(Minghui.org) Ich bin ein junger Falun-Dafa-Praktizierender, der 2010 mit der Kultivierung begann. Seitdem hat mein Leben eine gewaltige Wandlung durchgemacht. Ich entwickelte mich von einem jungen Lehrling vom Land, der zum Kunststudium in die Stadt gekommen war, zu einem mäßig bekannten Künstler mit eigenem Atelier. All dies ist ein Geschenk, das mir der Meister zuteilwerden ließ. Hier möchte ich dem barmherzigen und großartigen Meister meinen ewigen Dank aussprechen und ein paar Erkenntnisse und Situationen, die ich erlebt habe, mit euch teilen.
Weisheit durch Dafa
Schon als Kind zeichnete ich gerne und ganz besonders schätzte ich die traditionelle Malerei. Später spezialisierte ich mich auf chinesische Malerei, doch mit meiner Kalligrafie hielt ich nicht Schritt. Meine Handschrift und meine Bilder befanden sich eindeutig auf unterschiedlichem Niveau. Oft wurde ein fertiges Bild durch eine unleserliche Signatur ruiniert; daher hörte ich schließlich ganz auf, meine Bilder zu signieren, oder bat bei meinen besten Werken meinen Lehrer, die Signatur für mich zu setzen.
Ich bin recht gut darin, Schriftzeichen aus Kalligrafie-Lehrbüchern zu kopieren, doch sobald ich mich von den Übungsheften und Anleitungen löse, fällt meine Handschrift in ihre ursprüngliche Form zurück, das heißt, ich kann die Zeichen nicht eigenständig reproduzieren.
In dieser Zeit der Bedrängnis hatte ich das Glück, Falun Dafa kennenzulernen. Ich war tief bewegt von den tiefgründigen und umfassenden Prinzipien des Dafa und fasste den Entschluss, den Weg der Rückkehr zu meinem wahren Selbst einzuschlagen. Eifrig studierte ich das Buch des Meisters, das Zhuan Falun, sowie seine Vorträge, die er an verschiedenen Orten in ganz China gehalten hatte.
Durch das Fa-Lernen verbesserte sich mein Charakter rasch. Ich hatte so viele Fragen in Bezug auf das Leben gehabt, jedoch nie eine Antwort finden können. Im Zhuan Falun jedoch fand ich überzeugende Antworten. Ich erkannte, dass die 5000-jährige Kultur Chinas den Weg für die Lebewesen geebnet hatte, damit sie sich kultivieren und zu ihrem Ursprung zurückkehren konnten – ein Weg, der auf einer hohen moralischen Haltung basiert.
Ich dachte darüber nach, ob die Prinzipien der chinesischen Kalligrafie dieselbe Essenz verkörperten, nämlich die traditionellen kulturellen Werte der Bescheidenheit und der Rücksichtnahme auf andere. Auch Schriftzeichen zeigen eine Form von „Bescheidenheit“, die menschlichem Verhalten ähnelt: Beim Schreiben muss jeder Strich das Ganze berücksichtigen. Schon bei den ersten Strichen muss man die nachfolgenden berücksichtigen und vorwegnehmen, was erst noch geschrieben werden soll. Wow! Das war also das Geheimnis. Es klingt einfach. Ein winziger Perspektivwechsel löste für mich grundlegend die Herausforderungen bei der Strukturierung der Schriftzeichen.
Dasselbe Prinzip wird angewendet bei Radikalen, einfachen Zeichen oder komplexen zusammengesetzten Zeichen und man findet es wieder in verschiedenen Schriftarten wie Normalschrift, der Halbkursive und der Kanzlei- und Amtsschrift.
Die Theorie war leicht zu erfassen, die Ergebnisse zeigten sich unmittelbar: Innerhalb kürzester Zeit wandelte sich meine Handschrift grundlegend und ich beherrschte das Schreiben in all diesen Stilen, sowohl mit Stiften mit fester Spitze als auch mit weichen Pinseln.
Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Ich entwickelte rasch ein umfassendes theoretisches Konzept, das sich für meine spätere Lehrtätigkeit als unschätzbar wertvoll erwies. Da es die Personifizierung chinesischer Schriftzeichen beinhaltete, vermittelten die zugrundeliegenden Prinzipien des Unterrichts im Grunde auch, wie man sich im Leben verhalten sollte. Dies spielte eine bedeutende Rolle bei meinen späteren Bemühungen, die wahren Umstände zu erklären und Menschen zu erretten. Danke, Meister, dass Sie mir das zuteilwerden ließen.
Angeberei verursacht Schaden
Ich erinnere mich daran, wie ich Die Geschichte der Drei Reiche las. Wann immer eine Figur Arroganz zeigte, wusste ich, dass diese Person später unweigerlich in Schwierigkeiten geraten oder sogar ihr Leben verlieren würde. Wenn erst einmal Arroganz Wurzeln geschlagen hat, geht oft die Demut verloren. Man neigt zu Selbstgefälligkeit, Angeberei und Bequemlichkeit. Das geht bis hin zu dem Punkt, an dem man überheblich wird und keine vernünftigen Ratschläge mehr annehmen kann.
Als sich meine Handschrift verbesserte, empfand ich unbewusst Stolz und hielt die Segnungen, die mir der Meister und Dafa zuteilwerden ließen, für meine eigenen Fähigkeiten. Auf diese Weise brachten mir meine Anhaftungen Schwierigkeiten ein.
Eines Tages erschien auf meinem Handrücken, nahe der Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger, eine Beule von der Größe eines Reiskorns. Zunächst schenkte ich ihr kaum Beachtung, doch nach zwei Tagen war sie gewachsen und begann zu eitern. Sie wuchs, bis sie die Größe einer Münze hatte.
Da begann ich, die Sache ernst zu nehmen. Ich wusste, dass es sich um eine Form der Karma-Beseitigung handelte und dass das Problem in meinem Charakter begründet lag. Ich schaute zwar nach innen, doch ich tat das nur sehr oberflächlich und untersuchte nicht jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat.
Erst als meine jüngere Schwester, die keine Praktizierende ist, die Stelle an meiner Hand sah und sagte: „Bruder, deine Hand sieht schlimm aus. Warum nimmst du keine Salbe? Oder hat sie nicht gewirkt?“, änderte sich meine Haltung. Sie ging los, kaufte eine Tube Salbe und forderte mich auf, sie sofort aufzutragen. In der Sorge, sie könnte mich missverstehen, sagte ich: „Lass sie einfach auf dem Tisch liegen. Ich kümmere mich darum, sobald ich mit meiner Arbeit fertig bin.“
In diesem Moment wurde mir klar: Ich bin ein Dafa-Jünger und diese „Wunde“ an meiner Hand kann nicht einfach so bleiben. Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entweder ich behandelte sie sofort mit Salbe oder ich ergründete als Kultivierender die eigentliche Ursache meines Problems.
Ich wusste, dass Medizin nur die Symptome lindern konnte. Sie konnte weder Karma beseitigen noch die damit verbundenen menschlichen Anhaftungen angehen. Ich beschloss, zunächst an meiner Xinxing, meinem moralischen Charakter, zu arbeiten.
Ich dachte: „In letzter Zeit war es heiß, so dass sich die Stelle an meiner Hand nicht unter einem Hemdsärmel verbergen ließ. Es war gerade die Zeit der Schulanmeldung, und während die Eltern Schlange standen, um ihre Kinder anzumelden, füllte ich die Formulare aus. Jedes Mal, wenn ich meine Hand ausstreckte, konnte jeder diese Stelle sehen. Sie befand sich direkt am Daumenansatz, dort, wo die Hand den Stift berührt, was sie noch auffälliger machte.“
Auffällig. Dieses Wort traf einen wunden Punkt. Plötzlich durchfuhr mich ein Ruck. Mir wurde klar, dass ich zur Geltungssucht neigte, zu dem Wunsch, mich zur Schau zu stellen. Sofort setzte ich mich in den Lotussitz und sandte aufrichtige Gedanken aus, um diese Anhaftung zu beseitigen.
Nachdem die Ursache erkannt war, heilte die Stelle innerhalb von zwei oder drei Tagen von selbst ab und hinterließ nur eine kaum sichtbare Narbe. Auch wenn der Vorfall unbedeutend erscheinen mochte, gibt es in der Kultivierung keine Kleinigkeiten. Alles muss ernst genommen werden, man darf nicht nachlässig sein.
Ich habe oft Schlechtes in Gutes verwandelt, indem ich auf diese Weise nach innen geschaut habe, doch dieser spezielle Vorfall hat bei mir den tiefsten Eindruck hinterlassen. Es war eine klassische Prüfung, verursacht durch Geltungssucht, Nachlässigkeit und das Versäumnis, die Kultivierung ernst zu nehmen. Ich hoffe, dass Mitpraktizierende, die in ähnlichen Situationen sind, dies als Lehre begreifen.
Noch einmal möchte ich dem Meister für seine barmherzige Führung und seine sorgsame Fürsorge danken.
Erkenntnisse, nachdem ich die Anhaftung an Begierde überwunden habe
Während meiner Kultivierung war die Prüfung durch meine Anhaftung an sexuelle Begierde stets ein großes Hindernis. Ich zeichne schon seit der Grundschulzeit und habe etliche sogenannte Aktzeichnungen angefertigt. Angesichts der „sexuell befreiten“ Natur unserer heutigen Zeit, in der mein Alltag, vom Mobiltelefon bis zum Fernseher, von erotischen Inhalten durchdrungen ist, bin ich dieser Versuchung mehr als einmal erlegen.
Mir ist kürzlich klar geworden, dass die Begierde deshalb eine so starke Macht auf mich ausübt, weil ich sie tief im Inneren als erstrebenswert empfinde. Es gibt eine Anhaftung in mir, die ich einfach nicht loslassen möchte.
Was genau ist es also, das an der Begierde so reizvoll erscheint? Sei es die Stimme, das Aussehen, der Hautton, die Frisur, die Kleidung, die Figur, die Körpersprache, die Art zu sprechen und die Umgangsformen sowie Charme, Talente, Persönlichkeit, Temperament, innere Eigenschaften oder sogar etwas so Geringfügiges wie eine Silhouette, ein Blick oder eine einzige Bemerkung – wenn man auch nur das Geringste davon ansprechend findet, wird das Herz aufgewühlt; man ist dem Dämon der Erotik zum Opfer gefallen und hat ihn in sein Leben eingelassen.
Natürlich fällt es uns schwer, Dinge loszulassen, die wir attraktiv finden und besitzen wollen. Wenn es uns nicht gelingt, sie zu erlangen, verursacht das Leid und kann sogar Eifersucht hervorrufen. Selbst wenn wir sie in der Realität nicht haben können, wollen wir sie in unseren Gedanken (denn Gedanken sind Materie).
Die Folge ist, dass wir beim Gang durch die Straße jemanden ansehen, den wir attraktiv finden, und den Blick ein paar Mal länger schweifen lassen. Oder wir verweilen etwas länger vor dem Fernseher, dem Handy oder dem Bildschirm und lassen den Moment im Nachhinein in Gedanken immer wieder Revue passieren.
Auf diese Weise gewinnt der materielle Aspekt der Begierde immer mehr an Kraft. Selbst wenn man spürt, dass es falsch ist, stellt der Widerstand an sich bereits eine Form der Beschäftigung damit dar. Schließlich wird es schwierig, sich davon zu befreien, da das menschliche Herz den Dämon der Erotik aus eigener Kraft nicht überwinden kann.
Bei der Kultivierung muss man zunächst neu bewerten, was man als gut erachtet; nur so kann man erfolgreich sein. Man muss die sexuelle Begierde als „nicht gut“ betrachten, um ihr wirklich widerstehen zu können.
Im Grunde bedeutet dies, hohe Maßstäbe an sich selbst anzulegen: sich als Praktizierenden zu sehen und nicht nach dem zu streben, was andere für gut halten. Ich habe festgestellt, dass ich mich, wenn ich Menschen mit attraktiven Gesichtern oder Körpern sehe, nicht mehr so leicht dazu verleiten oder antreiben lasse, sie besitzen zu wollen. Ich empfinde einfach, dass solche Gefühle nichts mit mir zu tun haben.
Das ist mein derzeitiges Verständnis. Bitte weist mich freundlich darauf hin, falls etwas nicht im Einklang mit dem Fa steht.
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.