(Minghui.org) Eine 50-jährige Frau aus Harbin in der Provinz Heilongjiang wurde am 24. Juni 2026 zu 3,5 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) verurteilt, weil sie die anhaltende Verfolgung von Falun Dafa durch das kommunistische Regime öffentlich gemacht hatte.
Lin Jinli, geboren am 7. November 1975, wurde am 10. August 2025 während eines Urlaubs in der Stadt Yangzhou (Provinz Jiangsu) festgenommen. Sie hatte dort ein Mobiltelefon gekauft und zwei Textnachrichten über Falun Dafa verschickt. Die Polizei von Yangzhou spürte sie auf und nahm sie noch vor Ort fest. Später reisten mehr als zehn Polizeibeamte über 1.900 km nach Harbin, um ihre Wohnung zu durchsuchen.
Während der Razzia waren zwei Familienangehörige von Lin anwesend: ihre fast 80-jährige Mutter, die an Gehirnatrophie leidet, und ihre Nichte, die bei der Pflege der älteren Dame half. Die Polizei verhörte sie stundenlang und wollte wissen, ob Informationsmaterialien zu Falun Dafa in der Wohnung versteckt seien.
Lins Bruder (der Vater ihrer Nichte) traf ein, während die Polizei noch die Wohnung durchsuchte. Die Beamten nahmen ihm den Autoschlüssel weg. Er wählte daraufhin die Notrufnummer 110. Erst dann gaben die Polizisten ihm den Schlüssel zurück.
Die Polizei fand keine Falun-Dafa-Materialien. Sie beschlagnahmte jedoch einen rechteckigen Kasten; die Beamten behaupteten, Lin habe diesen benutzt, um Mobilfunksignale zu blockieren.
Nach ihrer Rückkehr nach Yangzhou rief die Polizei mehrfach bei Lins Bruder an und verlangte zu wissen, ob er Informationsmaterialien über Falun Dafa für seine Schwester versteckt habe. Er hatte große Schwierigkeiten, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, während er zudem seine Mutter pflegen musste. Richter Feng Jie vom Bezirksgericht Guangling in Yangzhou verurteilte Lin am 24. Juni 2026 zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren, nachdem am 27. Januar und am 2. Juni 2026 zwei Gerichtsverhandlungen stattgefunden hatten. Einzelheiten zum Prozess sind den entsprechenden Berichten zu entnehmen.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung befindet sich Lin weiterhin im Untersuchungsgefängnis der Stadt Yangzhou in Haft. Während der ersten drei Tage ihrer dortigen Inhaftierung trat sie aus Protest in Hungerstreik. Später wurde sie gezwungen, sich mit Materialien zu befassen, die Falun Dafa verleumdeten. Sie hielt an ihrem Glauben fest, woraufhin Staatsanwalt Yin Liping ihr eine harte Strafe androhte. Diese Drohung wurde wahr: Lin wurde zu 3,5 Jahren Haft verurteilt, weil sie „ein Mobiltelefon gekauft hatte, um zwei Textnachrichten zu versenden“.
Frühere Berichte:
Provinz Jiangsu: Richter ignoriert das Gesetz
Reported in 2025: 4,803 Falun Gong Practitioners Arrested or Harassed for Their Faith
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