(Minghui.org) Zwei Frauen aus der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, sehen sich einem Strafverfahren gegenüber, nur weil sie Falun Dafa praktizieren.

Qiao Xinghua, 81, und Yin Yuhua wurden Ende Mai 2026 festgenommen, als sie im Laodong-Park mit Passanten über Falun Dafa sprachen. Die Beamten der Polizeiwache Qilu verhängten gegen beide eine 15-tägige Verwaltungshaft, vollstreckten diese jedoch aufgrund ihres hohen Alters nicht.

Am 11. Juni 2026 gegen 11 Uhr drangen mehrere Zivilbeamte der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Tiexi und der Polizeiwache Qilu in Qiaos Wohnung ein. Sie durchsuchten die Wohnung, ohne sich auszuweisen oder einen Durchsuchungsbefehl vorzulegen. Zudem händigten sie kein Verzeichnis der beschlagnahmten Gegenstände aus.

Qiao erlitt ein Trauma sowie einen Herzinfarkt. Die Haftanstalt der Stadt Shenyang nahm sie deswegen nicht auf. Doch anstatt sie freizulassen, brachte die Polizei sie ins Krankenhaus. Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts wurde sie von vier Beamten bewacht. Nach ihrer Entlassung brachte man sie direkt in die Erste Haftanstalt von Shenyang.

Yin wurde noch am selben Tag erneut in Gewahrsam genommen und in die erste Untersuchungshaftanstalt von Shenyang gebracht.

Gegen Qiao wurde von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Dadong rasch Anklage erhoben. Nun steht ihr ein Verfahren vor dem Bezirksgericht Dadong bevor.

Der Status des Falls von Yin ist unklar.

Qiaos über 80-jähriger Mann war durch die Razzia der Polizei zutiefst erschüttert. Nach der Festnahme seiner Frau litt er unter Depressionen und erlitt mehrere Herzinfarkte. Seine Familie engagierte eine Betreuungskraft, die sich nun um ihn kümmert.