(Minghui.org) Oft hörte ich auf Radio Minghui Geschichten über Praktizierende, die mit dem Fa-Lernen zu kämpfen hatten. Mir erging es auch so.

Seit 27 Jahren praktiziere ich Falun Dafa, aber das Fa-Lernen war für mich immer ein Kampf. Wann immer ich das Fa las, fühle ich mich schläfrig, unruhig oder körperlich unwohl. Aber egal, wie schwierig es war, ich blieb dabei, das Fa zu lesen. Ich versuchte, meine Schwierigkeit mit verschiedenen Haltungen zu überwinden ­– sitzend, kniend oder stehend. Weil mir die Bedeutung des Fa-Lernens bewusst war, bestand ich darauf. Obwohl ich beim Lesen die Fa-Prinzipien nicht verstand und beim Zuhören sogar einschlief, gab ich nicht auf. Wenn ich ein Schriftzeichen nach dem anderen las, füllte ich doch mein Inneres mit dem Fa.

Einmal lernte ich das Zhuan Falun auswendig, was mehrere Jahre dauerte, verstand die Fa-Prinzipien aber weiterhin nicht. Später begann ich erneut, das Buch auswendig zu lernen. Doch hörte ich schon bei der ersten Lektion auf, weil ich erkannte, dass ich nicht wusste, was ich rezitierte, obwohl ich es fließend rezitiert hatte.

Warum war das Fa-Lernen so ein Kampf für mich? Ich schaute nach innen und sandte aufrichtige Gedanken aus, um die Einmischung der alten Mächte zu beseitigen, aber es funktionierte nicht. Ich bat den Meister um Hilfe, nahm aber keine expliziten Hinweise wahr, wie ich das Fa gut lernen konnte.

Ich kultiviere mich mit geöffnetem Himmelsauge. Oft hatte ich Hinweise vom Meister erhalten, bevor ich auf große Schwierigkeiten stieß. Warum kümmerte sich der Meister dann nicht um meine Schwierigkeiten in Bezug auf mein Fa-Lernen? Ich hatte Mühe zu verstehen, wer oder was mich daran hinderte, das Fa zu lernen, oder welche karmischen Bindungen am Werk sein könnten. Könnte es sein, dass es einen tiefen, ungelösten Groll gibt? Wie lange musste ich das noch zurückzahlen? Konnte der Meister diese Hürde für mich nicht durch eine barmherzige Lösung auflösen?

Da erinnerte ich mich an die Worte des Meisters, wie er auf eine Frage antwortete, als Praktizierende einen schweren Autounfall hatten, jedoch körperlich unversehrt geblieben waren:

„In Wirklichkeit sollst du nicht so denken, dass dir beim Zusammenstoß nichts passiert ist. Ein Du von dir ist aber wirklich gestorben, ein Du, das aus Karma gebildet war.“ (Fa-Erklärung bei der Versammlung in New York22. 03. 1997)

Diese Worte rütteln mich auf und ich erkannte, dass es ein anderes „Ich“ war, das aus Karma bestand und mich daran hinderte, das Fa zu lernen. 27 Jahre lang hatte ich diesem falschen „Ich“ erlaubt, sich einzumischen, nur weil ich glaubte, dass ich es selbst war!

Rückblickend kann ich nicht glauben, dass ich so lange gebraucht habe, um diese Täuschung zu durchschauen.

Sobald ich dieses falsche „Ich“ identifizierte und auf die Erfahrung anderer Praktizierender hörte, sandte ich dreimal über einen längeren Zeitraum aufrichtige Gedanken aus, insgesamt über sechs Stunden, um sie zu beseitigen. Später tat ich das noch einmal. Endlich konnte ich das Fa wieder normal lernen und das Fa wirklich aufnehmen.

Jetzt fühle ich mich während des Fa-Lernens entspannt und wohl und habe sogar den Punkt erreicht, dass ich es umso mehr lernen möchte, je mehr ich es lerne. Auch wenn ich mir die Fa-Lektionen anhöre, fühle ich mich nicht mehr schläfrig.

Das ist meine persönliche Erfahrung.