(Minghui.org) Ende April 1997 begann ich, Falun Dafa zu praktizieren. Unter dem barmherzigen Schutz von Meister Li habe ich es geschafft, bis heute sicher durchzukommen.

Im August 2008 überquerte ich mit meinem Fahrrad die Straße und wurde von einem heranrasenden Auto angefahren und zu Boden gerissen.

Zwei junge Männer stiegen aus dem Auto und eilten zu mir. Sie boten mir an, mich ins Krankenhaus zu bringen. Ich sagte: „Das ist nicht nötig, mir geht es gut. Ich kann mit dem Fahrrad nach Hause fahren.“ Als ich sie fragte, wie es zu diesem Unfall kommen konnte, sagten sie mir, dass sie zu schnell gefahren seien und deshalb nicht mehr rechtzeitig anhalten konnten.

Langsam stand ich auf, nahm mein Fahrrad und sagte: „Alles ist in Ordnung; ihr könnt gehen. Ich schaffe es nach Hause. Ich praktiziere Falun Gong und werde kein Schmerzensgeld von euch verlangen.“

Als ich losfahren wollte, sagte einer der jungen Männer: „Ich glaube nicht, dass Sie jetzt wirklich Fahrrad fahren können.“

Ich schwang mich aufs Fahrrad und sagte: „Ich werde euch zeigen, dass ich es kann.“ Erst als ich losfuhr, bemerkte ich die Umstehenden, die die Szene beobachtet hatten.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 3. Oktober 2024. Ich näherte mich mit dem Fahrrad einer Kreuzung, als ein Essenslieferant auf einem E-Bike aus der Gegenrichtung auf mich zugerast kam.

Gerade als er an mir vorbeirauschte und mich dabei knapp streifte, sprang ich von meinem Fahrrad. Zuerst war ich etwas erschüttert und verärgert, fasste aber schnell wieder klare Gedanken. Ein Mann hinter mir sagte: „Warum hast du ihn nicht zurechtgewiesen?“.

Daraufhin sagte ich: „Vielleicht war er mit einer Lieferung im Verzug und hatte Angst vor einer negativen Bewertung. Sobald jemand eine schlechte Bewertung bekommt, verdient er nicht mehr so viel. Diese Lieferfahrer haben ein hartes Leben, und ich möchte ihnen nicht noch mehr Ärger bereiten.“

Der Mann beharrte jedoch weiter darauf: „Du hattest Glück, dass du rechtzeitig abgesprungen bist! Erst vor ein paar Tagen sind zwei Fahrradkuriere zusammengestoßen, und dabei ist tatsächlich jemand ums Leben gekommen. Du hättest ihn zumindest anschreien sollen.“

Ich lächelte und sagte: „Es ist ja alles gut gegangen. Haben Sie einen schönen Tag“. Allein an diesem Tag wurde ich Zeuge von zwei weiteren Verkehrsunfällen. Auch an diesem Tag kam ich dank des Schutzes durch den Meister wohlbehalten davon.

Kultivierende haben kaum negative Gedanken

Seit ich angefangen habe, Falun Dafa zu praktizieren, haben die negativen Gedanken in meinem Kopf deutlich abgenommen.

Im Winter 2012 war ich gerade auf dem Heimweg von der Arbeit, als es dunkel wurde. Ein Mann in einem gelben Mantel im Militärstil saß zusammengekauert auf einem großen Stein am Straßenrand. Er streckte die Hand aus, um mich um Geld zu bitten, und so blieb ich stehen und gab ich ihm etwas Kleingeld.

Als er mir erzählte, dass er seit drei Tagen nichts gegessen habe, gab ich ihm etwas mehr Geld. Er erzählte weiter, dass er in seine Heimatstadt zurückkehren wolle, um die Gräber seiner Eltern zu besuchen. Ich sah, dass sein Gesicht die Spuren von Entbehrungen und Leid trug und er von der Reise gezeichnet war. Er kam mir nicht wie ein Betrüger vor.

Ich konnte nicht anders als ihm zu helfen. In dieser Zeit, in der sich Dafa weit verbreitet, sollte ich als Dafa-Jüngerin niemanden hungern oder frieren lassen. Ich fragte ihn, wie viel Geld er bräuchte, um in seine Heimatstadt zu fahren.

Er sagte, er bräuchte 120 yuan (etwa 15 Euro) und so gab ich ihm 150 Yuan. Plötzlich sank er vor mir auf die Knie und fragte nach meinem Namen. Ich antwortete ihm: „Guter Mann, ich praktiziere Falun Gong und möchte ihnen einfach nur helfen.“

Inzwischen hatten sich einige Leute um uns versammelt. Ein Paar gab ihm drei Fladenbrote und der Besitzer eines nahegelegenen Restaurants rief: „Beeil dich! Du kannst den letzten Bus noch erwischen!“ Der Mann stand auf und machte sich auf den Weg zur Bushaltestelle.

Ein anderes Mal begegnete ich beim Spazierengehen einer älteren Frau, die um die 80 Jahre alt gewesen sein muss. Sie saß auf einem umgedrehten Eimer. Als sie mich sah, streckte sie mir die Hand entgegen, damit ich ihr aufhalf. Ohne zu zögern ergriff ich die Hand und half ihr auf die Beine.

Ein älterer Mann, der in der Nähe stand, sagte: „So viele Menschen sind an ihr vorbeigegangen, doch niemand hat sie beachtet.“ Ich fragte den Mann, warum das so ist, und er sagte, dass die Menschen Angst davor haben, dass die Frau, wenn man ihr aufhelfen würde, stürzen könnte und sie dann dafür haften müssten.

Daraufhin antwortete ich, dass ich niemals so weit gedacht hätte.

Einmal war ich mit der älteren Frau, die ich betreute, spazieren, als ein Auto neben uns anhielt. Die Insassen fragten mich nach dem Weg zu einem Krankenhaus, und so versuchte ich, ihnen die Richtung zu zeigen.

Einer von ihnen schlug vor: „Könnten Sie vielleicht einsteigen und uns den Weg zeigen?“ Im Fahrzeug saßen zwei Männer und eine Frau. Da der Weg nicht weit war, bat ich die Frau, die ich betreute, sich auf eine Bank zu setzen und zu warten, bis ich zurückkam.

Als die Angehörigen der älteren Dame davon erfuhren, waren sie entsetzt: „Hatten Sie keine Angst, dass diese Leute Sie entführen könnten?“

Ihre Enkelin sagte entsetzt: „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Sie es gewagt haben, in das fremde Auto zu steigen! Ich sag` Ihnen, selbst ein fünfjähriges Kind weiß, dass man nicht in das Auto eines Fremden einsteigen darf!“

Ich antwortete: „Darüber habe ich gar nicht wirklich nachgedacht. Ich habe mir nur vorgestellt, wie ängstlich ich mich in einer fremden Stadt fühlen würde, in der ich mich nicht auskenne! Wer würde sich nicht wünschen, dass ihm jemand hilft, wenn er sich verfahren hat?“

Als ich später über den Vorfall nachdachte, fiel mir ein, dass ich, bevor ich mit dieser Frau spazierenging, folgende Passage in Zhuan Falun gelesen hatte:

Überall, wo Buddhas Licht erstrahlt, herrschen Schicklichkeit, Redlichkeit, Harmonie und Klarheit“ […]. (Zhuan Falun, 2019, S. 173)

Wir strahlen ein aufrichtiges Energiefeld aus, und daher hegen die Menschen um uns herum keine böswilligen Gedanken.

Nicht einmal eine Nähnadel hat sie uns gestohlen“

Mit großer Sorgfalt kümmerte ich mich um diese alte Frau. Ich putzte jeden Tag ihr Zimmer, und wann immer das Wetter gut war, ging ich morgens und nachmittags mit ihr spazieren. Außerdem achtete ich darauf, dass ihre Mahlzeiten ausgewogen und abwechslungsreich waren.

Das galt besonders, als ihr Enkel seine Hochschulaufnahmeprüfungen ablegte. Ich achtete darauf, gute Mahlzeiten zuzubereiten.

Sowohl die Frau als auch ihre Familie schätzten mich sehr. Als ich in einem Zwangsarbeitslager festgehalten und als ich von Agenten der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) schikaniert wurde, haben sie mich immer voll und ganz unterstützt.

Im Jahr 2010 wurde die Tochter der älteren Frau in das Arbeitslager vorgeladen, in dem ich illegal festgehalten wurde. Die Beamten dort behaupteten, ich sei kleinlich und opportunistisch, und unterstellten mir, ich hätte Gegenstände aus dem Haus der älteren Dame gestohlen. Doch die Tochter der besagten Dame entgegnete entschlossen: „Nicht einmal eine Nähnadel hat sie uns gestohlen!“

Die Beamten waren sprachlos. Sie hatten vorgehabt, die Tochter der Frau dazu zu zwingen, Druck auf mich auszuüben, damit ich mich von Falun Dafa abwendete, doch ihr Plan ging ins Leere.

Im November 2021, ein Jahr nachdem die KPCh die „Null-Fälle-Kampagne“ gestartet hatte (eine erneute Razzia gegen Falun-Dafa-Praktizierende, die vom Büro 610 und dem Komitee für Politik und Recht ins Leben gerufen wurde), kamen mehrere Parteimitarbeiter zu mir nach Hause, um mich zu schikanieren. Doch die Tochter der Frau und auch Vertreter der Gemeinde stellten sich den Mitarbeitern entgegen und sagten, ich würde hart arbeiten und mich sehr um ältere Menschen kümmern.

Mir ist klar geworden, dass ich inmitten von Konflikten nur dann meine Beziehungen zu anderen wieder ins Lot bringen und eine echte Erhöhung der Xinxing erreichen kann, wenn ich nach innen schaue und meine eigenen Unzulänglichkeiten erkenne.

Neunundzwanzig Jahre sind vergangen, seit ich mit dem Praktizieren begonnen habe. Ohne den barmherzigen Schutz des Meisters, hätte ich es niemals bis heute geschafft. Worte können nicht ausdrücken, wie dankbar ich dem Meister bin. Ich kann das Ausmaß seiner Barmherzigkeit nur durch stetigen Fleiß in meiner Kultivierung zurückzahlen.