(Minghui.org) 1996 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. In all den Jahren hatte ich das Gefühl, recht beständig im Fa-Lernen und im Praktizieren der Übungen gewesen zu sein. Meine Bewegungen waren korrekt, ich fühlte mich nach den Übungen körperlich ziemlich fit und gesund und selbst schwere körperliche Arbeit machte mir nichts aus.

Dennoch plagten mich körperliche Probleme. Mein Nacken fühlte sich steif und verspannt an und meine Beweglichkeit war eingeschränkt. Die Blutgefäße in diesem Bereich waren wie abgeschnürt. Meine Haare waren grau geworden, mein Gesicht wirkte vorzeitig gealtert und gelegentlich hatte ich Blähungen und Durchfall.

Ich wusste, dass dies nicht der Zustand war, in dem sich ein Praktizierender befinden sollte. Obwohl ich keines dieser Symptome als Krankheit anerkannte, konnte ich meine Lücken nicht finden und mich nicht korrigieren. Ich dachte immer wieder: „Mein Nacken hat sich nicht dem Fa angeglichen. Wenn der Meister uns in der Zukunft ins Himmelreich zurückgeleitet, wie kann dieser Teil dann mit einbezogen werden?“ Eine gewisse Bedrücktheit machte sich innerlich bei mir breit.

Während ich an einem Morgen im vergangenen Februar die Übungen praktizierte und gerade bei der vierten Übung „Falun-Himmelskreis“ war, kam mir plötzlich der Gedanke: „Schiebe die Energie über den Scheitelpunkt des Kopfes hinaus.“ Ah! Da wurde mir auf einmal klar: Der Meister hatte gesehen, dass ich es wirklich noch nicht begriffen hatte, und erleuchtete mich. Genau hier lag mein Problem.

Wir sollten die Energie über den Scheitelpunkt des Kopfes hinausschieben. Doch all die Jahre erreichten meine Handflächen nur den Scheitel und wurden dann wieder nach unten geführt; niemals gingen sie darüber hinaus. Dadurch hatte ich keine Verbindung zur Energie in meinem Rücken hergestellt, was zu den Problemen geführt hatte.

Von diesem Moment an begann ich, meine Übungsbewegungen zu überprüfen, und stellte fest, dass auch meine Haltung bei der zweiten Übung, der „Falun-Pfahlstellung“, nicht korrekt war. Der Meister lehrt uns, während der Bewegungen den Körper aufrecht zu halten. Bei der Übung „Das Falun halten“ neigten sich meine Schultern nach vorne und mein Kopf senkte sich von selbst nach unten. Wenn ich jetzt auf meine damalige Haltung zurückblicke, schäme ich mich wirklich, dass ich nicht früher darauf geachtet hatte.

Bei der fünften Übung entdeckte ich bei meinen Bewegungen ebenfalls erhebliche Abweichungen. Zum Beispiel zeigten meine Handflächen nicht nach unten, sondern in einem 45-Grad-Winkel zum Boden. Außerdem befanden sich meine Hände und Unterarme nicht auf Höhe der Taille, und meine Fingerspitzen zeigten nach unten, fast den Boden berührend.

Es stellte sich heraus, dass ich die Anweisungen des Meisters nicht richtig befolgte. So war es auch kein Wunder, dass ich die vom Meister beschriebenen Empfindungen nicht gespürt hatte.

Als ich mich darauf konzentrierte, die Übungen so zu praktizieren, wie der Meister sie uns lehrt, erlebte ich sofort dieses Gefühl:

„In der Mitte der Handfläche verspürt man ein Gefühl der Wärme oder der Schwere. Oder man hat das Gefühl, dass die Hand unter Strom steht oder etwas Schweres in der Hand liegt.“ (Falun Gong – Der Weg zur Vollendung, S. 113)

Darüber hinaus verschwanden augenblicklich die Blähungen und der Durchfall. Ich bemerkte auch, dass sich meine weißen Haare allmählich schwarz färbten und mein Teint klarer wurde.

Kultivierung ist eine ernsthafte Angelegenheit. Weil ich es versäumt hatte, das Fa ernsthaft zu lernen, hatte ich die Prinzipien und Übungen, die der Meister uns lehrt, nicht wirklich verinnerlicht.

Ich hatte die Übungen 30 Jahre lang in einem unklaren Geisteszustand praktiziert und dafür einen enormen Preis bezahlt. Auch mein Fortschritt bei der Erhöhung meiner Xinxing war von Rückschlägen geprägt. So hatte ich viele Gelegenheiten zur Erhöhung verpasst.

Ich schäme mich zutiefst vor dem Meister und diesem großen Fa des Universums. Dennoch hat der Meister mich, eine törichte, selbstgerechte Dafa-Jüngerin, nicht aufgegeben, sondern keine Mühen gescheut, mich weiter nach oben anzuleiten. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, solch einen barmherzigen und großartigen Meister zu haben. Ich danke Ihnen, Meister.

Ich teile diese Erkenntnisse mit den Mitpraktizierenden in der Hoffnung, dass diejenigen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden, es sich als Warnung zu Herzen nehmen. Ich möchte euch auch bitten, auf die korrekte Ausführung der Übungsbewegungen der anderen zu achten, damit wir ähnliche Fehler vermeiden und nicht so viel kostbare Zeit verschwenden. Lasst uns gemeinsam fleißig vorankommen und unserem barmherzigen und großartigen Meister zurück ins Himmelreich folgen.

Dies ist mein derzeitiges Verständnis. Bitte weist mich freundlich auf alles Unangemessene hin.