(Minghui.org) Vor 19 Jahren habe ich als Teenager mit der Kultivierung von Falun Dafa angefangen. Auf diesem Weg habe ich mich oft verirrt, aber dank der Führung von Dafa und der Barmherzigkeit von Meister Li habe ich immer den richtigen Weg wiedergefunden. Ich bin so unbedeutend wie ein Staubkorn in diesem Universum, doch Meister Li hat mich erschaffen und mir die Ehre zuteilwerden lassen, eine Dafa-Praktizierende zu sein. Worte können nicht ausdrücken, wie dankbar ich Meister Li bin.

Aus einem benommenen Zustand erwacht, stärkte ich meine aufrichtigen Gedanken und stellte mich den Herausforderungen direkt. Ich möchte erzählen, wie ich mich charakterlich verbessert habe, indem ich in mich gegangen bin, die Illusion der Gefühle durchschaut und Barmherzigkeit herauskultiviert habe.

Meine egoistische und kaltherzige Natur

Als sich mein Vater von meiner Mutter scheiden ließ, nahm er unsere gesamten Ersparnisse und Immobilien mit und heiratete die Frau, mit der er eine Affäre gehabt hatte. Er ließ meine schwerkranke Mutter, meinen jüngeren Bruder und mich zurück, und wir konnten uns gerade so über Wasser halten. Nach einem langen Schultag kam ich nach Hause, kochte das Abendessen, wusch unsere schmutzige Wäsche von Hand und kümmerte mich um meine Mutter. Wenn sie eingeschlafen war, blieb ich bis in die frühen Morgenstunden auf, um meine Hausaufgaben zu machen. Nach ein paar Stunden Schlaf stand ich auf, um den ganzen Prozess von vorne zu beginnen.

Meine Mutter war schüchtern und setzte sich nie für sich selbst ein, wenn sie gemobbt oder ausgenutzt wurde. Ich hörte sie selten über irgendetwas klagen. Die Scheidung meiner Eltern wirkte sich auch negativ auf meinen Bruder aus – er wurde extrem introvertiert und unsicher.

Um meine Familie zu beschützen, wurde ich aggressiv und streitlustig. Wenn andere meiner Mutter wehtaten oder unsere Interessen verletzten, benahm ich mich wie ein streitsüchtiger Hahn und schlug um mich, unabhängig vom Anlass und ohne Rücksicht auf die Gefühle der anderen Seite.

Jedes Mal, wenn ich die Beherrschung verlor, schüttelte meine Mutter den Kopf, seufzte und nannte mich eine „Drachenfrau“. Sie beklagte, dass ich nicht die Manieren und die Etikette einer anmutigen jungen Dame besaß. Ich setzte mich für meine Familie ein, wurde aber am Ende von meiner eigenen Mutter gescholten. Ich war verbittert und gab meinem Vater die Schuld daran, weil er so egoistisch und kaltherzig war. Dieser Groll weitete sich auf alle unsere Verwandten aus, die vor unserem Leid die Augen verschlossen. Manchmal wünschte ich mir, wir würden alle gemeinsam sterben.

Obwohl ich zu dieser Zeit bereits mit der Dafa-Kultivierung in Berührung gekommen war, fiel es mir schwer, die Prinzipien Güte und Nachsicht zu befolgen. Ich war stur und glaubte, im Recht zu sein, wenn ich Groll hegte – ganz gleich, wie sehr meine Mutter versuchte, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Was meine schlechte Laune anging, schrieb ich es meinen unglücklichen Lebensumständen während meiner Kindheit zu – es war ein Überlebensmechanismus. Meine chronisch kranke Mutter konnte nicht arbeiten. Der Unterhalt von meinem Vater kam nie regelmäßig und reichte kaum aus. Wenn wir überhaupt etwas erhielten, wurden die Zahlungen eingestellt, sobald die Sommerferien begannen.

Ich arbeitete zusammen mit meiner Mutter in Aushilfs- und Gelegenheitsjobs, aber das wenige Geld, das wir verdienten, reichte gerade mal für Lebensmittel. Mein Bruder und ich hatten nie neue Schuhe oder Kleidung – wir trugen immer abgelegte Sachen von Freunden und Verwandten. In der Schule galten wir als die „armen Kinder“.

Irgendwann beschloss ich, dass wir so nicht mehr weiterleben konnten, und so übernahm ich die Finanzen und verwaltete das Geld meiner Mutter. Ich ließ nicht zu, dass sie unseren Verwandten Geld lieh oder etwas gab, um Bedürftigen zu helfen. Ich konnte nicht verstehen, warum sie unsere Mittel verschenken musste, wenn wir selbst nicht genug hatten. Jedes Mal, wenn sie jemandem Geld lieh, geriet ich mit ihr in heftige Auseinandersetzungen. Das bereitete ihr große Schuldgefühle und Stress. Obwohl ich Falun Dafa praktizierte, konnte ich mein Temperament einfach nicht zügeln und hatte auch kein Mitgefühl für Menschen außerhalb meiner unmittelbaren Familie.

Unsere finanzielle Lage verbesserte sich allmählich, als ich anfing zu arbeiten. Ich gab meiner Mutter jeden Monat Geld, um unsere Ausgaben zu decken, und kaufte ihr alles, was sie wollte. Ich gab gerne Geld für sie aus. Freunde und Familie sagten alle, ich sei eine gute Tochter. Auch meine Onkel schätzten mich dafür, dass ich mich um ihre Schwester kümmerte.

Als ich mehr Geld verdiente, dachte ich, mein Egoismus und meine Herzlosigkeit, von denen ich glaubte, sie rührten von einem geringen Selbstwertgefühl her, würden allmählich verschwinden. Ich hatte genug zu essen und konnte mir bessere Kleidung leisten, also dachte ich, in der Lage zu sein, anderen mehr Freundlichkeit entgegenzubringen. Aber mir war nicht bewusst, dass mein Verhalten als sogenannte ‚gute Tochter‘ nur eine oberflächliche und egoistische Geste war. Es spiegelte meine tiefe Zuneigung zu meiner Mutter wider und galt nicht für alle. Für andere würde ich keinen Cent mehr ausgeben! Ich war nur zu denen freundlich, die mir in der Vergangenheit geholfen hatten.

Mein Bruder und ich waren 2021 Mitte 20. Meine Mutter wusste, dass ich keine Pläne hatte, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Und so äußerte sie den Wunsch, dass ich meinem Bruder bei seinen Hochzeitskosten und beim Kauf eines Hauses helfen solle. Mein Bruder hatte aufgrund der Scheidung meiner Eltern schon in jungen Jahren die Schule abgebrochen und verfügte über keine besonders gefragten Qualifikationen. Er arbeitete in einer Fabrik und verdiente nur wenig.

Als mein Vater wieder geheiratet hatte, brach er sein Versprechen, die Schulgebühren und Lebenshaltungskosten für meinen Bruder und mich zu übernehmen. Er hatte außerdem versprochen, alle Kosten für die Hochzeit meines Bruders zu übernehmen, falls dieser sich entscheiden sollte zu heiraten. Aber er hielt nichts davon ein. In ihrer Scheidungsvereinbarung hatte mein Vater zugesagt, meinem Bruder eine Wohnung zu überlassen, weigerte sich später jedoch, diese Zusage einzuhalten. Die Ausrede, die er unseren Verwandten gegenüber vorbrachte, lautete, dass er, solange sein Name in der Eigentumsurkunde stehe, dies als Druckmittel gegen seine Kinder nutzen würde, damit sie sich im Alter um ihn kümmerten.

Dafa und der Meister haben mir Weisheit geschenkt, seit ich mit der Kultivierung begonnen habe. Ich hatte zum Beispiel nie Kunst studiert, konnte aber durch den Verkauf von Zeichnungen ein Einkommen erzielen. Dieser Nebenverdienst entwickelte sich schließlich zu einem profitablen Geschäft, das mehr einbrachte als mein Hauptberuf. Mit dem zusätzlichen Einkommen konnte ich alle unsere Haushaltsgeräte erneuern und ein Auto kaufen.

Meine Mutter erwartete von mir, dass ich meinem Bruder aushalf, da er finanzielle Schwierigkeiten hatte. Doch ich konnte mich nicht in ihre Lage versetzen und kam zu dem Schluss, dass sie ungerecht war und meinen Bruder bevorzugte. Ich geriet deswegen in einen heftigen Streit mit ihr.

Meine Mutter meinte, ich sei eine völlig andere Person geworden, mit einem aufgeblasenen Ego. Sie hatte das Gefühl, mir fehlten die Güte und Nachsicht einer Dafa-Kultivierenden, und als Tochter hätte ich noch weniger Verantwortungsbewusstsein. Dagegen hielt ich mich nicht für im Unrecht, und wir entfremdeten uns voneinander.

Die zweite Frau meines Vaters hatte eine Affäre und verließ ihn und ihren damals achtjährigen Sohn im Jahr 2023. Da er das Gefühl hatte, keine andere Wahl zu haben, bat er uns, bei der Betreuung des Jungen zu helfen. Meine Mutter stimmte zu, da sie ihren alternden Ex-Mann und den unschuldigen kleinen Jungen als Lebewesen sah, die darauf warteten, von Dafa errettet zu werden.

Ich lehnte diese Idee vehement ab und geriet in Streit mit meiner Mutter. Ich wollte einfach nicht lockerlassen. Ich warf ihr vor, kein Rückgrat zu haben und zu vergessen, wie mein Vater sie misshandelt und wegen einer anderen Frau verlassen hatte. Ich zählte jedes Detail auf und weckte damit erneut ihre schmerzhaftesten Erinnerungen.

Meine Mutter ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Sie erzählte mir von einem Traum, in dem der Meister ihr die komplexe Schicksalsverbindung zeigte, die sie mit meinem Vater in ihren früheren Leben gehabt hatte. Sie schlug mir vor, mich mehr mit dem Fa zu beschäftigen, meinen Groll loszulassen und meinem Vater und seinem Sohn mit Güte zu begegnen.

Ich hielt meine Tränen zurück und sagte ihr, dass ich das niemals tun könne. Doch meine Mutter hatte sich entschieden, und schließlich fand ich mich damit ab, dass sie sich dafür entschieden hatte zu helfen. Aber ich konnte meinen Groll nicht wirklich loslassen, und so konzentrierte ich mich darauf, das Fa zu lernen und an mir selbst zu arbeiten.

Meine Mutter brachte das Kind jeden Tag zur Schule und holte es wieder ab und half ihm bei den Hausaufgaben. Wenn er eingeschlafen war, wusch sie seine Kleidung von Hand, damit er am nächsten Tag etwas zum Anziehen für die Schule hatte.

Als meine Mutter Krankheitssymptome hatte und mich bat, den Jungen zur Schule zu bringen und abzuholen, war ich distanziert und sogar feindselig ihm gegenüber. Am nächsten Tag hatte ich COVID-19-ähnliche Symptome mit anhaltendem hohem Fieber und hatte Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren. Ich verspottete mich selbst dafür, ein Herz aus Stein zu haben.

Der Meister hatte mich als Dafa-Schülerin ausgewählt, aber ich konnte das Fa nicht erleuchten, und meine Barmherzigkeit kam nie zum Vorschein. Meine hartnäckige Selbstsucht und Herzlosigkeit bildeten einen Berg in meinem Inneren. Ich war der Lehre von Dafa nicht gerecht geworden und hatte den Meister enttäuscht.

Die Prüfung auf Leben und Tod

Anfang 2024 litt meine Mutter unter schweren Krankheitssymptomen, doch sie bestand darauf, eine Reise zu unternehmen, um einige Angelegenheiten zu regeln und ein Versprechen einzulösen, das sie jemandem gegeben hatte. Drei Tage nach ihrer Rückkehr von der Reise verstarb sie.

Ich kniete vor dem Porträt des Meisters nieder und flehte um eine weitere Chance. Ich versprach, mein Verhalten zu ändern, mich fleißig zu kultivieren und mehr Barmherzigkeit zu zeigen. Ich wünschte mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen und meiner Mutter helfen, ihre Prüfung zu überwinden. Doch die Augen des Meisters waren gerötet, und er blickte mich besorgt an.

Mir wurde klar, dass ich übermäßig an meiner Mutter hing, dem Leid anderer jedoch gleichgültig gegenüberstand. Ich schluchzte unkontrolliert und war untröstlich über den Tod meiner Mutter. Schuldgefühle und Reue lasteten schwer auf mir, und ich konnte kaum atmen. Jede Kleinigkeit aus den vergangenen 18 Jahren, in denen ich mich gemeinsam mit meiner Mutter kultiviert hatte, erschien vor meinem inneren Auge; ich wusste nicht, wie ich alleine weitermachen sollte.

Viele Menschen, denen meine Mutter geholfen hatte, kamen zu ihrer Beerdigung. Sie erzählten von der Güte, die meine Mutter ihnen entgegengebracht hatte, und beklagten ihren Tod. Der Bruder meiner Mutter, dessen Augen vom Weinen geschwollen und rot waren, stürzte sich auf meinen Vater und schwor, ihn umzubringen. Ich hielt ihn fest und ließ ihn nicht los, aus Angst, er könnte wirklich etwas Extremes tun. Ich sagte meinem Onkel, dass meine Mutter meinem Vater vergeben habe und bat ihn, auch seinen Groll loszulassen, denn das hätte meine Mutter gewollt.

Ich wusste, dass das Verhalten meines Onkels ein getreues Spiegelbild des Hasses war, den ich innerlich noch immer hegte. Während ich um meine Mutter trauerte, hegte ich immer noch Groll gegen meinen Vater. Indem ich anderen wehtat, wollte ich den Schmerz loswerden. Meine dämonische Natur stellte mich immer wieder auf die Probe. Da fragte ich mich: „Bist du in der Lage, die Liebe zu deiner Mutter loszulassen? Bist du in der Lage, den Hass auf deinen Vater loszulassen? Bist du in der Lage, Güte und Barmherzigkeit zu kultivieren?“

Während der weltweiten Zeit zum Aussenden aufrichtiger Gedanken um Mitternacht, drei Tage nach dem Tod meiner Mutter, zeigte mir der Meister, dass sie in ihre himmlische Heimat zurückgekehrt war und alle Wesen in ihrer Welt überglücklich waren. Es war eine so heilige und erhabene Szene. Der Meister half mir, meine Gefühle für meine Mutter loszulassen, indem er mir zeigte, dass sie sich nun an einem viel besseren Ort befand. Der Meister ermutigte mich, nicht so von Trauer überwältigt zu sein.

Zwei Monate nach dem Tod meiner Mutter rief mein Vater an und sagte, er hätte möglicherweise einen Schlaganfall. Ich brachte ihn ins Krankenhaus, und tatsächlich hatte er einen akuten Hirninfarkt. Noch am selben Tag wurde bei ihm eine Auflösung von Blutgerinnseln durchgeführt, und er verbrachte die Nacht auf der Intensivstation. Als ich die Aufnahmeformalitäten erledigt und ihm geholfen hatte, sich einzurichten, benachrichtigte ich seine Geschwister. Meine Tante schluchzte und nannte mich ein ‚armes Kind‘. Sie fragte sich laut, warum das Leben mir all diese Dinge auferlegte. Ich tröstete sie, bevor ich meinen Bruder anrief, um die organisatorischen Details für die Pflege meines Vaters zu klären.

Jeden Abend kam ich nach Hause, um mich um meinen Halbbruder zu kümmern. Wenn ich ihn morgens zur Schule gebracht hatte, fuhr ich ins Krankenhaus, um mich um meinen Vater zu kümmern. Meine Tante und ich kochten abwechselnd und brachten ihm das Essen. Mein Vater war bettlägerig, seine Gesichtsfarbe war fahl und sein Mund schief. Mit dem Löffel gab ich ihm Reisbrei zu essen, den er nur schwer schlucken konnte. Oft hatte er Atemnot und hustete Essen überall hin. Dann musste ich die Unordnung beseitigen und ihm die Kleidung wechseln.

In dem Monat, in dem mein Vater im Krankenhaus lag, verlor ich 15 Pfund. Ich war blass, dünn und erschöpft. Ich weinte bis tief in die Nacht hinein, weil ich meine Mutter immer noch so sehr vermisste. Ich rezitierte das Fa, um mich wieder zu sammeln und am nächsten Morgen bereit zu sein, für einen weiteren langen Tag aufzustehen.

Als mein Vater aus dem Krankenhaus entlassen wurde, kamen viele Verwandte zu Besuch. Er lobte mich vor allen und sagte: „Danke an meine Tochter, dass sie sich um mich gekümmert hat. Ohne sie hätte ich mich nicht so schnell erholt!“ Die Nachbarn applaudierten mir und sagten, ich sei stark und gütig. Eine Freundin von mir war von dem, was ich getan hatte, so berührt, dass sie ebenfalls anfing, Falun Dafa zu praktizieren.

Einige Familienmitglieder schlugen vor, ich solle meinen Vater bitten, mir alle Kosten zurückzuzahlen, die ich übernommen hatte. Sie sagten, dies sei der perfekte Zeitpunkt, um ihn dazu zu bringen, die Wohnung aufzugeben, die eigentlich meinem Bruder zugestanden hätte. Außerdem rieten sie mir, meinem Vater zu sagen, er solle die Mutter meines Halbbruders ausfindig machen und sie dazu bringen, Unterhalt zu zahlen.

Ich habe nichts davon getan, weil ich wusste, dass ich eine Praktizierende war und jeden mit Güte behandeln musste, auch meinen Vater. In dieser Zeit stieß ich auf der Minghui-Website auf mehrere Artikel von anderen Praktizierende, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Ich war überzeugt, dass es der Plan des Meisters war und dass er immer an meiner Seite war.

Als ich für meinen Vater kochte, schnitt ich mir in den Finger. Es musste mit drei Stichen genäht werden, aber ich ließ mich nicht gegen Tetanus impfen. Das Seltsame war, dass ich während des gesamten Vorgangs keinerlei Schmerzen verspürte. Der Meister muss das für mich ertragen haben und mir geholfen haben, die karmische Schuld zurückzuzahlen. Um seine Schüler zu beschützen, scheut er keine Mühen. Danke, Meister.

Die Täuschung durchschauen und Barmherzigkeit kultivieren

Als mein Vater aus dem Krankenhaus entlassen worden war, erklärte ich ihm mehrmals die wahren Umstände. Auch erzählte ich ihm Geschichten aus der traditionellen Kultur, um seine Güte zu wecken, und schlug ihm vor, seinen Groll gegenüber seiner zweiten Frau loszulassen.

Wenn meine Mutter früher das Thema der Verfolgung angesprochen hatte, war mein Vater so wütend geworden, dass er schwor, der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) bis zu seinem Tod treu zu bleiben. Doch jetzt hörte er mir tatsächlich zu, als ich ihm erklärte, dass er nicht auf die verleumderische Propaganda des kommunistischen Regimes hereinfallen und sich nicht gegen Dafa stellen sollte. Er sagte: „Ich weiß, dass ihr (Dafa-Praktizierende) gut seid. Ich wende mich nicht gegen euch.“ Ich glaube, eines Tages wird er verstehen, wie wichtig der Parteiaustritt ist.

Vielleicht gehöre ich zu jenen Schülern, die nur langsam die Fa-Prinzipien begreifen und immer auf die harte Tour lernen müssen. Doch der Meister hat mich nie aufgegeben. Er hat dafür gesorgt, dass meine Mutter, eine sanfte und gütige Mitpraktizierende, mir auf meinem Kultivierungsweg half. Nachdem ich so viel durchgemacht habe, habe ich vielleicht endlich „eine eiserne Säule in eine Nähnadel verwandelt“. Wie könnte ich den Meister noch einmal enttäuschen? Er hat alles auf meinem Kultivierungsweg sorgfältig arrangiert und mir immer wieder die wahre Bedeutung von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht gezeigt. Wie könnte ich zulassen, dass die unermessliche Barmherzigkeit des Meisters und seine Führung vergeblich waren?

Falun Dafa steht derzeit vor einer großen Prüfung. Viele junge Praktizierende bei Shen Yun Performing Arts stehen an vorderster Front, ertragen Entbehrungen und helfen mit, Lebewesen zu erretten. Ich schäme mich. Als Dafa-Schülerin in der Zeit der Fa-Berichtigung habe ich nicht genügend Güte und Barmherzigkeit herauskultiviert. Wie soll ich diejenigen retten, die ich vorbestimmt bin zu erretten?

Meinen Social-Media-Account, der mir einiges an Wohlstand eingebracht hat, habe ich geschlossen. Außerdem habe ich beschlossen, meine Anhaftung an finanziellen Gewinn loszulassen und mich einfach darauf zu konzentrieren, meine tägliche Arbeit gut zu erledigen. Ich nutze nun meine gesamte Freizeit, um das Fa zu lernen, die Übungen zu machen und aufrichtige Gedanken auszusenden. Außerdem kläre ich die Menschen bei der Arbeit über die wahren Begebenheiten auf.

Durch das Lernen des Fa habe ich mehr Mut gewonnen. Lange Zeit hatte ich Angst vor sexueller Begierde und wollte nicht heiraten. Ich hatte auch Angst, mich von den Meinungen und Ideologien anderer beeinflussen zu lassen, und wollte gesellschaftliche Situationen vermeiden. Jetzt ist all meine Angst verschwunden, und meine Fähigkeit zur Barmherzigkeit ist gewachsen.

Meister Li ist in diese chaotische und entartete Welt herabgestiegen, um uns zu erretten. Wenn wir die Meinungen, Gewohnheiten und Verhaltensweisen gewöhnlicher Menschen verurteilen und kritisieren, bedeutet das dann nicht, dass unsere Bewusstseinsebene nicht besonders hoch ist? Wie sollen wir dann bei der Errettung von Lebewesen über ausreichend Barmherzigkeit verfügen? Die Antwort ist das Fa. Das große Fa des Universums! Solange wir uns auf der Grundlage des Fa kultivieren, wird es kein Hindernis geben, das wir nicht überwinden können.

Die Dafa-Kultivierung hat mich von einem nachtragenden, egoistischen Menschen zu jemandem verwandelt, der gerne Entbehrungen erträgt und anderen mit Freundlichkeit begegnet. Ich habe meinen Groll gegenüber meinem Vater und mein Verlangen nach materiellem Gewinn losgelassen. Auch meine emotionale Bindung an meine Mutter habe ich aufgegeben und begegne nun jedem mit Barmherzigkeit.

Ich schätze meinen Vater aus tiefstem Herzen, denn er hat mir die Gelegenheit gegeben, mich zu stählen, und mir geholfen, eine aufrichtigere Geisteshaltung zu erlangen. Während ich im Dafa wuchs und reifte, wurde ich sanftmütig, stark und tolerant. Ich habe mehr Verständnis für alle um mich herum und bin in der Lage, das Gute in jedem einzelnen Menschen zu erkennen.

Ich schätze die Gelegenheit, jene Menschen mit Schicksalsverbindung, denen ich begegne, mit Güte und Barmherzigkeit zu erretten.

Mein Dank gilt dem Meister! Mein Dank gilt Dafa!

Ich bitte meine Mitpraktizierenden, mich freundlicherweise auf alles hinzuweisen, was nicht im Einklang mit dem Fa steht.