(Minghui.org) Zahlreiche Passanten konnten sich am 11. Juli 2026 ein Bild machen von den Menschenrechtsverletzungen in China. Denn an diesem Tag waren Falun-Dafa-Praktizierende auf dem Kamppi-Platz in Helsinki, Finnland, präsent, um auf die Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) und die staatlich geförderte Zwangsentnahme von Organen aufmerksam zu machen. Viele Passanten unterzeichneten eine Petition, die ein Ende der Verfolgung fordert.


Praktizierende in Helsinki stellen Falun Dafa vor und machen auf die Verfolgung in China aufmerksam (Minghui.org)


Passanten erfahren von der staatlich geförderten, erzwungenen Organentnahme und unterzeichnen die Petition (Minghui.org)
Auch eine Kundgebung gab es auf dem Kamppi-Platz sowie weitere Veranstaltungen, darunter eine Vorführung der Übungen, Musikdarbietungen und einen Marsch vorbei an historischen Sehenswürdigkeiten. Die Praktizierenden verteilten Flugblätter an ihrem Informationsstand und präsentierten Porträts von Praktizierenden, die im Zuge der Verfolgung in China zu Tode gekommen waren.
Taiwans Botschafter in Finnland beeindruckt vom friedlichen Protest
Am selben Tag fand auf dem Platz ein Musikfestival mit Taiwan-Bezug statt, das „Formosa:Finland:Fest“, das ein intensives Erlebnis der taiwanischen Kultur bot. Bei dieser Gelegenheit bekundeteFreddy Lim, Taiwans Botschafter in Finnland, bekundete seine Unterstützung für Falun Dafa.
Freddy Lim (links), der taiwanische Botschafter in Finnland, mit zwei Praktizierenden (Minghui.org)
„Ich komme oft am Falun-Gong-Stand vorbei“, sagte er. „Seit über 20 Jahren beteiligen sich Falun-Gong-Praktizierende an solchen Menschenrechtsaktionen und ich schätze ihr Engagement. Es ist das 27. Jahr, in dem sie gegen die Verfolgung protestieren, und sie vermitteln nach wie vor friedlich die Fakten über Falun Dafa – das ist bewundernswert. Ich hoffe, dass wir gemeinsam dafür sorgen können, dass eines Tages Gerechtigkeit herrscht.“
Forderung nach einem Ende der erzwungenen Organentnahme
Bei der Kundgebung erklärte Sinikka Suotakanen, Vorsitzende des finnischen Falun Dafa Vereins in ihrer Rede: „Seit 1999 verfolgt die KPCh Falun-Gong-Praktizierende. Sie werden rechtswidrig festgenommen, in der Haft gefoltert, unfairen Gerichtsverfahren unterzogen und sogar dem entsetzlichen Verbrechen der erzwungenen Organentnahme bei lebendigem Leib ausgesetzt. Unter den Anwesenden sind Praktizierende, die die Verfolgung in China persönlich erlebt haben.“
„Wir gedenken der Praktizierenden, die während der Verfolgung ums Leben gekommen sind, und fordern ein Ende dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, so Suotakanen.
Sinikka Suotakanen spricht bei der Kundgebung (Minghui.org)
Als junges Mädchen erlebte eine Augenzeugin die Verschleppung ihrer Angehörigen
Bei der Kundgebung erzählte eine vierköpfige Familie von ihren Erlebnissen während der Verfolgung in China.
Frau Jiang berichtete, dass die Polizei in ihr Haus eingebrochen sei und alles verwüstet habe. Sie war damals erst sechs Jahre alt. „Sie schlugen meine Familienmitglieder und verschleppten sie. So etwas passierte mehrmals. Ich war noch sehr jung und weinte nur noch. In der Schule konnte ich mich nicht konzentrieren. Ich dachte nur noch daran, wann meine Familie wieder nach Hause kommen würde. Ich lebte ständig in Angst und Schrecken.“
Sie berichtete auch, dass ihr Großvater mütterlicherseits vier Jahre lang inhaftiert war und später verstarb. Ihre Großmutter mütterlicherseits starb vor Kummer, ihr Vater wurde mehrfach festgenommen.
Musikalische Darbietung
Der Sänger Markku Turunen und die Sängerin Anna Kokkonen sowie ein chinesischer Praktizierender traten mit einem Stück auf, bei dem Gitarre, Gesang und ein Instrument namens Hulusi zum Einsatz kamen.
Die Folk-Sängerin, Liedermacherin und Musikproduzentin Anna Kokkonen bei der Kundgebung (Minghui.org)
Anna sang ihr Lied „Kultainen maa“ (Goldenes Land). Es symbolisiert die spirituelle Welt und ermutigt Praktizierende, angesichts der Verfolgung an ihrem Glauben an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht festzuhalten.
Sänger Markku Turunen singt bei der Kundgebung (Minghui.org)
Markku, der bei „The Voice of Finland“ 2024 unter die besten acht Teilnehmer des Landes kam, war eingeladen worden, diesen eigens für die Praktizierenden komponierten Liedtext zu singen:
„Eine äußerst brutale Verfolgung nimmt ihren Lauf; die Propagandamaschinerie verschleiert die Wahrheit – Folter, Erpressung und sogar die Tötung von Mitbürgern. Menschen werden tagelang an Ketten von der Decke aufgehängt, ihnen werden Nahrung und Schlaf entzogen und man treibt ihnen Bambussplitter unter die Fingernägel – nur weil wir drei einfache Worte praktizieren: Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht.“
Marsch durchs Zentrum von Helsinki
Nach der Kundgebung marschierten die Praktizierenden an Wahrzeichen wie der Mannerheimintie, der Aleksanterinkatu, dem Dom von Helsinki und dem Rathaus vorbei, bis sie schließlich am Parlamentsgebäude ankamen.




Praktizierende marschieren durch die City von Helsinki (Minghui.org)


Am Rande des Marsches erfahren viele Menschen von der Verfolgung (Minghui.org)
Der Marsch endet am Parlamentsgebäude (Minghui.org)
Die Ereignisse zogen die Aufmerksamkeit von Einwohnern und Touristen auf sich. Viele blieben stehen, um die Informationstafeln zu lesen und unterzeichneten die Petition, die ein Ende der Verfolgung forderte.
Martino und sein Freund, Touristen aus Italien, beobachteten den Marsch und erfuhren anschließend von der Verfolgung. Sie waren entsetzt über die Berichte von der erzwungenen Organentnahme und unterzeichneten die Petition ohne Zögern.
Wunsch, dass viele Menschen von der Repression der KPCh erfahren
Inka, eine Lehrerin, erzählte, sie verfolge internationale Themen im Bereich der Menschenrechte und lese Informationen von Amnesty International. Sie war schockiert, als sie von der erzwungenen Organentnahme erfuhr, und merkte an, dass die Menschen in Finnland weitgehend nichts von der Menschenrechtslage im kommunistischen China wüssten.
Inka ist mit Mari Manninen befreundet, einer Reporterin, die früher in China gelebt hat und die dortige Lage aufmerksam verfolgt. Mari hatte ihr berichtet, dass sie und andere Besucher während ihres Aufenthalts in China von den Behörden streng überwacht wurden.
Tiia, die in der Nähe wohnt, zeigte sich erschüttert über die Verfolgung durch die KPCh: „Das ist eine schreckliche Sache. Danke, dass Sie diese Informationen weitergeben, damit noch mehr Menschen davon erfahren.“
Einigen Menschen war die Unterwanderung anderer Länder durch die KPCh sowie deren länderübergreifende Repression bekannt. Ein Mann erklärte, er verfolge das Thema aufmerksam und wünsche sich, dass noch mehr Menschen davon wüssten, damit sie dazu beitragen könnten, dem Einhalt zu gebieten.
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