(Minghui.org) Ein Softwareentwickler aus der Stadt Hefei in der Provinz Anhui wurde während einer achtjährigen Haftstrafe gefoltert. Er war inhaftiert worden, weil er Falun Gong praktiziert.
Der 44-jährige Tang Zhifei wurde am 3. August 2023 in seiner Wohnung von Beamten der Polizeiwache Jinggangshan festgenommen. Sein kleiner Sohn, der zu diesem Zeitpunkt nur Unterwäsche trug, durfte sich nicht anziehen. Eine Polizistin brachte den Jungen anschließend zu seinen Großeltern väterlicherseits, die in der Nähe wohnen.
Tangs Frau war zu diesem Zeitpunkt verreist. Als sie von der Nachricht erfuhr, eilte sie nach Hefei zurück. Als sie ihren Sohn bei ihren Schwiegereltern abholte, trug der Junge die Kleidung seines Großvaters.
Die Polizei durchsuchte Tangs Wohnung und beschlagnahmte seinen Computer, sein Mobiltelefon, die Eigentumsurkunde für das Haus sowie seine Gewerbelizenz (er führt gemeinsam mit einem Partner ein Unternehmen). Bevor die Beamten gingen, tauschten sie zudem das Türschloss aus. Seiner Frau blieb keine andere Wahl, als mit dem gemeinsamen Sohn in ihre Heimatstadt in der Stadt Fuyang, Provinz Anhui, zu ziehen. Sie hatte ihre Schwiegereltern – beide pensionierte Ärzte – gebeten, sie zu begleiten, um Schikanen durch die Polizei zu entgehen. Diese lehnten jedoch ab, da ihr Gesundheitszustand eine Reise nicht zuließ.
Tang wurde in der Haftanstalt des Kreises Changfeng festgehalten. Die Polizei gab an, sie sei auf ihn aufmerksam geworden, nachdem sie entdeckt hatte, dass er auf einer ausländischen Social-Media-Plattform Informationsvideos zu Falun Gong veröffentlicht hatte, die mehr als 6.000 Aufrufe erzielten. Er wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt insgeheim zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt.
2024 wurde Tang in das Gefängnis Suzhou eingewiesen. Weil er an seinem Glauben festhielt, wurde er geschlagen und mit Chiliwasser besprüht. Als er aus Protest in Hungerstreik trat, sperrten ihn die Wärter in einen Metallkäfig.
Derzeit ist er dort in der Abteilung 12 für ältere und gebrechliche Häftlinge untergebracht.
Das Gefängnis Suzhou ist die zentrale Haftanstalt in der Provinz Anhui, in der Falun-Gong-Praktizierende aufgrund ihres Glaubens rechtswidrig festgehalten werden. Bei ihrer Ankunft werden die Praktizierenden angewiesen, Erklärungen zu unterzeichnen, in denen sie Falun Gong abschwören. Wer sich weigert, wird geschlagen und gezwungen, stundenlang mit dem Gesicht zur Wand zu stehen. Er ist Beschimpfungen sowie Schlafentzug ausgesetzt. Zudem wird der Zugang zur Toilette verwehrt. Viele werden zudem zu mehr als zehn Stunden Arbeit am Tag gezwungen und stellen vorwiegend Kleidung, Handtaschen und Gepäckstücke her. Jede Person erhält dafür nur einige hundert Yuan im Monat.
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