(Minghui.org) „Der Umzug ist groß und wirklich wunderschön! Die Musik tut mir richtig gut“, sagte die Krankenschwester Ersa. Gemeinsam mit ihrer Familie las sie einen Flyer über Falun Dafa und erzählte lächelnd: „Ich wusste vorher nichts über Falun Dafa, aber jetzt, wo ich das gesehen habe, finde ich es toll. Die Leute sind sehr freundlich.“

Ersa gehörte zu den zahlreichen Zuschauern, die am 8. August 2026 den Umzug der Falun-Dafa-Praktizierenden durch die Frankfurter Innenstadt verfolgten. Schon von Weitem war die Musik zu hören. Angeführt wurde der Zug von der europäischen Tian-Guo-Marching-Band in blauen Uniformen. Dahinter folgten farbenfrohe Fahnen und Transparente mit Aufschriften wie „Falun Dafa“ und „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“.

Bereits am Vorabend, Freitag, dem 7. August, waren die Praktizierenden auf einer anderen Route durch die Frankfurter Innenstadt gezogen. Für viele Passanten war es die erste Begegnung mit Falun Dafa. Interessiert nahmen sie die verteilten Flyer entgegen und begannen, sich über die Praxis zu informieren.

Die Umzüge der Falun-Dafa-Praktizierenden am Abend des 7. August und gegen Mittag des 8. August durch Frankfurt (Minghui.org)

Feierlicher Umzug

Die Steuerberaterin Shirin Sikorski stimmte den Prinzipien von Falun Dafa – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – zu. „Das sind sehr wichtige Prinzipien, die von der ganzen Welt geschätzt werden sollten“, sagte sie. „Denn sie spiegeln die menschliche Natur und den Respekt vor jedem Einzelnen wider. Es ist schade, dass sie allmählich verschwinden.“ Gemeinsam mit einer Freundin beobachtete sie, wie sich die Praktizierenden am Freitagabend versammelten, und sie erlebte den Beginn des Marsches am Samstag mit. Die beiden waren begeistert, planten, den Marsch aufzunehmen, und freuten sich, mehr über Falun Dafa zu erfahren.

„Der Marsch ist wunderschön und wirkt feierlich. Es gibt keinen Lärm – stattdessen herrscht große Ruhe“, erklärte Anne, eine Lehrerin. Sie fügte hinzu: „Insgesamt war alles gut geplant. Sehr geordnet.“ Sie hörte zum ersten Mal von Falun Dafa und erzählte, sie werde die erhaltenen Informationsmaterialien lesen. „Diese Praktizierenden werden verfolgt und gefoltert – das ist falsch, deshalb werde ich die Petition unterschreiben“, erklärte sie.

Irene Sahanaic, eine ehemalige Flughafenmitarbeiterin, berichtete, sie habe bereits früher von Falun Dafa gehört. Die Musik der Tian Guo Marching Band gefiel ihr sehr – sie beschrieb sie als „sehr wohlklingend. Das hier [in Bezug auf Falun Dafa] schadet niemandem, warum also ...“ Ihr Lächeln verschwand, als sie einen Moment innehielt. Ihre Augen füllten sich mit Tränen.

„Warum wird ihnen die Freiheit [zu praktizieren] nicht zugestanden?“ Sie sagte: „Es macht mich sehr traurig, so etwas zu sehen. Dabei fühle ich mich wirklich schrecklich.“

Zwangsweise Organentnahme „sollte verboten werden“

Menschen erfahren von Falun Dafa (Minghui.org)

Die während des Umzugs gezeigten Transparente machten die Zuschauer zudem auf den von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verübten Organraub an Falun-Dafa-Praktizierenden aufmerksam. Achim Schemel, Inhaber dreier Unternehmen, zeigte sich darüber bestürzt: „Das ist unerträglich und unethisch und sollte verboten werden. Die Verantwortlichen gehören ins Gefängnis. Leider wird dieser [Organraub] in China von der Regierung organisiert und als Geschäft betrieben.“

Schemel unterzeichnete die Petition, die ein Ende des Organraubs fordert. Seine Beweggründe erklärte er so: „Ich trete für Freiheit ein, und wir hoffen, Freiheit und Rechte in Deutschland zu verteidigen. Es ist zudem wichtig, die Bundesregierung dazu zu bewegen, in dieser Angelegenheit eine klare Haltung einzunehmen. Auch deshalb unterzeichne ich die Petition.“

Ich werde diese Informationen definitiv weitergeben“

Janice Echebiri (links) und Emily Kessel (rechts) (Minghui.org)

Praktizierende zeigen nach dem Umzug die Übungen (Minghui.org)

Janice Echebiri und Emily Kessel sahen sich nach dem Umzug die Vorführung der Falun-Dafa-Übungen an. „Kraftvoll und zugleich tief entspannend. Sehr schön“, beschrieb Emily ihren Eindruck. „Es scheint mit Energie und dem Körper zu tun zu haben, aber auch mit Dingen spiritueller Natur. Sehr interessant.“

Als sie erfuhren, dass die Praktizierenden den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen und bei Konflikten und Problemen zunächst bei sich selbst nach den Ursachen suchen, fanden sie sich darin wieder. Eine der beiden sagte: „Ich bin auch der Meinung, dass wir bei Vorfällen immer zuerst bei uns selbst schauen und prüfen sollten, was wir falsch gemacht haben. Wir sollten selbstlos sein.“ Die andere stimmte ihr zu: „Auch ich versuche stets, diesen Prinzipien zu folgen.“

Daher konnten sie nicht verstehen, warum die KPCh die Praktizierenden seit 27 Jahren verfolgt. „Es ist wirklich wahnsinnig und traurig, sie vernichten zu wollen, nur weil sie versuchen, ein gutes Leben zu führen, eine solche Kultur zu pflegen und [für die Übungen] zusammenzukommen. Ich finde, das überschreitet jede Grenze des Vertretbaren“, sagte Emily.

Janice ergänzte: „Ich denke, jeder Mensch hat das Recht, sich zu entfalten und nach seinen eigenen Vorstellungen zu leben. Diese Werte an sich sind großartig; es sind Werte, denen jeder zustimmen sollte. Ich halte es für grausam, dass [die KPCh] den Menschen dies untersagt. Die Verfolgung an sich ist schrecklich. Ich finde es noch unmenschlicher und grausamer, dass etwas so Schönes verfolgt wird.“

Sie hofften, mit ihren Unterschriften denjenigen helfen zu können, die sich nicht selbst verteidigen können. „Ich möchte auch, dass mehr Menschen darauf aufmerksam werden, denn dies ist ein wirklich wichtiges und ernstes Thema“, erklärte Janice.

„Ich denke, es ist wichtig, dass jemand hier steht und dies tut [die Verfolgung aufdeckt]. Ich hoffe, dass so etwas [die Verfolgung] nie wieder geschieht“, sagte Janice und erklärte, sie habe zum ersten Mal von dieser Verfolgung gehört. „Auch wenn diese Dinge theoretisch öffentlich stattfinden, glaube ich, dass sie doch bis zu einem gewissen Grad im Verborgenen bleiben. Daher ist es sehr wichtig, dass die Menschen davon erfahren.

Nur wenn mehr Menschen davon wissen, lässt sich verhindern, dass es so weitergeht. Wenn Menschen die Sache öffentlich machen, werden andere helfen.“

Emily sagte: „Ich werde diese Informationen definitiv an andere weitergeben, damit auch sie helfen können und mehr Menschen auf das Thema aufmerksam werden und darüber Bescheid wissen.“

Bitte geben Sie nicht auf“

„Das hat mich schon immer interessiert“, so Fithawit, die im Personalwesen tätig ist. Sie erzählte, dass sie häufig Veranstaltungen der Praktizierenden auf dem Frankfurter Römerberg gesehen habe und über den von der KP Chinas betriebenen Organraub Bescheid wisse.

Nachdem sie die Veranstaltung am Freitagabend gesehen hatte, beschloss sie, sich gemeinsam mit ihrer Freundin Anna näher über Falun Dafa zu informieren. Die beiden unterhielten sich ausführlich mit den Praktizierenden. „Mein erster Eindruck [von Falun Dafa] ist positiv“, sagte sie. Anna bezeichnete die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht als „gute Werte, die jeder Mensch auf der Welt braucht“.

„Meditation – oder sagen wir, eine Art spirituelle Praxis – macht einen Menschen besser oder stärker. Doch genau deswegen sind diese Menschen Verfolgung, Mord und sogar erzwungener Organentnahme ausgesetzt. Ich glaube nicht, dass man das überhaupt noch mit dem Wort ‚wahnsinnig‘ beschreiben kann“, erklärte Fithawit.

Beide Frauen waren der Ansicht, dass diese Veranstaltungen dazu beitragen, mehr Menschen auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Fithawit sagte: „Das ist sehr wichtig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Menschen in China so offen äußern können, wie wir es hier tun. Deshalb muss es Stimmen von außen geben. Und ihr seid jetzt diese Stimme. Sie würden zumindest wissen: ‚Wir sind nicht allein.‘“

Bevor sie gingen, erkundigten sich die beiden Frauen nach Zeit und Ort des wöchentlichen Übungstreffens vor Ort. „Wir werden auf jeden Fall hingehen und die Übungen ausprobieren“, sagte Fithawit. „Bitte gebt nicht auf. Macht weiter, erhebt das Haupt und lasst eure Stimme immer lauter werden.“