(Minghui.org) Mit einer Veranstaltung am 19. Juli 2026 stellten Praktizierende auf dem Hviezdoslav-Platz in Bratislava Falun Dafa vor und prangerten die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) an. Sie führten der Öffentlichkeit die Falun-Dafa-Übungen vor, sprachen mit Passanten und sammelten Unterschriften für Petitionen, die ein Ende der Brutalität der KPCh forderten. Abends gedachten sie mit einer Kerzenlicht-Mahnwache all der Praktizierenden, die infolge der Verfolgung ihr Leben verloren haben.
Unterstützung für den Gedenktag „20. Juli“, den offiziellen Beginn der Verfolgung vor 27 Jahren, kam von František Mikloško, Mitglied des Slowakischen Nationalrats, und Peter Osuský, einem ehemaligen langjährigen Abgeordneten, die an der Mahnwache teilnahmen. Die slowakische Europa-Abgeordneten Miriam Lexmann schickte ein Schreiben, das auf der Kundgebung verlesen wurde.
Unterstützung kam auch von der Stadt Nitra, die nordöstlich von Bratislava liegt. Sie kündigte an, dass die Chrenová-Brücke am 20. Juli blau beleuchtet werde. Damit unterstützte die Stadt internationale Bemühungen, auf die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden in China aufmerksam zu machen. In ihrer Erklärung wies die Stadt darauf hin, dass internationale Organisationen – darunter Amnesty International, Human Rights Watch und die Vereinten Nationen – seit vielen Jahren willkürliche Inhaftierungen, Folter und andere Menschenrechtsverletzungen der KPCh an Falun-Dafa-Praktizierenden in China dokumentieren würden.
Screenshot der Ankündigung der Stadt Nitra in den sozialen Medien zur Beleuchtung der Brücke (Screenshot mit freundlicher Genehmigung der Stadt Nitra)
In Bratislava
Praktizierende führen am 19. Juli in Bratislava die Übungen vor (Minghui.org)
Bei der Kerzenlicht-Mahnwache werden Porträts von Praktizierenden gehalten, die infolge der Verfolgung ums Leben gekommen sind (Minghui.org)
Passanten unterzeichnen Petitionen, um der Verfolgung ein Ende zu setzen (Minghui.org)
Mitglied des Slowakischen Nationalrats: „Es ist unsere Pflicht, diejenigen zu verteidigen, die sich nicht selbst verteidigen können“
František Mikloško, Mitglied des Slowakischen Nationalrats, erklärte in seiner Rede, dass wirtschaftliche Interessen nicht über den Schutz der Menschenrechte gestellt werden dürften.
František Mikloško spricht auf der Veranstaltung (Minghui.org)
Mikloško blickte zudem auf seine eigenen Erfahrungen während der kommunistischen Herrschaft in der ehemaligen Tschechoslowakei zurück und betonte, welch wichtige Rolle die internationale Solidarität damals bei der Unterstützung von Dissidenten gespielt habe. „Es ist unsere Pflicht, diejenigen zu verteidigen, die sich nicht selbst verteidigen können, weil sie verfolgt werden“, betonte er.
Ehemaliger Abgeordneter: „Die Pflicht, auf der Seite des Guten zu stehen“
Peter Osuský, ein ehemaliger Abgeordneter, erklärte, er besuche diese Veranstaltung jedes Jahr, um Falun Dafa zu unterstützen, da er sie als ein Treffen von Menschen betrachte, die auf der Seite des Guten stehen. Er unterstrich: „Es sollte das Anliegen und die Pflicht anständiger Menschen sein, auf der Seite des Guten zu stehen und angesichts des Bösen niemals zurückzuweichen.“
Peter Osuský spricht auf der Kundgebung (Minghui.org)
Osuský erinnerte an seinen langjährigen Einsatz für die Menschenrechte in China, einschließlich seiner früheren Unterstützung für Shen Yun Performing Arts in der Slowakei. Zudem kritisierte er demokratische Länder dafür, dass sie häufig kommerzielle Interessen über die Verteidigung grundlegender Werte stellen würden. „Ich hoffe, dass die Demokratien nicht nur auf Chinas Bruttoinlandsprodukt und chinesische Elektrofahrzeuge achten, sondern auch darauf, mit wem sie Geschäfte machen“, gab er an.
Osuský bekundete seine Unterstützung für alle, die trotz Verfolgung standhaft an ihren Überzeugungen festhalten: „Es werden keine besseren Zeiten anbrechen, solange die Welt weiterhin den Anstand missachtet, den Falun Dafa verkörpert.“
EU-Abgeordnete: „Selbst härteste Unterdrückung kann das Streben der Menschheit nach Freiheit nicht dauerhaft ersticken“
Bei der Veranstaltung verlas ein Moderator einen Brief der slowakischen EU-Abgeordneten Miriam Lexmann, die ihre Solidarität mit Falun-Dafa-Praktizierenden und anderen Opfern religiöser Verfolgung in China bekundete.
„Gemeinsam mit meinen Kollegen im Europäischen Parlament haben wir wiederholt betont, dass Religions- und Glaubensfreiheit ein universelles Menschenrecht ist“, schrieb sie. „Wir haben zudem unsere tiefe Besorgnis über Berichte zu systematischem, staatlich gefördertem Organraub an Gewissensgefangenen in China – darunter Falun-Gong-Praktizierende – geäußert. Solche Praktiken stellen eine schwere Verletzung der Menschenwürde und der grundlegenden Menschenrechte dar; sie müssen unabhängig untersucht und unverzüglich beendet werden.
In der Slowakei haben wir eigene Erfahrungen mit dem Leben unter einem totalitären Regime gemacht. Wir wissen aus Erfahrung, dass selbst härteste Unterdrückung das Streben der Menschheit nach Freiheit, Wahrheit und Würde nicht dauerhaft ersticken kann.
An diejenigen unter Ihnen, die heute Verfolgung erleiden: Verlieren Sie nicht die Hoffnung. Die Geschichte hat uns gezeigt, dass Wahrheit und Liebe letztlich über Lügen und Hass triumphieren.“
Sprecher des Falun Dafa Vereins: Heute erheben wir unsere Stimme für die Unschuldigen
Marek Tatarko, Vorsitzender des slowakischen Falun Dafa Vereins, eröffnete die Veranstaltung mit den Worten, Falun Dafa sei eine spirituelle Praxis, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht beruhe. Seit 1999 sei die Praxis jedoch Ziel einer landesweiten Verfolgungskampagne durch die KPCh.
Er führte aus, dass sich die Unterdrückung durch die KPCh mittlerweile über die Grenzen Chinas hinaus auch auf demokratische Länder erstrecke – etwa durch Kulturveranstaltungen des Regimes, ausländische Institutionen und Versuche der Einflussnahme auf die Medien.
Tatarko rief dazu auf, die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen zur Kenntnis zu nehmen und der Verfolgung nicht gleichgültig gegenüberzustehen. „Es ist mir eine Ehre, heute hier zu sein und meine Stimme für diese guten Menschen zu erheben, die nichts anderes getan haben, als ihren Glauben an Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu praktizieren“, bekräftigte er.
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