(Minghui.org) Seit das Büro 610 in der Stadt Anlu, Provinz Hubei, im Februar 2001 eingerichtet wurde, hat es zahlreiche Gehirnwäschemaßnahmen gegen Falun-Dafa-Praktizierende organisiert.

Insbesondere die Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong ist ganzjährig in Betrieb und hält nicht nur Praktizierende aus der Region, sondern auch von außerhalb fest.

Ab Februar 2023 benannten die Behörden die Gehirnwäsche-Einrichtungen in „Fürsorge-Studios“ um und statteten sie mit Funktionen wie „Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung“, „psychologischer Beratung“ und „sozialer Unterstützung“ hinzu, um ihren eigentlichen Zweck zu verschleiern.

In diesen neuen „Fürsorge-Studios“ sind Mitarbeiter der örtlichen Justiz- und Polizeibehörden sowie Psychologen und Sozialarbeiter tätig. Sie arbeiten eng mit der Polizei zusammen, um grundlegende Informationen über die Praktizierenden zu erfassen und nachzuverfolgen. Dank reichlicher Finanzierung belohnen die Behörden die Mitarbeiter mit Geldprämien, wenn ein Praktizierender „umerzogen“ worden ist.

Auf einer Sitzung des Zentralen Komitees für Politik und Recht am 18. Januar 2026 wurde das vom Büro 610 der Provinz Hubei angewandte Modell für Betrieb und Informationsmanagement mit einer Fünf-Sterne-Bewertung ausgezeichnet und zur Einführung in anderen Provinzen empfohlen.

Yang Junwen, der 2015 das Amt des stellvertretenden Leiters des Büros 610 der Stadt Anlu übernahm, hat das Gehirnwäschesystem aktiv vorangetrieben. Zwischen April und Mai 2026 verfasste er mehrere Artikel in Lokalzeitungen, in denen er Falun Dafa verleumdete.

Im Folgenden sind ausgewählte Verfolgungsfälle aufgeführt.

He Wende (m), um die 50, ist ein Lehrer an der Chengxiang-Grundschule. Er wurde am 14. Oktober 2015 an seinem Arbeitsplatz festgenommen und in die Gehirnwäsche-Einrichtung Chuyue gebracht. Dort hat man ihn mehr als einen Monat lang festgehalten. Aus Protest trat er in den Hungerstreik. Als sich seine Frau in der Schule nach ihm erkundigen wollte, verweigerte der Schulleiter auf Druck des Büros 610 jegliche Auskunft.

Wang Hui (w) wurde am 21. November 2016 festgenommen und in die Gehirnwäsche-Einrichtung Chuyue gebracht. Die Behörden nahmen sie als Vergeltung für ihre Bemühungen um die Freilassung ihres Mannes Wang Huashan fest. Dieser war mehrere Monate lang in einer Gehirnwäsche-Einrichtung in Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, festgehalten worden. Ihre Festnahme erfolgte nur wenige Tage nach der Freilassung von Wang.

Huang Xuejun (m) wurde am 10. Dezember 2016 von der Gehirnwäsche-Einrichtung Tangxunhu in Wuhan in die Gehirnwäsche-Einrichtung Chuyue verlegt. Fünf Tage lang war er rund um die Uhr der Gehirnwäsche durch zwei sogenannte „Helfer“ ausgesetzt. Er stand kurz vor einem psychischen Zusammenbruch und geriet in einen delirierenden Zustand.

Yan Ji (m), ein ehemaliger Polizeibeamter, wurde am 24. Mai 2022 an seinem Arbeitsplatz festgenommen und in die Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong gebracht. Nie Hanzhang vom Büro 610 der Stadt Anlu schlug ihm ins Gesicht. Drei Monate später wurde er nach seiner Freilassung in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.

Xu Guiyun (w), Mao Cuiying (w), Wu Xiufang (w) und Shi Liying (w) – alle um die 70 – wurden im September 2023 in die Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong gebracht. Da sie an ihrem Glauben festhielten, übergab Yang Junwen ihren Fall an die örtliche Staatsanwaltschaft. Jede der Frauen wurde zu sieben Monaten Haft sowie einer Geldstrafe von 3.000 Yuan (etwa 387 Euro) verurteilt.

Kong Jiuhong (w) wurde am 24. Oktober 2023 festgenommen und in die Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong gebracht. Aus Protest trat sie in den Hungerstreik. Später verurteilten die Behörden sie zu einer siebenjährigen Haftstrafe sowie einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Yuan (etwa 1.290 Euro).

Yang Furong (w), um die 50, wurde infolge ihrer Inhaftierung in einer Gehirnwäsche-Einrichtung im Jahr 2023 arbeitsunfähig. Ihr Mann, Yan Youzhong, wurde mehr als einen Monat lang in der Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong festgehalten, weil er sich für Gerechtigkeit für sie eingesetzt hatte.

Zhou Binsheng (m) wurde am 5. Juni 2024 festgenommen, weil er Informationsmaterialien zu Falun Dafa verteilt hatte. Aufgrund der Misshandlungen in der Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong bekam er schwere psychische und körperliche Leiden.

Zhou Xi’e (w) wurde am 11. Oktober 2025 festgenommen, nachdem eine Überwachungskamera aufgezeichnet hatte, wie sie Falun-Dafa-Materialien verteilte. Sie wurde 15 Tage lang in einer Arrestzelle festgehalten und anschließend für mehr als einen Monat in die Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong verlegt.

Yan Sanming (m) wurde am 3. Juni 2026 um 21 Uhr in seiner Wohnung festgenommen und in die Gehirnwäsche-Einrichtung Changsong gebracht. Die Polizei durchsuchte zudem seine Wohnung und beschlagnahmte seine Falun-Dafa-Bücher sowie ein Musikabspielgerät. Seine Inhaftierung brachte seine schwer kranke Frau und seinen an Depressionen leidenden Sohn in eine äußerst schwierige Lage.