(Minghui.org) Printemps Haussmann ist eine Pariser Ikone. Das elegante Kaufhaus zieht jährlich fast 20 Millionen Besucher aus aller Welt an, darunter viele Chinesen. Als Falun-Dafa-Praktizierende gehe ich regelmäßig dorthin, um vor allem die chinesischen Touristen über die wahre Geschichte von Falun Dafa zu informieren. Sie können anschließend die Lügen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) erkennen.
Eines Tages dieses Jahres, es war Anfang Januar, unterhielt ich mich wie üblich mit den Menschen vor dem Gebäude. Die meisten Passanten waren langsam unterwegs, da der Schnee der letzten Tage zu schmelzen begann und sich hier und da Pfützen auf der Straße bildeten. Plötzlich kam ein junger Chinese schnell auf mich zu und blieb vor mir stehen. „Tante, ich bin heute hier, um mich bei Ihnen zu entschuldigen“, sagte er. „Sie erinnern sich vielleicht nicht an mich, aber ich komme hier ab und zu vorbei. Wir haben uns auch schon ein paar Mal unterhalten.“
Der junge Mann – er heißt Chen – erzählte, dass er am nächsten Tag wegziehen werde und dann in einer weit entfernten Stadt arbeiten würde. „Deshalb möchte ich mich heute bei Ihnen für die beleidigenden Äußerungen entschuldigen, die ich in den letzten Jahren gemacht habe“, erklärte er. Anschließend erzählte er mir von unseren Gesprächen.
Negative Gedanken bei der ersten Begegnung
„Vor fünf Jahren kam ich aus einer chinesischen Großstadt nach Paris, um hier mein Studium abzuschließen. Als ich eines Tages zu Printemps Haussmann ging, war ich überrascht, eine Gruppe Chinesen dort anzutreffen. Sie hatten Transparente und Plakate dabei. Ich war neugierig und wollte wissen, um was es ging. Ich kam näher heran und bemerkte ein Transparent mit der Aufschrift: ‚Die Welt braucht Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht‘. Mir war sofort klar, dass es sich um Falun Gong handeln musste.
Ab der Grund- und Mittelschule erzählten uns die Lehrer viel Negatives über Falun Gong. Da ich nicht wusste, dass es sich dabei um Propaganda handelte, glaubte ich den Lehrern. Die Praktizierenden wollten mir sogar eine Broschüre über Falun Gong in die Hand drücken. Ich wollte sie nicht annehmen, habe sie zurückgeschoben und sie ist zu Boden gefallen. Es war mir egal. Ich bin einfach weitergegangen.
Danach sah ich Sie hier oft, wenn ich vorbeikam. Aber ich ging immer auf der anderen Straßenseite, um Ihnen aus dem Weg zu gehen. Eines Tages kam ich zufällig wieder vorbei. Sie riefen: ‚Junger Mann, wie geht es Ihnen? Sind Sie Tourist oder studieren Sie hier?‘ Wieder versuchte ich, Sie zu ignorieren, sagte zu Ihnen ‚Unsinn‘ und ging weiter. Heute schäme ich mich wirklich für mein Verhalten und meine Ignoranz.
Die Fakten kennenlernen
Einige Male sah ich Sie mit chinesischen Touristen plaudern. Manche waren Ihnen dankbar und gaben Ihnen sogar zum Abschied die Hand. Ich war verwirrt und dachte: ‚Vielleicht ist Falun Gong ja doch nicht so schlecht.‘
Mein Arbeitsplatz befindet sich in der Nähe, ich komme oft hier vorbei. Letzten Sommer trafen wir uns zufällig wieder. Sie grüßten mich und fragten: ‚Kommen Sie aus China?‘ Diesmal antwortete ich höflich: ‚Ja, ich bin hierhergekommen, um zu studieren. Inzwischen habe ich mein Studium abgeschlossen und gerade angefangen zu arbeiten.‘
Als Sie mich fragten, ob ich aus den Organisationen der KPCh ausgetreten sei, verneinte ich. Daraufhin fragten Sie: ‚Sie wissen doch, dass man bei der Aufnahmezeremonie in die KPCh, in den Kommunistischen Jugendverband oder in die Jungen Pioniere die Faust ballen und schwören muss, sein Leben der Partei zu widmen? Stimmt's?‘ Ich bejahte. Ich erinnere mich noch gut an das, was Sie mir an jenem Tag sagten: ‚Im Kommunistischen Manifest bezeichnete Karl Marx den Kommunismus als ein Gespenst, das in Europa umgeht. Das ist kein Zufall, denn verschiedene Veröffentlichungen belegen Marx' Verbindungen zum Satanismus. Leider wurde China der Kommunismus später aufgezwungen und hat in unzähligen politischen Kampagnen so vielen Menschen geschadet‘, erklärten Sie mir und fragten: ‚Wir Chinesen haben unsere Wurzeln. Wie könnten wir also unsere Traditionen verraten und unsere Seele an ein solch bösartiges Gespenst verkaufen?‘
Ihre Worte schockierten mich, denn über diese Dinge hatte ich bis dahin nie nachgedacht. Doch sie leuchteten mir ein und ich stimmte zu, aus dem Jugendverband der KPCh und den Jungen Pionieren auszutreten. Am selben Tag gaben Sie mir die Broschüre Neun Kommentare über die Kommunistische Partei, die ich dann zweimal durchlas. Die darin enthaltenen historischen Fakten schockierten mich – die KPCh hatte tatsächlich viele unschuldige Menschenleben auf dem Gewissen und die traditionelle chinesische Kultur zerstört. Sogar die Pandemie wurde vom KPCh-Virus verursacht und schadete der ganzen Welt.
Tante, wenn ich zurückblicke, bin ich so froh, China verlassen und hier die wahren Umstände erfahren zu haben. Die Menschen in China können diese Tatsachen nicht erfahren, weil die Partei sie nur mit Lügen abspeist.“
Niemand zahlt uns einen Cent
Chens Worte berührten mich. Er erzählte weiter: „Nachdem ich die KPCh-Organisationen verlassen hatte, warf ich oft, wenn ich vorbeikam, einen Blick auf die andere Straßenseite. Ich sah Sie und andere Praktizierende oft mit chinesischen Touristen sprechen.“ Ich nickte zustimmend, da ich täglich mit der U-Bahn hierherfahre.
„Tante, wenn es Ihnen nichts ausmacht, hätte ich noch eine Frage. In den letzten fünf Jahren habe ich Sie hier bei jedem Wetter gesehen. Das ist eine enorme Leistung. Sicherlich sind Ihnen auch schon Leute wie ich begegnet, die Ihnen das Leben schwergemacht haben. Aber Sie sind immer ruhig geblieben. Warum tun Sie denn das alles? Werden Sie vielleicht nach der Anzahl der Menschen bezahlt, mit denen Sie sprechen?“
Ich schüttelte den Kopf. „Niemand zahlt uns einen Cent. Wir machen das alle freiwillig“, erklärte ich. „Wissen Sie, allein für die U-Bahn muss ich über 90 Euro im Monat bezahlen.“ Chen war schockiert und riss die Augen auf, als ob er sich fragte, warum ich so etwas tun würde. Ich fuhr fort: „Jede Familie hat Probleme – Gesundheit, Konflikte, finanzielle Schwierigkeiten, um nur einige zu nennen. Mit fünf Übungen und den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht hat Falun Gong Millionen von Familien Gesundheit und Glück gebracht. Ist das nicht ein Wunder und etwas Gutes für unsere Gesellschaft?“
Chen hörte zu, während ich fortfuhr: „Aber die KPCh und ihr ehemaliger Vorsitzender Jiang Zemin haben dies ignoriert, da sie lediglich die Gedanken der Menschen kontrollieren wollten. Infolgedessen haben sie Falun Gong ab Juli 1999 unterdrückt. In den vergangenen 27 Jahren wurden zahlreiche Praktizierende unrechtmäßig festgenommen, verhaftet und inhaftiert. Manche wurden gefoltert oder mussten Zwangsarbeit leisten. Es kommt sogar zu zwangsweisen Organentnahmen.
Da wir durch das Praktizieren die positiven Auswirkungen selbst erfahren oder miterlebt haben, fühlen wir uns verpflichtet, anderen zu vermitteln, was Falun Gong wirklich ist“, erklärte ich. „Wenn zudem die Mehrheit der chinesischen Bevölkerung blind der Hasspropaganda der KPCh gegen Falun Gong glaubt, könnte dies Konsequenzen für sie haben, wenn die Partei ihr Ende findet. Deshalb riskieren Praktizierende in China ihr Leben, um die tatsächlichen Fakten zu verbreiten, und im Ausland tun wir dasselbe.“
Lebewohl
Chen war sehr gerührt. „Vielen Dank, Tante. Ich bin froh, dass ich heute noch einmal mit Ihnen sprechen konnte, bevor ich wegziehe. Ich freue mich auch, heute noch mehr erfahren zu haben. Sie haben mir auch erklärt, warum Sie das tun. Falun Gong ist wirklich außergewöhnlich: Die Praktizierenden tun das für andere und bringen sogar Opfer für andere.“
Ich lächelte und antwortete: „Vielen Dank! Inzwischen haben mehr als 450 Millionen Chinesen die Verbindungen zu den Organisationen der KPCh aufgegeben.“ Chen meinte daraufhin: „Wenn jemand all dies in einem Buch festhalten könnte, wäre das eine sehr wichtige Aufzeichnung. Es wäre eine Chronik unserer Zeit. Ich glaube, dieses Buch würde die Zeiten überdauern und auch künftige Generationen inspirieren.“
Ich nickte und sagte: „Da Sie sich außerhalb Chinas befinden, besuchen Sie doch bitte die Websites Falun Dafa und Minghui.org. Dort können Sie das Zhuan Falun, das Hauptwerk von Falun Gong, lesen. Sie werden dadurch vieles besser verstehen können. Wenn es Ihnen möglich ist, bitten Sie auch Ihre Familie und Freunde, sich die folgenden Worte zu merken: ‚Falun Dafa ist gut. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.‘ Das wird Ihnen Schutz und Segen bringen.“
Chen verbeugte sich vor mir und sagte: „Danke, Tante, ich werde es mir merken.“
Als ich den schmelzenden Schnee auf der Straße und die aufgehende Sonne sah, empfand ich Erleichterung und freute mich für Chen. Fünf Jahre hatte es gedauert, bis sein Verstand klar wurde und sich seine Feindseligkeit gegenüber Falun Gong aufgelöst hatte. Doch wir Praktizierende müssen uns weiter anstrengen. Es gibt noch viele Menschen wie Chen, die die Fakten und die wahren Umstände erfahren müssen. Dann können sie sich auf eine gute Zukunft freuen.
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