(Minghui.org) Eine Frau aus Tianjin litt unter gesundheitlichen Problemen, nachdem sie aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong in ein Arbeitslager und später in ein Gefängnis gesperrt worden war. Sie starb am 6. Juli 2026 – nur sechs Monate nach ihrer Haftentlassung – an einem Schlaganfall. Sie war 59 Jahre alt.
Sun Shuhua, geboren am 20. November 1966, war nicht das einzige Mitglied ihrer Familie, das der Verfolgung von Falun Gong zum Opfer fiel. Ihre ältere Schwester, Sun Shuzhen, verstarb am 28. Mai 2023, nachdem sie zwei Gefängnisstrafen von insgesamt acht Jahren (2009–2012 und 2017–2022) verbüßt hatte.
Auch die Eltern der Schwestern waren betroffen. Nach der Gefängnisstrafe von Sun Shuzhen war ihr Vater so sehr erschüttert, dass er 2012 verstarb. Ihre Mutter erlitt einen psychischen Zusammenbruch und starb kurz darauf.
Sun Shuhua wurde am 13. April 2009 festgenommen und für ein Jahr und zwei Monate in ein Arbeitslager gebracht. Im Frauenarbeitslager Tianjin wurde sie brutal gefoltert und zur Zwangsarbeit gezwungen. Wann immer ihr Mann sie besuchte, forderten die Wärter ihn auf, die beiden kleinen Kinder des Paares mitzubringen. Auf diese Weise sollte Sun unter Druck gesetzt werden, ihrem Glauben abzuschwören. Die Kinder litten während der langen Fahrt unter Reisekrankheit und weinten ununterbrochen, nachdem sie ihre Mutter hinter Gittern gesehen hatten. Suns Mann machte sie für die Nöte verantwortlich, die die Familie durchlebte. Da sie dennoch an ihrem Glauben festhielt, wurde ihre Haft um zwei Tage verlängert. Am 15. Juni 2010 wurde sie freigelassen.
Die örtliche Polizei schikanierte Sun weiterhin in ihrer Wohnung. Etwa im Juni 2011 drangen rund sieben Polizeibeamte ein, um nach einem Computer zu suchen. Sie behaupteten, Sun habe diesen genutzt, um Artikel über ihre Verfolgung zu verfassen und an Minghui.org zu übermitteln. Ihre Schwiegereltern, die mit ihr zusammenlebten, waren derart traumatisiert, dass sie am ganzen Körper zitterten und kein Wort herausbrachten.
Eine Polizistin bedrohte Sun und forderte sie auf, keine Artikel mehr an Minghui.org zu senden, da man sonst erneut gegen sie vorgehen würde. Am nächsten Tag kehrten zwei weitere Beamte zurück und schikanierten sie erneut. Kurz darauf erschienen zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und versuchten, Sun dazu zu bewegen, ihrem Glauben abzuschwören. Im Jahr 2014 drangen vier Beamte in ihre Wohnung ein und durchsuchten diese, ohne sich auszuweisen oder einen Durchsuchungsbefehl vorzulegen. Ihre Schwiegermutter zitterte erneut vor Angst.
Sun wurde am 19. Juli 2024 erneut festgenommen und später zu anderthalb Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.290 Euro) verurteilt. Während ihrer Haftzeit war sie brutaler Folter ausgesetzt. Nach ihrer Freilassung im Januar 2026 litt Sun unter extrem hohem Blutdruck. Sechs Monate später erlitt sie einen Schlaganfall und verstarb.
Frühere Berichte:
Erneute Haft für eine 57-Jährige nach 14 Monaten im Arbeitslager
Frau Sun Shuhua berichtet über Folter im Dagang Frauenzwangsarbeitslager in Tianjin
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