(Minghui.org) Am Dienstag, 16. Juni 2026, fand im Prager Kino „Edison Filmhub“ die tschechische Premiere des Dokumentarfilms Unbroken: The Untold Story of Shen Yun statt.

Der Film ist die erste Dokumentation über das in New York ansässige Ensemble für darstellende Künste und gewährt Einblick in das Leben der Künstler während ihrer Tourneen und ihres Trainings. Gleichzeitig beleuchtet er die Herausforderungen, denen sich Shen Yun als Unternehmen gegenübersieht: Es wird von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) ins Visier genommen, weil es die chinesische Kultur aus der Zeit vor dem Kommunismus darstellt.

Zahlreiche Vertreter der Prager Kunst- und Kulturszene wohnten der Filmpremiere und der anschließenden Podiumsdiskussion bei, darunter der ehemalige tschechische Kulturminister Daniel Herman und der über Video hinzugeschaltete Shen-Yun-Solotänzer Piotr Huang, eine zentrale Figur des Films. Nach der Vorführung erntete der Film langanhaltenden Applaus. Viele Zuschauer zeigten sich tief berührt von der Stärke und dem Engagement der Shen-Yun-Künstler, die trotz massiver Unterdrückung für ihre künstlerische Freiheit einstehen.

Die tschechische Premiere von „Unbroken: The Untold Story of Shen Yun“ am 16. Juni 2026 im Edison Filmhub in Prag (Minghui.org)

Tschechischer Shen-Yun-Veranstalter: Die Herausforderungen bestehen auch in der Tschechischen Republik

Während der Podiumsdiskussion berichtete Lukáš Kudláček, Sprecher des lokalen Veranstalters von Shen Yun in der Tschechischen Republik, dass die Versuche der KPCh, gegen Shen Yun vorzugehen, auch auf tschechischem Boden zu bemerken seien.

Im Zusammenhang mit den diesjährigen Aufführungen in der Tschechischen Republik seien Nachrichten von Absendern mit Verbindungen zur KPCh eingegangen, in denen mit Bombenanschlägen, Amokläufen und Brandstiftungen gegen die gastgebenden Theater gedroht worden sei. „Ich helfe seit fast zwanzig Jahren bei der Organisation von Shen Yun“, erklärte er. „Wir nehmen das sehr ernst. Die Drohungen sind real und wir haben praktisch jedes Jahr damit zu tun.“

Obwohl keine dieser Drohungen schließlich in die Tat umgesetzt wurde, sprach Kudláček den tschechischen Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden seinen Dank für die hervorragende Zusammenarbeit aus, durch die die Sicherheit von Künstlern und Publikum gewährleistet wurde. Er betonte, dass diese hinterhältigen Taktiken Teil der umfassenden transnationalen Repressionsbemühungen der KPCh seien, mit denen sie Dissidenten im Ausland einschüchtern und zum Schweigen bringen wolle.

Ehemaliger tschechischer Kulturminister: Die Kunst von Shen Yun widersetzt sich der Kontrolle der KP Chinas über die Menschen

Der ehemalige Kulturminister Daniel Herman bei der Vorführung des Dokumentarfilms in Prag (Minghui.org)

Der ehemalige Kulturminister Daniel Herman würdigte die bewundernswerte Stärke der Shen-Yun-Künstler, die trotz enormer Widrigkeiten fest zu ihren Überzeugungen stehen und durch ihr hochprofessionelles künstlerisches Können positive Energie verbreiten.

Er berichtete von einem persönlichen Beispiel für die Versuche der KPCh, Shen Yun zu behindern: Ein Freund von ihm war von chinesischen Behörden kontaktiert worden, weil er sich entschieden hatte, Shen Yun zu unterstützen. „[Mein Freund] erklärte ihnen damals“, so Hermann, „dass es im Gegenteil eine sehr gute Sache sei, [Shen Yun] unterstützen zu wollen. Daraufhin meinten sie, dass seine Geschäftstätigkeit in China damit beendet sei.“

Der ehemalige Minister unterstützte Shen Yun schon früh und äußerte sich bereits während seiner Amtszeit im Jahr 2016 positiv über die Aufführung. Da er die Vorstellung mehrfach gesehen hat, weiß er nach eigener Aussage genau, warum die KPCh so entschlossen versucht, einzugreifen: wegen der Betonung der Spiritualität bei Shen Yun.

„Ganz gleich, ob diese spirituelle Vertikale eine christliche, jüdische, buddhistische oder eine andere Form annimmt – sie wird vom kommunistischen Regime stets auf die gleiche Weise angegriffen. Es geht ihnen schlicht darum, die menschliche Seele zu kontrollieren. Shen Yun hingegen ist bestrebt, diese Seele zu kultivieren. Die Berührung durch die Kunst, die das empfindsame menschliche Herz erreicht, stellt eine Gefahr für [die KPCh] dar“, so seine Einschätzung.

Shen-Yun-Solotänzer: Spiritualität ist das Herzstück von Shen Yun

Piotr Huang, ein Solotänzer bei Shen Yun, nahm per Videoschalte an der Podiumsdiskussion teil. Er stellte sich vor und schilderte dem Publikum seine Beweggründe, dem Ensemble beizutreten.

„Shen Yun repräsentiert das China vor dem Kommunismus, und die Mission der Aufführung ist es, diese traditionelle Kultur wiederzubeleben. Das empfand ich als zutiefst bedeutsam“, erläuterte Huang. „Ein weiterer Aspekt, der mich zu Shen Yun zog, war der Glaube. Alle (dort) praktizieren Falun Dafa.“

Shen Yun wurde 2006 von einer Gruppe von Künstlern gegründet, die Falun Dafa praktizieren. Wie Huang erklärte, waren viele von ihnen aus China geflohen seien, um der staatlich geförderten Verfolgung ihres Glaubens durch die KPCh zu entgehen. Sie suchten nach einem Weg, auf die schwere Menschenrechtslage ihrer Freunde und Familien aufmerksam zu machen, die in China weiterhin unterdrückt werden. Außerdem wollten sie die chinesische Kunst wiederbeleben, die einst von spirituellen Elementen und tiefem Sinn geprägt war – noch vor der Zeit, als die KPCh den öffentlichen Diskurs kontrollierte.

Mitarbeiterin einer NGO: Autoritäre Regime fürchten Kunst, die inspiriert

Judita Soukupová von der Václav-Havel-Stiftung bei der Filmpremiere von „Unbroken“ (Minghui.org)

Judita Soukupová arbeitet für die Václav-Havel-Stiftung, eine Nichtregierungsorganisation, die sich für soziale und kulturelle Belange sowie für Menschenrechte einsetzt. Sie erklärte, der Film habe ihr geholfen, die Situation zu verstehen – und auch, warum die KPCh so viele Ressourcen darauf verwendet, eine Tanzkompanie anzugreifen. „Autoritäre Regime wollen im Allgemeinen keine glücklichen Menschen, doch Shen Yun bringt glückliche und intelligente Menschen hervor“, erklärte sie.

Soukupová stellte in ihrer Eigenschaft als Menschenrechtsaktivistin fest, dass die Abneigung der KPCh gegen künstlerische Freiheit einem Muster entspricht, das sie bereits aus anderen totalitären Regimen kenne.

„[Diese Regime] wissen sehr genau, welche Wirkung Musik auf Menschen haben kann – wie sie sie zu Tränen rühren, aber andererseits auch aufrütteln und ihnen Kraft und Mut verleihen kann. Ob Musik oder Tanz, es geht immer um Emotionen, Mut und die menschliche Verbundenheit“, sagte sie.

Mitten in der Dunkelheit „strahlen“ die Shen-Yun-Künstler Licht aus

Der Schauspieler Pavel Bezděk bei der Filmpremiere der Dokumentation „Unbroken“ (Minghui.org)

Der Stuntman und Schauspieler Pavel Bezděk, ebenfalls ein Zuschauer, äußerte sich tief erschüttert über den Film.

„Das sind keine Filme, von denen man sagt, dass sie einem gefallen“, gab er an. „Es ist offensichtlich, dass die Zustände in China hart und brutal sind, aber ich hatte keine Ahnung, dass sie in westliche Demokratien wie Amerika hineinwirken und Zeitungen wie die New York Times beeinflussen können.“

Er forderte das Publikum auf, bewusst mit den Informationen umzugehen, die ihnen zugeführt werden: „Haltet Augen und Ohren offen!“

Der Schauspieler David Steigerwald bei der Premiere des Dokumentarfilms „Unbroken“ (Minghui.org)

Der Schauspieler David Steigerwald, der ebenfalls bei der Premiere anwesend war, zeigte sich tief berührt von den persönlichen Schilderungen der Künstler und sagte: „Ich bin zutiefst bewegt von den Geschichten dieser Menschen, die eine solch unglaubliche Widerstandskraft besitzen: Trotz all des Schmerzes und des Verlustes ihrer Angehörigen tanzen sie weiter, liefern mitreißende Darbietungen und veredeln ihren Geist in einem Maße, dass sie zu leuchtenden Vorbildern werden.“

Er hält den Versuch der KPCh, diese Künstler zu unterdrücken, für völlig unmöglich. Zugleich ist er der Ansicht, dass aus solchen Herausforderungen „außergewöhnliche Helden hervorgehen können“ – wie die jungen Künstler, die in dem Film porträtiert wurden.