(Minghui.org) Im Juli 1997 fing ich an, Falun Dafa zu praktizieren. Mittlerweile bin ich 74 Jahre alt. Der Meister hat meine Krankheiten geheilt und ich bin gesund. Dass ich Falun Dafa praktizieren kann, ist der größte Segen in meinem Leben. Ich schätze diese Gelegenheit zutiefst.

Mein Verständnis von Kultivierung war oberflächlich. Erst vor Kurzem habe ich erkannt, was es heißt, sich wirklich zu kultivieren. Ich dachte, ich würde mich kultivieren, solange ich die drei Dinge mache. Als ich auf Minghui.org Erfahrungsberichte las, fiel mir auf, dass mehrere Praktizierende hervorhoben, wie wichtig es sei, sich solide zu kultivieren. In den 28 Jahren meiner Kultivierung hatte ich nie das Gefühl, eine göttliche Seite zu haben. Ich hatte das Gefühl, mich nicht gut kultiviert zu haben, und wünschte mir aufrichtig, mich zu erhöhen.

Doch warum kam ich nur so langsam voran? Ich lernte doch jeden Tag das Fa. Warum machte ich dann keine Fortschritte? Ich las weitere Erfahrungsberichte auf Minghui.org, die mich inspirierten.

Ein Praktizierender schrieb beispielsweise, dass man keine wirkliche Anleitung durch das Fa erhalten könne, wenn man beim Fa-Lernen nicht konzentriert sei. Das rüttelte mich sofort auf. Manchmal schweiften meine Gedanken beim Lesen ab, manchmal war ich überhaupt nicht konzentriert.

Endlich erkannte ich, warum ich keine Fortschritte machte: Ich hatte das Fa nicht gut gelernt. Das Fa ist die Grundlage von allem. Es war also kein Wunder, dass mein Verständnis der Prinzipien von Falun Dafa nicht klar war. Meine Xinxing erhöhte sich nicht, weil ich mich beim Lesen nicht dem Fa anglich.

So stärkte ich mein Hauptbewusstsein und las fleißig das Fa. Ich prüfte mich dahingehend, ob ich die Anforderungen des Meisters erfüllte. Ob beim Lesen oder beim Auswendiglernen des Fa, ich konzentrierte mich intensiv und verhinderte, dass meine Gedanken abschweiften. Immer wenn ich merkte, dass meine Gedanken abschweiften, las ich den Absatz noch einmal und stärkte mein Hauptbewusstsein. Mit der Zeit verbesserte sich die Situation.

Jetzt verstehe ich: Wahre Kultivierung bedeutet, sich jederzeit an den universellen Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu messen. Es bedeutet, bedingungslos nach innen zu schauen, seine Worte und sein Herz zu kultivieren, Anhaftungen und Begierden in Bezug auf die Menschenwelt loszulassen, sich zu erhöhen und einen unerschütterlichen Glauben an den Meister und das Fa zu haben.

Nach über 20 Jahren verstehe ich endlich, was es bedeutet, sich wirklich zu kultivieren.

Meine grundlegende Anhaftung beseitigen

Ich lese gern Artikel auf Minghui.org. Viele Praktizierende haben darüber berichtet, wie sie ihre grundlegenden Anhaftungen erkannt haben, was mich tief bewegt hat. Mir wurde klar, dass auch ich meine grundlegende Anhaftung erkennen muss.

Früher litt ich unter Krankheiten. Ich hatte drei Kinder und einen Mann, der nur wenig Geld verdiente. Unser Leben war sehr schwer. Meine schlechte Gesundheit und unsere finanziellen Nöte gaben mir ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit.

Da schlug mir eine Freundin vor, Falun Dafa zu praktizieren. Sie sagte, es sei eine Kultivierungsmethode der buddhistischen Schule, die die Gesundheit verbessere, die Menschen lehre, gut zu sein, sowie die Moral erhöhe. Als ich das hörte, begleitete ich sie gern zu einem Übungsplatz. Schon nach wenigen Tagen, an denen ich die Falun-Dafa-Übungen praktizierte, fühlte ich mich wunderbar. Mein ganzer Körper fühlte sich leicht und angenehm an.

Der Betreuer des Übungsplatzes schlug mir vor, das Hauptwerk von Falun Dafa, das Zhuan Falun, zu lesen. Als ich das Buch aufschlug und das Foto des Meisters sah, verspürte ich sofort ein Gefühl von Wärme und Vertrautheit. Ich begriff, dass der Meister meinen Körper reinigte, und war überglücklich. Ich hatte mich schon immer kultivieren wollen und nun leitete mich der Meister an. So begann ich mit der Kultivierung. Innerhalb von zwei Monaten waren all meine Krankheiten verschwunden. Mein Leben wurde besser und ich blickte hoffnungsvoll in die Zukunft.

Zu Beginn meiner Kultivierung hatte ich das Gefühl, als würde mich eine unaufhaltsame Kraft vorantreiben. Damals beruhte mein Verständnis von Falun Dafa jedoch noch weitgehend auf Gefühlen. Ich wusste noch nicht, wie ich meine Xinxing erhöhen sollte.

Mit der Zeit ließ ich nach, war weniger fleißig und wurde selbstgefällig. Sobald die durch die Krankheiten verursachten Leiden verschwunden waren, entspannte ich mich wieder. Die Hoffnung kehrte in mein Leben zurück, aber ebenso auch mein Festhalten an dem Leben eines gewöhnlichen Menschen. Obwohl ich die drei Dinge ausübte, gelang es mir nicht, einen Durchbruch in meiner Kultivierung zu erzielen.

Meine Sehnsucht nach einem bequemen Leben ist womöglich meine grundlegende Anhaftung. Ich strebte nach Ruhm und Gefühlen und ging wie ein gewöhnlicher Mensch mit Verlust und Gewinn um. Der Meister hat meinen Körper gereinigt, damit ich mich kultivieren kann, und nicht, damit ich das Leben eines gewöhnlichen Menschen führe. Ich schaffte es nicht, Leiden als Freude zu betrachten, und kultivierte mein Herz und meine Gedanken nicht. Stattdessen entstand die Anhaftung an weltliche Annehmlichkeiten und Vergnügungen.

Ich möchte diese Dinge nicht haben. Ich möchte diese grundlegende Anhaftung beseitigen, mein wahres Selbst von meinen erworbenen Anschauungen unterscheiden, fleißig vorankommen und mit der Fa-Berichtigung des Meisters Schritt halten.

Bestätige ich das Fa oder mich selbst?

Unsere Verantwortung als Praktizierende in der Zeit der Fa-Berichtigung besteht darin, die Großartigkeit des Meisters und das Außergewöhnliche des Dafa zu bestätigen. Dafa ist das grundlegende Gesetz des Universums, die Wahrheit des Kosmos und eine Praxis, die der Gesellschaft in vielerlei Hinsicht zugutekommt. Falun Dafa ist da, um den Menschen Erlösung zu bieten.

Wenn wir aber Anhaftungen wie Angst, Prahlerei, Überschwang oder das Ego nicht beseitigen, kann es passieren, dass wir unbewusst uns selbst und nicht das Fa bestätigen.

Jahrelang war ich mit dem Fahrrad unterwegs und niemand hatte jemals etwas dazu gesagt. Doch seit August vergangenen Jahres fragen mich die Menschen plötzlich, wie alt ich sei. Wenn ich ihnen dann erwidere, dass ich über 70 Jahre alt bin, äußern sie meistens: „Sie sind über 70 und fahren immer noch Fahrrad? Das ist beeindruckend! Sie müssen in hervorragender Verfassung sein.“ – „Ich habe keine Krankheiten. Ich fahre schon seit Jahren Fahrrad“, ist dann stets meine Antwort darauf gewesen.

Doch dann hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Warum hatte das früher niemand angesprochen? „Hat sich bei mir Prahlerei entwickelt?“, fragte ich mich. „Gibt es in meiner Kultivierung etwas, das ich korrigieren muss?“ Nachdem ich das Fa gelernt und die Grundsätze besser verstanden hatte, wusste ich, was zu tun war.

Als ich das nächste Mal mit dem Fahrrad unterwegs war, sah ich eine Frau, die über 50 Jahre alt zu sein schien. Ich hielt an und begrüßte sie. Sie sagte: „Es ist toll, dass Sie immer noch Fahrrad fahren – wie ein junger Mensch!“ Ich erzählte ihr, dass ich Falun Dafa praktizieren würde und dass sich mein Meister um mich kümmere, sodass ich frei von Krankheiten sei. Sie antwortete: „Falun Dafa ist sehr gut. Meine Tante praktiziert es und es geht ihr sehr gut.“ Ich fragte sie, ob ihre Tante ihr vom Austritt aus den Organisationen der Kommunistischen Partei Chinas erzählt habe – sie sei in Sicherheit, wenn sie austrete. Sie sei bereits ausgetreten, teilte sie mit. „Das ist wunderbar“, freute ich mich für sie. „Dann haben Sie eine gute Zukunft für sich gewählt.“

Interessanterweise machte nach diesem Gespräch niemand mehr ähnliche Bemerkungen über mein Alter oder meine Verfassung. Mir wurde klar: Der Grund war, dass ich nun den Unterschied zwischen der Bestätigung des Fa und der Selbstbestätigung verstanden hatte. Sobald ich das Problem erkannt und mich korrigiert hatte, traten solche Situationen nicht mehr auf.

Alles, was uns begegnet, hat mit unserer Kultivierung zu tun. Der Meister ist barmherzig. Er hat mir geholfen zu verstehen, dass Praktizierende hier sind, um das Fa und nicht sich selbst zu bestätigen. Ich schreibe diese Erfahrung auf, um mich zu ermahnen, es bei der Fa-Bestätigung besser zu machen.

Ich bin dem Meister zutiefst dankbar, dass er mir ermöglicht hat, Falun Dafa zu praktizieren. Ich habe das Gefühl, zu den glücklichsten Menschen der Welt zu gehören.

In dieser kostbaren Zeit, die der Meister durch unermessliche Aufopferung und Erdulden für uns verlängert hat, werde ich mich unaufhörlich gemäß den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht korrigieren. Ich werde mich bemühen, meine Begierden und Anhaftungen zu beseitigen, die drei Dinge gut zu machen und mich wirklich zu kultivieren.

Ich hoffe, dass ich mein Gelübde erfüllen und dem Meister nach Hause folgen kann. Sollte etwas nicht dem Fa entsprechen, weist mich bitte darauf hin. Vielen Dank, verehrter Meister!


Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel stellt die persönliche Ansicht und Erkenntnis des Autors dar und dient dem Verständnisaustausch.