(Minghui.org) „Es ist ein düsterer Jahrestag für Falun-Gong-Praktizierende – nicht nur wegen der Brutalität und des Unrechts, die sich vor 27 Jahren in China ereigneten, sondern auch wegen des anhaltenden Blutvergießens, dem Praktizierende seither durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ausgesetzt sind“, sagte Rebel Jom, Sprecherin des Falun-Dafa-Vereins in Victoria.
Sie gehörte zu den Rednern einer Kundgebung vor der Staatsbibliothek von Victoria am 18. Juli 2026. Die Veranstaltung erinnerte an den 27. Jahrestag des friedlichen Protests der Praktizierenden gegen die Verfolgung durch die KPCh. Auch Vertreter der tibetischen, vietnamesischen und uigurischen Gemeinden ergriffen das Wort. Sie verurteilten sowohl die Verfolgung in China als auch die grenzüberschreitende Unterdrückung durch die KPCh und forderten ein Ende der Verfolgung sowie die Freilassung aller Gewissensgefangenen. Zahlreiche Passanten blieben stehen, verfolgten die Redebeiträge und unterstützten die Forderung nach einem Ende der Menschenrechtsverletzungen mit ihrer Unterschrift unter die Petition.



Praktizierende halten am 18. Juli 2026 eine Kundgebung vor der Staatsbibliothek von Victoria ab (Minghui.org)
Falun Dafa Verein in Victoria: Die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung hält an, die länderübergreifende Unterdrückung hat sich verschärft
Rebel Jom betonte: „Auch nach 27 Jahren hält die Verfolgung von Falun Gong in China unvermindert an. Ihr ‚Verbrechen‘? Sie praktizieren Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – Werte, die in demokratischen Gesellschaften weltweit geschätzt werden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Doch genau diese Werte betrachtet das chinesische kommunistische Regime als Bedrohung.“
Jom erklärte, Falun Dafa sei 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt worden und habe sich anschließend rasch in ganz China verbreitet. 1999 habe die KPCh die Verfolgung eingeleitet. „Seither sind Praktizierende Folter, willkürlicher Inhaftierung, Entführung, Vergewaltigung, Obdachlosigkeit, dem Verlust ihres Arbeitsplatzes und der Trennung von ihren Familien ausgesetzt. Darüber hinaus wurden unzählige Menschen getötet und ihre Organe entnommen, um Chinas milliardenschwere Organtransplantationsindustrie aufzubauen. Viele der heute hier Versammelten sind Flüchtlinge, die vor dieser Verfolgung geflohen sind und seit Jahren oder sogar Jahrzehnten von ihren Familien getrennt leben. Aus Angst, dass ihren Angehörigen in China Schaden zugefügt werden könnte, scheuen sich viele, öffentlich zu sprechen. Die Verfolgung von Falun Gong in China zählt zu den schwersten Kampagnen gegen eine Glaubensgemeinschaft in der jüngeren Geschichte.“
Anschließend ging sie auf die länderübergreifende Unterdrückung durch die KPCh ein: „Über die Abteilung für Einheitsfrontarbeit, chinesische Konsulate und ein weit verzweigtes Netzwerk von Informanten versucht die KPCh, Falun-Gong-Praktizierende nicht nur weltweit zu unterdrücken, sondern auch westliche Regierungen und Medien gegen Falun Gong aufzubringen.
Im vergangenen Monat hat diese länderübergreifende Unterdrückung eine neue Eskalationsstufe erreicht. Am 1. Juli trat in China das Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts in Kraft. Es richtet sich gegen Einzelpersonen und Organisationen im Ausland und kriminalisiert im Grunde jede Äußerung außerhalb Chinas, die nicht mit den Vorgaben des autoritären Regimes in Peking übereinstimmt. Diese alarmierende Entwicklung bedroht nicht nur die Souveränität und die demokratischen Werte Australiens, sondern die der gesamten Weltgemeinschaft. Dieses Gesetz sollte von allen, insbesondere aber von den Regierungen der Welt, entschieden verurteilt werden.“
Sie forderte die KPCh nachdrücklich auf, die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden, Tibetern, Hongkongern, Taiwanern und Demokratieaktivisten einzustellen sowie der länderübergreifenden Unterdrückung, der Überwachung und der Einschränkung der Religionsfreiheit ein Ende zu setzen.
Vizepräsident der tibetischen Gemeinde in Victoria verurteilt die Verfolgung
Kapsang Tsering, Vizepräsident der tibetischen Gemeinde in Victoria, spricht auf der Kundgebung (Minghui.org)
Tsering sagte, dass er sich vorstellen könne, was Falun Dafa durchmache, da sein eigenes Volk Ähnliches erlitten habe. „Diese grausamen Verbrechen und die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden, Tibetern, Uiguren und vielen anderen ethnischen Gruppen dauern an. All diese Menschen sind unvorstellbarer Folter ausgesetzt.“
Er erzählte: „Meine Großeltern stammten aus Tibet. 1981 lehnten sie sich gegen das chinesische Regime auf. Daraufhin wurden sie inhaftiert und kamen in chinesischer Haft ums Leben. Meine Eltern flohen aus Tibet nach Indien. Ich selbst bin in Indien geboren und aufgewachsen.“
Im Hinblick auf die Verfolgung durch die KPCh und den Organraub sagte er: „Das ist absolut entsetzlich. Ich kann nicht begreifen, wie die KPCh Menschen ihre Organe rauben kann. Können Sie sich vorstellen, einem Menschen bei lebendigem Leib ein Organ zu entnehmen? Das ist das eigentliche Verbrechen.“
Präsident des Regionalverbandes Victoria der vietnamesischen Gemeinde in Australien bekundet Unterstützung
Duy Quang Nguyen, Vorsitzender des Verbands der vietnamesischen Gemeinde in Australien (VCA) im Bundesstaat Victoria, spricht auf der Kundgebung (Minghui.org)
Duy Quang Nguyen erklärte, dass er die Praktizierenden seit mehr als 20 Jahren kenne. Eine solch gute Praxis werde verfolgt, weil die KPCh den Menschen keinen spirituellen Glauben zugestehe.
In Bezug auf die Unterwanderung und die länderübergreifende Unterdrückung durch die KPCh sagte er: „Wie Sie wissen, bringen sie viel Unruhe in unsere Gemeinschaft, wenn sie sie unterwandern. Wir müssen unsere Gemeinschaft schützen. Die vietnamesische Gemeinde in Australien unterstützt Falun Gong.“
Kerzenlichtmahnwache vor dem chinesischen Konsulat
Am Abend des 20. Juli halten Praktizierende vor dem chinesischen Konsulat eine Kerzenlichtmahnwache ab (Minghui.org)
Am Abend des 20. Juli hielten Praktizierende vor dem chinesischen Konsulat eine Kerzenlichtmahnwache ab, um der Praktizierenden zu gedenken, die durch die Verfolgung ums Leben gekommen sind, und forderten die KPCh auf, diese zu beenden. Bis Juli 2026 wurden mindestens 5.359 Praktizierende zu Tode gefoltert.
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