca. 700 €) handeln. So viel muss man heutzutage meist bei jedem Besuch in der Werkstatt bezahlen. Aber als ich den Anruf bekam, handelte es sich um etwa $ 9.000 (ca. 8.000 €). Die Kopfdichtungen waren geplatzt. Fast so viel hatte ich für das Auto bezahlt! Er meinte, die bessere Lösung sei, den Motorblock zu ersetzen; das werde etwa $ 6.000 kosten. Ich war entsetzt: Ich hatte offensichtlich eine Schrottkiste gekauft.

Ich sagte ihm, ich würde ihn zurückrufen. Ich dachte, der Händler wisse von diesem Problem. Er stellte sich aber einfach dumm. Ich hatte in den Verkaufsunterlagen unterschrieben „gekauft wie gesehen“, sodass eine Garantie wegfiel. „Ich hätte einfach mehr ausgeben sollen, um ein zuverlässigeres Auto von einem Händler mit einer Garantie zu kaufen. Warum habe ich das Auto nicht einem Mechaniker gezeigt, bevor ich es gekauft habe!“ Solche Gedanken kreisten mir im Kopf herum. Ich war auch wütend auf den Händler. Dann entspannte und beruhigte ich mich und reinigte meinen Geist. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Das ist nicht zufällig passiert und der Händler hilft dir. Du hängst am Geld, nun ist es Zeit, das loszulassen – ohne Verlust kein Gewinn.“

Ich rief ihn schnell zurück und gab ihm den Auftrag, den Motor zu ersetzen. Die Arbeit dauerte knapp eine Woche und er sagte, dass das Auto nun weitere solide 100.000 Meilen (ca. 160.000 km) fahren könne. Es schien mir eine gute Lösung zu sein. Das Auto wäre nun langfristig zuverlässig. Meine Tochter dachte jedoch nicht so, nachdem sie erfahren hatte, wie viel die Reparaturen gekostet hatten, war sie so verärgert, dass sie sich danach krank fühlte. Sie wollte gegen den Händler vorgehen. Ich versuchte, ihr mehrmals zu erklären, dass es eine gute Sache ist und mit meinem Karma zu tun habe. Es gab sowieso nichts, was wir wirklich tun konnten. Am Ende dieser Tortur hatte ich wirklich das Gefühl, dass es eine kostbare Erfahrung war und dass das Auto, das nun 4.500 Meilen entfernt sein würde, ein Lebewesen war, das mir geholfen hatte, meine Anhaftungen zu erkennen, und durch das ich einige karmische Schulden zurückzahlen konnte. Das Auto war eigentlich eine „goldene Schrottkiste“.

Ohne Verlust kein Gewinn

Mein Handy hatte ich so eingestellt, dass es keine Anrufe von unbekannten Nummern annahm, einmal musste ich diese Funktion allerdings ausschalten. Eines Tages erhielt ich während der Arbeit einen Anruf von meiner Bank. Sie meinten, dass mein Account gehackt worden sei. Sie würden mich deshalb an das Technikteam weiterleiten. Sie würden mir helfen, den Zugang zu sperren.

Ich war die ganze Zeit misstrauisch und dachte, das seien bestimmt Betrüger. Aber irgendwie brachte mich der Typ dazu, eine relativ große Summe an seine Manager zu überweisen, denn diese würden dann die Betrüger fangen. Anfangs sprach er nur von sehr unbedeutenden Beträgen, aber allmählich wurden es mehr und sie wurden immer höher. Ich ging einfach mit und folgte seinen Anweisungen.

Nachdem ich aufgelegt hatte, war mir sofort klar, dass ich betrogen worden war und rief meine Bank an. Sie meinten, sie könnten leider nichts tun. Aber eine Transaktion hatte ich über PayPal abgewickelt und diese Überweisung konnte meine Bank noch blockieren, ich musste lediglich eine Stornierungsgebühr bezahlen.

Es war Zeit, aufrichtige Gedanken auszusenden. Ich setzte mich hin und sagte mir, ich müsse das Ganze loslassen und es in eine gute Sache verwandeln. Meine Mission, mehr Menschen zu erretten, ist das Wichtigste. Sofort spürte ich einen riesigen Energieschub und meine ausgesandten aufrichtigen Gedanken waren auch stärker als sonst.

Ich dachte darüber nach, was passiert war. Es war ziemlich offensichtlich, dass ich Karma zurückzahlen musste. Ich bin in armen Verhältnissen aufgewachsen. Als ich in der Mittel- und Oberschule war, hatte ich oft Kleinigkeiten aus Geschäften gestohlen, später entwendete ich kleine Geldbeträge an meinem Arbeitsplatz oder nahm heimlich meinen Eltern Geld weg. Ich rechnete nach: Was ich gestohlen hatte, war fast so viel wie das, was ich durch diesen Betrug  verloren hatte.

Was am Telefon so merkwürdig gewesen war: Mein Kopf war absolut leer gewesen, als ich das Geld überwies. Das erinnerte mich an dieses Zitat aus dem Zhuan Falun:

„Man lässt dich auf die Nase fallen, damit du daraus Dao erkennst.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 197)

Es war jedoch immer noch schwierig für mich, diesen Vorfall vollständig loszulassen und es zu akzeptieren. Ich dachte immer wieder darüber nach, wie dumm ich gewesen war und wie ich den Vorfall erklären könnte, besonders meiner Familie. Könnte ich denn gar nichts tun, um das Geld wieder zu bekommen? Ich kümmere mich um die Computersicherheit von Praktizierenden; wie würde sich dieser Vorfall auf meinen Ruf auswirken? Und der schwierigste Teil ist bis heute, keine Wut gegenüber dem Betrüger zu empfinden. Manchmal ertappe ich mich, wie ich in Gedanken Szenarien abspielen lasse: Die Betrüger rufen wieder an und ich räche mich irgendwie. Schnell versuche ich, diese Gedanken zu beseitigen.

Die blockierte PayPal-Transaktion war auf meine hinterlegte „Ersatz-Kreditkarte“ umgeleitet worden. Schließlich wurde mir der volle Betrag zuzüglich einer Gebühr für „Bargeldvorschüsse“ abgezogen. Eine weitere Lektion, die ich zu lernen hatte. Ich musste das wirklich loslassen, sonst würde es einfach nicht aufhören! Ich erinnerte mich an ein paar Geschichten aus „Unser Meister“ auf Radio Minghui. Der Meister wurde in den frühen Tagen von Qigong-Vereinen um Geld betrogen, aber er lächelte einfach und ließ es los.

Schluss

Ich habe jetzt ein neues Verständnis von „Jede Trübsal im Leben eines Kultivierenden ist eine gute Sache“. Um die guten Dinge wirklich zu bekommen, muss man allerdings das menschliche Denken komplett loslassen. Die guten Dinge sind immer da, aber mit gewöhnlichen Gedanken erscheint die Schwierigkeit wie ein riesiger Felsbrocken, der einen erdrücken kann. Wenn man es jedoch aus der Perspektive des Fa sieht, ist die Schwierigkeit wie ein zerbrechliches Ei. Man muss nur wenig ertragen und dann bricht die Schale auf. Im Inneren ist eine riesige Menge Energie. Wir können mit ihr das Böse beseitigen und weitere Menschen erretten.

Gewöhnliche Menschen denken, dass ein hohes Gehalt glücklich macht. Aber der wirklich größte Gehaltsscheck im Leben ist die Tugend. Sie wird durch das Loslassen von Anhaftungen, durch Leid und das Zurückzahlen von Karma gewonnen. Diese Tugend kann verwendet werden, um Menschen zu erretten und das Gelübde wirklich zu erfüllen, das wir vor langer Zeit vor dem Meister abgelegt haben. Am Ende erlangen wir ewiges Glück.

Danke, Meister, dass Sie mich durch meinen Kultivierungsweg geführt haben. Ich weiß, dass Dafa großartig ist, und werde mein Bestes tun, um mich in dieser letzten Phase fleißig zu kultivieren.