(Minghui.org) Eine 53-jährige Frau in der Stadt Changchun, Provinz Jilin, wurde am 29. Juli 2026 aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong festgenommen. Sie befindet sich weiterhin in der Untersuchungshaftanstalt der Stadt Changchun.
Wang Hongyan begann 1996, Falun Gong zu praktizieren, und genas bald darauf von verschiedenen Leiden, darunter Herzbeschwerden, Magenproblemen, Hydronephrose, Cholezystitis, gynäkologischen Erkrankungen und Blutkrankheiten. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Gong eingeleitet hatte, hielt sie unbeirrt an ihrem Glauben fest. Auch während sie in der Stadt Shulan, Provinz Jilin, lebte, wurde sie mehrfach festgenommen.
19 Monate Zwangsarbeit (März 2007–Oktober 2008)
Wang wurde am 3. März 2007 festgenommen und zur Staatssicherheitsabteilung der Stadt Shulan gebracht. Die Polizei schlug brutal auf sie ein. Der Beamte Li Jiazhe versuchte, ihr Chiliwasser in die Nase zu träufeln. Dabei spritzte Flüssigkeit in ihre Augen, die sich sofort blutunterlaufen färbten. Vor Schmerz schrie Wang auf.
Später wurde sie in die Haftanstalt der Stadt Shulan verlegt. Am 27. März 2007 brachte man sie in das Frauenarbeitslager der Provinz Jilin (auch bekannt als Frauenarbeitslager Heizuizi), wo sie anderthalb Jahre eingesperrt blieb.
Die Wärter des Arbeitslagers traten und schlugen auf Wang ein, als sie sich weigerte, sich fotografieren zu lassen. Zudem setzten sie Elektroschock gegen ihr Gesicht, ihre Ohren, ihren Hals und andere empfindliche Körperstellen ein. Ihre Haftzeit wurde um einen Monat verlängert, nachdem sie versucht hatte, die Polizei davon abzuhalten, sie und andere inhaftierte Praktizierende zu foltern.
Erneute Festnahme im Jahr 2009
Am 25. März 2009 drangen Beamte der Polizeiwache der Stadt Ping’an in Wangs Wohnung ein. Sie fanden keinerlei „Beweise“ gegen sie, misshandelten sie jedoch brutal. Anschließend brachten sie sie in die Haftanstalt der Stadt Shulan. Aus Protest trat sie in Hungerstreik.
Die Polizei versuchte erneut, Wang im Frauenarbeitslager der Provinz Jilin unterzubringen, scheiterte jedoch damit. Daraufhin musste man sie nach Hause entlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Wang bereits erheblich an Gewicht verloren.
Haftstrafe im Jahr 2011
Im Juni 2011 wurde sie erneut festgenommen und in die Untersuchungshaftanstalt der Stadt Jilin gebracht. Sie trat in Hungerstreik, der über 100 Tage andauerte. Die Wärter zwangsernährten sie zwei- bis dreimal täglich. Zudem fesselten sie sie, nahmen ihr häufig Blut ab und verabreichten ihr bei drei Gelegenheiten giftige Substanzen. Als sie die giftigen Spritzen zum dritten Mal erhielt, spürte sie, wie sich rasch ein Kältegefühl von ihren Gliedmaßen ausbreitete. Überall dort, wo sich die Kälte ausbreitete, verschwand jegliches Empfinden. Innerhalb weniger Minuten hatte sich die Kälte bis zu ihrer Brust ausgebreitet, sodass sie nach Luft rang. Ihre Atmung wurde schwach und flach. Sie verlor die Fähigkeit zu sprechen, ihre Zunge wurde steif und ihre Augen verdrehten sich nach oben.
Um ihr weiteres Leid zuzufügen, zwangen die Wärter Wang, auf einer wasserdurchnässten Matratze zu schlafen. Zudem musste sie fast einen ganzen Monat lang täglich vier bis fünf Stunden auf dem Betonboden sitzen.
Im Oktober 2011 wurde Wang auf einer Trage für unbekannte Dauer in das Frauengefängnis der Provinz Jilin gebracht. Die dortigen Wärter unterzogen sie verschiedenen Misshandlungen. Unter anderem fixierten sie sie auf einem nackten Holzbrett und öffneten bei kaltem Wetter das Fenster. Sie hatte das Gefühl, von unzähligen Nadeln gestochen zu werden.
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