(Minghui.org) Falun-Dafa-Praktizierende in San Francisco hielten am 7. August vor dem chinesischen Konsulat eine Kundgebung ab. Sie forderten die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) auf, die 26 Falun-Dafa-Praktizierenden freizulassen, die im Juli 2026 in Changchun, Provinz Jilin, festgenommen worden waren, und die Verfolgung zu beenden.

Praktizierende versammeln sich am 7. August 2026 vor dem chinesischen Konsulat, um die Freilassung der 26 in Changchun festgenommenen Praktizierenden zu fordern (Minghui.org)

Mehrere Praktizierende, die in China verfolgt wurden, schilderten ihre Erlebnisse und riefen die Öffentlichkeit dazu auf, auf die Verfolgung aufmerksam zu werden.

Wang Dafang erklärte auf der Kundgebung, dass sie und viele andere Praktizierende nach den Nachrichten über die Vorfälle in Changchun keine Ruhe fanden. Denn bei den Festgenommenen handele es sich um Mitpraktizierende, Verwandte oder Freunde – Menschen, die allesamt den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen, um bessere Menschen zu werden.

„Wir sind Augenzeugen der Verfolgung“, sagte sie. Viele der an der Kundgebung teilnehmenden Praktizierenden waren in China rechtswidrig inhaftiert und gefoltert worden. Einige hatten Angehörige verloren, andere waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen; daher wissen sie nur zu gut, wie schrecklich die Haftanstalten sind und wie grausam die dort Inhaftierten gefoltert werden.

Von einer Reporterin zum Opfer

Wang berichtete, dass sie vor 27 Jahren in China als Reporterin tätig war und Falun Dafa praktizierte. Sie war der Ansicht, dass die Regierung die Unrechtmäßigkeit der Verfolgung von Falun Dafa erkennen würde, wenn die Zentralbehörden über die tatsächliche Lage Bescheid wüssten. Daher begab sie sich auf den Platz des Himmlischen Friedens, in der Hoffnung, dort von ihrem Glauben berichten zu können.

Doch als sie ein Transparent entfaltete, wurde sie geschlagen und festgenommen, anschließend auf eine Polizeiwache gebracht und gefoltert. Sie berichtete, die Polizei habe sie mit mehreren Elektrostäben geschockt. Ihr Körper zuckte am Boden, während der elektrische Strom durch sie hindurchfuhr, sodass sie die Kontrolle über ihre Blase verlor. Schließlich verlor sie das Bewusstsein.

„Bis heute kann ich diese Qualen nicht vergessen“, berichtete sie. Für ihre Familie jedoch war dies erst der Beginn ihres Leidenswegs.

Wang berichtete, dass ihr älterer Bruder Leo ein hervorragender Ingenieur war, der mehrere Patente für seine Erfindungen besaß. Weil er Falun Dafa praktizierte, wurde er zwölf Jahre lang inhaftiert und gefoltert; mehrfach schwebte er in Lebensgefahr.

Ihre jüngere Schwester, Wang Kefei, war eine gütige, schöne und verantwortungsbewusste Beamtin mit einer glücklichen Familie und einer vielversprechenden Zukunft. Sie wurde im Zwangsarbeitslager für Frauen Heizuizi in der Provinz Jilin festgehalten, weil sie Falun Dafa praktizierte.

Um sie zur Aufgabe ihres Glaubens zu zwingen, fesselten die Wärter sie an ein sogenanntes „Todesbett“, entzogen ihr den Schlaf und folterten sie. Sie war erst 34 Jahre alt, als sie infolge der Verfolgung starb. Ihre Familie wurde zerstört und ihr kleines Kind verlor seine Mutter.

Überwältigt von Trauer und mit gebrochenem Herzen – nachdem seine Tochter gestorben und sein Sohn inhaftiert worden war – verstarb auch Wangs Vater kurz darauf.

Wang erklärte, sie hätten sich vor dem chinesischen Konsulat versammelt, nicht um Hass gegen irgendjemanden zu äußern, sondern um die Hoffnung auszudrücken, dass es keine weiteren Opfer und keine derartigen Tragödien mehr geben möge. Sie rief dazu auf, auf die Notlage der Praktizierenden aus Changchun aufmerksam zu werden und dabei zu helfen, die Verfolgung zu beenden.

Die Verfolgung einer älteren Praktizierenden

He erinnerte die Anwesenden daran, dass die KPCh Falun-Dafa-Praktizierende seit 27 Jahren systematisch verfolgt. Unzählige Menschen, die nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben, wurden verhaftet, inhaftiert und gefoltert sowie anderen Formen der Verfolgung ausgesetzt. Sie rief die gesamte Gesellschaft dazu auf, das wahre Wesen der KPCh zu erkennen, und appellierte an die Mitarbeiter des Konsulats, sich über die Verfolgung zu informieren und sich im Sinne einer lichten Zukunft von der KPCh zu distanzieren.

Sie sprach über ihre Tante Chen Min, eine 74-jährige Praktizierende, die 1995 mit der Praxis von Falun Dafa begonnen hatte. He berichtete, dass sich der Gesundheitszustand ihrer Tante nach Beginn der Praxis verbessert habe und dass sie ein gütiger und hilfsbereiter Mensch gewesen sei.

Chen Min wurde verhaftet und für mehr als zwei Jahre in ein Zwangsarbeitslager eingewiesen, weil sie im Jahr 2000 nach Peking gereist war, um sich für Gerechtigkeit für Falun Dafa einzusetzen. Während ihrer Inhaftierung lebte ihr Ehemann in ständiger Angst und Sorge; er verstarb im Jahr 2003, und ihre Tochter wurde obdachlos. Die Verfolgung zerstörte ihre einst glückliche Familie.

Chen war um die 70, als sie im Jahr 2024 festgenommen wurde, weil sie Menschen davon erzählt hatte, wie gut Falun Dafa ist. Sie wurde auf der Polizeiwache Tawan in Shenyang festgehalten und später zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft sowie einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.580 Euro) verurteilt.

Kandidat für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien fordert ein Ende der Verfolgung

Scott Shields, Kandidat für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien, forderte die KPCh auf, die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung unverzüglich zu beenden und kürzlich festgenommene Falun-Dafa-Praktizierende – insbesondere ältere Menschen – freizulassen.

Scott Shields, Kandidat für Governeurs von Kalifornien (Minghui.org)

Shields erklärte, er verfolge Berichte über die Verfolgung bereits seit acht Jahren. Er führte aus, dass der ehemalige KPCh-Vorsitzende Jiang Zemin die Verfolgung vor 27 Jahren eingeleitet und zu deren Koordinierung das Büro 610 eingerichtet habe. Dieses System sei geschaffen worden, um reguläre Rechtsverfahren zu umgehen und eine systematische Verfolgung von Falun Dafa durchzuführen.

Er wies darauf hin, dass zu den im Juli in Changchun erfolgten Festnahmen auch Praktizierende im Alter von 70 und 80 Jahren zählten. Er betonte, er ergreife das Wort für diejenigen, die sich nicht selbst äußern könnten. Darunter die älteren Praktizierenden, die kürzlich in Changchun festgenommen und inhaftiert wurden, sowie Hunderttausende von Menschen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt würden.

Er forderte den US-Kongress, das Europäische Parlament und internationale Menschenrechtsorganisationen auf, auf diese Verfolgung aufmerksam zu werden und sie zu verurteilen. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf Folter, willkürliche Inhaftierung und erzwungene Organentnahme.

Er stellte mehrere Forderungen auf: die Verfolgung von Falun Dafa zu beenden, die in Changchun inhaftierten älteren Praktizierenden freizulassen, alle inhaftierten Praktizierenden freizulassen sowie deren Angehörige darüber zu informieren, wo sie festgehalten werden und in welchem Zustand sie sich befinden.