(Minghui.org) Am 20. Juli 2026 versammelten sich Falun-Dafa-Praktizierende in der Hauptstadt Südkoreas auf der Seoul Plaza, um ein Ende der seit 27 Jahren andauernden Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zu fordern. Mit großen Transparenten und durch eine Kundgebung sowie das Praktizieren der Übungen machten sie auf ihr Anliegen aufmerksam.
20.Juli 2026: Falun-Dafa-Praktizierende vor dem Rathaus in Seoul, Südkorea
Falun Dafa, das auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gründet, wurde 1992 in China der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 20. Juli 1999 leitete die KPCh eine umfassende Verfolgungskampagne ein, die bis heute andauert. Unzählige Praktizierende wurden rechtswidrig inhaftiert und gefoltert. Von mehr als 5.000 ist bestätigt, dass sie infolge der Verfolgung ums Leben kamen. Das von der KPCh geförderte Verbrechen des Organraubs an Falun-Dafa-Praktizierenden wird von der internationalen Gemeinschaft verurteilt.
Gemeinsame Übungen im Regen
Trotz des unaufhörlichen Regens versammelten sich die Praktizierenden am Vormittag auf der Rasenfläche vor dem Rathaus von Seoul, um die Falun-Dafa-Übungen auszuführen. Die fließenden Bewegungen und die friedliche Atmosphäre veranlassten viele Touristen stehenzubleiben und zuzuschauen. Etliche nahmen die Szene mit ihren Mobiltelefonen auf.

Praktizierende am 20. Juli 2026 auf der Seoul Plaza bei gemeinsamen Übungen vor dem Rathaus von Seoul (Minghui.org)
Nach den Übungen begann die Kundgebung mit einem kurzen Rückblick auf die Verfolgung, einer Erklärung des koreanischen Falun Dafa Vereins, Gastreden und einer Gedenkfeier.
Falun Dafa Verein prangert transnationale Unterdrückung an
Dr. Jeong Ki-tae, Vizepräsident des Falun Dafa Vereins Korea, ruft dazu auf, die transnationale Verfolgung durch die KPCh zu verurteilen (Minghui.org)
Dr. Jeong Ki-tae, Vizepräsident des Falun Dafa Vereins Korea, verlas eine Erklärung, in der er darlegte, wie die KPCh transnationale Repressionen gegen Falun Dafa ausübt und damit ihr im Inland praktiziertes Unterdrückungsmodell auf das Ausland ausweitet. Die KPCh versucht, ihren Einfluss auf die südkoreanische Gesellschaft mittels einer „Einheitsfront“-Strategie zu vergrößern; dies umfasst Aktivitäten innerhalb der südkoreanischen Regierung, bei lokalen Behörden, in Freundschaftsgesellschaften zwischen Südkorea und China sowie in den Medien.
In seiner Erklärung ging Jeong auch auf die seit Langem bestehenden Einmischungsversuche der KPCh gegen „Shen Yun Performing Arts“ in Südkorea ein. Er forderte die südkoreanische Regierung auf, „dem unangemessenen Druck ausländischer Regierungen entschlossen zu widerstehen, um die kulturelle Souveränität und die Rechtsstaatlichkeit zu wahren.“
Filmregisseur: Die Verfolgung nicht hinnehmen
Filmregisseur Heo Eun-do (Minghui.org)
Heo Eun-do, der leitende Programmgestalter und Direktor des Seoul Larkspur International Film Festival, sprach auf der Kundgebung. Er berichtete, dass das Festival aufgrund seiner Grundwerte – Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenrechte – im vergangenen Jahr den Dokumentarfilm „State Organs“ als Eröffnungsfilm ausgewählt habe; der Film enthülle die Verbrechen der KPCh im Zusammenhang mit der Zwangsorganentnahme.
Heo äußerte, dass im Laufe der Jahre eine große Anzahl von Falun-Gong-Praktizierenden festgenommen, inhaftiert, gefoltert und schwersten Menschenrechtsverletzungen – einschließlich Zwangsarbeit – ausgesetzt worden sei, nur weil sie an ihrem Glauben festhielten. Als Begründung der Auswahl von „State Organs“ als Eröffnungsfilm im letzten Jahr nannte er: „Sie [die Praktizierenden] sind lediglich eine Gruppe gewöhnlicher Bürger, die nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben und danach streben, bessere Menschen zu werden. Doch sie sind zu Opfern staatlicher Gewalt geworden, nur weil sie an ihrem Glauben festhalten. Genau darin liegt der Kern dieser Tragödie.“
„Der menschliche Körper ist kein Eigentum des Staates, und mit menschlichen Organen darf kein Handel getrieben werden. Kein Regime hat das Recht, einem Menschen aufgrund seines Glaubens und Gewissens die Freiheit und das Leben zu nehmen“, betonte er.
Heo unterstrich: „Angesichts von Menschenrechtsverletzungen zu schweigen, kommt einer Ermutigung zur Verfolgung gleich. Die Verurteilung der Menschenrechtsverletzungen durch die KPCh richtet sich nicht gegen das chinesische Volk; vielmehr geht es darum, sich der Gewalt eines totalitären Staates entgegenzustellen, der die Menschlichkeit unterdrückt.“
Im Gedenken an all die Praktizierenden, die infolge der Verfolgung ihr Leben verloren
Während der Gedenkfeier wurden auf der Bühne Porträts von Falun-Dafa-Praktizierenden gezeigt, die infolge der Verfolgung ums Leben gekommen waren.
Trauer um Falun-Dafa-Praktizierende, die während der Verfolgung durch die KPCh ihr Leben verloren haben (Minghui.org)
Der Falun-Dafa-Praktizierende Zhao Runde hielt eine Trauerrede: „Euer Mut, euer Leben für die Wahrheit zu opfern, bewegt die Welt; euer Einsatz – die Wahrheit über die Verfolgung öffentlich zu machen – erfüllt die Welt mit Gerechtigkeit.“ Die Praktizierenden gedachten ihrer Glaubensgenossen, die durch die Verfolgung ihr Leben verloren haben.
Ein Marsch durch das Stadtzentrum








Nach der Kundgebung ziehen die Praktizierenden durch die Innenstadt (Minghui.org)
Angeführt wurde der Marsch von der Tian-Guo-Marching-Band; es folgten Praktizierende, die die Übungen vorführten, Transparente mit den Aufschriften „Falun Dafa“ und „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“, eine große Nachbildung des Buches Zhuan Falun, eine Hüfttrommelgruppe sowie Transparente, die auf die Verfolgung von Falun Gong und den Organraub an Lebenden hinwiesen. Viele Zuschauer nahmen nach dem Umzug Informationsmaterialien von den Praktizierenden entgegen oder erkundigten sich nach weiteren Einzelheiten.
„Früher hatte ich falsche Vorstellungen über Falun Dafa, aber nach der heutigen Parade verstehe ich, wer die Täter und wer die Opfer sind“, sagte ein Einwohner.
Zeitzeugen berichten von ihren Erfahrungen mit der Verfolgung
Herr Kim stammt aus Bucheon in der Provinz Gyeonggi. Nachdem er 1995 begonnen hatte Falun Gong zu praktizieren, verbesserte sich nicht nur sein Gesundheitszustand, sondern er wurde auch friedfertiger und gütiger. Im Jahr 2002 wurde er in China für vier Jahre rechtswidrig inhaftiert, weil er die Verfolgung von Falun Gong öffentlich gemacht hatte. Er sagte: „Falun Gong wird nach wie vor von der KPCh verfolgt. Bitte glauben Sie nicht der Propaganda der KPCh.“
Kim Joo-seon, die Falun Gong in Seoul praktiziert, erzählte, dass sie schon immer an Methoden zur Selbstverbsserung interessiert gewesen sei. Nachdem sie durch die Medien von Falun Gong erfahren hatte, besuchte sie einen Übungsplatz und erhielt dort das Buch Zhuan Falun.
„Ich las das Zhuan Falun und fand Antworten auf meine Fragen zum Leben“, erinnerte sich Kim. Heute berichtet sie anderen Menschen von Falun Gong und stellt fest, dass immer mehr Menschen bereit sind, sich diese Informationen anzuhören.
Die Falun-Gong-Praktizierende Kim Joo-seon aus Seoul (Minghui.org)
Die Gymnasiastin Nam Ryun-seo reiste gemeinsam mit ihrer Mutter aus Cheongju in der Provinz Nord-Chungcheong zu der Veranstaltung an. Sie zeigte sich beeindruckt davon, dass Falun-Gong-Praktizierende in China trotz langjähriger Verfolgung an ihrem Glauben festhalten. Sie hofft, dass immer mehr Menschen von der Verfolgung erfahren.
Einheimische und Touristen: Die Verfolgung muss aufhören
Der in Seoul ansässige Park Kwan-woo verurteilt die KPCh für den Organraub an lebenden Praktizierenden (Minghui.org)
Park Kwan-woo fand es erfreulich, dass das Praktizieren von Falun Gong die körperliche und geistige Gesundheit der Menschen verbessert. Es sei schwer vorstellbar, dass soetwas Gutes in China unterdrückt werde, ganz zu schweigen vom Organraub an Praktizierenden. Ein anderer Bewohner, Jung Il, meinte ebenfalls, dass Falun Gong nicht verfolgt werden sollte und hoffte, dass immer mehr Menschen die Wahrheit erfahren.
Der britische Tourist Tal Hemmel erklärt, der Organraub müsse sofort unterbunden werden (Minghui.org)
Der britische Tourist Tal Hemmel dankte den Falun-Gong-Praktizierenden, nachdem er die Veranstaltung – einschließlich einer Ausstellung, die den Organraub veranschaulichte – gesehen hatte, und sagte: „Das [der Organraub] ist ein ungeheuerliches Verbrechen und muss sofort unterbunden werden.“
Chinesischer Tourist: Mutter praktiziert insgeheim Falun Gong
Ein Tourist aus der chinesischen Provinz Jilin sagte, solche Veranstaltungen seien in China nicht zu sehen. „Es hat mich tief bewegt zu erleben, dass Falun-Gong-Praktizierende in Südkorea frei und offen an Aktivitäten teilnehmen können“, erklärte er.
Er habe persönlich miterlebt, wie junge Falun-Gong-Praktizierende auf die Polizeiwache gezerrt wurden und wie Polizisten Falun-Gong-Bücher und Tonbandgeräte auf den Boden warfen. „Meine Mutter wagte es nicht, tagsüber zu praktizieren, und konnte die Übungen nur jede Nacht heimlich machen“, fügte er hinzu.
„Ich wusste schon vor langer Zeit von Falun Gong, konnte aber aus verschiedenen Gründen nicht weiterpraktizieren. Es ist wirklich herzzerreißend, dass soetwas Gutes unterdrückt wird“, fuhr er fort.
Als der Mann sah, dass Menschen aus verschiedenen Ländern an der Veranstaltung teilnahmen, wurde ihm klar, dass Falun Gong weltweit praktiziert wird. Er äußerte die Hoffnung, dass in Zukunft immer mehr Menschen von Falun Gong erfahren, und bekundete zudem den Wunsch, das Praktizieren wieder aufzunehmen.
Die Veranstaltung endete, nachdem der Marsch zum Seoul Plaza zurückgekehrt war. Trotz des zeitweiligen Regens blieben viele Einwohner und Touristen stehen, um zuzusehen, nahmen Informationsmaterialien entgegen und erkundigten sich bei den Praktizierenden nach weiteren Einzelheiten. Auch wenn die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung noch nicht beendet ist, erfahren immer mehr Menschen durch solche öffentlichen Veranstaltungen von den Fakten und bekunden ihre Unterstützung für die Falun-Gong-Praktizierenden.
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