(Minghui.org) Ich beschloss, hinauszugehen, um die Fakten über Dafa zu erklären. Kaum war ich draußen, durchzuckte ein stechender Schmerz mein Knie. Ich konnte keinen Schritt mehr tun.
Ich biss die Zähne zusammen, schaffte es bis zu einer Bank neben der Bushaltestelle und setzte mich. Ich dachte: „Warum kommt das so plötzlich? Es müssen die alten Mächte sein, die meine Bemühungen behindern, den Menschen von der Verfolgung zu erzählen.“ Deshalb begann ich, aufrichtige Gedanken auszusenden und alle bösen Faktoren zu beseitigen, die Praktizierende daran hinderten, dem Meister bei der Rettung der Menschen zu helfen.
Sobald es mir besser ging, klärte ich einige Menschen an der Bushaltestelle über die Fakten zu Falun Dafa auf und half ihnen, aus der KP Chinas und deren Unterorganisationen auszutreten.
Als ich nach Hause zurückkehrte, dachte ich darüber nach, warum ich gestört worden war. „Haben die alten Mächte eine Lücke in meiner Kultivierung gefunden?“ Ich sandte erneut eine Stunde lang aufrichtige Gedanken aus. Am nächsten Morgen war der Schmerz in meinen Beinen vollständig verschwunden und ich ging wieder hinaus, um die Menschen über Falun Dafa zu informieren.
Zu meiner Überraschung verspürte ich jedoch später am Vormittag erneut einen plötzlichen, stechenden Schmerz in den Knien; mir blieb nichts anderes übrig, als mit dem Bus nach Hause zu fahren.
Es schien, als sei mein Problem nicht so einfach, wie ich zunächst gedacht hatte; es musste eine erhebliche Lücke in meiner Kultivierung geben. War dieser Beinschmerz ein Zeichen dafür, dass ich nicht den richtigen Weg ging? Ich begann, gründlich über meine jüngste Kultivierung nachzudenken, erkannte einige ernste Probleme in mir und schrieb sie auf, um sie mit anderen Praktizierenden zu teilen.
Die Anschauung vom „Altsein“ loslassen
In letzter Zeit fühle ich mich körperlich erschöpft, und mein Sehvermögen hat nachgelassen. Eine Mitpraktizierende sagte mir, dass ich beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken oft eindöse und nicht einmal den Kopf aufrecht halten könne. Obwohl ich mich bemüht habe, diesen Zustand zu korrigieren, hat sich kaum etwas verbessert. Woran liegt das? Es liegt daran, dass ich den Gedanken akzeptiert habe, älter zu werden. Wenn ich mit Menschen über Dafa spreche, erwähne ich manchmal, dass mir die Beine schmerzen, weil ich in meiner Jugend auf Reisfeldern gearbeitet habe.“
Sobald sich der Gedanke festsetzte, alt zu sein, zog er eine ganze Reihe weiterer Probleme nach sich. Ich praktiziere Falun Dafa seit 30 Jahren. Wenn ich an die vergangenen Jahre zurückdenke, sagten die Menschen, die mich sahen, oft, ich sähe mindestens zehn Jahre jünger aus, als ich tatsächlich war. Warum also zeigen sich bei mir nun Alterserscheinungen?
Wir alle wissen, dass Praktizierende zu ihrem ursprünglichen, wahren Selbst zurückkehren sollen. Doch mir ist es noch nicht gelungen, mich von menschlichen Anschauungen zu befreien. Wenn ich mit bestimmten Situationen konfrontiert werde, reagiere ich noch immer wie ein gewöhnlicher Mensch; das Fa hat in meinem Denken noch nicht wirklich Wurzeln geschlagen. Zeigt der Gedanke, ich sei alt, nicht, dass es mir an Vertrauen in den Meister und das Fa mangelt? Wenn menschliche Gedanken die Oberhand gewinnen, werde ich immer ein gewöhnlicher Mensch bleiben.
Diese beiden Anfälle von Beinschmerzen veranlassten mich, meine menschlichen Anschauungen zu ändern und mich zu korrigieren.
Meine Anhaftungen werden aufgedeckt
Während all dieser Jahre der Kultivierung dachte ich immer, ich würde mit der Fa-Berichtigung Schritt halten. Ich versorgte andere Praktizierende mit Materialien, lud Listen derjenigen hoch, die aus der KP Chinas ausgetreten waren, nahm Artikel zum Weitergeben auf und sprach persönlich mit den Menschen über Falun Dafa.
Ich schien ständig beschäftigt zu sein – doch kultivierte ich mich wirklich? Besonders wenn ich mit Menschen über Dafa sprach, tauchten oft menschliche Gedanken und Anhaftungen auf.
Als ich beispielsweise sah, dass eine andere Praktizierende bereits vielen Menschen beim Austritt aus der KPCh geholfen hatte, verglich ich mich mit ihr und empfand Neid auf ihre Erfolge.
Jeden Tag rechnete ich aus, mit wie vielen Menschen ich sprechen musste. Deshalb sprach ich oft hastig mit ihnen und erklärte die wahren Hintergründe nicht gründlich genug. Dahinter stand kein aufrichtiges Verantwortungsgefühl ihnen gegenüber. Ist die Errettung von Menschen mit einem derart unreinen Herzen nicht lediglich ein oberflächliches Abarbeiten der Aufgabe?
Da ich mich nicht gut kultiviert hatte und mein Streben nach Ruhm und Gewinn nicht losgelassen hatte, fiel es mir schwer, gütig zu sein. Immer wenn ich jemanden traf, der mich schroff ansprach oder drohte, die Polizei zu rufen, überwältigten mich meine Emotionen. Obwohl ich nichts sagte, empfand ich Groll und dachte, diesem Menschen sei nicht mehr zu helfen.
Wenn ich auf die vergangenen mehr als 20 Jahre zurückblicke, in denen ich über die wahren Hintergründe aufgeklärt habe, dann war das Hinausgehen zwar ein Schritt, um mit dem Prozess der Fa-Berichtigung mitzuhalten. Doch das Fa stellt auf verschiedenen Ebenen unterschiedliche Anforderungen.
Wenn ich merke, dass ich immer noch so viele Anhaftungen hege, fühle ich wirklich, dass ich mich nicht gut genug kultiviert habe. Dadurch fühle ich mich unwürdig gegenüber dem Meister und den Lebewesen, die ihre grenzenlosen Hoffnungen in mich gesetzt haben.
Obwohl ich jeden Tag das Fa lerne, abschreibe und auswendig lerne, habe ich den Kern des Fa noch immer nicht wirklich erfasst. Wenn ich weiterhin nachlässig bleibe und es versäume, zu dem Zustand der Kultivierung zurückzukehren, den ich am Anfang hatte, werden die alten Mächte immer wieder Vorwände finden, um mich zu verfolgen.
Auch wenn ich ihre Verfolgung nicht anerkenne, wird mein Kultivierungsweg dennoch voller Hindernisse sein. Ich habe mich entschlossen, mich der echten Kultivierung zu widmen, jene negativen menschlichen Anhaftungen schnell zu beseitigen und ein qualifizierter Praktizierender zu werden.
Von aktuellen Ereignissen abgelenkt
Weil ich jeden Tag die Minghui-Website besuche, um Materialien herunterzuladen, Namen von Menschen hochzuladen, die aus der KP Chinas und deren Organisationen ausgetreten sind, sowie ähnliche Aufgaben erledige, entwickelte ich ungewollt ein starkes Interesse an aktuellen Ereignissen im Internet.
Schließlich verbrachte ich mehr Zeit mit diesen Dingen als mit Minghui. Je mehr ich diese alltäglichen Einflüsse in mich aufnahm, desto weniger gelang es mir, beim Meditieren und beim Aussenden aufrichtiger Gedanken einen Zustand der Ruhe zu erreichen. Obwohl ich wusste, dass dies falsch war, und ich mich einige Tage lang zurückhielt, fiel ich unweigerlich in meine alten Gewohnheiten zurück.
Das ging lange Zeit so weiter und ich empfand es als sehr belastend. Ich fragte mich: „Inwiefern unterscheidet sich das von einer Handysucht?“
Ich schaute nach innen und erkannte, dass ich eine starke Anhaftung hatte: Ich fragte mich ständig, welche Veränderungen in der Gesellschaft stattfanden und wann die Fa-Berichtigung enden würde. Aus diesem Grund schweiften meine Gedanken in alle möglichen Fantasien ab und ich wurde in die Irre geführt, ohne es überhaupt zu merken.
Der Meister hat uns schon vor langer Zeit gewarnt:
„Die Dafa-Jünger sind kultivierende Menschen, aber keine kultivierenden Gottheiten, also Menschen, die dabei sind, sich zu kultivieren. Deshalb werden sie auch mehr oder weniger Störungen begegnen. Wenn einer sich nicht gut beherrschen kann, wird ihm das Gleiche passieren wie einem gewöhnlichen Menschen. Sein Verhalten inmitten der Störung macht keinen Unterschied zu dem eines gewöhnlichen Menschen. Manchem Lernenden ist keine Störung begegnet. Mit der Zeit kultiviert er sich nach und nach nicht mehr fleißig. In Wirklichkeit ist bei ihm Eigensinn auf die verschiedenen verführerischen Dinge in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen entstanden. Er ist durch die verlockenden Dinge der Gesellschaft nach unten gerissen worden.“ (Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz des Großraums New York 2009, 07.06.2009)
Wie wir alle wissen, sind die Veränderungen in der menschlichen Gesellschaft lediglich Erscheinungsformen der Fa-Berichtigung; sie sind alle vorherbestimmt. Gerade die Anhaftung an diese Veränderungen zeigt, dass man vom rechten Weg abweicht, und sie erschwert die Kultivierung zusätzlich.
Als ich dies erkannt hatte, bemühte ich mich bewusst, den Drang zu unterdrücken, im Internet zu surfen. In den darauffolgenden Tagen erlebte ich beim Meditieren und beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken tatsächlich wieder jenen wunderbaren Zustand tiefer Ruhe und innerer Stille.
Schlusswort
Ich empfinde die Ernsthaftigkeit der Falun-Dafa-Praxis nun noch tiefer. Um die drei Dinge gut zu tun, müssen wir zunächst uns selbst gut kultivieren. Es ist von entscheidender Bedeutung, auf jedes Wort, jede Handlung, jeden Gedanken und jede Absicht zu achten. Nur so können wir den Weg der Kultivierung aufrichtig beschreiten.
Es bleibt nicht mehr viel Zeit auf unserem Kultivierungsweg. In dieser letzten Phase werde ich die Lehre des Meisters fest im Herzen bewahren, jeden Schritt standhaft gehen und das Fa gut lernen. Ich werde dem Meister helfen, noch mehr Lebewesen zu erretten und die Erwartungen des Meisters und aller Lebewesen erfüllen!
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