(Minghui.org) Nachdem ein 63-jähriger Mann aus Chongqing wegen des Praktizierens von Falun Dafa mehr als zehn Jahre hinter Gittern verbracht hatte, traf ihn die Aussetzung seiner Rente schwer. Zwar gelang es ihm 2024, eine schlecht bezahlte Arbeit zu finden, doch wurde sein Arbeitgeber von den Behörden unter Druck gesetzt, ihn im Mai 2026 aufgrund seines Glaubens zu entlassen.

Zu vier Jahren Gefängnis verurteilt

Kuang Xinrong begann Anfang 1999, Falun Dafa zu praktizieren, wenige Monate, bevor die Kommunistische Partei Chinas die landesweite Verfolgung dieser Praxis für Körper und Geist anordnete. Weil Kuang sich weigerte, seinem Glauben abzuschwören, wurde er mehrfach festgenommen. Er wurde dreimal in Arbeitslagern eingesperrt sowie einmal zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Seine erste Festnahme erfolgte am 13. September 1999, nachdem er nach Peking gereist war, um sich für das Recht einzusetzen, Falun Dafa zu praktizieren. Er wurde nach Chongqing zurückgebracht und zu einer zweijährigen Haft im Zwangsarbeitslager Xishanping verurteilt. Dort wurde er wiederholt geschlagen, gefoltert und in Einzelhaft gehalten.

Da Kuang auch nach Ablauf seiner Haft im Zwangsarbeitslager im September 2001 an seinem Glauben festhielt, ließen ihn die örtliche Polizei und die Beamten vom Büro 610 nicht frei, sondern brachten ihn in die Gehirnwäsche-Einrichtung Jiangjin. Dort wurde er ein weiteres Jahr festgehalten und ständig misshandelt.

Im Juni 2003, weniger als ein Jahr nach seiner Freilassung, wurde Kuang erneut festgenommen und zu einer weiteren 18-monatigen Haftstrafe im Zwangsarbeitslager Xishanping verurteilt. Er kam im Januar 2005 frei.

Am 10. Oktober 2006 wurde er erneut festgenommen, weil er mit Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte. Diesmal erhielt er eine dritte Arbeitslagerstrafe von zwei Jahren und wurde am 1. November 2006 in das Zwangsarbeitslager Xishanping eingewiesen.

Kuangs nächste Festnahme erfolgte am 2. September 2009. Am 25. Januar 2010 stand er vor dem Bezirksgericht Jiangjin und wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Er verbüßte seine Strafe im Gefängnis Yongchuan.

Die örtliche Polizei schikanierte Kuang auch nach seiner Freilassung am 1. Februar 2013 weiter. Am 10. Oktober 2013 wurde er auf dem Heimweg vom Lebensmitteleinkauf festgenommen und 40 Tage lang in einer örtlichen Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten.

Am 24. April 2023 wurde Kuang erneut von mehr als zehn Beamten festgenommen. Er wurde acht Monate lang im Untersuchungsgefängnis Huayan festgehalten und am 4. Januar 2024 freigelassen.

Jüngste Schikanen und finanzieller Ruin

Jahrelange Haft und Folter hatten Kuangs Gesundheit schwer zugesetzt; dennoch setzten die Behörden seine Rente aus (der genaue Zeitpunkt ist unbekannt), um die Verfolgung gegen ihn fortzusetzen. Nach seiner letzten Freilassung im Januar 2024 gelang es Kuang, eine Anstellung als Sicherheitskraft zu finden – eine Tätigkeit, die mit langen Arbeitszeiten und geringer Bezahlung verbunden war.

Als Direktor Chen vom Büro für umfassendes Management der Gemeinde Degan von Kuangs neuer Arbeitsstelle erfuhr, erschien er am 25. April 2026 gemeinsam mit einem Polizeibeamten bei ihm zu Hause. Sie fotografierten Kuang ohne seine Zustimmung. Er forderte sie auf zu gehen.

Am 25. Mai kamen Chen und vier weitere Beamte erneut – darunter Wang Zhouxiang und Wan sowie Yang, ein Angestellter der Lokalverwaltung, und Yao, dessen Identität unbekannt ist. Kuang verlangte, dass sie sich auswiesen, doch sie weigerten sich.

Die Beamten gaben an, sie seien gekommen, um sich nach den Schwierigkeiten zu erkundigen, mit denen Kuang zu kämpfen habe, und um zu erfahren, wo er arbeite. Kuang schilderte ihnen seine finanziellen Nöte und erklärte, dass er gezwungen sei, auch mit über 60 noch zu arbeiten, um über die Runden zu kommen.

Kurz darauf setzten sich die Behörden mit Kuangs Arbeitgeber in Verbindung und versuchten, über dessen Arbeitsverhältnis Druck auf ihn auszuüben, Falun Dafa aufzugeben. Kuang weigerte sich, dem nachzukommen, woraufhin sein Arbeitgeber ihn am 28. Mai auf Druck der Polizei entließ.

Verfolgung von Kuangs Frau

Kuangs Frau, Huang Daifang, praktiziert ebenfalls Falun Dafa. Sie wurde am 10. Oktober 2006 gemeinsam mit Kuang festgenommen und für einen unbekannten Zeitraum inhaftiert. Nach einer erneuten Festnahme am 24. März 2023 wurde sie im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Jiangjin festgehalten und später vom Bezirksgericht Jiulongpo zu 18 Monaten Haft verurteilt. Sie wurde am 23. Oktober 2024 freigelassen.

Früherer Bericht:

Kuang Xinrongs Verteidigung behindert