(Minghui.org) Eine 56-jährige Frau aus dem Kreis Huangchuan, Provinz Henan, wurde Ende April 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Henan eingeliefert, um erneut eine zweijährige Haftstrafe anzutreten. Diese war ihr 2021 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa auferlegt worden. Ende Mai wurde ihre Familie darüber informiert, dass sie bestimmte Krankheitssymptome zeigte. Das Gefängnis erklärte sich jedoch nur dann bereit, sie in ein Krankenhaus zu verlegen, wenn die Familie zusagte, die medizinischen Kosten zu übernehmen.
Ding Zerong, Jahrgang 1970, verdankt Falun Dafa, dass sie wieder Hoffnung im Leben gefunden hatte. Ihr Mann war im Juli 1997 verstorben, als sie erst 27 Jahre alt war. Aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands hatte sie große Mühe, sich allein um ihr Kind zu kümmern. Nachdem sie im Frühjahr 1998 mit dem Praktizieren Falun Dafa begonnen hatte, verschwanden all ihre Krankheitssymptome.
Ding hielt an ihrem Glauben fest, nachdem das kommunistische Regime im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begonnen hatte. Am 5. Juni 2021 verteilte sie beim Einkaufen auf dem Markt im Kreis Huangchuan einige Falun-Dafa-Flyer. Sie wurde von Beamten der Polizeiwache Beicheng festgenommen und in die Haftanstalt des Kreises Huangchuan gebracht. Dreizehn Tage später wurde sie in die Haftanstalt der Stadt Xinyang verlegt; der Kreis Huangchuan untersteht der Verwaltung von Xinyang. Da sie die vorgeschriebene medizinische Untersuchung nicht bestand, wurde sie gegen Kaution freigelassen.
Später übergab die Polizeibehörde des Kreises Huangchuan Dings Fall an die Staatsanwaltschaft des Kreises Huangchuan. Nach ihrer Anklageerhebung wurde sie vom Gericht des Kreises Huangchuan mehrfach vorgeladen, um die Unterlagen zu ihrem Fall zu unterzeichnen. Zudem belästigten sie Beamte der Polizeiwache des Dorfes Jiangji auf Anordnung des Gerichts mehrfach in ihrer Wohnung. Eines Tages schob ihr ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft die Anklageschrift unter der Tür hindurch. Sie stellte fest, dass diese von Xu Shikun und Li Wei unterzeichnet war.
Kurze Zeit später drang die Polizei zu einem unbekannten Zeitpunkt in Dings Wohnung ein und brachte sie in die Haftanstalt der Stadt Xinyang. Aufgrund von hohem Blutdruck wurde sie dort nicht aufgenommen. Die Polizei weigerte sich jedoch, sie freizulassen, und hielt sie stattdessen in der Haftanstalt des Kreises Huangchuan fest. Später wurde Ding zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt, die sie jedoch zu Hause absitzen durfte. Einzelheiten zu ihrer Verurteilung sind unklar.
Dings Haftzeit endete im März 2023, doch die Behörden entschieden später, dass sie die bereits abgelaufene Strafe doch noch im Gefängnis verbüßen müsse. Im August 2025 nahm die Polizei sie auf der Straße fest und brachte sie für eine körperliche Untersuchung in ein Krankenhaus. Dabei wurde festgestellt, dass sie haftunfähig war. Man versuchte es in einem weiteren Krankenhaus, doch die Ergebnisse deuteten auf ein Organversagen hin. Erneut wurde ihr die Aufnahme in die Haftanstalt des Kreises Huangchuan verweigert, woraufhin sie freigelassen wurde.
Um weiterer Verfolgung zu entgehen, sah sich Ding gezwungen, fernab von zu Hause zu leben. Schließlich wurde sie am 17. März 2026 von Gerichtsvollziehern des Bezirksgerichts Huangchuan festgenommen. Sie wurde zunächst im Untersuchungsgefängnis der Stadt Xinyang festgehalten und Ende April 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Henan (in der Stadt Xinxiang) verlegt. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich innerhalb eines Monats rapide. Dennoch verweigerte die Gefängnisleitung eine medizinische Behandlung, solange ihre Familie nicht bereit war, die Kosten zu tragen.
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72-Jährige festgenommen – sie muss voraussichtlich eine zweijährige Haftstrafe verbüßen
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