(Minghui.org) Ich musste in eine ländliche Gegend fahren, um einige Angelegenheiten zu erledigen. Eine Mitpraktizierende wollte mich begleiten, um das Fa zu lernen und unsere Kultivierungserfahrungen auszutauschen, sodass wir beschlossen, gemeinsam mit dem Auto zu fahren.

Da gerade die „Zwei Sitzungen“ stattfanden und wir auf der Autobahn in Richtung Peking unterwegs waren, entschieden wir uns aus Sicherheitsgründen dafür, nur Dafa-E-Books statt gedruckter Exemplare mitzunehmen. [Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) verfolgt Praktizierende seit 1999, und die „Zwei Sitzungen“ sind die wichtigsten jährlichen Treffen der KPCh.]

Ich fuhr zur Wohnanlage der Mitpraktizierenden, um sie abzuholen. Sie hatte viele Sachen dabei, darunter zwei Taschen mit Dafa-Büchern, insgesamt etwa 20 Exemplare. Da die Fahrzeugkontrollen an den Autobahnauffahrten nach Peking während der „Zwei Sitzungen“ extrem streng waren, zögerte ich, so viele Bücher mitzunehmen.

Die Mitpraktizierende und ich waren zuvor von der KPCh rechtswidrig verurteilt worden, daher wiesen unsere Ausweise besondere Kennzeichnungen auf. Damals wurde ich schon einmal auf der Autobahn angehalten und bin kontrolliert worden. Wenn der Kofferraum zur Kontrolle geöffnet würde, würde es definitiv Ärger geben, falls die Polizei die Bücher fände. Ich hatte Sorge, dass die Dafa-Bücher beschädigt werden könnten, so fragte ich sie: „Warum hast du so viele Bücher mitgebracht?“

„Das ist schon in Ordnung; ich habe sie bereits hierher mitgebracht“, antwortete sie. Es war offensichtlich, dass sie nicht die Absicht hatte, sie zu Hause zu lassen.

Nach langem Zögern beschloss ich schließlich, die Situation einfach auf mich zukommen zu lassen. Sollte die Kontrolle an der Autobahnauffahrt streng ausfallen, würden wir umkehren und zurückfahren.

Unerwarteterweise nahmen wir zunächst die Auffahrt zur Ringstraße. Ich ging davon aus, dass wir direkt auf die Autobahn einfahren könnten, doch plötzlich war an der Auffahrt in Richtung Peking eine mobile Absperrung errichtet worden, die diese direkt mit der Ringstraße verband. Es gab kein Zurück mehr. Wir waren gezwungen, weiter auf dem durch die Absperrung geschaffenen Korridor zu fahren.

Ich sah viele Polizisten, die jede Zufahrt nach Peking bewachten. Auf einer Seite standen ein SWAT-Fahrzeug und ein Polizeiauto sowie ein provisorischer Bereich, der für Kofferraumkontrollen vorgesehen war. Jeder Beamte, der die Kreuzung bewachte, hielt ein Ausweis-Scangerät in der Hand und kontrollierte die Personen in ihren Fahrzeugen nacheinander.

Als wir uns dem Kontrollpunkt näherten, war die Lage kritisch, da wir nicht umkehren konnten und im Kofferraum die Dafa-Bücher lagen. Ich war extrem nervös. Als meine Mitpraktizierende meinen Zustand sah, sagte sie laut: „Hab keine Angst! Wer würde es wagen, uns etwas anzutun?! Wenn du die Polizei als hoch und mächtig ansiehst, erniedrigst du dich dann nicht selbst?“

In dem Augenblick versuchte ich, mich zu beruhigen, doch mein Kopf war von vielen Gedanken überschwemmt. Auch erinnerte ich mich daran, wie die Tochter der Praktizierenden sie noch an die Sicherheit erinnert hatte. Ferner dachte ich daran, wie mein Kind beim Militär möglicherweise zum Ausscheiden gezwungen werden könnte und wie der Arbeitsplatz meines Mannes gefährdet sein könnte, sollte ich erneut verhaftet werden.

Allerdings beschloss ich, dass ich, egal was passierte, diejenige war, die das Auto fuhr, und dass ich sagen würde, die Dafa-Bücher gehörten mir. Ich durfte meine Mitpraktizierende auf keinen Fall in diese Sache hineinziehen – ich musste sie beschützen!

Dann warf ich einen Blick auf den Polizisten an der Kreuzung und spürte ein friedliches Energiefeld um ihn herum. Ich richtete einen kraftvollen Gedanken auf ihn: das Schriftzeichen „Mie“ (was auf Chinesisch „das Böse beseitigen“ bedeutet). So fuhr ich weiter. Ich machte mir keine Gedanken über die Konsequenzen und überließ alles Weitere dem Meister.

Der Beamte gab mir ein Zeichen, das Fenster herunterzukurbeln, damit er meinen Ausweis überprüfen konnte. Ich blieb ruhig und gelassen und legte meinen Ausweis direkt auf seinen Scanner. Ein Wunder geschah – das Gerät zeigte keine Warnmeldungen an. Das war noch nie zuvor passiert!

Wenn ich früher in Züge stieg oder auf Autobahnen fuhr, löste das Scannen meines Personalausweises immer Warnmeldungen aus. Ich versuchte wegzufahren, doch der Beamte gab mir ein Zeichen, den Ausweis meiner Mitpraktizierenden zur Überprüfung auszuhändigen.

Ich zögerte einen Moment, legte dann ihren Ausweis auf den Scanner. Ein weiteres Wunder geschah – es gab immer noch keinen Alarm! Und so verließen wir unter dem Schutz des Meisters sicher die Autobahn und kamen ohne Zwischenfälle an.

Durch diese Erfahrung gewann ich ein tiefes Verständnis für den ernsten Charakter der Kultivierung. Wir müssen das Fa stets als unseren Leitfaden nehmen und uns in unserem täglichen Leben solide kultivieren, wobei wir sicherstellen müssen, dass jeder einzelne Gedanke und jede Handlung streng mit den Anforderungen von Dafa übereinstimmt.

Nur mit einer soliden Grundlage in der Kultivierung können wir bei Hindernissen im Fa verankert bleiben und den selbstlosen, altruistischen Zustand der aufrichtigen Gedanken und der Erleuchtung erreichen.

Dies sind meine Erkenntnisse auf meiner derzeitigen Ebene der Kultivierung. Bitte weist mich gütig darauf hin, wo ich mich noch verbessern und erhöhen kann.