(Minghui.org) 1997 habe ich begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Ich möchte eine Geschichte von meiner Kultivierung erzählen. Worte können die Schönheit von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht nicht vollständig beschreiben, ebenso wenig wie sie meine Dankbarkeit gegenüber Meister Li zum Ausdruck bringen können.

Von Krankheiten geplagt in tiefer Verzweiflung gewesen

In der ersten Hälfte meines Abschlussjahres an der Oberschule litt ich unter anhaltenden Schmerzen im linken Unterbauch und ständigem Durchfall. Mein Alltag bestand darin, morgens den Unterricht zu besuchen und nachmittags ins Krankenhaus zu gehen, wo ich intravenös Medikamente erhielt. Doch weder Spritzen noch Infusionen konnten meine Beschwerden lindern. Deshalb suchte ich nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Schließlich gelang es einem Arzt der traditionellen chinesischen Medizin, den Durchfall zu stoppen. Er erklärte mir, dass die Darmzotten bereits stark gefährdet seien und bei einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung dauerhaft geschädigt sein könnten. Das würde dann zu chronischem Nährstoffmangel und weiteren gesundheitlichen Problemen führen.

In der zweiten Hälfte des Semesters traten zusätzlich Schmerzen im rechten Unterbauch auf. So setzte sich mein belastender Tagesablauf fort: vormittags Unterricht, nachmittags Krankenhaus. Mein Gesundheitszustand besserte sich gelegentlich, verschlechterte sich jedoch immer wieder. Eine vollständige Genesung blieb aus. Schließlich diagnostizierte der Arzt eine Blinddarmentzündung.

Im Mai wurde ich am Blinddarm operiert. Da ich seit meiner Kindheit körperlich schwach und häufig krank gewesen war, wog ich zum Zeitpunkt der Operation nur 48 Kilogramm. Als im Juli die Hochschulaufnahmeprüfung bevorstand, hatte sich an meinem Alltag wenig geändert: Vormittags legte ich Prüfungen ab, nachmittags erhielt ich medizinische Behandlungen.

Während der Prüfungen brach ich häufig in kalten Schweiß aus, meine Taschentücher waren oft völlig durchnässt. Aufgrund meines schlechten Gesundheitszustandes verfehlte ich die erforderliche Punktzahl für die Zulassung. Daraufhin verbrachte ich ein weiteres Jahr mit intensivem Lernen. Im darauffolgenden Jahr erhielt ich einen Studienplatz an einer Universität in Südchina.

Doch auch nach Beginn meines Studiums ließen die gesundheitlichen Probleme nicht nach. In den ersten Tagen erhielt ich erneut Infusionen. Zu dieser Zeit litt ich unter einer chronischen Magenerkrankung. Nach jeder Mahlzeit fühlte sich mein Magen schwer und belastet an und oft konnte ich meinen Rücken dann kaum aufrichten. Hinzu kamen starke Schlafstörungen, die einen erholsamen Schlaf nahezu unmöglich machten. Bereits in der Mittelstufe nahm ich regelmäßig Tonika zur Stärkung des Gehirns und der Nieren ein.

Darüber hinaus litt ich unter schwerer Rhinitis, hinzu kamen eine Hörminderung verursacht durch Streptomycin-Spritzen in der Kindheit, gynäkologische Beschwerden, Arthritis und weitere Erkrankungen. In der Hoffnung auf Besserung praktizierte ich verschiedene Qigong-Arten, doch mein Gesundheitszustand verbesserte sich nicht.

Damals stellte ich mir oft die Frage, ob ich überhaupt lange genug leben würde, um mein Studium abzuschließen.

Dafa vollbringt Wunder

Während eines Treffens von Studenten aus meiner Heimatstadt stellte mir ein älterer Kommilitone Falun Dafa vor. Er erzählte, dass die Falun Dafa die Gesundheit unterstütze, Krankheiten lindere und das körperliche Wohlbefinden verbessern könne. Als ich hörte, dass es sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, wollte ich es sofort lernen.

Er riet mir zunächst, das Zhuan Falun zu lesen und bei Unklarheiten Fragen zu stellen. Da ich die Sache sehr ernst nahm, notierte ich jede Unklarheit, die beim Lesen aufkam. Als ich die vierte Lektion erreicht hatte, waren jedoch all meine Fragen bereits beantwortet. Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, fragte mich der ältere Student, ob ich die Übungen lernen wolle. Meine Antwort lautete ohne Zögern: „Ja!“ Daraufhin nahm er mich zur Fa-Lerngruppe und zum Übungsplatz mit.

Schon bald begann ich regelmäßig an den Übungen teilzunehmen. Am nächsten Tag bildete sich ein Knoten an meinem Auge. Als ich den Betreuer danach fragte, erklärte er mir, dies sei ein gutes Zeiche – der Meister kümmere sich um mich. Am dritten Tag bekam ich Fieber. Da wir im Süden Chinas täglich kalt duschten, fragte ich besorgt, ob ich trotz des Fiebers duschen sollte. Ich befürchtete, dass sich mein Zustand dadurch verschlechtern könnte. Zu meiner Überraschung sank das Fieber unmittelbar nach der kalten Dusche. Das kam mir erstaunlich vor.

Nach etwa einem Monat bemerkte ich, dass meine Brillenstärke nicht mehr richtig passte. Deshalb ließ ich meine Augen erneut untersuchen. Meine Kurzsichtigkeit hatte sich in beiden Augen erheblich verbessert. Das überraschte mich sehr. Einen Monat später wiederholte sich das Ganze: Erneut hatte sich meine Sehstärke sehr verbessert. Ich war überglücklich und empfand es als ein wahres Wunder.

Ein Mitpraktizierender, der zur gleichen Zeit wie ich mit dem Üben begonnen hatte, trug auch eine Brille. Schon nach kurzer Zeit benötigte er sie nicht mehr.

Auch meine langjährige Schlaflosigkeit verschwand bald nach Beginn des Praktizierens. Zum ersten Mal seit vielen Jahren konnte ich wieder ruhig und durchgehend schlafen. Wenn ich ungewöhnliche Träume hatte, fragte ich den Betreuer danach. Später erzählten mir andere Praktizierende scherzhaft, ich sei diejenige gewesen, die in der Lerngruppe die meisten Fragen gestellt habe. Dennoch begegnete mir der Betreuer stets mit Geduld und beantwortete jede Frage aufmerksam.

Vor Beginn der Kultivierung litt ich außerdem unter starker Reisekrankheit. Einmal musste ich mich auf einer Schiffsreise so heftig übergeben, dass schließlich nur noch Galle kam. Nachdem ich mit Falun Dafa begonnen hatte, verschwand die Reisekrankheit vollständig.

Ein weiteres Erlebnis blieb mir besonders in Erinnerung. Während einer Fahrt im Nachtzug wachte ich mit starken Magenbeschwerden auf und erbrach eine dunkle, trübe Substanz. Danach verschwanden die Beschwerden meiner chronischen Magenerkrankung, unter der ich jahrelang gelitten hatte.

Ab diesem Zeitpunkt fühlte sich mein Magen vollkommen weich und normal an. Hunger verursachte keine Schmerzen mehr und auch nach dem Essen hatte ich weder Völlegefühl noch Beschwerden. Ich brauchte mich beim Essen nicht mehr einzuschränken und konnte die verschiedensten Speisen genießen. Selbst die feinen Unterschiede ihrer Aromen nahm ich plötzlich wahr. Dieses Gefühl ist kaum zu beschreiben.

Seit meiner frühen Kindheit war meine Mutter mit mir regelmäßig zu ärztlichen Behandlungen gegangen. Einmal erhielt ich sogar sechs Monate lang täglich Penicillin- und Streptomycin-Spritzen. Später schüttelte ein Arzt den Kopf und sagte, er könne kaum glauben, dass diese Behandlung so lange fortgesetzt worden sei. Noch mehr Streptomycin könne zu dauerhaften Hörschäden führen. Tatsächlich war mein Gehör bereits beeinträchtigt.

Wenn Menschen leise sprachen, konnte ich sie oft nicht gut verstehen. Nachdem ich Falun Dafa zu praktizieren begonnen hatte, verbesserte sich mein Hörvermögen deutlich. Auch die Lymphknotentuberkulose, die mich seit meiner Kindheit begleitet hatte, verschwand.

Nicht nur körperlich, sondern auch charakterlich veränderte ich mich sehr. Schon als Kind war ich schnell gereizt und nachtragend gewesen. Kränkungen vergaß ich lange nicht. Einmal war ich so verärgert über meine Mutter, dass ich monatelang kein Wort mit ihr sprach.

Während meiner Schulzeit beklagte ich mich oft tagelang über Mitschüler, die mich geärgert hatten. Ich erzählte meiner Mutter immer wieder dieselben Geschichten, bis sie schließlich sagte: „Versuche, mehr auf die Stärken der Menschen zu achten und weniger auf ihre Schwächen.“

Als ich Falun Dafa praktizierte, veränderte sich meine Einstellung grundlegend. Wenn mich jemand ärgerte, war mein Ärger meist schon am nächsten Tag verflogen. Ich konnte einfach keinen Groll mehr empfinden. Stattdessen fühlte ich mich innerlich leicht und zufrieden.

Ich begann zu verstehen, was wahre Nachsicht bedeutet, und sprach nur noch selten schlecht über andere. Wenn sich meine Mutter über jemanden beschwerte, gab ich ihr oft denselben Rat wie sie mir früher: „Versuche, mehr auf die Stärken der Menschen zu achten und weniger auf ihre Schwächen.“

Als ich mein Studium abschloss, hörte ich viele meiner Kommilitonen sagen, ihre Studienzeit sei letztlich bedeutungslos. Das überraschte mich, denn ich war in diesen Jahren besonders glücklich gewesen.

Nachdem ich die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei gelesen hatte, wurde mir klar, warum meine Kommilitonen die Studienzeit für bedeutungslos hielten: Das war ein Ergebnis der „Philosophie des Kampfes“, welche die bösartige Kommunistische Partei ihnen eingeflößt hatte. Infolgedessen waren ihre Beziehungen voller Konflikte, Argwohn und von Eifersucht geprägt gewesen; sie hatten keine Freundlichkeit erlebt.

Nachdem ich jedoch während meines Studiums begonnen hatte, Falun Dafa zu praktizieren, war ich jeden Tag von gutherzigen Kultivierenden umgeben. Jeder von ihnen fand Freude daran, anderen zu helfen, handelte selbstlos zum Wohle anderer und begegnete den Menschen mit Freundlichkeit. Nur wenn man sich in einem solchen Umfeld befindet, kann man wahres Glück empfinden. Das gilt umso mehr für uns Dafa-Schüler, die wir den Sinn des Lebens verstanden haben. Daher ist der Spruch der Kommunistischen Partei: „Kampf gegen Himmel, Erde und Mensch – die Freude ist endlos“, nichts als trügerischer Unsinn.

Die Schönheit von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht ist unbeschreiblich

Dafa öffnete meine Weisheit

Als ich begann, das Fa zu lernen, spürte ich, dass sich hinter jedem Wort des Meisters Schicht für Schicht eine grenzenlose Bedeutung verbarg, auch wenn ich sie damals noch nicht vollständig erfassen konnte. Nachdem ich mit der Kultivierung begonnen hatte, bemerkte ich, dass mein Denken tiefgründiger geworden war. Ich konnte mich mit Menschen jedes Alters austauschen und ihre Sichtweise besser verstehen.

Meine erste Arbeitsstelle war in der Planungsabteilung von Chemieanlagen bei einem staatlichen Unternehmen. Unser Büro bestand aus insgesamt sechs Personen; ein weiterer junger Kollege und ich waren die Neulinge. Jeden Morgen räumte ich nach meiner Ankunft zuerst das Büro auf. Mein Vorgesetzter freute sich darüber und erzählte den anderen oft, dass er eine fleißige junge Mitarbeiterin eingestellt habe.

Da es sich um ein staatliches Unternehmen handelte, war das Arbeitsumfeld von Konkurrenzdenken und politischen Machtspielen geprägt. Die drei anderen Mitarbeiter ignorierten die Anweisungen ihres Vorgesetzten weitgehend, sodass der Großteil der Arbeit auf seinen Schultern lastete.

Nachdem wir dem Team beigetreten waren, lastete ein erheblicher Teil der Arbeit auf uns. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte die Planung und Konstruktion von Rohrleitungssystemen: von großen und kleinen Rohrdurchmessern über isolierte Leitungen bis hin zu komplexen Rohrführungen mit zahlreichen Richtungsänderungen. Die Arbeit war so intensiv, dass ich nachts sogar von Rohrleitungen träumte.

Eines Tages erzählte mein Vorgesetzter lächelnd, dass er nach seinem Universitätsabschluss ein halbes Jahr gebraucht habe, bevor er selbstständig eine einzige Rohrleitung konstruieren konnte. Er hatte an einer renommierten Universität studiert. Damals war ich überrascht und fragte mich, ob die Arbeit tatsächlich so schwierig war. Schließlich hatte ich direkt nach meinem Studienabschluss bereits mit der Planung von Rohrleitungen für chemische Verfahren begonnen.

Eine Masterstudentin absolvierte nach einiger Zeit ein Praktikum in unserem Unternehmen. Da sie über einen hohen akademischen Abschluss verfügte, beauftragte mein Vorgesetzter sie mit der Konstruktion eines Wärmetauschers. Diese Aufgabe erwies sich als äußerst anspruchsvoll. Während der Zeit ihres Praktikums gelang es ihr nicht, einen vollständigen Entwurf anzufertigen. Daraufhin übertrug mein Vorgesetzter mir die Aufgabe.

Ich arbeitete lange daran, konnte jedoch keine Lösung finden. Schließlich erklärte ich ihm: „Das übersteigt mein Bachelorstudium, deshalb weiß ich nicht, wie ich ihn entwerfen kann.“ Er meinte: „Heißt das, dass Sie es nicht versuchen wollen? Arbeiten Sie einfach weiter daran.“

Schließlich gelang es mir, den Wärmetauscher erfolgreich zu entwerfen. Mein Vorgesetzter lächelte und sagte: „Sie sind die erste Person in unserer Abteilung, die einen Wärmetauscher selbstständig konzipiert hat.“ Doch in Wirklichkeit war es Dafa, das mir die nötige Weisheit verliehen hatte.

Meine Betreuerin zeigte großes Interesse an meiner Abschlussarbeit

Meine zweite Arbeitsstelle war im Vertragsmanagement eines Chemieunternehmens. Mein dortiger erster Vorgesetzter gehörte zu den Menschen, die ihre Mitarbeiter nach dem Prinzip „Über Wasser halten oder untergehen“ anleiten: Er schenkte mir kaum Beachtung und gab mir praktisch keine Anleitung für meine Arbeit. Die Tage vergingen, ohne dass ich viel zu tun hatte oder beruflich vorankam. Schon bald wurde ich von der Position einer Projektassistentin zur Businessassistentin zurückgestuft.

Damals dachte ich ernsthaft darüber nach zu kündigen. Doch dann erinnerte ich mich an das Prinzip der „gegenseitigen Förderung und Hemmung“, von dem der Meister im Fa spricht. Mir wurde bewusst, dass jede Situation zwei Seiten hat, und zwar eine positive und eine negative. Der Nachteil bestand darin, dass mein Vorgesetzter mich weitgehend ignorierte. Der Vorteil war jedoch, dass ich über viel freie Zeit verfügte, die ich sinnvoll nutzen konnte.

Zu dieser Zeit gewann das Projektmanagement in der Branche zunehmend an Bedeutung. So schrieb ich mich in ein Projektmanagementprogramm an einer der renommiertesten Universitäten Chinas ein. Nach Abschluss dieses Studiums bildete ich mich mit einem berufsbegleitenden Masterstudium weiter. Unser Jahrgang umfasste etwa 100 Studenten. Viele waren wichtige Mitarbeiter in den Unternehmen, in denen sie arbeiteten, und trugen gleichzeitig die Verantwortung für ihre Familien. Sie standen unter doppeltem Druck von Beruf und Privatleben. Am Ende schlossen deshalb nur zehn von uns das Programm erfolgreich ab und ich gehörte dazu.

Während ich an meiner Masterarbeit arbeitete, zeigte meine wissenschaftliche Betreuerin großes Interesse an meiner Arbeit. Sie schlug vor, die Arbeit ins Englische übersetzen zu lassen und auf einer internationalen Konferenz für Projektmanagement einzureichen. Die Bedingung war allerdings, dass sie als Erstautor genannt werden wollte. Sie erklärte mir, dass eine solche Veröffentlichung für die praktische Arbeit in einem Unternehmen zwar kaum von Bedeutung sei, in der wissenschaftlichen Welt jedoch erhebliches Gewicht habe. Nach reiflicher Überlegung stimmte ich dem Vorschlag zu.

Damals hatte ich sogar das Gefühl, dass ich in der Lage wäre, eine Doktorarbeit zu schreiben. Das lag nicht daran, dass ich mich als besonders brillant betrachtete, sondern daran, dass die Lehre des Meisters allumfassend ist. Sie enthält alles. Solange man sich dem Fa angleicht, kann man in seinem jeweiligen Fachgebiet bemerkenswerte Leistungen erbringen.

Mein Vorgesetzter erkannte schließlich den Wert meiner Arbeit

Nach dem Abschluss meines berufsbegleitenden Masterstudiums kehrte ich an meinen Arbeitsplatz zurück. Inzwischen hatte ich einen neuen Vorgesetzten. Er sagte oft, seine Aufgabe sei, die Abteilung zu führen und nicht die Arbeit selbst zu erledigen. Deshalb übertrug er mir einen Großteil seiner Aufgaben, sodass ich jeden Tag stark ausgelastet war. Andere empfanden das als Belastung, ich betrachtete es als eine Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und mich beruflich weiterzuentwickeln.

Nach und nach strukturierte ich die Vielzahl der unterschiedlichen Aufgaben und entwickelte eine projektmanagementorientierte Datenbank, die Ordnung und Transparenz in unsere Arbeitsabläufe brachte. Dadurch wurden viele Prozesse übersichtlich geordnet. Die gesamte Abwicklung funktionierte schließlich wie am Schnürchen, wie ein gut eingespieltes System.

Sobald ein Projektleiter mir einen Vertrag übergab, konnte ich alle weiteren Schritte koordinieren – von der Finanzabteilung über die Kundenbetreuung bis hin zur Zusammenarbeit mit der Konstruktionsabteilung und den Lieferanten. Die Abläufe verliefen reibungslos und effizient. Dennoch schien kaum jemand die Bedeutung dieser Arbeit wirklich wahrzunehmen. Weder meine Kollegen noch meine Vorgesetzten betrachteten sie als etwas Besonderes.

Als ich später in den Mutterschaftsurlaub ging, übernahm ein Kollege meine Aufgaben. Schon nach kurzer Zeit geriet die Arbeit in der Projektabteilung zunehmend ins Stocken. Projektleiter, Mitarbeiter der Finanzabteilung, Lieferanten und andere Beteiligte beschwerten sich beim Management über meinen Nachfolger. Einige riefen mich sogar persönlich an und fragten, wann ich zurückkehren würde.

Erst in dieser Situation erkannten meine Vorgesetzten, wie wichtig meine Arbeit tatsächlich war. Ihnen wurde bewusst, dass der von mir entwickelte, datenbankgestützte Ansatz für das Vertrags- und Projektmanagement weit mehr war als eine organisatorische Hilfe. Er ermöglichte es der Unternehmenszentrale, die Projekte aller drei regionalen Niederlassungen effektiv zu überwachen und zu steuern. Damals war mein Gehalt noch vergleichsweise gering. Als ich jedoch nach dem Mutterschaftsurlaub zurückkehrte, wurde ich umgehend befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung.

Als mir die Position genommen wurde, konnte ich sie loslassen

Mit der Zeit erkannte auch der General Manager den Wert meiner Arbeit, insbesondere nachdem die von mir entwickelte Datenbank erfolgreich eingeführt worden war. Er teilte mir mit, dass er plane, eine eigenständige Abteilung einzurichten, und dass er mich als deren Leiterin einsetzen wolle. Während einer Besprechung der Führungskräfte schlug jedoch eine Managerin aus einer anderen Abteilung vor, sie könne die Arbeit selbst übernehmen. Sie hatte auch die Bedeutung dieser neuen Abteilung erkannt.

Später sagte sie zu mir: „Diese Position war ursprünglich für Sie vorgesehen. Aber Ihre derzeitige Position als Senior Manager ist die höchste Stufe, die Sie in diesem Unternehmen erreichen können.“ Als ich das hörte, war ich zunächst enttäuscht und fühlte mich ungerecht behandelt. Doch der Ärger hielt nicht lange an. Ich musste mich an die Maßstäbe für Kultivierende halten. Kultivierende wissen, wie sie etwas loslassen können, und messen weltlichen Gewinnen und Verlusten keinen großen Wert bei.

Der Geschäftsführer und der General Manager wollten, dass ich bleibe

Nach einiger Zeit beförderte das Unternehmen einen weiteren Mitarbeiter zum stellvertretenden Abteilungsleiter. Ein oder zwei Jahre später trat die damalige Abteilungsleiterin zurück, und ein neuer Manager übernahm die Abteilung. Wieder vergingen einige Jahre, bis schließlich sowohl der stellvertretende Abteilungsleiter als auch ich nahezu gleichzeitig unsere Kündigung einreichten. Mein Rücktritt erfolgte aus familiären Gründen.

Damals sagte der Abteilungsleiter zu mir: „Wenn der stellvertretende Abteilungsleiter kündigt, werden weder der Geschäftsführer noch der General Manager persönlich mit ihm sprechen. Wenn Sie jedoch gehen wollen, werden sie Sie ganz sicher zu einem Gespräch geladen.“

Tatsächlich suchten sowohl der Geschäftsführer als auch der General Manager das Gespräch mit mir und versuchten, mich zum Bleiben zu bewegen. Sie boten mir sogar an, halbtags zu arbeiten, falls dies meine Situation erleichtern würde. Da meine Entscheidung jedoch auf familiären Verpflichtungen beruhte, musste ich ihr Angebot dankend ablehnen.

Ich glaube, ich verstehe, warum die Unternehmensleitung mich so sehr schätzte. Während meiner mehr als zehnjährigen Tätigkeit im Unternehmen war ich stets zuverlässig, gewissenhaft und bodenständig. Ich erledigte meine Aufgaben verantwortungsbewusst, beklagte mich nicht über zusätzliche Arbeit und entzog mich niemals der Verantwortung.

Ebenso habe ich nie wegen persönlicher Vorteile konkurriert oder meine Position genutzt, um mir selbst Vorteile zu verschaffen. Integrität und Aufrichtigkeit waren für mich im beruflichen und im persönlichen Leben selbstverständlich.

Einmal suchte der Geschäftsführer nach einem Mitarbeiter, der die Verwaltung vertraulicher Unternehmensunterlagen übernehmen sollte. Nach sorgfältiger Prüfung erklärte er, dass er mich für die geeignetste Person halte und mir am meisten vertraue, wenn es um den Umgang mit sensiblen Informationen gehe.

Diese Erfahrung erinnerte mich an das Beispiel der Textilfabrik, das der Meister im Zhuan Falun erwähnt. Dort wirkten sich die vorbildlichen Verhaltensweisen von Falun-Dafa-Praktizierenden positiv auf die Moral und das Arbeitsklima des gesamten Betriebs aus. Für viele Unternehmer ist es offensichtlich, dass Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und moralische Integrität einen positiven Einfluss auf ein Unternehmen haben. Aber der ehemalige Staatschef Jiang Zemin begriff es nicht und leitete eine Verfolgung gegen Falun Dafa ein. Das hat unserem Land schweren Schaden zufügt. Es war ein Akt extremer Bosheit und völliger Dummheit.

Zur selben Zeit kamen Mitarbeiter der Staatssicherheit wiederholt an meinen Arbeitsplatz, um mich aufzusuchen, da ich eine Strafanzeige gegen Jiang eingereicht hatte. Der Personalchef unseres Unternehmens kannte die Hintergründe der Verfolgung und verstand die tatsächliche Situation. Er setzte sich für mich ein, warnte mich rechtzeitig vor möglichen Gefahren und gab mir Tipps.

Dafa hat mein Schicksal verändert

Vor einigen Jahren wurde ich, während ich gemeinsam mit meiner Familie Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte, festgenommen und in eine Haftanstalt gebracht. Dort befand sich in meiner Zelle eine Frau, die sich mit Handlesen beschäftigte. Im Gespräch erzählte ich ihr, dass sich mein Gesundheitszustand durch das Praktizieren von Falun Dafa erheblich verbessert habe.

Nachdem sie meine Hand betrachtet hatte, sagte sie: „Dein Schicksal hat sich tatsächlich verändert. Deine Lebenslinie weist eine Unterbrechung auf. Nach den Linien deiner Handfläche wäre dein Leben ursprünglich nur bis etwa zum 40. Lebensjahr gegangen. Doch dein heutiger körperlicher Zustand stimmt überhaupt nicht mit dem überein, was deine Handlinien zeigen.“

Durch die Kultivierung in Dafa kann man einen gesunden Körper erlangen, länger leben und sich charakterlich verbessern. Doch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) nimmt diese guten Menschen fest und wirft sie ins Gefängnis; sie verfolgt solche Menschen! Es ist offensichtlich, wer gut und wer böse ist.

Während der Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh haben viele Menschen die bösartige Natur der Partei klar erkannt. In einer Haftanstalt zeigte einmal ein Häftling, der für die Aufrechterhaltung der Ordnung in der Zelle verantwortlich war, auf mich und sagte: „Ein Blick genügt. Man sieht dieser Person sofort an, dass sie friedlich ist und mit niemandem Streit sucht. Einen so guten Menschen einzusperren, ist einfach nicht richtig. Das ist äußerst bösartig.“

Gutherzige Menschen müssen die bösartige Natur dieser Partei klar erkennen, sich von ihren Organisationen zurückziehen und sich von der Bosheit distanzieren. Dann werden sie, angeleitet von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, eine glückliche Zukunft haben.