(Minghui.org) Eine Frau aus dem Kreis Xiong, Provinz Hebei, wird von der Polizei ständig schikaniert, seit sie im Jahr 2011 festgenommen wurde. Ihrer Familie ist ein friedliches Leben nicht möglich.
Mehrfache Festnahmen in den Jahren 2011 und 2012
Liu Ruifang, die über 70 Jahre alt ist, wurde im Juli 2011 festgenommen, nachdem sie angezeigt worden war, weil sie mit Menschen über die anhaltende Verfolgung ihres Glaubens – Falun Gong – durch die Kommunistische Partei Chinas gesprochen hatte. Noch in derselben Nacht wurde sie in die Haftanstalt der Stadt Baoding gebracht. Dort wurde ihr die Aufnahme jedoch verweigert, da die obligatorische ärztliche Untersuchung mehrere Erkrankungen bei ihr aufgezeigt hatte.
Die Polizei brachte Liu zurück in den Kreis Xiong und ließ sie gegen eine Kaution von 10.000 Yuan (etwa 1.300 Euro) frei. In den darauffolgenden Monaten nahmen sie sie noch einige Male fest. Einmal sprach sie auf einem Bauernmarkt mit Menschen über Falun Gong, als mehrere Beamte sie ergriffen. Sie drückten sie zu Boden und versuchten, ihr eine Blutprobe zu entnehmen. Sie stachen ihr in alle zehn Finger, doch es trat nicht ein einziger Tropfen Blut aus. Schließlich gaben sie auf und ließen sie gehen.
Ein anderes Mal sprach Liu auf der Straße mit Leuten über Falun Gong, als mehrere Zivilpolizisten aus einem Auto stiegen und sie in ihr Fahrzeug zerrten. Sie brachten sie zur Vernehmung in die Staatssicherheitsabteilung des Kreises Xiong. Dort weigerte sie sich, deren Fragen zu beantworten, und wurde an die Polizeiwache Xiaobucun übergeben, die sie nach mehr als zwei Stunden wieder freiließ.
Drei Beamte drangen zu einem unbekannten Zeitpunkt in Lius Wohnung ein und beschlagnahmten Informationsmaterialien zu Falun Gong.
Im April 2012 wurde Liu erneut festgenommen und in die Haftanstalt der Stadt Baoding gebracht. Da sie dort jedoch nicht aufgenommen wurde, kam sie gegen eine Kaution von 5.000 Yuan (etwa 650 Euro) wieder frei. Zwar wurde sie danach nicht mehr verhaftet, doch stand sie unter strenger Überwachung und war ständigen Schikanen durch die Polizei ausgesetzt.
Ständige Schikanen seit April 2012
Wenn Liu auf der Straße unterwegs ist, wird sie bisweilen von der Polizei angehalten. Die Beamten durchsuchen ihren Fahrradkorb, um nach Falun-Gong-Materialien zu suchen. Später erfuhr sie, dass sie versuchten, Beweise gegen sie zu sammeln, um die Kaution in Höhe von 15.000 Yuan (etwa 1.900 Euro) einzubehalten, die im Juli 2011 von ihr hinterlegt worden war. Gesetzlich ist vorgesehen, dass die Kaution an die beschuldigte Person zurückgezahlt wird, sofern keine Kautionsauflagen verletzt wurden.
Im Jahr 2019 sprach Liu auf einem Bauernmarkt mit anderen über Falun Gong, als ein Polizist auf sie aufmerksam wurde. Er folgte ihr nach Hause und beschlagnahmte ihre Falun-Gong-Bücher und Informationsmaterialien sowie ein Porträt des Begründers von Falun Gong.
Vier Männer und eine Frau von der Staatssicherheitsabteilung des Kreises Xiong brachten Liu am 27. Oktober 2025 um 10:15 Uhr dazu, die Tür zu öffnen, indem sie vorgaben, von der Hausverwaltung zu kommen. Sie zeigten einen sogenannten Durchsuchungsbeschluss vor, der weder Unterschriften noch Dienstsiegel aufwies.
Die fünf Beamten forderten daraufhin vier weitere Beamte der örtlichen Polizeidienststelle an. Zwei Polizistinnen durchsuchten Liu und drückten sie auf ein Bett.
Anschließend zog die Polizei vier Mitarbeiter der Gemeinde hinzu. Gemeinsam durchsuchten sie Lius Wohnung und beschlagnahmten einen Laptop, einen Plattenspieler, fünf Falun-Gong-Bücher, ein Musikabspielgerät sowie fünf Fünf-Yuan-Scheine. Sie verließen den Ort um 12:10 Uhr.
Nur wenige Stunden später erschienen zwei Beamte bei Liu zu Hause und forderten ihren Ehemann auf, einige Dokumente zu unterschreiben und mit seinen Fingerabdrücken zu versehen. Sie drohten, Liu für zwei Wochen in Gewahrsam zu nehmen. In der Folgezeit suchten die Beamten das ältere Ehepaar über einen längeren Zeitraum alle drei bis vier Tage auf und schikanierten es.
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