(Minghui.org) Anlässlich des Internationalen Tags der Vereinten Nationen zur Unterstützung der Folteropfer versammelten sich Falun-Dafa-Praktizierende am 27. Juni 2026 auf dem Platz „Commercial Bay“ in Auckland zu einer Großveranstaltung. Ziel war es, Falun Dafa vorzustellen und auf die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufmerksam zu machen.

Von den gemeinsamen Übungen am Vormittag bis zur Kundgebung und dem Demonstrationszug am Nachmittag zogen die Aktivitäten zahlreiche Zuschauer an, die Fotos und Videos von der Veranstaltung aufnahmen. Zu den Rednern bei der Kundgebung gehörten unter anderem Menschenrechtsanwälte, Mediziner und Menschenrechtsaktivisten. Sie forderten ein Ende der seit 1999 andauernden Unterdrückung von Falun Gong durch die KPCh.

Praktizierende am 27. Juni auf dem Commercial-Bay-Platz in Auckland bei gemeinsamen Falun-Dafa-Übungen

Kundgebung nach den Übungen

Die Parade am Nachmittag im Stadtzentrum von Auckland

Passanten stellen Fragen und unterzeichnen Petitionen, in denen ein Ende der Menschenrechtsverletzungen gefordert wird

Rechts- und Medizinexperten: Folter und Organraub verletzen die Menschenwürde

Der auf Menschenrechte spezialisierte Anwalt Kerry Gore spricht auf der Kundgebung

Der renommierte Menschenrechtsanwalt Kerry Gore sprach auf der Veranstaltung über die Folgen von Folter und die Menschenrechtslage in China. „Folter zielt darauf ab, die Würde eines Menschen zu zerstören, seinen Geist zu brechen und ihm sein grundlegendes Menschsein abzusprechen“, erklärte er.

Als Anwalt im Flüchtlingsrecht habe er zahlreiche Fälle kennengelernt, in denen die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Verfolgung als Mittel gegen politische und religiöse Gruppen einsetze. Betroffen seien unter anderem Demokratiebefürworter, chinesische Menschenrechtsanwälte und -verteidiger, Christen aus Hauskirchen, Falun-Gong-Praktizierende, muslimische Uiguren, tibetische Buddhisten sowie weitere Minderheiten und Andersdenkende.

Unter Berufung auf den Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, forderte Gore: „Folterer dürfen niemals ungestraft davonkommen, und Systeme, die Folter ermöglichen, müssen abgeschafft oder grundlegend verändert werden!“ Nach seiner Einschätzung gebe es jedoch kaum Aussicht auf eine wirksame Reform aus dem Inneren der KPCh.

Nachhaltige Veränderungen seien daher am ehesten durch demokratische Reformen in China zu erreichen. Abschließend appellierte er an die Anwesenden: „Bitte erheben Sie Ihre Stimme für diejenigen, die nicht für sich selbst sprechen können. Damit leisten Sie einen bedeutenden Beitrag zur Verteidigung der Menschenwürde und der Selbstbestimmung sowie zum Schutz der grundlegenden Menschenrechte.“

Der Kardiologe Arthur Coverdale sprach auf der Veranstaltung

Der Kardiologe Arthur Coverdale verurteilte die Verfolgung aus Sicht der medizinischen Ethik aufs Schärfste. Er betonte, dass eine rechtmäßige Organspende auf freiwilliger Zustimmung, Unentgeltlichkeit und einer bestätigten Hirntoddiagnose beruhen müsse. „Wenn keine Zustimmung vorliegt, spricht man von erzwungener Organentnahme. Dabei handelt es sich um einen geplanten Eingriff, der für gewöhnlich zum Tod des Spenders führt“, erläuterte er.

Solche Handlungen würden vorsätzlich begangen und führten häufig zum Tod des Spenders. Dies stelle einen gravierenden Verstoß gegen die medizinische Ethik und gegen internationale Menschenrechtsstandards dar.

Coverdale verwies auf umfangreiche Untersuchungen, die nach seiner Darstellung die systematische Nutzung von Gewissensgefangenen als Organquelle durch die KPCh dokumentieren würden. „Der Menschenhandel zum Zweck der Organentnahme und des Organverkaufs an internationale Patienten ist jedoch eine Praxis, die weltweit verurteilt wird“, merkte er an.

Unter Hinweis auf den Abschlussbericht des unabhängigen China-Tribunals aus dem Jahr 2020 unter Vorsitz von Sir Geoffrey Nice sowie auf die Arbeit weiterer Ermittler erklärte Coverdale, einige führende westliche medizinische Fachzeitschriften hätten die Veröffentlichung von Studien zu Gewebe- und Organtransplantationen aus der Volksrepublik China abgelehnt. Sie würden die zugrunde liegenden Daten und die ethischen Standards als unzureichend erachten.

Abschließend appellierte Coverdale an die internationale Gemeinschaft, die Vorgänge weiterhin aufmerksam zu beobachten und dafür zu sorgen, dass diese mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen nicht im Verborgenen bleiben.

Zeugenaussage: Sechsmal verhaftet und gefoltert

Frau Cheng aus China berichtete von den schweren Misshandlungen, die sie infolge der Verfolgung von Falun Dafa erlitten hatte. Sie begann 1994 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 die Verfolgung begonnen hatte, war sie wegen ihres Glaubens sechsmal festgenommen worden und hatte insgesamt 2,5 Jahre in Haft verbracht.

Nachdem sie nach Peking gereist war, um sich für Falun Dafa einzusetzen, war sie verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt gewesen. Nach ihren Angaben wurde sie gewürgt, mit Elektroschocks misshandelt, geschlagen und bei eisiger Kälte mit Handschellen im Freien festgehalten. Zudem hatte man sie an einem Basketballkorb aufgehängt, wodurch sie das Gefühl in ihren Händen vollständig verlor.

Während ihrer Inhaftierung im Untersuchungsgefängnis Yixian in Jinzhou (Provinz Liaoning) erlitt sie infolge eines Hungerstreiks und wiederholter Zwangsernährung Organversagen und befand sich zeitweise in einem lebensbedrohlichen Zustand. Jinzhou wird in verschiedenen internationalen Untersuchungen als einer der Orte genannt, an denen mutmaßlich Organentnahmen an Falun-Dafa-Praktizierenden durchgeführt wurden. Nach ihren Angaben wurde sie aufgrund ihres Glaubens so schwer misshandelt worden, dass ihr Körpergewicht auf unter 40 Kilogramm sank. Erst danach ließ man sie frei.

„Die KPCh setzt seit Langem Gewalt ein, um die Glaubensfreiheit zu unterdrücken“, so Cheng. „Wir glauben, dass sich die Wahrheit letztlich gegen die Lügen durchsetzen wird und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“

Infragestellen des Systems führte zu lebenslanger Behinderung

Der neuseeländische Demokratieaktivist Li Ting

Der chinesische Aktivist Li Ting verurteilte die Unterdrückung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) und schilderte ein prägendes Erlebnis aus seiner Kindheit. Als Achtjähriger wurde er von seinem Lehrer brutal zusammengeschlagen, nachdem er gefragt hatte, warum er den „Jungen Pionieren“ beitreten müsse. Die Misshandlung hatte eine dauerhafte Taubheit auf seinem linken Ohr zur Folge.

„Allein weil ich eine Frage gestellt hatte, trug ich eine lebenslange Behinderung davon. Dadurch wurde mir zutiefst bewusst, welchen Preis man dafür zahlt, wenn man in einer Gesellschaft, die kein Hinterfragen duldet, eine abweichende Meinung äußert“, sagte Li.

Sein heutiges Engagement entspringe nicht dem Hass, sondern der Hoffnung auf ein China mit Meinungs- und Religionsfreiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, ergänzte er. Sein Wunsch sei, dass künftige Generationen in einem Umfeld ohne Angst aufwachsen können.

Li appellierte an die internationale Gemeinschaft, den Menschen, die weiterhin Folter und Verfolgung ausgesetzt seien, mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er hoffe, dass sich noch mehr Menschen öffentlich für Menschenrechte und Freiheit einsetzen würden. Dies könne dazu beitragen, Folter zu beenden und die Achtung der grundlegenden Menschenrechte zu stärken.

„Wir alle sollten standhaft auf der Seite der Gerechtigkeit stehen und uns niemals dem Bösen beugen“, betonte er.

„Wir sollten alle fest auf der Seite der Gerechtigkeit stehen“

Leah Stoelwinder

Leah Stoelwinder, eine medizinische Fachkraft im Ruhestand, die erst kürzlich China besucht hatte, blieb stehen, um den Falun-Dafa-Praktizierenden bei ihren Übungen zuzusehen. Als sie von der Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) erfuhr, einschließlich des erzwungenen Organraubs, zeigte sie sich tief erschüttert. Mit Tränen in den Augen sagte sie: „Ich habe am ganzen Körper Gänsehaut bekommen. Ich kann einfach nicht glauben, dass so etwas geschieht.“

Stoelwinder bezeichnete es als bedrückend, dass Falun-Dafa-Praktizierende allein wegen ihres Glaubens und ihres Bekenntnisses zu den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht verfolgt und misshandelt werden. Sie unterzeichnete eine Petition zur Beendigung der Verfolgung und kündigte an, auch ihre Verwandten und Freunde über das Thema zu informieren.

„Wenn mehr Menschen aufstehen und ihre Stimme erheben, wird sich etwas ändern“, sagte sie. „Wir sollten alle fest auf der Seite der Gerechtigkeit stehen und uns niemals dem Bösen beugen.“

Cha äußert sich zur Veranstaltung auf dem Commercial Bay Plaza

Cha, die im Bereich Datenanalyse tätig ist, dankte den Praktizierenden für ihren Einsatz und würdigte Falun Dafa.

Sie äußerte die Ansicht, dass Güte in der modernen Gesellschaft am dringendsten benötigt werde. „In der heutigen Welt, die von Negativität und Dunkelheit geprägt ist, ist es besonders wichtig, diese Werte zu wahren und zu leben“, so Cha. Sie hoffe, dass noch mehr Menschen von der Verfolgung erfahren und gemeinsam daran arbeiten, diese Menschenrechtskatastrophe zu beenden.