(Minghui.org) Die Zeit vergeht wie im Fluge und seit ich mit dem Praktizieren von Falun Dafa (auch bekannt als Falun Gong) begonnen habe, sind schon 29 Jahre vergangen. Unter dem Schutz des Meisters bin ich meinen Kultivierungsweg in der Zeit der Fa-Berichtigung beständig gegangen. Ich bin dem Meister und Falun Dafa von Herzen dankbar.
Begegnung mit Falun Dafa
Im Jahr 1994 reiste mein Großonkel aus der Provinz Liaoning in die Stadt Harbin, um den Vortrag von Meister Li anzuhören. Unterwegs machte er bei mir zu Hause halt. Er brachte mir ein Exemplar der Zeitschrift Fenster zu den Künsten mit, in der ein Artikel über Falun Dafa stand und auf dessen Titelseite ein Foto von Meister Li im Lotussitz zu sehen war. Ich war neugierig und lernte sofort die Übungen von meinem Großonkel.
Ich war damals 17 Jahre alt und ging noch in die Mittelstufe. Doch nachdem mein Großonkel abgereist war, praktizierte ich nicht weiter.
Im Jahr 1997 zogen meine beiden älteren Schwestern und ich in die Stadt meines Großonkels, um dort unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir wohnten vorübergehend bei ihm. Meine Schwestern arbeiteten in der Bekleidungsbranche und wollten, dass ich das Nähen erlernte. Doch dafür hatte ich kein Talent.
Meine Schwester und ich gerieten in Streit, und ich fühlte mich innerlich leer und unsicher. Beiläufig nahm ich das Buch Zhuan Falun zur Hand, von dem ich wusste, dass mein Großonkel täglich darin las und begann zu lesen. Es fiel mir schwer, es wieder aus der Hand zu legen. Je mehr ich las, desto tiefer wurde ich körperlich und seelisch erschüttert. Wie tiefgründig die Fa-Erklärungen des Meisters doch sind!
Innerhalb einer Woche hatte ich das Zhuan Falun durchgelesen und das Gefühl, den Sinn des Lebens gefunden zu haben. Daher beschloss ich zu praktizieren. Ich ging mit meinem Großonkel zum Übungsplatz und machte dort die Übungen und lernte das Fa. Gemeinsam mit den anderen Praktizierenden stellte ich den Menschen Falun Dafa vor.
Ich war erfüllt von der Freude der Kultivierung und gehe seitdem den Weg zurück zu meinem wahren Selbst.
Unerschütterlich trotz aller Prüfungen
Nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 angefangen hatte Falun Dafa zu verfolgen, geriet der Glaube meines Großonkels an den Meister und an Falun Dafa ins Wanken. Er sagte, er könne nicht verstehen, warum der Meister ihn nicht beschützt habe, als er in Schwierigkeiten war. Er gab das Praktizieren von Falun Dafa auf und versuchte es mit einem anderen Kultivierungsweg. Zwei Jahre später hatte er einen Autounfall, fiel ins Koma und starb kurz darauf.
Mein Glaube blieb fest, denn Falun Dafa hatte in meinem Herzen bereits Wurzeln geschlagen. Meine Familie ließ sich von den Lügen der Partei täuschen und fürchtete, meinetwegen in Schwierigkeiten zu geraten. Sie störten mich, wenn ich zu Hause das Fa lernte und die Übungen praktizierte, manchmal schlugen sie mich sogar. Ich trug es ihnen nicht nach und gab auch nicht nach. Schließlich blieb ihnen nichts anderes übrig, als mich in Ruhe zu lassen.
Der Übungsplatz und die Fa-Lerngruppe gab es nicht mehr und ich konnte nur noch zu ein paar Praktizierenden Kontakt halten. Später erhielt ich von ihnen die neuen Fa-Erklärungen des Meisters.
Von Zeit zu Zeit gaben sie mir auch Informationsmaterialien zum Verteilen. Damals betrug mein monatliches Einkommen nur ein paar Hundert Yuan. Manchmal gab ich ihnen 100 Yuan (ca. 13 Euro), die sie an die Praktizierenden weitergeben sollten, welche die Materialien herstellten. Jedes Mal, wenn sie das Geld annahmen, sagten sie: „Mit diesem Geld können Leben gerettet werden!“
Im Herbst 2001 wurde ich beim Verteilen von Informationsmaterialien verfolgt, ohne dass ich es bemerkte. Als ich ein Gebäude verließ, wurde ich von einem jungen Polizisten in Zivil illegal festgenommen und zur Polizeiwache gebracht. Die Polizisten fragten, wo ich wohnen würde, doch ich weigerte mich, es ihnen zu sagen. Sie hielten mich 15 Tage lang fest und ließen mich erst frei, nachdem sie 2.000 Yuan (ca. 260 Euro) von meiner Familie erpresst hatten.
Von da an achtete ich sorgfältig darauf, aufrichtige Gedanken auszusenden, bevor ich Informationsmaterialien verteilte.
Beharrlich die wahren Umstände erklären
Ehe ich mich versah, war ich alt genug, um zu heiraten. Ich hatte Freunde gehabt, doch keine Beziehungen hatte gehalten. Im tiefsten Innern wünschte ich mir, einen Praktizierenden als Freund kennenzulernen. Der Meister arrangierte es dann so.
Eine Mitpraktizierende stellte mir einen jungen Mann vor, der ebenfalls Falun Dafa praktizierte. Wir waren sechs Monate zusammen, bevor wir heirateten. Mein Vater sagte, es sei gut, einen Praktizierenden zu heiraten, weil wir dieselben Wertvorstellungen hätten und uns nicht streiten würden.
Nach unserer Heirat kamen wir gemeinsam fleißig in der Kultivierung voran und richteten bei uns zu Hause eine Produktionsstätte für Informationsmaterialien ein. In den vergangenen 20 Jahren sind wir Seite an Seite unseren Weg gegangen, haben das Fa bestätigt und dabei geholfen, Menschen zu retten.
Zu Hause wie bei der Arbeit stellen wir hohe Ansprüche an uns selbst und richten unser Verhalten nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht aus. Wir arbeiten hart, ohne uns zu beklagen. Zu Hause begegnen wir den Eltern des jeweils anderen mit Respekt und haben uns in den verschiedenen Umfeldern, in denen wir gelebt haben, einen guten Ruf erworben.
In den vergangenen 27 Jahren der Kultivierung in der Fa-Berichtigung habe ich vor allem dadurch geholfen, Menschen zu retten, dass ich Informationsmaterialien verteilte. Gemeinsam mit anderen Praktizierenden habe ich in allen Teilen unserer Stadt Materialien verteilt, an den Häusern entlang der Straßen und Gassen ebenso wie in Hochhäusern. Durch das Lesen dieser Materialien haben viele Menschen die wahren Umstände über Falun Dafa verstanden und konnten gerettet werden.
Mit der wachsenden Bautätigkeit entstanden immer mehr Wohnungen. Beim Verteilen der Materialien konzentrierte ich mich auf verhältnismäßig wohlhabende Wohnanlagen mit Aufzügen, denn dort waren die Belegungsrate und die Bevölkerungsdichte hoch. Zugleich lagen sie recht abgeschieden, sodass die Bewohner anderswo kaum etwas über Falun Dafa erfahren konnten.
Eines Tages während der Corona-Pandemie öffnete sich eine Wohnungstür, als ich gerade daneben ein selbstklebendes Plakat anbrachte. Schnell ging ich die Treppe hinunter und die Leute aus jener Wohnung liefen mir hinterher und riefen: „Diebin!“
Ich blieb stehen und antwortete: „Ich bin keine Diebin. Ich bin hergekommen, um Ihnen etwas Gutes zu bringen, damit Sie gerettet werden können. Sie werden es verstehen, wenn Sie die Materialien lesen, die ich für Sie dagelassen habe.“
Der Mann beruhigte sich, doch die Frau fragte: „Wen wollen Sie denn retten?“
Während die beiden zögerten, ging ich weiter die Treppe hinunter. Sie folgten mir nicht weiter.
Als ich im zweiten Stock angekommen war, dachte ich: „Wenn das Ehepaar wieder ruft, werden die Nachbarn und die Wachleute am Tor aufmerksam. Ich muss aufrichtige Gedanken aussenden, um die üblen Elemente hinter ihnen zu beseitigen und sie davon abzuhalten, sich an Falun Dafa zu versündigen.“
Ich setzte mich auf den Treppenabsatz und sendete aufrichtige Gedanken aus. Als es im Treppenhaus vollkommen still war, verließ ich das Gebäude und kam sicher durch das Tor hinaus.
Auf meinem Kultivierungsweg habe ich weder nach einer luxuriösen Wohnung noch nach teurer Kleidung gestrebt und bin auch nicht zum Vergnügen verreist. Stattdessen habe ich dieses kostbare Falun Dafa erhalten. Dass ich dem Meister bei der Fa-Berichtigung beistehen und Verantwortung dafür übernehmen darf, alle Lebewesen retten zu helfen, während ich zu meinem wahren Selbst zurückkehre, hat mein Leben wahrhaft wertvoll gemacht.
Vielen Dank, Meister!
Das ist meine begrenzte persönliche Erkenntnis. Bitte weist mich auf alle Unzulänglichkeiten hin.
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