(Minghui.org) Die jüngere Schwester meines Mannes ist drei Jahre jünger als ich. Ich glaube, wir haben eine besondere Schicksalsverbindung. Als ich meinen Mann kennenlernte, verließ sie aus irgendeinem Grund ihre Heimatstadt und zog in das Studentenwohnheim, in dem ich wohnte. Nach meiner Heirat zog sie bei uns ein. Die Familie meines Mannes hat uns bei unserer Hochzeit nicht groß unterstützt. Wir hatten nur ein Doppelbett und einen Esstisch, das Bett teilten wir uns zu dritt.
Ich war damals 22 Jahre alt. Jung und engstirnig, wie ich war, hatte ich das Gefühl, dass meine Schwägerin sich in unser Leben einmischte. Deshalb wollte ich nicht, dass sie bei uns wohnte. Dennoch tat mir mein Mann sehr leid, denn ich wusste, dass er machtlos war. Deshalb ertrug ich die Situation, ohne ein Wort zu sagen. Aber ich war ständig verärgert, fühlte mich hilflos und war niedergeschlagen. Ihr gegenüber verhielt ich mich gleichgültig. Später nahm mein Mann Kontakt zu einigen Verwandten auf, zahlte etwas Geld und half ihr dabei, sich beim Einwohneramt der Stadt anzumelden. Er besorgte ihr auch einen Arbeitsplatz. Als sie mit der Arbeit begann, zog sie in das Firmenwohnheim ein.
Meine komplizierte familiäre Situation bereitete mir ständig Sorgen. Da ich mich nicht traute, Probleme offen anzusprechen, war ich nach meiner Heirat schlecht gelaunt. Der jahrelange psychische Stress wirkte sich auf meine Gesundheit aus, sodass ich Herzprobleme bekam. Meine gesundheitlichen Probleme waren der Grund, warum ich im Alter von 28 Jahren begann, Falun Dafa zu praktizieren.
Dann begann ich, das Zhuan Falun zu lesen. Ich hielt mich an die Lehre des Meisters – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – und begann nach und nach allen zu vergeben, von denen ich das Gefühl hatte, dass sie mir in der Vergangenheit Unrecht getan hatten. Außerdem änderte ich mein bisheriges Verhalten und begegnete den Menschen freundlich und aufrichtig.
Vor allem behandelte ich meine Schwägerin viel freundlicher. Wenn ich an meine frühere Gleichgültigkeit ihr gegenüber dachte, hatte ich Schuldgefühle. Und so schenkte ich ihr das Buch Zhuan Falun in der Hoffnung, dass auch sie mit der Kultivierung im Falun Dafa beginnen würde. Sie wurde jedoch gestört und bekam Kopfschmerzen, sobald sie anfing, das Buch zu lesen. So verpasste sie die Gelegenheit, sich im Dafa zu kultivieren. Dennoch glaubte sie weiterhin an das, was ich ihr sagte, und warf bei ihr zuhause die Verehrungstafeln für Füchse, Wiesel, Geister und Schlangen weg.
Beginn der Verfolgung
Zu dieser Zeit erfreute sich Falun Dafa großer Beliebtheit und immer mehr Menschen begannen, sich zu kultivieren. Später begann die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine beispiellose Verfolgungskampagne, verbreitete Gerüchte, um Dafa zu verleumden, und begann, Praktizierende zu verfolgen. Viele Menschen wurden durch die Lügen vergiftet. Ich war auch von der Verfolgung betroffen und wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Meine Schwägerin war verwirrt und konnte diesem überwältigenden Druck nicht standhalten. Sie gab Falun Dafa und den Praktizierenden die Schuld an der Verfolgung und begann, negativ über die Praxis zu denken.
Während der Haft bat mein Mann sie, sich um unser Kind zu kümmern, und bot auch ihrem Mann einen Arbeitsplatz in seinem Unternehmen an. Da meine Schwägerin und ihr Mann zu dieser Zeit arbeitslos waren, nahmen sie sein Angebot an und zogen in unser Haus ein. Zu dieser Zeit wohnten auch meine Schwiegereltern bei uns, da mein Schwiegervater plötzlich erkrankt war und Pflege benötigte. Da es im Haus zu eng geworden war, kaufte mein Mann ein neues Haus und zog gemeinsam mit unserem Sohn und seinen Eltern dorthin. Bei einem Besuch schlug er mir vor, unser altes Haus für etwa 200.000 Yuan – zum halben Marktpreis – an meine Schwägerin zu verkaufen. Ich dachte, dass ich eine Falun-Dafa-Praktizierende bin und seine Familie uns ebenfalls geholfen hatte, weshalb ich mit seinem Vorschlag einverstanden war.
Nachdem ich aus dem Gefängnis entlassen worden war, erzählte mir mein Mann, dass meine Schwägerin sich geweigert habe, das Geld für das Haus zu zahlen. Da er sich mit ihr zerstritten hatte, bat er mich, zu ihr zu gehen und das Geld einzufordern. Zu dieser Zeit war das Geschäft meines Mannes ins Stocken geraten und er hatte hohe Schulden. Ich ging zu meiner Schwägerin, um sie um das Geld zu bitten. Sie sagte jedoch, mein Mann habe zugestimmt, ihr das Haus zu überlassen, ohne Geld dafür zu verlangen. Außerdem sei das Haus nicht so viel wert. Sie sagte auch, mein Mann habe ihre Gehälter nicht bezahlt und in Geldangelegenheiten immer auf seine Geliebte gehört. Sie erzählte mir viele schockierende Dinge, von denen ich nichts gewusst hatte.
Als ich das hörte, war ich zutiefst traurig. Doch ich erinnerte mich daran, dass ich eine Falun-Dafa-Praktizierende bin. Ich ertrug den seelischen Schmerz, ließ sie ausreden und sagte nur: „Okay! Jetzt weiß ich Bescheid.“ Nach außen blieb ich ruhig und ging. Kaum war ich zu Hause angekommen, brach ich in Tränen aus. Der Schmerz in meinem Herzen war unbeschreiblich. Mein Mann hatte eine Geliebte und ihr seine betagten Eltern, unseren Sohn und sogar die Finanzen der Firma anvertraut. Nun war unser Leben völlig aus den Fugen geraten und wir hatten zudem hohe Schulden. Was meine Schwägerin gesagt hatte, verletzte mich zutiefst – noch mehr als der Verlust des Hauses. Ich dachte: „Ich werde sie nie wieder um Geld bitten. Ich möchte so etwas nie wieder hören. Es hat mich zu tief verletzt.“
Neue Herausforderungen nach der Haft
Kaum war ich aus der Haft entlassen, sah ich mich bereits mit neuen emotionalen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Obwohl ich sehr verzweifelt war, wusste ich, dass ich mithilfe der Kraft von Dafa diese Prüfungen überwinden würde. Ich lernte weiterhin das Fa, legte meine Anhaftungen an Ruhm, Reichtum und Gefühlen ab und erhöhte stetig meine Xinxing. Ich dachte: „Das Leben ist wie ein Theaterstück, ich sollte meine Rolle darin gut spielen.“ Als Falun-Dafa-Praktizierende sollte ich danach streben, ein guter Mensch zu sein, nach den Maßstäben von Dafa handeln und Barmherzigkeit herauskultivieren. Alle Lebewesen leiden, alle sind in den Illusionen gefangen, und das Leben ist nicht leicht für sie. Mein Mann und ich haben eine Schicksalsverbindung. Ich sollte ihn gut behandeln und meine Pflichten als Ehefrau erfüllen. Das ist das, was Dafa von mir verlangt.“
Als ich entsprechend dem Fa handelte, veränderte sich auch mein Mann. Er erkannte die Schönheit von Dafa, glaubte und unterstützte Dafa. Dadurch wurde er mit Glück gesegnet. Bald florierte unser Familienunternehmen wieder und alle Schwierigkeiten wandten sich nach und nach zum Guten und wurden durch Dafa berichtigt.
Ich war überzeugt, dass auch meine Schwägerin eine Schicksalsverbindung mit mir hatte und dass ich sie gut behandeln sollte. Ich ließ meine Anhaftung an das Haus und das Geld los und dachte nicht mehr darüber nach, wer von uns Recht und Unrecht hatte. Ich dachte: „Jeder betrachtet die Dinge aus seiner eigenen Perspektive und jeder hat dafür seine eigenen Gründe dafür. Ich sollte sie einfach so behandeln, als wäre nichts geschehen.“ Mit der Zeit konnte ich auch den Schmerz loslassen, den ihre Worte bei mir ausgelöst hatten, denn sie hatte mir geholfen, mich zu erhöhen. Ich sollte ihr für diese Gelegenheit danken, anstatt ihr Vorwürfe zu machen, und beschloss, gut mit der Situation umzugehen. Außerdem hatte sie sich drei Jahre lang um unseren Sohn gekümmert und ihr Mann hatte drei Jahre lang in unserem Geschäft mitgeholfen. Es war nicht so einfach für sie, ich sollte ihr dafür dankbar sein. Nachdem ich all das verstanden hatte, behandelte ich sie immer besser.
Meine Schwägerin war bei schlechter Gesundheit und musste oft im Krankenhaus behandelt werden. Jedes Mal, wenn ich hörte, dass sie im Krankenhaus lag, besuchte ich sie und unterstützte sie finanziell. Da sich ihre Familie in einer schwierigen finanziellen Lage befand, unterstützte ich sie zusätzlich, indem ich ihrem Kind zu jedem chinesischen Neujahrsfest 1.000 Yuan in einem roten Umschlag schenkte – bis es selbst zu arbeiten begann.
Später kam mir der Gedanke: „Vielleicht glaubt sie immer noch, dass wir ihnen etwas schulden. Vielleicht ist es ja so und wir schulden ihnen tatsächlich etwas. Ich sollte die Dinge aus ihrer Perspektive betrachten und Rücksicht auf sie nehmen.“ Wann immer sich die Gelegenheit bot, gab ich ihr aus verschiedenen Gründen Geld, manchmal Tausende oder sogar Zehntausende Yuan. Ich dachte: „Wenn du glaubst, dass wir dir etwas schulden, werde ich das still und leise wiedergutmachen.“ Mit der Zeit begann meine Schwägerin, meine Freundlichkeit zu schätzen und mich als ihre Schwägerin zu akzeptieren. Außerdem sprach ich oft mit meinem Mann darüber und schilderte ihm meine Meinung. Schließlich änderte auch er seine Haltung ihr gegenüber.
Da meine Schwägerin ständig krank war, schlug ich ihr oft vor, „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren. Das würde ihr helfen. Doch sie ignorierte meinen Rat.
Auch mein Mann sagte zu ihr: „Du leidest ständig unter Krankheiten. Warum rezitierst du nicht ‚Falun Dafa ist gut‘? Schau doch mal, wie gut es deiner Schwägerin geht! Könnte unsere Familie ohne sie überhaupt überleben? Würde ich mich ohne sie mit dir verstehen?“ Mein Mann hatte oft Konflikte mit seinen Geschwistern. Er hatte ein aufbrausendes Temperament und stand seinen Geschwistern oft ablehnend gegenüber. Wenn es Konflikte zwischen ihnen gab, half ich ihm immer und versuchte, die Situation zu schlichten.
Im vergangenen Jahr wurde meine Schwägerin erneut wegen Herz-Kreislauf- und Erkrankungen der Hirngefäße ins Krankenhaus eingeliefert. Der Arzt empfahl ihr einen Koronarstent, aber sie war körperlich zu schwach, um die Operation zu überstehen. Sie war sehr verzweifelt. Ihre Familie hatte finanzielle Schwierigkeiten, sie war ständig krank und brauchte viel Geld für Arztbesuche und Medikamente. Oft war sie auch bettlägerig. Da empfahl ich ihr erneut: „Probiere es einfach mal aus! Rezitiere ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘“. Daraufhin erzählte sie mir, dass sie die Worte jeden Tag rezitiere.
Ein paar Tage später fragte ich sie, ob sie immer noch die glückverheißenden Worte rezitiere. Sie bejahte. Daraufhin schlug ich ihr vor, die Dafa-Bücher zu lesen. Sie stimmte zu und begann, das Fa zu lernen und jeden Tag die Übungen zu machen. Ihr Glaube an Dafa wurde stärker und sie verbrannte die Gedenktafeln, die sie zu Hause zur Verehrung jener Geister verwendet hatte.
Mittlerweise praktiziert meine Schwägerin Falun Dafa ernsthaft und empfiehlt ihren Freunden oft das Zhuan Falun. Sie verfügt über eine gute Erleuchtungsqualität und begann schon bald, ihren Charakter zu kultivieren. Sie ärgerte sich nicht mehr so oft über ihren Mann und bemühte sich, mit ihrer Schwiegermutter gut auszukommen. Wenn sie auf Probleme stößt, denkt sie sofort: „Ich praktiziere jetzt Dafa.“ Sie verhält sich wie eine Kultivierende.
Der Teint meiner Schwägerin ist rosig geworden. Früher musste sie sich schon nach wenigen Schritten hinsetzen und ausruhen, doch mittlerweile kann sie lange Strecken zurücklegen, ohne müde zu werden. Sie kann auch einige im Zhuan Falun beschriebenen Phänomene im Zusammenhang mit der Öffnung des Himmelsauges wahrnehmen und Dinge in anderen Dimensionen sehen, darunter Buddhas und Bodhisattvas. Meine Schwägerin schaut sich auch keine Kurzvideos mehr auf TikTok an, sondern lernt stattdessen fleißig das Fa und macht die Übungen. Sie kultiviert sich nun wirklich im Falun Dafa.
Danke, Meister, für Ihre barmherzige Errettung!
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.