(Minghui.org) Ich begann im März 1998 Falun Dafa zu praktizieren, und bin heute 67 Jahre alt. Das Aussenden der aufrichtigen Gedanken fällt unter die drei Dinge, die der Meister von den Praktizierenden in der Zeit der Fa-Berichtigung verlangt. Es muss gut ausgeführt werden. Ich möchte meine persönlichen Erfahrungen teilen, um die Wichtigkeit des Aussendens der aufrichtigen Gedanken aufzuzeigen. Sollte etwas nicht im Einklang mit dem Fa sein, bitte ich darum, mich gütig darauf hinzuweisen.

In ein Zwangsarbeitslager gebracht

Im Jahr 2008 wurden mein Mann (ebenfalls ein Praktizierender) und ich gleichzeitig verhaftet. Ich hörte, dass von höheren Behörden Quoten ausgegeben worden waren, die eine bestimmte Anzahl von Verhaftungen vorschrieben. Ich wurde in das Frauen-Zwangsarbeitslager Hubei geschickt. Um Mitternacht fuhren zwei große Busse von einer Sammelstelle in Peking ab, gefüllt mit weiblichen Praktizierenden. Ein Bus fuhr in das Zwangsarbeitslager Masanjia, der andere in das Zwangsarbeitslager in Wuhan, Provinz Hubei.

Nach einer ganztägigen Fahrt kamen wir nachts in Wuhan an. Dort angekommen, durften wir nicht schlafen, sondern wurden gezwungen, die „drei Erklärungen“ sowie die „Anordnung Nr. 23“ (die über hundert Verhaltensregeln für Häftlinge enthielt) auswendig zu lernen. Wenn wir sie nicht aufsagen konnten, durften wir uns nicht ausruhen. Die Häftlinge, die zu unserer Überwachung eingeteilt waren, umschwärmten uns Praktizierende wie Fliegen und setzten uns unter Druck, die drei Erklärungen zu verfassen, und Falun Gong abzuschwören. Ich verstand kein einziges Wort ihres Dialekts; daher schrieben sie diese Dinge auf Papier und ließen sie mich lesen. Wer sich weigerte, „umerzogen“ zu werden, musste jeden Tag stehen. Diejenigen, die die drei Erklärungen unterschrieben, wurden in Werkstätten geschickt, um Computerchips herzustellen oder zu prüfen.

Jeden Morgen standen wir um 5:30 Uhr auf, betraten um 7:30 Uhr die Werkstatt und arbeiteten bis 21:30 Uhr. Mittags durften wir uns nicht ausruhen, und der Gang zur Toilette bedeutete, dass wir hin und zurück rennen mussten. Es gab Arbeitsquoten, und wer diese nicht erfüllte, wurde mit Marschübungen bestraft oder musste Überstunden machen. Viele ältere Praktizierende entwickelten aufgrund der langen Stunden täglicher harter Arbeit Bluthochdruck oder Herzprobleme. Ich bildete da keine Ausnahme.

Eines Abends, nachdem ich um 21:30 Uhr in die Zelle zurückgekehrt war, hatte ich meine Arbeitsquote erfüllt und wurde nicht bestraft. Die drogenabhängigen Mitgefangenen zwangen jedoch mehrere ältere Praktizierende, die ihre Quoten nicht erreicht hatten, dazu, Parolen zu rufen und zu marschieren. Als ich sah, dass es bereits nach 22 Uhr war und sie immer noch nicht aufgehört hatten, wurde ich sehr wütend. Ich stellte mich hinter zwei Mitgefangene, die als Gruppenführer fungierten, und sandte etwa eine Stunde lang aufrichtige Gedanken in ihre Richtung aus. Ich bat darum, dass sie innerhalb von drei Tagen bestraft würden.

Daraufhin bekam einer der Gruppenführer zur Schlafenszeit heftige Magenschmerzen und wurde in den Krankenraum gebracht. Der andere bekam Zahnschmerzen und konnte mehrere Tage lang nichts essen. Beide wurden dadurch kleinlaut, und ihre Arroganz verflog. Ich dankte dem Meister in meinem Herzen für seinen Schutz. Von diesem Augenblick an unterschätzte ich mich nicht mehr, denn ich hatte die Kraft der aufrichtigen Gedanken wahrhaftig erlebt.

Ein Rentner lässt von mir ab

Die Worte des Meisters sind das Fa; deshalb folge ich den Worten des Meisters und glaube fest an den Meister und das Fa. Wenn ich die wahren Umstände erklärte und dabei in Gefahr geriet, verließ ich mich ebenfalls auf das Aussenden der aufrichtigen Gedanken, um die Hindernisse zu überwinden. Einmal half ich einer Freundin in ihrem Geschäft aus, als ein Rentner hereinkam, um etwas zu kaufen. Ich wusste, dass er früher einmal Gewerkschaftsvorsitzender gewesen war; daher ergriff ich die Initiative, um ihm die wahren Umstände zu erklären. Sobald er dies hörte, packte er mich am Handgelenk und sagte barsch: „Du praktizierst Falun Gong! Komm mit, ich bringe dich zur Polizeiwache.“

Ich sandte einen aufrichtigen Gedanken aus, um das Böse hinter ihm zu beseitigen. Gleichzeitig lächelte ich und sagte: „Mein Herr, was ich Ihnen erzähle, ist etwas Gutes; es dient Ihrem Wohle. Sie sollten sich nicht so verhalten.“

Sofort ließ er mein Handgelenk los und sagte: „Sie sind ihre Freundin [die der Ladenbesitzerin], und ich bin ebenfalls ihr Freund.“

Wenn Menschen sich weigern zuzuhören

Als ich in einem kleinen Park mit anderen über Dafa sprach, begegnete ich einer älteren Frau, die mit einem Soldaten verwandt war. Nachdem ich ihr die Fakten erklärt hatte, sagte sie: „Sie behaupten, die Kommunistische Partei sei schlecht? Hat sie nicht den Sieg für unser Land errungen? So viele Menschen sind auf dem Langen Marsch gestorben. Wo stünden wir heute ohne die Kommunistische Partei?“ Sie sprach dabei immer lauter. Ich erkannte, dass sie nicht mehr zuhören konnte; deshalb sandte ich einen Gedanken aus, der sie dazu veranlasste, still zu sein. Danach begann sie, auf einen nahestehenden Baum einzureden, während ich mit meinem Fahrrad davonfuhr.

Ein anderes Mal erklärte ich an einer Bushaltestelle der Mutter eines Kindes die wahren Umstände. Sie wollte nicht zuhören und eine andere Frau in der Nähe kritisierte mich fortwährend. Ich ließ mich davon nicht einschüchtern. Während ich aufrichtige Gedanken aussandte, um das Böse hinter ihnen zu beseitigen, sagte ich mit fester Stimme: „Hören Sie auf! Ich tue dies einzig und allein zu Ihrem Besten. Warum können Sie das nicht begreifen? Inwiefern hat Falun Gong Ihnen geschadet? Es lehrt die Menschen, gut zu sein. Was ist daran verkehrt? Bitte informieren Sie sich erst über die Fakten, bevor Sie urteilen.“ Sie waren verblüfft und verstummten augenblicklich.

Schlussbemerkungen

Der Meister hat uns gelehrt, dass diejenigen, die vor 1999 mit der Kultivierung begannen, bereits auf ihre jeweiligen Positionen platziert wurden. Die Kraft des Aussendens der aufrichtigen Gedanken ist wahrlich immens. Mitkultivierende, wir müssen Vertrauen haben, wir sollten uns zu unserer göttlichen Seite erheben.

Jede einzelne Aufgabe innerhalb der drei Dinge ist von großer Bedeutung. Während wir das Fa gut lernen und die wahren Umstände erklären, müssen wir auch darauf achten, das Aussenden der aufrichtigen Gedanken gut zu machen. Die Praktizierenden können – je nach ihrer individuellen Situation – die Häufigkeit und Dauer des Aussendens aufrichtiger Gedanken steigern und dabei reine, kraftvolle aufrichtige Gedanken aussenden. Lasst uns ein unzerstörbares Ganzes bilden und so lange fortfahren, bis alles Böse beseitigt ist. Nur indem wir unsere Mission erfüllen, können wir den Erwartungen der Lebewesen gerecht werden, und uns der Errettung durch den Meister und des heiligen Titels „Falun-Dafa-Praktizierender“ würdig erweisen.